BonusfolgeZu Ehren der Late Queen - 100 Jahre Queen Elizabeth


Unsere heutige Folge haben wir zu Ehren der Queen aufgenommen. Damit wollen wir diese außergewöhnliche Königin feiern.
Hast du dich je gefragt, wie eine Königin 70 Jahre lang so souverän bleibt – trotz Eiern, Eisskandalen & Corona?
Du bewunderst, wie sie immer die Fassung bewahrt hat!
Wir tauchen heute tief in die Anekdoten ein, die die Queen zu einem echten Menschen machten: Von Pferdecodes bis zu unerwarteten Humor-Momenten.
Wusstest du, dass sie bis kurz vor ihrem Tod geritten ist? Oder, dass sie bei Streitigkeiten stets die Fassung bewahrte – egal ob Eierwürfe oder politische Spannungen?
Ihr Geheimnis? Selbstbeherrschung,
Humor und die Fähigkeit, die Botschaften hinter Signalen zu erkennen – alles mit einem Lächeln.
Was ist deine Lieblingsgeschichte über die Queen? Teile es in den Kommentaren! Vielleicht hast du auch eine Anekdote, die muns noch überraschen würde? Und schau auf die Website von Eaton-place.de, um den Queen Elisabeth Afternoon Tea zum Sonderpreis zu erhalten - nur heute.
– exklusiv für Queen-Fans zum 100. Jubeljahr! 🎉
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Transkript Thronfolgen Bonusfolge Queen Geburtstag
Liebe Catrin, wenn ich dich so sehe, dann würde ich natürlich selbstverständlich denken, du bist blutjunge 25 Jahre jung. Und wenn das so wäre, dann hättest du genau wie ich, der ja schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat, würdest du dich genauso gut an Begegnungen oder Ereignissen mit der Queen erinnern können, wie Menschen, die bereits 100 Jahre alt sind. An die Queen, über die ganze Welt hinweg, kann sich nämlich fast jeder Mensch erinnern.
Vielleicht so Urvölker, die gar keine Anbindung haben, nicht. Ich sage mal, in einer zivilisierten Welt, in Tüttelchen, wo man irgendwie auch Nachrichten hat und wusste jeder, wer ist diese Frau? Sie war die berühmteste Frau der Welt.
Das ist total grandios. Ich habe sie übrigens mehrfach live gesehen, also ich kann mich auch sehr gut an sie erinnern, auch wenn ich noch nicht 100 bin, das nur am Rande. Naja, aber wegen dieses großen Jubiläums, das jetzt diese Woche ansteht, ihr 100. Geburtstag, wenn sie ihn noch erlebt hätte, wollen wir anlässlich dieses wichtigen Tages unserer Queen natürlich einfach ein bisschen die rosarote Brille aufsetzen, wir haben uns überlegt, wir wollen ein wenig schwierige Fragen und Themen ausblenden, die wahrscheinlich dieser Tage König Charles, Camilla, Prinz William und Kate beschäftigen, ihnen das Leben vielleicht auch ein bisschen schwer machen. Heute wollen wir nur das Leben einer besonderen Königin würdigen und eben ihren 100. Geburtstag feiern.
Und das können wir glaube ich besonders gut, haben wir uns gedacht, indem wir mit einigen lustigen Anekdoten anfangen. Denn die Queen hatte ja echt den Schalk im Nacken, das kann man in späteren Jahren immer mehr raus. Und ja, mal gucken, wie viel uns da so einfällt.
Später kommen wir auch noch auf politisch-historische Momente zu sprechen. Und wir berichten von unserem wirklich fabelhaften Besuch letzte Woche zur Premiere der tollen neuen Queen-Doku, „Die Queen und Ich“, von Julia Melchior fürs ZDF und Arte. Die war die Produzentin und Regisseurin des Films, hat uns lieberweise eingeladen und auch noch einige andere tolle Gäste.
Und das Highlight dieser Veranstaltung war für uns dann neben dem Film auch das Interview mit Hugo Vickers, dem sehr bekannten Biografen der königlichen Familie, der die Queen auch persönlich kannte und mehrfach getroffen hat in seinem Leben.
Genau. Darauf, liebe Hörerinnen und Zuhörerinnen und Zuhörer, könnt ihr euch jetzt in der nächsten, wir vermuten Stunde, wenn wir uns anstrengen, könnt ihr lauschen. Und wir werden, wie gesagt, politische Highlights, persönliche Highlights, aber auch noch ein paar Tipps zu diesem wunderbaren Jubiläum in dieser Folge ausstrahlen.
Und darauf freuen wir uns sehr und laden euch herzlich ein.
Mein Name ist Jörg Schröder-Dammköhler. Und an meiner Seite, wie immer, auch in dieser Bonusfolge, die Royal-Expertin, Catrin Bartenbach.
{Ausschnitt Queen-Rede von 1947 Rede:}
“I declare before you all, that my whole life, whether it be long or short, shall be devoted to your service and to the service of our great imperial family, to which we all belong.”
Das, du wirst es sicherlich rausgehört haben, das war Queen Elizabeth, also die spätere Queen Elisabeth, in sehr jungen Jahren. Am 21.04.1947, mit 21 Jahren, hat sie sich dem verschrieben, was wir heute feiern. Nämlich das Pflichtbewusstsein und so weiter und so fort.
Die Aufnahme wurde in den Gärten des Victoria Hall Farm Hotels, ich habe gar nicht rausgekriegt, ob es das heute noch gibt oder ein anderes Hotel da steht, im heutigen Simbapfe aufgenommen und dann im Kapstadt drei Tage später ausgestrahlt.
Dort hat alles angefangen. Und Afrika hat ja für sie dann auch später in Leben noch mehrfach eine große Bedeutung gehabt. Dort erfuhr sie ja in Kenia 1952, dass sie jetzt mal eben über Nacht Königin geworden war.
Ihr Vater war ja gestorben, während sie nicht im Lande war. Und sie war dort auf offizieller Mission mit Prinz Philipp. Das hat sie nie vergessen, das hatte wirklich in ihrem Leben eine besondere Bedeutung.
Und auch in Afrika hat sie später ihr, wie ich finde, erstes mutiges politisches Zeichen gesetzt. 1961, der berühmte Tanz mit dem Präsidenten von Ghana, Kwame Nkrumah, hieß er.
Naja, aber auf die politischen Dinge kommen wir dann später. Wir haben es vorhin schon kurz angedeutet. Nach einigem überlegen, wie wir denn Elizabeth II. am besten würdigen könnten.
96 bedeutsame Jahre, ein so langes Leben, eine über 70-jährige Regentschaft. Was gäbe es dann alles zu erzählen und zu würdigen? Aber so dachten wir, es wäre hoffentlich in ihrem Sinne, dass sie ja einen wirklich legendären, hintergründigen Humor hatte - das kam ja immer wieder durch - , wenn wir uns ihrem Vermächtnis über die schönsten Anekdoten nähern, die man von ihr weiß. Am besten eine für jedes Lebensjahrzehnt oder, wenn uns dann halt noch mehr als eine einfällt, können wir die vielleicht auch noch erzählen.
Ja, vier Stunden, nein, keine vier Stunden Ausnahme.
1920er-Jahre
Genau, Catrin, ich denke auch, das wird mehr als eine Anekdote werden. Und darum beginnen wir jetzt aber erstmal, wir fangen mal vorne an. Das ist immer eine gute Idee. Wir beginnen mit den 1920er Jahren. Das kommt mir sehr gut zu pass. Ich bin ja so ein 20er Jahre Vogel. Ich liebe die 20er Jahre. Kleide mich auch so. Ja, macht sehr viel Spaß.
Und wir zelebrieren das auch bei uns in meinem Eaton Place so ein bisschen. Wir haben zum Beispiel auch den Grand Salon bei uns, der genau diese Jahre der großen Ocean Liner und so weiter auch aufgreift. In den 1920er Jahren gab es schon natürlich den späteren Premierminister Winston Churchill.
Und der hat eine ganz besondere Beziehung zu Elizabeth gehabt, schon als sie zwei Jahre alt war und sie Lilibet genannt wurde. Er mochte sie wahnsinnig gerne von Anfang an, auch später, als sie Königin wurde. Ein ganz besonderes Verhältnis.
Ja, Beobachter haben das fast schon so beschrieben, als wenn er so ein bisschen verguckt in sie war. Aber ganz harmlos, ohne Hintergründe. Er mochte sie wirklich unglaublich gerne.
Kennen wir ja auch manchmal, dass man Leute richtig gut findet. Und das hat man bei ihm gespürt. Churchill hatte ein sehr gutes Verhältnis zu der Familie York, hatte dort gute Verbindungen auch.
Und er hat von Lilibet gesagt, als sie zwei Jahre, zwei Jahre alt war, das muss man sich jetzt tatsächlich mal im Hintergrund haben, er will bei ihr erkannt haben. Ja, eine Autorität und Nachdenklichkeit, die bei einem Kleinkind erstaunlich ist.
Also ich habe noch kein Kleinkind, wo ich überhaupt Humor, Nachdenklichkeit, Boshaftigkeit, Witz, konnte ich noch nicht raussehen.
Churchill hat das geschafft, aber er hat ja auch Recht behalten. Das kann man wohl so sagen, oder? Genau.
Ein kleiner Fun-Fact. Schon als Dreijährige zierte sie 1929 schon das Cover des amerikanischen Time-Magazines unter dem Titel „Princess Lilybet“ Ihr könnt das wunderbar im Internet überall finden.
Sie sah entzückend aus. Wir haben das bei uns auch im Tearoom. Herrlich, also diese Löckchen, und sie stützten ihr Gesichtchen so auf.
Also es ist ein herrliches Bild. Ganz, ganz toll. Irre.
Kann man sie gut zu Hause auch aufhängen. Und die Queen, das ist die einzige regierende Monarchin gewesen, die in einem Privathaus geboren wurde. Das war ja nicht ganz ungefährlich. Alsom wenn man das zu Hause gemacht hat, Geburt und so. Sie wurde geboren in der Bruton Street in 17, in London, an Stadtteil Mayfair. Das Stadthaus, das gehörte damals dem Earl of Strathmore, ihrem Großvater mütterlicherseits. Und heute findet sich an dieser Stelle, weil leider das Originalhaus im Krieg zerbombt wurde, der Edelchinese Hakkasan. Und ich weiß, liebe Catrin, das hast du, glaube ich, auch in deinem Royalen Reiseführer erwähnt. Und ich vermute auch, du hast dort schon gespart.
Ja, natürlich. Ich habe das ja alles ausprobiert, die Tipps, die ich in meinem Reiseführer drin habe. Und dass dieser Ort spielt natürlich danach, dass ich ihn aufnehme. Erstens der Ort, wo die Queen geboren wurde. Und zweitens das Restaurant, was im Übrigen dann auch privat von Mitgliedern des Königshauses besucht wird. Und das Essen ist sehr, sehr gut dort.
Aber unbedingt reservieren. Genau wie bei dir im Eaton Place kriegt man sonst keinen Tisch.
Heutzutage. Sehr schön. Also, es ist ganz schön.
Wir können immer mal so ein paar kleine Ausflugsziele aus deinem Buch auch hier rein zitieren. Also schreibt es euch gleich auf. Denn mir geht es zumindest so.
Ich will mir das immer merken. Und wenn ich dann da bin, fällt mir nicht ein, wo gehe ich hin. Also, ich habe da bei mir so im iPhone so eine kleine Datenbank, da habe ich mir das mal aufgeschrieben.
Also nächster London-Besuch geht unbedingt zu Hakkasan.
1930er-Jahre
Ja, die 1930er Jahre. Also Elizabeth und ihre kleine Schwester Marit waren natürlich immer noch Kinder, hatten eine gemeinsame Gouvernante, eine junge Schottin namens Marion Crwford in der Familie liebevoll Crawfie genannt, weil, die kam gut mit der Familie zurecht, hat sich gut eingefunden und sie hatte, wird dich interessieren, auch eine sehr gute pädagogische Ausbildung in Schottland genossen. Sie hatte auch so eine Art Lehrerinnendiplom, war eine coole Frau, konnte auch gut spielen mit den Kindern und da haben wir auch immer sehr Rücksicht darauf, dass kleine Elizabeth schon damals sehr aus Pferde aus war.
Das Schönste für sie war, ihren kleinen Pferdchen zu spielen und da ist ein Spruch überliefert, den die kleine Elisabeth einmal gebracht hat, zu Crawfie so ganz ernsthaft. Es sollte ein Gesetz geben, dass Pferde sonntags nicht geritten werden dürfen oder vor eine Kutsche spannen darf man sie auch nicht, denn die müssen doch auch mal”
Einen Tag Ruhe haben in der Woche. Nicht schlecht, das gibt es für so viele, warum nicht auch für Pferde?
Naja, also sie war total in diesem ländlichen Lebensgefühl drin. Also sie hat dann auch mal gesagt, da war sie vier, fünf, sechs, aber sie war noch sehr klein. Es käme für sie nur in Frage, später mal einen Farmer zu heiraten, weil sie halt mit Tieren vor einem Pferden zu tun haben wollte, nicht jeden Tag und ganz viel.
Sie war natürlich, wissen wir alle, eine riesengroße Pferdeliebhaberin, exzellente Reiterin. Sie hat mit vier ihr erstes Pony bekommen namens Peggy. Später als erwachsene Königin hat sie auch einen Pferdezuchtbetrieb in Sandringham.
Ihre Pferde haben öfter gesiegt in Ascot. Also sie soll über ihr ganzes Leben wirklich sehr viel Geld auch an Pferdepreisgeldern verdient haben, von Pferden, die mal in ihrer Zucht gebogen wurden oder gezüchtet wurden.
Und was ich auch besonders berührend fand, als ich das vor vielen Jahren mal gelesen habe, also wenn ihre Pferde dann einfach das Alter erreicht hatten, wo sie nicht mehr geritten werden konnten, entweder von ihr oder von ihrer Leibgarde oder so, die Pferde wurden dann auf die Wiese in Windsor gepackt und durften dort ihren Ruhestand genießen. Und ihr Lieblingspferd Burmese, auf dem sie immer geritten ist für Trooping the Colour, da zur Geburtstagsparade, Burmese war eben auch auf der Weide in Windsor in der Nähe vom Schloss und Elisabeth hat sie regelmäßig besucht, auch an ihrem Ruhestand.
Oh, wie süß. Ja, das ist wirklich nett. Also ich kann mich natürlich an Emmy auch gut erinnern, wir alle, bei der Beerdigung, bei der Zeremonie. Das war natürlich auch so ein Bild, das vergisst keiner, der diese Trauerfeierlichkeiten beobachtet hat.
Und es gibt auch wirklich, wirklich tolle Videos, geht auf YouTube und so. Wenn die Queen sich richtig freuen konnten, dann, wenn ihre Pferde gewonnen haben. Irre.
Also mit einer Energie wie ein kleines Mädchen. Herrlich, zum Todlachen.
Guckt euch das an. Also da merkt man, da merkt man so die Person …
… den echten Menschen, ihr Lieblingshobby, das, was sie wirklich begeistert hat, sie fiebert mit. Man sieht richtig in der Loge in Ascot, dann, wie sie irgendwie sich nach vorne beugt, ihr Fernglas nimmt und wirklich mit geballten Fäusten dasitzt und mit bangt und dann jubelt, wenn das Pferd wirklich gewinnt. Und sie hat dann manchmal so fünf oder zehn Pfund selber drauf gesetzt und auch gewonnen, hat sich wie ein Schneekönig wirklich gefreut, wenn sie zehn Pfund gewonnen hatte, diese reiche Frau. Also wirklich, wirklich. Das waren dann, weiß ich nicht, zehn, zwanzig Pfund-Beträge. Also ganz normal, ganz harmlos.
Sie war ja keine Spielernatur. Aber was ich auch noch mal kurz hinzufügen wollte, ihr Fellpony, Emma heißt sie, ich hatten wir uns vorhin vertan. Die Queen hat sie ja noch geritten bis ganz kurz vor ihrem Tod. Das fand ich erstaunlich. Sie war ja nun dann eben schon weit über 90 und war ja auch schon an Knochenkrebs erkrankt, aber sie hat das so schön gefunden. Sie wollte unbedingt immer noch mal ganz vorsichtig im Schritttempo wenigstens im Schlosspark ausreiten, hatte ja immer Terry Pendry dabei, ihren Lieblings-Groom, den Chef ihrer Stallungen quasi. Und das hat sie sich nicht nehmen lassen. Also acht Wochen vor ihrem Tod ist sie das letzte Mal geritten.
Ja, umso erstaunlicher, weil zu der Zeit, als man das gesehen hat, da wusste man ja gar nicht, dass sie Knochenkrebs hat. Und wenn man das jetzt weiß, mit dem Hintergrund, ist es natürlich umso erstaunlicher, das tatsächlich zu sehen. Ja, sieht süß aus auf diesem kleinen Pony.
1940er-Jahre
Gut, wir gehen jetzt mal in die 1940er-Jahre, liebe Catrin. Am 8.5., dem Victory Day, dem VE Day, gab es eine fast einmalige und auch total süße Möglichkeit für Elizabeth und ihre geliebten Schwester. Die beiden waren wirklich ein Herz und eine See.
Die waren ganz eng, obwohl sie vier Jahre auseinander waren.
Absolut, genau. Und die beiden, die hatten da eine wunderbare Gelegenheit. Sie war damals 19 Jahre alt und Margaret vierzehn.
Und King George, VI., auch hier wieder mit den Georges, ist es ja dann wieder so eine Sache. Viele haben da so einen von meinen Gästen auch im Tearoom, in Eaton-Place-Tearoom, die sagen, ah, warte mal, ich erinnere mich, das ist doch der, der gestottert hat. Genau, es gibt immer so, der Stotterer oder der mit der Wallis, oder einige sagen dann auch der mit den Nazis, da war doch irgendwie was.
So ordnen die dann immer die Könige ein. Also hier ist es der, das meinen wir nicht despektierlich, der stotternde King. Das ist der King George VI.
Und da hat er eine außergewöhnliche Erlaubnis gegeben. Der war ja eigentlich sehr vorsichtig, aber er hat erlaubt, dass im inkognito die beiden in die feiernden Menschenmassen in London, dass sie sich da untermischen können. Und die waren natürlich total happy und haben das auch gemacht.
Das Ganze wurde auch verfilmt. Also es ist ein sehr, sehr süßer Film, kann ich auch nur empfehlen. Also sie wurden natürlich begleitet.
Vom Porchie, Lord Porchester, dem späteren. Genau, bis zum Schluss. Und natürlich Angehörige der Garde, die waren natürlich auch dabei.
Und das fiel natürlich auch alles nicht wirklich auf, weil sie hat natürlich auch ihr ATS-Uniform getragen, mit Mütze im Gesicht. Und sofern konnten sie sich wirklich gut untermischen. Und so wie alle Tanzenden tanzten dann die Prinzessinnen in einer Conga-Schlange durch die Straßen, riefen gemeinsam mit der Menge nach dem König vor dem Buckingham Palace und feierten völlig ausgelassen.
Und aus dieser Zeit wusste die liebe Elizabeth bestimmt, könnte ich mir vorstellen, wie das so ist, wenn man da vor dem Buckingham Palace steht und den Monarchen sieht und ihn zujubelt. Und das ist natürlich umso schöner, als sie dann auf dem Balkon stand all die Jahre. Und da denken wir nun mal an diesen wunderbaren Moment, wunderbar traurigen emotionalen Moment.
Der letzte Auftritt von ihr, wo sie ja wirklich sehr emotional war, dass sie das bestimmt im Kopf verbunden hat.
Das glaube ich auch. Sie, kein anderer wusste es, aber ihr war ziemlich klar, dass sie wahrscheinlich da das letzte Mal stand, mit einer so großen Menge davor. Weil, es ging ihr ja wirklich schon sehr schlecht dann, Im Sommer 2022.
Ja, kann man sagen. Also es war für mich unglaublich bewegend. Hintergrund, kleiner Fun Fact für unsere Zuhörer:
Was ist eigentlich der Conga Tanz? Vielleicht kennt der eine oder andere von euch auch den Lambeth Walk. Da gibt es auch ein wunderbares Lied.
Alle 20er-Jahre-Fans kennen den natürlich. Und das müsst ihr euch so vorstellen, das ist so ein bisschen wie der, ja wir kennen das auch aus dieser Schlange. Wie nennt man den? Wie hieß denn der Vogel, sage ich jetzt mal, der Sänger mit seiner Gummiente?
Ach so, der mit der Polonaise Blankenese?
Na, da geht man ja so hintereinander, die Hände auf der Schulter und so weiter. Das ist der Conga. Das ist eigentlich die Conga-Schlange. Also zwei, einen vor, zweiter vor, zack, nach links wird und rechts wird dann rausgekickt. Das ist er in so einer Schlange. Und der Lambeth Walk, der ist eigentlich anders.
Da ist man in einer Reihe nebeneinander und tanzt eben auch bestimmte Schritte. Und der Witz ist, dass dann alle gleichzeitig auch ein paar Handzeichen über die Schulter machen und dann „Oi“ rufen. Auch sehr lustiger Tanz kann man sehr gut machen. Und manchmal wird das auch verbunden miteinander. Man tanzt dann halt doch eher eine Schlange als so an der Seite. Auch da wieder ganz lustig.
Das fanden wir in der Kriegszeit, fanden, dass die Nazis ganz, ganz furchtbar– und die haben ganz schlimm Propagandafilm daraus gemacht– dass das so ein jüdischer Tanz gewesen wäre. Ganz schrecklich. Und die Briten haben herrlich geantwortet.
Sie haben nämlich einen anderen Film dazu gedreht. Den konnte ich aber im Internet nicht finden. Und da sieht es aus, als wenn die Nazi-Truppen, die Soldaten, den Lambeth-Walk tanzen würden. Und das finde ich natürlich herrlich schön. Eine tolle Antwort. Ich habe ihn auch nirgends gefunden. Also die Geschichte gibt es dazu. Aber ich werde dann noch mal ein bisschen recherchieren. Wenn ich ihn finde, dann sage ich Bescheid. Weil, es ist herrlich, wie die sich dann auch auf so eine Art und Weise so ein bisschen Propaganda um die Ohren geworfen haben. Genau.
Die 1950er Jahre, die überspringen wir jetzt mal ganz kurz.
Catrin, da kommen wir nachher nochmal. Da sprechen wir nämlich auch über den lieben Prinz Philip, die Heirat, die Krönung, all das. Das kennen auch die meisten Leute. Wir wollen uns ja ein bisschen zum Anfang darauf konzentrieren, was die Leute vielleicht noch nicht so kennen. Genau. Deswegen springen wir jetzt einmal in die 60er Jahre.
1960er-Jahre
Ja, die 1960er Jahre, kann man machen. Hier Tanz, daSwinging 60s. Wobei für die Königliche Familie waren die 60er ja jetzt nicht so Swinging oder nicht so wild, aber für viele andere in London, die Modeszene und die Beatles und man, you name it.
Nein, aber es gibt natürlich auch dort eine schöne Anekdote. Auch damals verbrachte die königliche Familie schon gerne ihre Sommerferien immer in Balmoral, in Schottland. Das war immer so, waren die einzigen Momente im Jahr, wo die Königin auch mal irgendwie so einfach als Hausfrau sich in den Land Rover gesetzt hat und ins Örtchen Ballater gefahren ist. Das ist das nächstgelegene Dorf zu Balmoral. Und war auch ganz normal gekleidet, Tweedjacke und Schottenrock und so. Und damals war sie ja noch nicht ganz so weltbekannt, bzw. nicht jeder Einzelne hat immer schon Fernseher gehabt und hatte das immer so vor Augen, wie sie aussieht. Und dann kam sie in den Laden und wurde von der anderen Kundin angesprochen, so ganz freundlich. „Entschuldigen Sie bitte, wissen Sie eigentlich, dass Sie der Königin außerordentlich ähnlich sehen?“ Und dann Elisabeth so ganz trocken „Wie außerordentlich beruhigend aber auch. Also ich finde es immer wieder schön in diesem ganz zurückgenommenen Humor. Also auf Englisch heißt das „How very reassuring“, als ob sie je daran gezweifelt hätte, dass sie die Königin ist. Also ich mag die Anekdote so simpel sie auch ist, besonders gern.
Ja, das mögen wir Hamburger ja sowieso gerne. Wir mögen ja auch so den trockenen vornehm Humor. Und also den hat sie wirklich gelebt.
An der Stelle vielleicht aber nochmal ein kleiner Hinweis. Das ist keine lustige Anekdote, ein wichtiger Hinweis auf die erste royale TV-Doku von 1969, „The Royal Family“. Erzählen uns doch da mal ein bisschen vor.
Ja, also das war, ich weiß gar nicht mehr genau, es war nicht wirklich eine Idee von Prinz Philip, er hat das innerhalb der Familie aber sehr befürwortet. In den 60er Jahren war die erste Aufregung nach der Thronbesteigung in frühen 1950ern durch die Queen so ein bisschen zurückgefallen. Es gab auch mal Kritik an der Queen Ende der 50er Jahre und dann kam halt so die Pressestelle des Palastes drauf, man müsste das Image der Familie mal ein bisschen schärfen und sie sympathischer und nahbarer erscheinen lassen. Nicht nur aus der Ferne, in einer goldenen Kutsche, sondern auch mal zeigen, wie die persönlich so ein bisschen sind. Und dann kam man auf die Idee, die BBC einzuladen, die Familie quasi ein Jahr lang zu begleiten, kuratiert natürlich, aber sie wirklich auch hinter die Mauer in der Paläste einzuladen und ein bisschen zu gucken, was sie denn privat so machen.
Und das war dann eben diese Dokumentation The Royal Family gedreht in den Jahren 1968/69.
Sie erschien dann 1969 zu Weihnachten statt einer Weihnachtsansprache. Und da sah man dann unter anderem auch, wie die Familie Urlaub machte in Balmoral, wie Prinz Philip dann Würstchen grillte und Anne ihm half oder wie sie gemeinsam den Weihnachtsbaum schmückten oder auch einfach Ausflüge machten, wie die Königin sich also Prinz Edward ins Auto packte in den Land Rover und dann nach Ballater fuhr und die Süßigkeiten kaufte in einem Laden. So ganz simple Sachen, wie man das so normalerweise im Urlaub macht.”
Und die war super beliebt, wurde von ganz vielen Menschen gesehen, aber kurz danach haben sie dann irgendwie second thoughts bekommen und gesagt, ach nee, ich glaube, wir haben uns dazu sehr geöffnet, die Magie droht, zerstört zu werden. Dann hat die BBC, die wieder komplett vom Markt genommen wurde, nie wieder, durfte nie wieder gezeigt werden. Ich habe sie tatsächlich vor zwei Jahren mal ganz kurz, in der Nacht, irgendwann durch Zufall, auf YouTube gefunden und angeguckt in einer ganz sämigen Qualität. Und dann war sie am nächsten Tag aber auch schon wieder verschwunden, weil das ja illegal war. Weil die königliche Familie ja gesagt hat, „wir haben die Rechte, wir wollen nicht, dass es nochmal gezeigt wird“. Ich verstehe es aber nicht, weil sie ist eigentlich jetzt im Nachhinein so viele Jahrzehnte später wirklich einfach ein reizendes Zeitdokument.
Finde ich auch. Also ich habe auch ein paar Schnipsel so gesehen, wie sich so Charles und Anne so ein bisschen auf dem Sofa lümmeln und so weiter und so fort. Und das wirkt für uns jetzt, könnte man meinen, die haben das rausgenommen aus dem Programm, weil es so lächerlich irgendwie aussah oder so komisch, so gestelzt.
Aber ich glaube, das sehen wir nur aus unserer heutigen Zeit. Und wenn man sich andere Ausschnitte mal so aus den 60ern oder Zeitungsausschnitte und so anguckt, dann sieht man, ja, das war schon so ein bisschen schräg und steif, aber nicht nur bei denen. Aber es war wirklich so diese Magie, dass die zerstört wird.
Das war, wie du schon sagtest, glaube ich, wirklich dann das eigentliche, der eigentliche Grund.
Ja, und es war damals ja auch noch nicht so einfach, das wirklich gut zu kuratieren. Die Schnitttechnik, die Aufnahmetechnik war noch nicht so gut. Und sie haben sie vielleicht einfach, die Reporter zu viel, auch immer mit zu verschiedenen Veranstaltungen genommen. Und dann kam ja eine Phase, wo sie sich wieder sehr zurückgezogen haben, bis dann irgendwann Social Media auftauchten. Und jetzt können die ja fast gar nichts mehr so richtig verheimlichen, weil man überall immer erkannt und fotografiert und gefilmt wird.
Das ist so. Und umso erstaunlicher ist es, dass die Queen sich eigentlich da so ein bisschen, die hat es geschafft, bis zum Schluss, sich echt da so ein bisschen rauszuhalten an dieser ganzen Geschichte und ja, so ein Geheimnis für die Welt zu bleiben. Das hat sie wunderbar geschafft. Ja, das ist einfach so aus der Historie entstanden. Andere können das heute gar nicht mehr. Wir haben in anderen Monarchien darüber gesprochen. Unsere Folgen über Norwegen, über Dänemark, über Schweden und die Folge über Großbritannien und andere kommen ja auch noch.
Im Übrigen, kleiner Hinweis, bevor ich das vergesse, passt hier ganz gut. Wir haben auch eine Zuschaueranfrage gekriegt. Ganz lieben Dank an dieser Stelle schon mal. Im ersten Drittel unserer heutigen Folge schon mal einen Riesendank an unsere treuen, kann man jetzt schon sagen, Zuhörer. Wir haben es wirklich in kurzer Zeit, da wollen wir uns nicht selbst loben, aber wir freuen uns so darüber, dass wir tatsächlich wirklich ordentlich Downloads gesehen haben. Wir haben viele Rückmeldungen gekriegt. Das wäre toll, wenn ihr weiter Rückmeldungen macht. Das hilft uns unglaublich. Damit wir diesen Podcast auch weiterführen können. Also Kommentare sind Gold wert, ist in der heutigen Zeit so. Natürlich freuen wir uns über positive Kommentare. Wir haben ganz, ganz positive Kommentare bekommen. Und es gab auch schon die Anfrage, ob wir natürlich auch mal über die Herzogtümer, also zum Beispiel Lichtenstein und so weiter berichten. Und das werden wir machen.
Ich glaube, das kann ich hier an dieser Stelle sagen, Nach unseren großen Monarchien werden wir uns diesen Themen auch auf jeden Fall verschreiben. Vielen Dank an dieser Stelle für diese Vorschläge. Hinterlasst gerne Vorschläge, wir nehmen das gerne.
Kommen wir von den Swinging 60s in die 70s.
1970er-Jahre
In den 70er Jahren, da fand ich persönlich, da sah die Queen eigentlich so am strengsten aus. Das hängt aber auch mit dem Alter zusammen. Ich merke das bei mir auch. Ich sehe ja heute auch anders aus als mit 20. Das ist halt so, ja, das ist diese strenge Phase. Da ist man noch nicht der süße Opa, aber nicht mehr die flotte 30-Jährige und auch nicht mal der süße Zehnjährige. Da sah sie relativ streng aus. Das hat allerdings auch mit den Frisuren zu tun.
War das nicht eigentlich auch so, dass Prinz Philip die Frisur nie so toll fand?
Ja, das ist aber nur eine Bemerkung aus The Crown. Sie hat ihn schon immer mal um Rat gefragt, wenn sie mal ein Kleid sich hat machen lassen. Aber ob er jetzt zu ihren Frisuren viel gesagt hat.”
Die hat sich ja nicht so arg verändert, die Frisur. Mal war sie ein bisschen kürzer geschnitten. Frisuren ist ja ein Euphemismus. Das war DIE Frisur.
Ja, sie hat sich schon verändert. Ab den späten 50er-Jahren ist sie dann irgendwann mehr oder weniger gleichgeblieben. Diese Bemerkung aus The Crown ist jetzt in dem Fall nicht historisch belegt. Da muss ich leider sagen, ich weiß es schlicht nicht, ob er sie manchmal damit aufgezogen hat oder… Aber es hat ja auch praktische Gründe. Es muss ja eine Frisur sein, die ihr steht, die zu ihr passt, die von der maintenance her sozusagen überschaubar ist und wo man auch gut Diademe reinpacken kann.
Und das spielt ja bei solchen Sachen immer alles mit rein.
Hattest du mir ja auch erzählt, wir waren ja eben bei dem Ausritt, die hat ja nie Helm getragen, natürlich als gutes Beispiel. Und da hattest du mir mal erzählt, das ist natürlich wegen der Frisur weg.
Nee, sie ist ja manchmal auch irgendwo hin geritten und wenn sie einen Helm aufgehabt hätte, hätte sie den dann abnehmen wollen und müssen, wenn sie irgendwo reingeht. Und dann wäre sie ja völlig verschwitzt mit ihren Haaren gewesen unter dem Helm. Und dann hat sie gesagt, das kann ich nicht bringen.
Also ich lasse das, ich bin eh eine gute Reiterin. Bei mir muss es das Hermes-Tuch sein.
Also wir halten fest, sie sah streng aus, aber lustig war sie trotzdem in der Zeit. Man hat es nun nicht so gesehen. Und da gibt es die schöne Anekdote eines Besuchs einer Landwirtschaftsschau in Jersey. Eine besonders prächtige Kuh wurde da nämlich ausgezeichnet. Und die Queen kommentierte diese Kuh mit den Worten, „Oh, die sieht aus wie eine von meinen, nur mit besseren Beinen“. Ja, und ich möchte nicht wissen, was Prinz Philip in dem Moment gemurmelt hat.
Ja, ich weiß nicht, ob er dabei war?
Das weiß ich aus dem Kopf auch nicht, aber ich bin überzeugt, falls er dabei war, hat er irgendetwas nicht Jugendfreies dazu gesagt.
Ich befürchte auch, dass es so war, genau. Ja, und dann gibt es noch eine andere Anekdote. Nicht wirklich ein lustiges Ereignis, aber es zeigt so ein bisschen diese stiff upper lip von der Queen.
Das war ein Terroralarm, den gab es in Australien 1970. Und da wurde versucht, den königlichen Zug zum Entgleisen zu bringen. Die Königin kommentierte dies nur knapp. Sie hätte nur ein kleines Rumpeln gespürt. Genau, und mehr war dann auch nicht. Wir erinnern uns auch an diesen Schreckschusspistole bei Trooping the Colour. Das wurde immer kurz abgetan. Und das hat natürlich in sich schon irgendwie so einen Witz, dass sie da so cool damit umgeht.
Ja, sie hat sich einfach so dran gewöhnt, immer, immer die Beherrschung behalten zu müssen und zu wollen. Ja, schon als kleines Kind hat sie das ja auch schon geübt. Das ist ihr so in Fleisch und Blut übergegangen. Also sie konnte wahrscheinlich gar nicht austicken vor Angst oder nur auf Nervosität. Ja, da sind wir schon bei den 80er Jahren. Geht schnell.
1980er-Jahre
Die 80er Jahre, wenn man daran denkt, Großbritannien natürlich auch zuerst die Queen, aber als zweites, es kam eine neue weibliche Lichtgestalt, sozusagen auf die Weltbühne, nämlich Margaret Thatcher. Die wurde ja 1979 erstmals die erste weibliche Premierministerin Großbritanniens, wurde gewählt, blieb immerhin ja auch im Amte bis 1990. Und die wurde 1981 dann zum ersten Mal, irgendwie ging es das Jahr davor wohl nicht terminlich, zum traditionellen Sommerbesuch in Balmoral eingeladen, wie alle Premierminister einmal im Jahr mit Anhang, die Ehemann oder Ehefrau. Und dann waren sie bei der Queen zu Gast, haben da übernachtet, am üblichen Programm teilgenommen. Da gibt es ja immer Picknicks in den Highlands. Da fährt man, läuft man meistens zu einer der Blockhütten auf dem Gelände.
Da ist dann drin auch so ein bisschen, da kann man sich reinsetzen, gibt es auch eine Küche und so. Und dann grillt eben Prinz Philip die obligaten Würstchen. Und in Tupperware werden irgendwelche Nudelsalate, die natürlich die Schlossküche vorbereitet hat, nicht die Königin selber, und es wird alles ausgepackt und gegessen. Und dann auf einmal sah Margaret Thatcher nach dem Essen, wie die Queen die Teller abräumte und sich in die Küche begab und anfing abzuspülen. Und das auch noch ohne Handschuhe. Und dann sagte die Thatcher, oh nee, das geht ja nicht. Ich bin ja hier die erfahrene Hausfrau. Lassen Sie mal. Ich mach das mal. Sie können ja abtrocknen. Und dann war die Queen, wurde die ganz sauer und wollte immerhin.
Und sagte, „Nein, sie können ja, wenn sie unbedingt wollen, abtrocknen. Aber ich werde hier jetzt spülen. Das mache ich gern. Das macht mir Spaß“. Also sie ließ sich da nicht reinreden. Sie wollte jetzt einmal da ihre erste Hausfrau spielen.
Und was ich dann ganz lustig fand, auch Humor bei, Margaret Thatcher, sie hat dann hinterher nach dem Wochenende natürlich einen Dankesbrief geschrieben, wie das so üblich ist, und beigelegt hat, sie zwei ganz profane gelbe Gummihandschuhe zum Spülen. Und die Queen sollte sich ja darüber gefreut haben. Sie mochte kleine, witzige, praktische Geschenke.
Ja, da gibt es ja ganz viele Geschichten, auch zu den Weihnachtsgeschenken und so. Da kommen wir nachher auch nochmal drauf. Ganz, ganz süß.
Kleiner Tipp noch mal für alle. Wir beide sind ja auch Etikette-Coaches. Und es gibt so eine Tradition in England, die wird wirklich gelebt.
Wir sind es ja gewohnt, wir bringen Sachen mit, wenn wir eingeladen wurden. Jetzt hat man ja manchmal das Problem, man weiß gar nicht so genau, was man schenken soll. Da gibt es dann meistens Blumen oder so.
Und die Briten, die machen auf jeden Fall eine Sache auch noch, eher die als etwas mitzubringen zum Anfang. Sie bedanken sich danach mit einer Kleinigkeit. Und das finde ich eigentlich auch ganz schön, weil danach sitzen wir ja alle in unserer eigenen Soße und fragen uns, war das ein toller Termin?
Und da schickt man dann was und hat ein schönes Highlight noch mal und weiß auch, was man vielleicht passend schenken könnte in dem Fall.
Ne, also sich hinterher zu bedanken, wenn man eingeladen war, finde ich immer wichtig. Ich mache das immer und freue mich auch, wenn meine Gäste das machen. Wenn man eine schöne Zeit zusammen hatte und vielleicht auch schön bewirtet wurde, gehört sich das auch.
Dann erzähl uns doch nochmal von der Eier-Attacke 1986. Das war bei meinem Staatsbesuch in Neuseeland. Da gibt es auch eine schöne Geschichte dazu.
Ja, hat mich so ein bisschen noch wieder überrascht, als ich es jetzt nochmal nachgeguckt habe für unsere Aufnahme. Neuseeland ist ja auch, gehört Commonwealth und deswegen der Staatsbesuch. Und in Auckland, der Hauptstadt, auf der Rennbahn von Ellerslie, war eine Kundgebung mit 42.000 Schulkindern.
Und dann kam es zu diesem nämlich Vorfall. Nämlich zwei Frauen, die als Ordnerinnen da verkleidet waren, muss man nur sagen, warfen auf einmal rohe Eier auf die Königin, als sie in einem offenen Wagen an der Menge vorbeifuhr. Ein Ei traf dann auch ihren rosa Mantel am Oberschenkel und ein weiteres zerschellte zum Glück an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges und nicht an der Queen.
Aber das war schon, ich glaube, das war sogar das einzige Mal, dass sie mit Eiern beworfen wurde in ihrem Leben. Und der Hintergrund war, dass diese Angreiferinnen damit gegen einen Vertrag protestierten, den Vertrag von Waitangi, den die britische Krone 1840 mit den Maori geschlossen hatte. Also es ging um die Ureinwohner von Neuseeland, die Maori. Aber natürlich, unsere Queen wieder bewahrte die Fassung und witzelte dann sogar später darüber, beim Staatsbankett in Wellington, über die Qualität der neuseeländischen Milchprodukte. „Also ich persönlich bevorzuge meine Neuseeländischen Eier zum Frühstück“. Also ja, das war natürlich wieder genau auf den Punkt. Und solche Witze, da ist sie auch selber draufgekommen. Das hat ihr nicht ihr Privatsekretär irgendwo reingeschrieben. Die waren immer ganz überrascht, wenn sie ihre Reden abgewandelt und so einen Scherz noch reingemacht hat.
Also ich denke, sie konnte einfach, das konnte sie ja wirklich, sie hatte zwei Personen in sich, die Monarchin und der Mensch. Und sie wusste, da war ja nicht sie als Mensch beworfen worden. Die hatten nichts gegen sie persönlich, sondern sie war ja nur die Repräsentantin der Krone, die vor vielen Jahren in einem anderen Jahrhundert mal einen Vertrag unterschrieben hatte, den diese Angreiferin eben nicht gut fand. Also das konnte sie komplett trennen und tat das.
Ja, womit wir auch wieder bei einem Thema sind, was für ein Vorbild das für einen selbst sein kann. Wenn man auch zum Beispiel mal Beruf vom Persönlichen trennt, oder wenn man angegriffen wird persönlich, oder auch mal kritisiert wird, auch vielleicht ein bisschen harscher, dass man nicht immer gleich seine Persönlichkeit so in Frage stellt und sagt, das ist der Situation geschuldet. Also insofern, das ist etwas, was man wirklich lernen kann an der Stelle. Und das ist irre. Also sie sind sich ja schon mal begegnet, die beiden, aber vielleicht hätte da der liebe Helmut Kohl, unser alter Bundeskanzler, auch mal einen, der hat nicht so vornehm reagiert, um das mal freundlich auszudrücken. Vollkommen unangemessen natürlich, muss man klar sagen. Also ich würde auch nicht gern mit Eiern beworfen werden. Aber da sieht man, pardon, da sieht man tatsächlich, wie unterschiedlich das ist. Man tut das immer so ab, so eine kleine Anekdote. Aber da gehört ja unglaublich viel Selbstbeherrschung dazu. Und das wirklich runterzuschlucken, das ist schon großartig. Also wirklich da auch toll gemacht.
Besonders bei Thatcher in den 1980er Jahren fällt mir oder jetzt auch den späten 1990ern, ich will das noch mal aus den 80ern erwähnen, du hattest gerade die gelben Handschuhe ja angebracht. Wir beide als Etikette-Trainer, ich erwähnte schon, da ist es besonders schön, mal auf solche Sachen zu gucken. Es gibt den sogenannten, der wird im Volke der Balmoral-Test genannt.
Ja und der stimmt aber auch tatsächlich. Also das scheint wirklich so zu sein, der ist nicht erfunden, Tony Blair hat da auch so ein paar Sachen rausgehauen, Margaret Thatcher selbst, die hat auch ein paar Dinge erzählt, also nicht erfunden, sondern belegt. Ich kann nur sagen, das gibt ja, man denkt immer solche Tests gibt es nicht, aber das ist tatsächlich so. So bei altem Geld, in Hamburg kennen das auch, wir nennen das dann so die Pfeffersäcke, wenn man da denkt, da wird man einfach mal so zum Essen eingeladen, wie im französischen Kurort und man hat eine ausgelassene Zeit. Das ist ganz oft ein Test. Gerade wenn es zu informell wird, dann wird es gefährlich, weil da kann man richtig, man muss eine Gratwanderung machen zwischen formell und informell.
Man will nicht spießig wirken, aber auf der anderen Seite muss man sich auch im Griff haben. Und da war zum Beispiel die Frage immer, welche Schuhe ziehe ich an, wenn ich da nun im Balmoral bin. Da sind ja die Premierminister eingeladen worden, habe ich nun Stadtschuhe an, habe ich Highheels an und dann latsche ich damit durch die Moore der Highlands. Dann habe ich schon mal verloren. Man erwartet natürlich, dass die Gäste ordentliches Schuhwerk dabei haben und ordentlich Outfits, hier passend. Und das für jedes Wetter, für Regen und Wind, gerade in Schottland.
Und stundenlang sollte man durch den Markt.
Ja, Stichwort, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung.
Ja, das sage ich ja meinem Mann auch.
Ich hasse den Spruch, wie die Pest, wenn ich ehrlich bin, aber es ist natürlich…
Also ich wundere mich dann immer, er nimmt es mir nicht übel. Manchmal, wenn wir spazieren gehen und dann auch irgendwie in der Natur, dann liegt dazu sehr Wert darauf, dass es schick aussieht. Und das heißt, praktisch wäre in dem Fall, das kann ja praktisch und schick sein. Es können auch Gummistiefel sein von Hunter oder so. Das ist so nervig, weißt du? Wenn du losmarschierst, dann sind die Leute zu dünn angezogen. Und es sind natürlich immer die Leute zu dünn angezogen, die am ehesten frieren. Und es haben auch immer die, die schicksten Schuhe an, die besonderen Wert drauflegen, dass es keine Flecken drauf gibt. Und das ist dann nervig. Dann brichst du so ein Dings ab.
Und das nervte die Royals und die Queen besonders, weil die sind gerne wandern.
Ja. Nein, ich wollte damit nur sagen, wenn das Wetter schlecht ist, gehe ich halt nicht spazieren. Und wenn das Wetter einigermaßen anständig oder schön ist, dann ziehe ich mich natürlich möglichst adäquat an. Und dann würde ich auch keine ungeeigneten Schuhe für die Highlands anziehen.
Genau. Dann gibt es natürlich die Tischmanieren. Trotz der ländlichen Atmosphäre gab es natürlich auch Abendessen. Und das wiederum war hochgradig formell. Da musste man natürlich die Besteckfolge einhalten. Und wer das nicht beherrscht hat und vor allen Dingen die Gesprächsregeln nicht beherrscht hat, dass man nämlich – Small Talk – wir erinnern uns an Dänemark und wir sprechen mit dem Gestühl.
Genau. Man spricht erst mit dem Nachbarn zur Rechten und nach dem Gangwechsel dann mit dem Nachbarn zur Linken. Und wieder zurück. Wenn man das nicht einhält, dann kann es schnell stocken. Und da hat man sich dran zu halten, weil sonst ist das ganze System kaputt. Man sollte hoffen, dass Politiker das wissen, aber dem ist nicht so.
Es kommt darauf an, welche Kindheit sie hatten, ob sie das zu Hause in ihrer Kinderstube mit der Muttermilch aufgesogen haben, oder eben nicht. Und wenn jemand sich hochgearbeitet hat, was sehr ehrenvoll ist, und vielleicht nicht bei dir oder mir ein Etikette-Kurs besucht hat, dann weiß er das halt nicht.
Tun sie das jetzt also? Also alle Politiker, die jetzt zuhören, wir geben beide Etikette-Course.
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Da gab es natürlich Partyspiele. Die finde ich cool. Nach dem Abendessen spielt die die Familie oft Spiele, wie „The Name Game“. Das ist das mit diesem Zettel, dass man klatscht den Zettel an die Birne. Genau. Und dann gibt es eine Charade.
Und die Queen liebt diese Spiele und erwartete auch vollen Einsatz. Aber, und jetzt wieder schöne, ohne zu ehrgeizig zu sein oder auch peinlich zu wirken. Also schon ernst nehmen, aber eben auch nicht zu ernst. Das ist wieder peinlich.
Ja, man muss halt da trotzdem dann lässig bleiben.
Genau, aber das sieht man manchmal bei Kindern ja auch schon, dass das im zunehmenden Alter ein Problem werden könnte.
Ja, nicht jeder kann auch verlieren. Das ist auch immer so ein Thema. Das sieht man ja bei „Mensch ärgere dich nicht“, dann schon.
Ja, gut verlieren können ist auch eine Kunst. Genau. Und dann die größte Falle, das Picknick und das Grillen. Prinz Philip grillte oft selbst und die Queen räumte danach den Tisch ab. Gäste, die sitzen blieben und sich bedienen ließen, wirklich komplett bedienen ließen, statt zu helfen, die sammelten Minuspunkte. Also, okay, abwaschen haben wir gelernt, Nein, das ist die Aufgabe der Queen. Aber wenn einer so gar nicht mitgemacht hat, also beim Grillen, dann war das eben auch nicht gut. Ist echt schwierig auch.
Also ich rate in meinen Kursen aber immer nach dem Motto, ja, was mache ich denn nun, wenn ich nicht weiß, was ich machen soll? Ich sage immer, du, entweder hingucken oder schlicht und einfach fragen, „was möchtet ihr jetzt, dass ich tue, weil ich bin verunsichert“ und das kann man auch zugeben, wenn man zum ersten Mal irgendwo eingeladen ist, wo man noch nie war.
Ja, auch als Gastgeber. Ich als Gastgeber sage das sogar zum Beispiel immer, bitte bleibt sitzen, ich mache das gerne alleine, ich habe so meine Ordnung und so weiter, bitte, bitte, ich bin heute euer Gastgeber, bleibt sitzen, so dass es gar nicht zu diesen peinlichen Situationen geht.
Genau, klare Ansagen, auch als Gastgeber, sehr gut.
Genau, und dann sollte man sich natürlich über Pferde, Hunde, besonders über Corgis und die Jagd unterhalten können. Politische Debatten waren beim Abendessen unerwünscht oder eher unerwünscht. Das hat man eher nicht gemacht.
Im Übrigen, das haben wir in dieser wunderbaren Reportage von Julia Melchior sieht man das auch. Also, wie geschickt die Queen ihre Hunde eingebaut hat. Also da war mal ein bisschen mehr Filmmaterial. Die wuselten, also wirklich irre. Zwischen all den Leuten haben wirklich das Eis gebrochen an so vielen Stellen. Das war schon cool.
Das habe ich früher als Coach, ich hatte ja auch einen Hund. Die kleine Curly, die war auch oft dabei. Und das hat tatsächlich das beruhigt.
Das glaube ich sofort, ja.
Und man hat ein Gesprächsthema. Also jeder, der auch ein Date haben will, Ihr lernt Leute kennen.
So sagt man ja.
Und Margaret Thatcher, das wissen wir, die hat den Test nicht bestanden, nicht so gut. Das ist nicht nur filmisch festgehalten, sondern sie selbst bestätigte das auch. Ja, die hat da keinen Hehl draus gemacht. Sie hasste Balmoral.
Sie war ein Stadtmensch und hat sich an ihrem Schreibtisch am wohlsten gefühlt.
Und fand, das war Zeitverschwendung. Und sie musste sich sogar einmal Gummistiefel vom Palast leihen, weil sie keine eigenen dabei hatte. Ja, und sie war so schnell wie möglich, ist sie wieder abgedampft.
Sie war da nicht so gerne. Ja, Tony Blair, der hat ja– Surreal hat er, glaube ich, dazu.
Ja, und seine Frau, die hat sich einmal geweigert, vor der Queen zu knicksen. Also das war so schon so ein bisschen angespannter Situation.
Jaja, die war da ein bisschen bistiger, ne? Ich finde aber, er fand ja auch, dass sie abwusch, also die Queen, dass die selbst abgewaschen hat, das fand er auch komisch, Tony Blair. Ich finde, das sagt ja eigentlich mehr über ihn aus, als über die Queen.
In gewisser Weise schon. Es ist aber auch eine persönliche Sache. Also wenn ich Dienstpersonal hätte, die für mich abwaschen würde,n würde ich mich sehr freuen, denn so gerne wasche ich nicht ab. Ich habe aber auch kein echtes Problem selber zu machen. Wahrscheinlich ist es immer nur das, man will immer gerne das, was man normalerweise nicht haben kann. Und da sie sonst einfach immer jemanden hatte, der alles für sie machte, genoss sie die seltenen Momente, wo sie sich mal als normale Frau fühlen konnte, als normale Gastgeberin.
1990er-Jahre
Sagen wir mal, Catrin, magst du uns mal über den Besuch vom Women's Institute 1998 erzählen?
Gerne, das ist auch so wieder so typisch. In die Situation gab es dann später auch noch mal auf einer Gartenparty, aber das ist eine der berühmtesten Anekdoten. Das Women's Institute, da war die Queen Mitglied, hat die regelmäßig besucht, mit denen zusammen dann auch mal Bingo gespielt oder was auch immer, aber einmal hielt sie gerade eine Rede und dann ging auf einmal das Handy eines Gastes lautstark los und klingelte vor sich hin und die Frau wurde rot, der das Handy gehört und war peinlich berührt, versucht schnell den Ton abzuschalten und die sagte dann die Queen schmunzelnd, ja, „keine Panik, ganz ruhig, vielleicht sollten sie einfach rangehen, das könnte ja jemand Wichtiges sein“ - wo sie irgendwo Recht hatte, aber damit impliziert es ja auch nach dem Motto, hier spielt ihr Musik, ich bin hier die Wichitgste ...
Ich sage dir, ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich zum Beispiel mit Kunden mal was Witziges entgegnen will, wo es vielleicht mal anstrengender wird, dass mir nicht so schnell so was einfällt. Das finde ich schon cool, dass ihr immer so einen Spruch habt. Ehrlich, sowas kannste nicht lernen.
Das hast du oder hast du nicht. Sie hat das wirklich im Blut gehabt. Sowas kann man tatsächlich nicht lernen, aber Spontanität, das ist drin oder es ist nicht drin.
Da gibt es noch eine Anekdote, die ist allerdings nicht hundertprozentig belegt, aber trotzdem auch schön. 1992, da erinnern wir uns, schlimmes Jahr, das Schloss Windsor, große Teile abgebracht. Und die Queen besichtigte die Ruinen, und da hatten Arbeiter oder Vorarbeiter, die ihr helfen wollen über eine rutschige Stelle.
Mit dem Helfen war das ja auch nachher, wenn sie aus Kutschen ausgestiegen ist und sie hat sich ja vorbehalten wirklich, dass sie es immer alleine macht. Die BBC hat gerne geschnitten auch. Damit dieser Moment manchmal nicht gezeigt wird und nicht öffentlich ist. Aber sie wollte, hat ja großen Wert draufgelegt. Sie hat dann freundlich abgelehnt und entgegnete, „keine Sorge, ich habe viel Übung. Auf glaten Eis zu gehen“
Ja, stimmt ja leider auch. Ja, gerade 1992 war ja das Annus Horribilis, wo drei ihrer Kinder sich trennten oder scheiden ließen. Und dann noch Schloss Windsor beinahe abbrannte gegen Ende des Jahres. Das war echt furchtbar.
Ja, das kann man wirklich so sagen. Und dann die lustigste Geschichte, die finde ich. Ich selbst war mal, ab mal Computerkurse, auch in der Zeit gegeben bei uns groß in der Firma. Das war so die Zeit von Windows und Maus war noch nicht so üblich. Und einige haben echt richtige Berührungsängste mit Mäusen gehabt. Das glaubt man gar nicht. So in den Schulen musste ich den Leuten– das können sich heute junge Zuhörer gar nicht vorstellen– ich musste denen wirklich die Angst nehmen vor dieser Maus. Die waren unglaublich verkrampft, weil man früher noch viel mit Tastatur gemacht hat, DOS und so weiter und so fort. Und bei einem Besuch in einer Schule, 99, sollte sie eine Computer-Maus bedienen. Sie starrte das Gerät kurz an und fragte den Lehrer dann völlig trocken und ernst, „muss ich das Tier jetzt füttern oder einfach nur schieben?“ Genau. Das finde ich ganz lustig. Wir können uns das nicht mehr vorstellen. Es gibt auch so eine andere Schulsituation, wo sie jemanden gefragt hat, der Mathe was programmiert hat, der Programmierer. Und da hat sie immer so insistierend nachgefragt, „Wirklich? Können sie das wirklich?“ Sie hat diese Gaben der Leute dann auch noch mal aufgegriffen und auch noch mal so trocken verarbeitet. Richtig klasse. Und gesagt, dass sie keine Ahnung vom Mathe hat. Ja, das waren so die Neunziger. Also auch da sieht man, sie hat wirklich, ist sich treu geblieben.
Und ich finde, man kann sagen, sie ist bescheiden geblieben, Catrin.
Also auf jeden Fall. Für sich alleine ist sie auf jeden Fall bescheiden geblieben. Aber noch mal ein Stück zurück zu Computer und Digital und so.
Ich habe ja an ihr auch sehr bewundert, sie war ja wirklich nun Kriegsgeneration, aber sie hat ja trotzdem die Augen nicht verschlossen vor den Entwicklungen der modernen Technik. Sie hat sich ja auch dann von ihren Enkeln William und Harry ein Handy schenken, erst mal aufdrängen und schenken lassen, aber dann später hat sie doch ganz gerne damit gearbeitet, vor allem ihren Racing Manager immer einmal am Tag damit angerufen und hat dann auch natürlich so Kontakt gehalten, gerade zu William, Harry und auch den Kindern von Prinzessin Anne. Und hat auch gelernt, SMS zu schreiben, fand sie dann auch sehr praktisch und hat dann irgendwann auch mal geschätzt, der wäre ja schon wirklich hilfreich, denn das ging ja viel schneller als mit einer Brieftaube. Denn sie hatte ja selber auch gerne Brieftauben, hat die gezüchtet, hatte auch Racing Pigeons gehabt und so, das war ja schon auch ihr Ding. Und das fand ich wirklich auch einen süßen Spruch dazu.
Ja und mit zunehmendem Zeitalter, da gab es ja dann auch mehr Videos, die haben das ja richtig verwendet, auch so Harry und so, oder?
Dieses Video mit dem Obama und so, ja das war auch.
Obama, Invictus Games war das.
Genau, ja das war eine Art Werbung für die Invictus Games. Nee, also das war, sie hat das gemacht und wenn man bedenkt, dass ihr Sohn Charles bis heute kein Handy besitzt und sich weigert und immer noch handschriftlich Briefe oder wenn man ihn anrufen will, muss man halt Festnetz wählen und dann geht irgendein Adjudant ran und trägt das Telefon zu ihm hin. Dafür war sie also echt der Zeit quasi beinahe voraus und sehr, sehr plietsch.
Ja und vor allen Dingen, sie hat das ja auch in der Corona-Krise gezeigt mit diesem, mit dem Zoom und das gibt es auch tolle Filme. Sie hat da echt einen unglaublichen Spaß dran gehabt. Also es hat noch mehr so die Hürde weggenommen.
Es haben auch Leute berichtet, dass es da noch leichter war. Sie hat den Leuten ja so ein Gefühl gegeben, man muss keine Angst haben. Er hat echt Respekt wohl gehabt vor ihr. Aber da war dann noch mal so ein Icebreaker dabei, weil dieses Medium dazwischen war und das hat sie super gemacht.
Ja, die hat sogar Botschafter empfangen und entlassen und sie hat praktisch alles, also Investituren hat sie. Doch, sie hat auch mal eine Investitur digital gemacht. Eine Zeit lang. Es war halt nicht so schön, weil sie den ordentlich anheften konnte.
Aber da gibt es ja diese schöne Szene, wie sie in Windsor Castle, auf dieser Riesenfläche Captain Tom Moore dann zum Ritter geschlagen, als wäre auch eine herrliche Szene.
Ja, und die Queen war auch echt fair und nett zu ihren Mitarbeitern. Das seht ihr auch noch mal in der Dokumentation, von der wir „Die Queen und ich“, guckt euch die an, die ist auf Arte und ZDF, wird sie jetzt auch bald ausgestrahlt, aber auf Arte könnte sie streamen, da sieht man das auch noch mal. Also die hat aber nie irgendwie so den Chef raushängen lassen. Jeder wusste, sie ist der Chef, aber sie war nie überheblich irgendwie. Und sehr nett auch zu ihren Mitarbeitern, hat denen auch geholfen, wenn es was zu helfen gab in ihrem Ding, ohne dass es gönnerhaft wirkte.
Nein, gönnerhaft war sie nie. Also wenn jemand was wirklich schlimm falsch gemacht hat, einmal hat einen ein Lakai wohl, um einen Gag zu machen, statt Wasser, Gin oder ja, ich glaube, es war Gin in die Näpfe der Corgis geschützt und dann waren die alle betrunken. Da war sie dann super sauer. Da gab es dann richtig Ärger. Da wäre ich auch sauer gewesen. Und das kann man auch nicht machen. Das war ja auch gefährlich für die Tiere. Aber normalerweise war sie wirklich sehr verständnisvoll und sehr fair und eine richtig gute Arbeitgeberin. Und einmal, das hat mich damals, als ich das gelesen habe, sehr berührt. Sie hat ja im persönlichen Piper ihren Dudelsack-Spieler - Das weißt du auch genauso gut für mich, weil du ja selber auch jetzt lernst, Dudelsack zu spielen –
Ja, das ist leider ein bisschen ins Hintertreffen geraten. Schönen Gruß an Paul, meinen lieben Lehrer. Aber der trägt es mit zu viel zu tun.
Ja, ja. Jedenfalls, ihr schottischer Piper, 2017 bekam sie mit, dass dessen Ehefrau, die lebt in Schottland in der Nähe von Balmoral, die Frau war ganz schlimm an Krebs erkrankt und die hatten aber noch zwei kleine Kinder. Dann hat sie erst mal ihren Leibarzt zu der Ehefrau geschickt. Der hat die Blutprobe genommen und ins Labor geschickt. Dann ging das natürlich viel fixer, wenn es aus Balmoral mit dem königlichen Stempel kommt, die Probe und dann musste sie sich halt an der Therapie unterziehen. In der Zeit durften aber die Kinder von den beiden dann auch auf Balmoral spielen, auch mit Prinz George. Die königlichen Nannies haben betreut. Es wurde Essen aus der Schlossküche hingeschickt. Sie hat wirklich tätige Hilfe geleistet, um ihrem Piper das Leben zu erleichtern. Und er durfte auch Sonderurlaub nehmen. Da war sie völlig flexibel. Da war sie wirklich gut.
Finde ich auch. Das sind nicht alle so. Wir wissen, da gibt es ja so andere.
Wir nennen die Namen nicht. Wir sprechen ihn nicht aus. Heute nicht.
2000er Jahre
Ja, springen wir mal in die 2000er Jahre. Catrin, in der Zeit zeigt sie sich die Queen wirklich von ihrer entspanntesten Seite, kann man sagen. Da war die so altersmilde.
Und der Humor, der wurde sogar zum Markenzeichen. Und ihr Weg, die Monarchie nahbar zu machen, war vielleicht genau dieser. Also sie hat über das Medium Humor und immer noch, ja, sie hat immer noch diese Distanz gehabt, aber das Medium Humor, sie nahbarer gemacht. Auch für uns. Ohne, dass sie wirklich was preisgegeben hat.
Ja, das stimmt. Vielleicht hat sie da auch ein bisschen von Prinz Philip gelernt, denn der hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Und ursprünglich war auch so ein bisschen die Aufgabenverteilung bei den beiden, wenn die gemeinsam zu Terminen gingen, weil, sie war ja eigentlich ursprünglich eine eher schüchterne Frau, die immer so ein bisschen Bammel, sage ich jetzt mal so ganz grob,
Bammel hatte davor, in einen Raum voller Menschen zu gehen, wo sie genau wusste, wenn sie da jetzt reingeht, starren alle sie an. Alle wollen was von ihr, alle wollen mit ihr reden. Es wird erwartet, dass sie eine tolle Leistung bringt als Königin und quasi sozusagen Entertainerin. Dann war es so, dass Philip dann erstmal neben ihr blieb und dann anfing, Witze zu machen, damit die Stimmung sich lockerte. Dann lockerte sie sich auch und dann konnte sie das gut machen. „Working the Room“, wie es heißt, also den Raum abzuarbeiten mit all diesen Menschen, die was von ihr wollten. Ein anderer Aspekt, den ich auch von Hugo Vickers sogar gehört habe, das haben andere Biografen aber auch schon gesagt, für die Queen, so traurig es auch war, hat es einen Einschnitt gegeben 2002, als ihre Mutter gestorben war, die alte Queen Mum. Denn sie fühlte sich immer noch verpflichtet, so Königin zu sein, dass sie auch das Wohlwollen und Wohlgefallen ihrer Mutter dabei erwerben würde.
Deswegen ist sie erst nach dem Tod ihrer Mutter so richtig sie selbst geworden und konnte es sich auch mal lockerer geben oder Dinge machen oder sich auch anders anziehen zum Teil. Wo sie vorher vielleicht gedacht hätte, das missfällt der Mutter Queen, der Queen Mum. Ich glaube, es hat auch was damit zu tun, dass sie ab den frühen 2000er Jahren dann wirklich sich noch mal merklich entspannt hat im Alter.
Ja, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Das macht Sinn, finde ich. Weil so süß ja auch die Queen-Mum war. Sie war natürlich auch streng.
Ja, sehr. Die war sehr, sehr dezidiert. Also die war auf der Oberfläche süß, aber irgendjemand, war das jetzt Churchill, hat auch über sie gesagt, sie ist quasi Eisenstange mit Samthandschuh, so zu sagen. Also man darf sie nicht unterschätzen. Und Hitler soll ja über sie gesagt haben, im Zweiten Weltkrieg, sie wäre die gefährlichste Frau Europas, weil sie mit ihrer Art Charme und ihrer Gewandtheit sehr, sehr gut Menschen und auch Politiker manipulieren kann.
Ja, erzähl mal. Ja, das ist eine Anekdote, die ich besonders liebe, weil sie da, die Queen hat ja nie über sich gesagt, sie sei Feministin, aber sie war ja nur mal für lange Zeit die einzige Staatsoberhäuptin, also das einzige weibliche Staatsoberhaupt auf der Weltbühne immer umgeben, von irgendwelchen Männern, egal wo sie hinkamen. Das änderte sich dann erst ab den frühen 80er Jahren mit Margaret Thatcher und dann später auch Merkel. Mit der hat sie sich ja sehr gut verstanden.
Jedenfalls hatte sie einmal 2003 Besuch vom damaligen Kronprinzen von Abdullah von Saudi-Arabien. Der hatte, glaube ich, auch ein Pferd mitgebracht, fand sie natürlich toll. Aber auch sie wusste natürlich, dass man in Saudi-Arabien damals als Frau nicht, keinen Führerschein machen konnte und nicht selber Auto fahren durfte.
Das war nicht erlaubt. Das hat sich auch erst kürzlich jetzt geändert. Und dann hat sie sich mal überlegt oder hat ihm vorgeschlagen, auch wissen Sie was, hier wollen wir jetzt mal hier ein bisschen Rundfahrt machen übers Gelände.
„Und haben Sie Lust?“ Und er „ja klar, gerne“. Er dachte natürlich, dass Sie vom Chauffeur gefahren werden oder irgendwie, dass Prinz Philip fährt. Nicht doch. Sie ging zu zweit zum Land Rover und sie setzte sich hinter Steuer und guckte ihn erwartungsvoll an. Und dann musste er sich neben sie setzen und das war ihm schon unangenehm. Und dieses Gefühl verstärkte sich dann noch, als sie losfuhr. Und die ist nämlich immer gefahren wie eine gesengte Sau. Seit sie dann diese Ausbildung gemacht hat im Krieg, wo sie Lastwagen auch zerlegen konnte, Lastwagenmotoren, hat sie Lastwagenführerschein und Autoführerschein gemacht.
Bzw. sie hat fahren gelernt. Denn, weiteres Fun-Fact, die Queen war die einzige Britin und ist es, jetzt gibt es das nicht mehr. Sie durfte offiziell autofahren, auch aus öffentlichen Straßen hatte. Also für sie galten halt besondere Regeln und sie fuhr meistens eigentlich in Sandringham oder Balmoral auf Privatgrund, aber manchmal eben auch aus öffentlichen Straßen. Und sie fuhr gerne sehr schnell. Und dem Kronprinzen sind die Augen und Ohren übergegangen und der war nervös.
Sie hat das mit Absicht gemacht?
Natürlich. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie das mit dem Zwinkern im Auge gemacht hat. Zumindest, dass sie bewusst fuhr und er sich daneben setzen musste.
Dann ist sie, glaube ich, gefahren, wie sie immer fuhr. Aber jedenfalls war der so erschrocken, der Kronprinzess, dass er seinen Dolmetscher dann gebeten hat, der möge die Queen doch höflich bitten, langsamer zu fahren und sich auf die Straß0e zu konzentrieren… Also, solche Stories liebe ich wirklich.
Und sie konnte ja auch– es hieß ja immer, sie sei eine schlechte Mutter gewesen, aber eigentlich konnte sie ganz gut mit kleinen Kindern. Sie hat uns wirklich auch mal Kinder humorvoll angesprochen. Es gab mal ein Kinderfest im Palast 2006 zum Beispiel, und da konnten die Kinder sich wohl verkleiden. Und dann kam ein kleiner Batman an ihr vorbei und starrte sie dann aber mit offenem Mund an, weil die Frau kam ihm wohl irgendwie bekannt vor. Dann beugte die Queen sich so runter und dann sagte sie, „wer bist du denn?“ Und der Junge antwortete, „ja Mensch, ich bin Batman, sieht man doch“. Und dann sagte die Queen dann so ganz trocken, „ach wie schön, ich dachte schon, du wärst einer von meinen neuen Leibwächtern“. Ob der kleine Junge den Witz verstanden hat, weiß man nicht, aber ich finde es trotzdem wirklich eine nette Hand.
Ja, aber sie hat was erzählt und war so zugewandt, und der fand das bestimmt auch toll. Ja, tolle Geschichten finde ich auch. Ja, dann kommen wir zu 2009.
Ja, Politikeranekdoten erzählt.
Richtig, Anekdoten. Genau, beim G20-Gipfel in London gab es ein Gruppenfoto natürlich, das gehört sich so. Der „beliebte“ italienische Premierminister Silvio Berlusconi rief dann lautstark nach dem US-Präsidenten, die wuselten da so rum, und da hat dann „Mr. Obama“ geschrien, ja. Und die Queen, die drehte sich so etwas konzentriert um und sagte langsam, und schaute da auch ein bisschen entgeistert, „warum muss er denn so schreien?“ Und die Szene, die wurde tatsächlich von Kameras eingefangen und ging dann weltweit als Beweis für ihren feinen Sinn für Etikette und Humor durch die Medien. Und das ist auch einer der Gründe, warum man all die anderen Stories, die vielleicht gar nicht so filmisch belegt sind, glaubt.
Also, dass sie wirklich solche Sachen gesagt hat. Das passt schon alles. Dann gibt es auch noch eine andere Geschichte. Genaue Datum habe ich nicht mehr am Kopf. Da soll einer der Begleiter das dann mal durchgesteckt haben. Bei einer Pferde Show in Windsor, da wieherte ein Pferd ganz extrem laut und störte dann das Gespräch, das die Queen geführt hat. Die Queen unterbrach sich selbst, schaute in Richtung des Tiers und sagte, „war das für mich oder gegen mich?“
Ich glaube schon, dass das Pferd jedenfalls mit ihr gerne in Kontakt treten wollte.
Ja, also man kann sagen, Humor, der Mensch, Queen Elizabeth, also Elizabeth, der hatte wirklich Humor. Und darüber freuen wir uns. Und das werden, glaube ich, Anekdoten sein. Das sind ja auch Anekdoten, die Hugo Vickers in seiner Biografie aufgegriffen hat. Das werden mehr werden. Und so wird man sie, glaube ich, schon in Erinnerung haben, dass sie auch echt ein lustiger Zeitgenosse war.
Genau, großartig. Das hat sie also bewiesen. Und wir erinnern uns natürlich auch noch, und das will ich jetzt zum Abschluss sagen, jetzt sind wir ja noch in den frühen 2000ern. Wir erinnern uns an die James Bond-Szene. Am 27. Juli 2012, da war die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele.
Catrin, ich habe das Gefühl, die Olympischen Spiele verfolgen uns.
Das war ja wenigstens mal was Nettes, was mit den Olympischen Spielen zu tun hatte.
Ja, das stimmt. Also da hat es mehr mit den Olympischen Spielen zu tun und weniger mit Romanzen. Die fand in London statt, das war großartig.
Genau. Und da jeder von euch kennt wahrscheinlich diese Szene, als die Queen dann abgeholt wird im Palast von Daniel Craig, dem damaligen James Bond, die Hundefuselten rum und so weiter und so fort. Das kennt ihr ansonsten in unseren Shownotes. Wir werden natürlich einen Link dazu auch noch mal sehen. Und da war sie sehr professionell und der Regisseur, und das ist nicht so ein Kraut und Wiesen Regisseur gewesen, sondern namhafter Danny Boyle, der war überrascht, wie professionell auch die Queen hier vorging. Sie bestand übrigens auch auf einer Sprecherrolle. Ganz zu Anfang sagt sie ja, „Good evening, Mr. Bond,“ und das sollte sie zuerst gar nicht sagen. Und großer Humor. Dann, als man ihr gesteckt hat, dass sie gedoubelt werden sollte für alle Szenen - das hat man wahrscheinlich aus Respekt gesagt, weil man sich gar nicht vorstellen konnte, dass sie so was machen würde. Da hat sie gesagt, ne, ne, entschuldigen wir mal, springen tue ich nicht, aber wenn man über mich einen Film dreht, dann sollte ich wohl auch selbst spielen“. Und die Corgis, die waren auch ihre Corgis, keine CGI-Corgis oder so. Die hatten auch höllischen Spaß. Und das Sprungdoubel, das finde ich auch noch mal ganz lustig, der Sprungdoubel war ein Herr, das war Gary Connery. Und ich finde, das passt natürlich auch wie Topf auf Deckel. Was für ein Zufall, Connery, Sean Connery, James Bond, ne?
Oh, da habe ich jetzt gerade noch mal einen Fun-Fact dazu. Es gibt jetzt gerade, ich habe auch schon erwähnt, diese neue Ausstellung in der King's Gallery, wo die ganzen vielen schönen Bekleidungsstücke der Queen zu sehen sind, aus vielen Jahrzehnten. Und da ist dieses rosa Kleid zweimal, nämlich dieses Kleid, was die Queen getragen hat und dasselbe nochmal in der viel größeren Herrengröße, was Gary Connery getragen hat. Die sind da nebeneinander zum Vergleich.
Ah, cool. Meinst du, das ist da auch das Eierkleid? Das mit der Wunde?”
Wahrscheinlich nicht. Aber das ist doch toll zu wissen. Ja, sehr, sehr schön.
Genau. Und zehn Jahre später, 2022, zu ihrem Platinum-Jubiläum legte sie dann noch einen drauf. Und daran kann sich jeder von uns erinnern.
Die Szene, die berühmte Szene mit dem Paddington Bear. Ja. Und ich kann nur sagen, egal wann ich davon spreche, egal wann ich es sehe, egal wann ich davon höre, ich habe sofort Tränen.
Ja. Spätestens, wenn Paddington zu ihr sagt, „Thank you for everything, Ma'am“. Das ist so Schluchz …
Das ist Wahnsinn. Also, das bleibt drin. Das ist ein Zeitdokument, kann man sagen.
So bleibt sie in Erinnerung. Und auch da hat sie Professionalität natürlich gezeigt, weil, Paddington Bear war ja natürlich nicht selbst da. Vermuten wir mal.
Ja, ich gehe mal davon aus, ich weiß nicht, ob es den irgendwo wirklich gibt. Aber gehen wir mal davon aus, er hatte terminliche Gründe und konnte nicht selbst anwesend sein, da hat sie das natürlich über Greenscreen gemacht. Und das hat der Regisseur dann erzählt, da war ein Stock mit einem Punkt drauf und zu dem musste sie sprechen. Und das fällt selbst professionellen Schauspielern manchmal schwer, dort eine Emotion reinzukriegen. Also wir sind wieder bei den Sitzmöbeln. Sie musste vielleicht nicht mit Sitzmöbeln sprechen, aber sie hat perfekt mit einem Stock mit einem Punkt auf der Nase.
Es wirkte wirklich sehr zugewandt und emotional, wie sie das gemacht hat. Ganz super.
Ja und danach gab es dann auch eine Paddington-Manie. Wir können da echt ein Lied von singen, weil für unseren Store, den Eaton Place Store hier in Hamburg, den wir ja auch noch haben, da hatten wir dann auch Paddington-Bären natürlich, waren nicht mehr zu kriegen. Das waren schon fast Schwarzmarktpreise.
Ja, es waren wirklich teilweise um das 80-fache teurer als normal.
Irre.
80-fach, das hätte ich nicht gedacht!
Aber auf eBay geguckt und so weiter. Die Leute haben irre viel die Dinger gekauft und nachher zum Tod, zu ihrem Tod war es ja auch so, wurden ja ganz viele Paddington-Bären abgelegt.
Ja, das erinnere ich auch noch.
Nachher hat man ja drum gebeten, das dann bitte in den Park zu machen und so weiter. Und die wurden dann auch recycelt und so weiter und so fort. Und sind heute im Übrigen, sind die weiter recycelt worden. Man hat das mit Erde auch vermengt und so weiter. Und diese werden, sind in dem Park dann auch tatsächlich wieder, ist die Erde ausgelegt worden. Also das hat man vermengt mit Muttererde.
Ja, fand ich, fand ich groß. Deswegen sollte man auch kein Plastik reinmachen noch weiter, das ist irgendwie so. Waren nur die Stofftiere.
Genau. Ja, das war mein bewegender Teil, sozusagen. Und den letzten, ja, ihr letzter bewegender Auftritt mit einer kleinen Anekdote, wo sie auch nochmal Humor bewiesen hat, den erzählst du uns jetzt bitte nochmal.
Ja, auch da kamen einem dann die Tränen in die Augen. Philip ist ja ungefähr ein Jahr, also ein bisschen mehr als ein Jahr vorher gestorben, war auch die letzten Monate dann sichtbar krank. Auch wir lernen jetzt eben auch in dem Buch von Hugo Vickers, dass er schon mehrere Jahre vorher Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte und es ging ihm dann auch wirklich nicht mehr gut. Und in der letzten Nacht seines Lebens ist er wohl irgendwie dann nochmal aufgestanden, hat sich sogar noch in einem Zimmer nebenan selber ein Bier geholt, ohne dass er seine Krankenschwestern damit belasten wollte. Und am nächsten Morgen ist er nochmal aufgestanden, ins Bad gegangen. Und als er aus dem Bad wieder rauskam, fühlt er sich schwach und ist dann wohl auf seinem Bett irgendwie zusammengesunken.
Und dann war er auf einmal tot. Und später hat sie dann noch zu Freunden gesagt, ja, also „wie immer, ich war schon richtig sauer, wie so oft in unserer langen Ehe ist er einfach gegangen, ohne sich zu verabschieden“. Ja, es war natürlich auch irgendwie so bittersüß. Sie hat es ihm natürlich nicht wirklich übel genommen. Man konnte es ja nicht ändern. Sie schlief halt ein paar Zimmer nebenan.
Ihr ging es auch nicht gut. Sie hätte da ja auch gar nicht hinrennen können, wenn sie jemand jetzt benachrichtigt hätte. Das war einfach nicht.
Man sagt ja auch, Menschen können manchmal gar nicht sterben, wenn die liebsten Menschen ums Bett rumsitzen. Die warten, bis derjenige aus dem Zimmer gegangen ist und können dann ernten.
Ja, das kenne ich aus eigener Erfahrung, aus der Familie habe ich auch so erlebt. Das ist tatsächlich so. Das ist ganz individuell. Man weiß, du kannst ja nichts richtig, nichts falsch machen. Also nur dein Bestes geben. Genau, aber die Story ist auch gut. Genau, und er hat dann, ja, es ist ja auch treu.
Ja, er hat ja immer viel. Er war ja sehr self-sufficient. Er hat ja auch die letzten Jahre seines Lebens kurz vor der Pandemie, ist er erst nach Windsor zurück hat, hat er ja in Wood Farm gelebt. Die beiden haben sich nur alle paar Wochen gesehen, weil er wollte da seine Papiere ordnen, wollte viel lesen, hat Besuch von Freunden empfangen. Als sein Ruhestand war, so nach 2017, die waren ja gewöhnt, lange Zeitstrecken immer voneinander getrennt zu sein.
Und das hat der Liebe und Zugehörigkeit aber keinen Abbruch getan. Sie waren halt kein klassisches Ehepaar, was einfach spießig jeden Abend zusammen auf dem Fernsehsessel sitzt, der Couch … Nee, nicht immer aufeinanderhängen. Sie haben viel zusammengemacht, hatten beteilten gemeinsame Werte. Die Familie, er hat sie immer unterstützt, solange er konnte, als ihr „strength and stay“, Fels in der Brandung, bis heute so unklar, ob er jemals Affären hatte.
Aber er hatte sehr intensive Freundschaften auch mit attraktiven Frauen. Das ist klar, da hatte er sich auch zu bekannt. Aber die Frauen sagen auch alle, ja, das war eine sehr intensive, emotionale Beziehung, aber mit ihm geschlafen habe ich nicht.
Wie auch immer, ist jetzt auch nicht wirklich wichtig in dem Moment. Aber jedenfalls glaube ich, dass die beiden wussten, was sie aneinander hatten, dass sie sich sehr lange, sehr geliebt haben. Und ich freue mich für beide, dass sie zwangsweise durch den Lockdown dann die ganz letzte Zeit tatsächlich doch noch mal zusammen gelebt haben in Windsor.
Ja, genau. Und das ist nicht die schlimmste Strafe, wie die Queen ja auch mal gesagt hat zum Lockdown, als sie da sein musste. In Windsor eingeschlossen zu sein, ist jetzt nicht das Allerschlimmste. Das hat Hugo Wickers uns auch so erzählt. Der hat ja auch ein paar Storys. Der Mann kennt die Frau schon seit er 16 ist.
Er hatte seine ersten Begegnungen gehabt. Das hat er in unserem Interview, das du im Übrigen in hervorragendem Englisch mit ihm geführt hast. Großes Lob, wäre mir gar nicht so gelungen, muss ich sagen. Also wirklich ganz toll. Und Hugo Wickers, ja, vielleicht können wir an der Stelle mal so einstreuen:
Also dieser Mann, der war ihr wirklich auch so ein bisschen verfallen, wie Winston Churchill. Man sieht richtig, ja, er hat dieses Bild auf diesem riesen Bildschirm, als wir das Interview geführt haben, bevor es losging, er hat es angeschaut und ja, der ist so verbunden mit ihr gewesen. Und ich habe das Buch noch nicht gelesen.
Du hast es, er hat es uns wunderbar natürlich signiert. Du hast es schon in großen Teilen für das Interview gelesen. Es ist empfehlenswert.
Ich freue mich sehr darauf. Und er geht eben auch darauf ein, dass es ein Monument ist, das er ihr setzen will. Das ist ja anders, als vielleicht jetzt eben die offizielle Biografie, die gemacht wird.
Die wird ja diesmal von einer Frau gemacht. Und da wird es wahrscheinlich andere Schwerpunkte geben. Aber Hugo Vickers hat mit dieser, seiner Biografie wirklich so ein, ja, hat wirklich die Queen abgefeiert.
Ja, er hat die schönen Seiten sehr stark hervorgehoben. Natürlich geht er schon ihr Leben irgendwo durch und geht auch am Rande vorbei an politischen Ereignissen. Aber geht da nicht näher drauf ein, auch auf diese Sachen mit Diana oder so, was man sowieso eigentlich weiß. Was passierte, er erwähnt dann ja. Und dann ist sie tragischerweise einem Unfall zum Opfer gefallen. Und geht er aber auch weiter.
Er geht da nicht mehr ins Detail, sondern er geht halt bei der Queen und bestimmten Lebenssituationen, die er schön merkenswert fand, geht er näher drauf ein. Und man kriegt dadurch nochmal mehr, auch, finde ich, einen weiter guten persönlichen Einblick. Wo du jetzt eben die offizielle Biografie erwähnt hast, das ist eine Historikerin Anfang 50, sehr renommiert. Die wird jetzt anfangen zu recherchieren, zu schreiben. Man wird ihr Zugang zum königlichen Archiv gewähren, zu den persönlichen Papieren, also Briefe und Tagebucheinträge der Queen.
Und sie wird die Gelegenheit erhalten, mit Leuten aus dem Umfeld, ehemaligen Mitarbeitern zu sprechen und auch mit Mitgliedern des Königshauses. Also das ist so üblich bei offiziell beauftragten Biografien. Und da wird man sicherlich noch sehr viel mehr über die Queen lesen. Sicherlich auch nicht alles. Man wird ja auch nicht, die Papiere wurden ja kuratiert. Man weiß ja, zum Ärger von manchen Historikern, dass der langjährige Page, der große Paul, Paul Whybrew, das hat Charles gesagt, er möge das tun. Er hat die ganzen Papiere durchgeguckt, hat wahrscheinlich leider auch einiges vernichtet und hat das ganze Material, was er im Auftrag von Charles dann für gut befunden hat, an die Archive gegeben, der große Runde Turm in Schloss Windsor. War ich ja auch schon mal, habe ich auch schon mal recherchiert. Das war eine irre Erfahrung.
Ja, also das war ganz toll. Naja, und jetzt muss man gucken, was Frau Dr. Keay daraus macht. Aber ich erwarte mir schon, dass man da auch noch mal zusätzliche Erkenntnisse gewinnt, darüber wie die Queen jetzt wirklich war. Sowohl als Monarchin, als auch als Mensch und Familienmensch und Freundin. Die hatte ja auch Freunde und Bekannte, die bisher alle mal sehr diskret waren und nicht sehr viel erzählt haben. Ich bin schon sehr gespannt, aber es wird schon mehrere Jahre dauern, bis das Buch rauskommt. Sehr viel Arbeit.
Genau, und ich kann nur einen empfehlen, es gibt nicht immer nur DIE Biografie. Es gibt immer verschiedene, man muss mehrere lesen, weil es gibt, ich habe das zu Victoria auch gemacht, die ich total spannend fand.
Und es kommt immer was anderes raus, weil es anders geschrieben ist, anderer Blickwinkel, andere Voraussetzungen und so weiter, andere Zeit. Das sollte man auf jeden Fall machen.
Catrin, ich könnte jetzt Stunden weiterplaudern über Anekdoten.
Das machen wir jetzt aber an dieser Stelle nicht, weil, die Queen ist natürlich viel, viel mehr gewesen, nur der humorvolle Mensch. Heute, du hattest sie gerade angesprochen, diese Theorie der zwei Körper. Wir haben heute die Frau, jetzt eben gerade die Frau so kennengelernt. Und jetzt lernen wir ein bisschen die Monarchin kennen. Und da machen wir wieder für unsere Hörer einen kleinen Abriss und erzählen auch da nochmal kurze historische Momente.
Historische Momente
70 Jahre Regentschaft, das ist schon ganz schön viel. Und sie hat spürbare Signale gesetzt. Du hattest das eine schon 1961 mit dem Präsidenten erwähnt.
Genau. Jetzt erzähl doch noch mal ein bisschen weiter. Fangen du doch mal an.
Der Ball liegt bei mir. Ich bin ja, so lange ich denken kann, wenn du sagst, ich war vier, fünf Jahre alt, war ein großer Queen-Fan, als ich das erste Mal in England war. Also es ist auch die Staatsbesuche, die sie hier in Deutschland hatte, hat sie ja wirklich, das sagte Hugo Vickers auch, sie hat sehr versöhnend gewirkt, die sie ehemals furchtbar verfeindeten Nationen Großbritannien und Deutschland.
Sie war eine Königin, die vereinigen wollte, die Grenzen überbrücken wollte. Sie war mehrfach in Deutschland in der 60er Jahren zum Staatsbesuch 1965. Da ist sie auch an der Mauer entlang gefahren in Berlin.
Einen Staatsbesuch, den ich selber erlebt habe, war der letzte in Deutschland 2015. Da war ich auch kreditiert und war vom Bundeskanzleramt, als sie da mit Philip ankam. Und dann hat Frau Merkel persönlich die beiden durchs Bundeskanzleramt geführt. Und da sah sie dann aus dem Balkon stehen, miteinander scherzen mit Glas Wein in der Hand. Es war irgendwie richtig schön und war die Sonne. Dann fuhren sie noch in der Barke die Spree entlang. Also man merkte einfach, die Nationen waren zusammengewachsen. Es gab ja auch diese doppelte Geschichte mit der Frauenkirche in Dresden, die zerstört wurde von den Briten und in Coventry Dom, der von uns zerstört wurde. Und da gab es ja gegenseitig Austausche von Kreuzen, von christlichen Kreuzsymbolen und Wiederaufbauhilfen.
Und da war ein großes Engagement. Die Königin selbst, der Herzog von Kent, ihr Cousin, ist immer wieder gekommen nach Dresden. Und hatte auch den Bundespräsidenten Steinmeier jetzt im letzten Dezember, als der zum Staatsbesuch in England wiederum war, hat er den mitgenommen nach Coventry.
Die haben sich auch wieder die Kathedrale angeguckt. Ich war auch schon mal da, das ist auch sehr eindrucksvoll. Man kann sagen, gerade was unsere Nationen jetzt betrifft, Großbritannien und Deutschland, die sind wirklich auch durch ihr Engagement sehr stark zusammengewachsen. Das finde ich zum Beispiel sehr wichtig, wie sie sich da eingesetzt hat. Und da sind wir nicht die Einzigen. Japan war ja auch ein Feind im Krieg. Auch da ist sie hin, hat versucht, Kontakt aufzubauen, auch zum dortigen Kaiserhaus dann. Und da ist ja dann auch, als sie gestorben war zu ihrem Staatsbegräbnis, gegen jede Tradition und Etikette, das japanische Kaiserpaar gekommen. Das war ganz ungewöhnlich. Damit hatte man nicht gerechnet. Die sind aber gekommen aus großem Respekt vor der Queen.
Ja, weil das da auch gerade bei den Japanern, die waren gar nicht mal so offen. Das saß da tief. Die haben das nicht so aufgearbeitet wie die Deutschen.
Und insofern war es da fast noch wichtiger. Das kann man wirklich sagen. Die 70er-Jahre, die waren dann sowieso auch sehr heikel, weil 20 ehemalige Kolonien unabhängig wurden. Und die Queen, das war ihr Job, so hat sie das auch gesehen. Die hat ganz viel Energie darauf verwendet, diese ehemaligen Kolonien ins Commonwealth zu überführen. Und das gelang ja auch.
Also das muss man ja sagen, jetzt über Kolonien hin und her, da kann man sehr viel trefflich darüber diskutieren. Was ihnen gelungen ist auf jeden Fall, bei all den schlimmen Sachen, die da ja wirklich passiert sind, dass ja ganz viele, bis heute so viele Staaten im Commonwealth sind, die vorher Kolonien eben waren. Und das sind sie ja freiwillig.
Und insofern waren es „nur“ 20 Kolonien, die weggegangen sind. Und das hat maßgeblich mit ihr zu tun gehabt. Da hat sie sich wirklich eingesetzt, viel mehr als die Politiker das getan haben. Das war wirklich ihr großes Verdienst, muss man sagen. Und wir hatten ja auch über diesen Tanz 1961 gesprochen. Das war inmitten des kalten Krieges und weltweiter Rassentrennung. Da tanzte die Queen mit diesem Präsidenten. Und das war symbolträchtig. Und das hat nicht überall dazu geführt, dass alle hurra geschrien haben. Das fanden einige auch sehr entsetzlich. Das hat sie aber nicht interessiert. Es hat sogar dazu geführt, das war ganz gut, jetzt wurden US-Finanzmittel freigegeben für den Volta-Staudamm. Das war ein großes Thema damals. Genau. Und da hat sie wirklich ein Statement hinterlassen.
Da würde mich auch mal interessieren, ich gucke dann auch nochmal, was sie da anhatte, ob das vielleicht auch ein Kleidchen ist, das in der Ausstellung ist.
Ja, ich hatte heute morgen … es ist die größte Auswahl, die je gezeigt wurde aus ihrer Garderobe. Ich weiß, dass sie die Grand Duchess Vladimir-Tiara getragen hat, mit den Smaragden drin. Aber es war ein Schwarzweißfilm, den ich mir heute Morgen auch nochmal angeguckt habe. Da war das Kleid nicht wirklich gut zu erkennen, die Szene, wo sie mit ihm tanzt. Aber vielleicht kann man das noch ausfinden. Das ist ja prima. Und was ich halt auch so wichtig finde, sie hat da nochmal gezeigt, sie war wirklich – also wenn jemand keine Rassistin war, dann war das sie. Sie hat das super gemacht und das strahlte ja nicht nur, das war nicht nur für Ghana wichtig, das strahlte auch aus Richtung Südafrika, weil damals ja noch das Apartheid-Regime herrschte. Und das war ein ganz schwieriges Thema.
Einerseits Sanktionen gegen die Apartheid. Und aber da war ja Thatcher noch Premierministerin, die lehnte Sanktionen ab wegen der wirtschaftlichen Implikation. Und da waren die beiden wirklich komplett unterschiedlicher Meinungen, weil es durfte die Queen ja nicht offen sagen. Sie hatte ja auch nach außen unpolitisch zu sein. Aber durch solche Aktionen, wie sie Menschen behandelt oder wie sie mit denen jetzt dann tanzt oder so, konnte sie ja auch wirklich ein Zeichen setzen. Und das war auch schon Soft Diplomacy, das war schon sehr geschickt.
Das kann man so sagen. Und ja, du hast Südafrika gerade erwähnt. Die Versöhnung mit Südafrika 1995, ein Jahr nach Mandelas Amtsantritt, besuchte die Queen Südafrika. Auch da nochmal kurz eingeschoben. Es gibt in Kapstadt ein Museum, ein Bahnmuseum. Ich bin auch so ein Fan von Eisenbahnen. Kann ich nur einen empfehlen, die das mögen. Und da ist auch ein oder zwei Wagen, mit denen sie durch Südafrika gefahren sind, ausgestellt. Das ist ganz, ganz toll.
Kann man besichtigen. Genau, das war aber ein kraftvolles Symbol, weil sie hat sich mit Mandela unglaublich gut verstanden. Und das wurde eine richtige Freundschaft.
Und Mandela war der einzige, der sie neben Philip mit Vornamen Elizabeth ansprechen durfte, wobei der sie ja meistens Würstchen genannt hat. Aber Mandela durfte das und die waren wirklich echt gut befreundet.
Nee, das waren sie wirklich. Also er war der einzige außerhalb der Familie, der sie mit Vornamen ansprechen durfte. Ihre andere Familie, Cousinen, so haben sie natürlich auch Elizabeth genannt, aber als einziger fremder Staatenlenker sozusagen. Nee, das ist zwar schon bestimmt eine sehr, sehr schöne Freundschaft.
Dann haben wir Simbabwe, 2000…
Ja, Simbabwe 2002. Die Queen war ja bis zu ihrem Tod Oberhaupt das Commonwealth, jetzt ist es Charles. Und das funktionierte damals oder das fand statt wegen Wahlmanipulation und Menschenrechtsverletzung unter dem Herrscher Robert Mugabe. Und der hat dann dafür gesorgt, 2003, dass sein Land endgültig austrat, aber inzwischen Happy Ending, der Aufnahmeprozess läuft jetzt doch wieder. Also ja, es gab natürlich auch da Höhen und Tiefen. Natürlich gibt es auch heute Länder, die jetzt dafür stimmen, das Commonwealth zu verlassen.
Es gibt aber auch freiwillige Neueintritte, also an sich wächst und gedeiht dieser Staatenbund. Genau, das finde ich großartig, kein anderes Kolonialreich geschafft, das so zu machen. Ganz im Gegenteil sogar. Also wirklich ein großes Verdienst ist Charles auch sehr, sehr wichtig.
2011, da war dann ein besonderer Meilenstein, der auch die Queen unglaublich bewegte. Das kann man überhaupt gar nicht genug herausstreichen, weil das ein Drahtseilakt war. Erinnern uns natürlich an die Konflikte in Nordirland auch.
Sie besuchte 2011 Irland, also die Republik Irland, ich will nur sagen eben in Nordirland, da ist immer noch dieser Streit.
Sie waren ja immer wieder bewaffnete Konflikte mit ganz schlimmen Horroranschlägen. Ich meine, ihr Onkel Dickie Mountbatten ist ja von der irischen Freiheitskämpfer-Organisation umgebracht worden.
Genau. Und sie zeigte hier einen Versöhnungssignal. Seit 1921 war sie nämlich auch die erste britische Monarchin, die überhaupt dorthin gereist ist in die Republik.
Und es gab jahrzehntelang, war natürlich Eiszeit angesagt. Und was großartig ist, die Queen, die verneigte sich im Garden of Remembrance vor dem gefallenen irischen Unabhängigkeitskämpfern, nicht Weltkriegssoldaten oder so, Unabhängigkeitssoldaten zu taten. Und das muss man sich so ein bisschen vorstellen, so wie wir an den Kniefall von Willy Brandt denken.
Das war echt ein Statement. Und das hat die, ja, die Iren tatsächlich begeistert und tatsächlich nachhaltig das Eis gebrochen. Das haben offizielle Stellen gesagt.
Also auch der Präsident und so, die waren wirklich, wirklich bewegt. Dass sie das getan hat, hat auch keiner erwartet.
Nee, und es wird ja nicht leichtgefallen sein, aus den persönlichen Gründen auch. Aber es gab damals ja auch wirklich große Ängste, dass ein Anschlag auf sie verübt wird. Also sie, viele haben auch gesagt, das können wir nicht riskieren, dass die uns die Queen umbringen, wenn die dahin fährt. Und sie hat gesagt, „Ich mach das jetzt. Ich kann halt auch keine schutzsichere Weste anziehen unter meinem Kleid. Ich bin die Königin, ich will das machen, das muss so. Und das gehört zu meinem Job, dass ich mich dieser Gefahr aussetze“. Und es ist ja dann auch, Gott sei Dank, nichts passiert. Sie hatte auch viel Zivilcourage.
Und auch dasselbe mit China. Das war ja auch nicht einfach. 1986 war sie als erstes britische Staatsoberhaupt in China, hat dort Kontakte gepflegt.
Auch das ist viel ja schwer, weil Hongkong war ja– darum ging es eben hauptsächlich bei ihrem Besuch. Das war ja schon ganz lange britische Kolonie. Und es gab aber ja schon seit langer Zeit die Abmachung, Hongkong 1997 an China zurückzugeben. Das wollten die Briten zwar nicht, aber es half nichts. Sie hat halt dadurch betont, dass das eingehalten wird, dieser Vertrag. Als es dann so weit war, 1997, ist sie zwar selber nicht hingefahren zur Rückübergabe. Da hat sie Charles hingeschickt. Das fand ich immer so lustig. Charles hat ja auch einen guten Humor.
Er hat das dann immer „The Great Chinese Takeaway“ genannt. Also er fand das nicht lustig, aber er ist hingefahren, hat das brav gemacht. Und dann hat er halt mit, als das Feuerwerk begann, um Mitternacht des Übergabetages, ist er dann mit der Britannia wieder raus gesegelt aus dem Hafen von Hongkong.
Aber auch das ist sowohl ihr als auch ihm wahrscheinlich nicht leicht gefallen.
Du bleibst immer das Bild der Übertragung im Kopf, wie die Britannia abfährt. Und du siehst sie nur von hinten so. Und das war auch so ein Moment.
Umso wichtiger, wenn man sieht, wie es heute mit Hongkong bestellt ist. Ich glaube, der eine oder andere hätte sich gefreut.
Oh ja, also viele, die die Hongkong-Chinesen haben, die haben ja auch mit Horror entgegengesehen. Und es hat sich auch bewahrheitet, dass das Leben danach in Hongkong nicht wirklich besser geworden ist, sondern eher schwieriger, sehr viel schwieriger.
Ja, und dann hat sie natürlich mit diversen amerikanischen Präsidenten und Staatsbesuchen zu tun gehabt. 1957 hat sie USA bereist, 1991 hat sie USA bereist. Sie hat insgesamt von 14 Präsidenten 13 getroffen. Sie hat auch Staatsbesuche empfangen in England. Wir erinnern uns an lustige Momente. Ja genau, die bleiben mir immer im Kopf, wenn ich sehe, wie diese kleine Frau einen gewissen Herrn, dessen Namen wir nicht sagen. Ich will diesen Namen nie sagen. Ich will diese doofen Namen nie sagen. Genau, das gönne ich denen nämlich nicht.
Wie sie diesen Menschen mit orangem Gesicht so ein bisschen zur Seite geschubst hat, nach links und rechts, weil der sich natürlich wie die Axt im Walde benommen hat. Charles war ja jovial eher, aber bei der, da hat er auch eher, da kam der kleine Junge raus. Da hat Mutti einmal gesagt, wo es längs geht. Finde ich großartig.
Na ja, er hat wohl schon an seine Mutter und Großmutter gedacht. Die kamen ja aus Schottland und deswegen fühlt er sich auch dem so verbunden und hat ja deswegen auch einen Golfplatz dort gekauft.
Sehr schön. Und sich haben wir auch noch zu erzählen.
Ja, Boris Jelzin, so ein spezieller Freund ist übertrieben, aber auch mit dem hat sie dann Kontakte gepflegt, symbolischer Staatsbesuch und es hat ja sehr geholfen, auch dieser Neusortierung Europas nach dem Fall der Mauer. Also das war schon auch sehr wichtig.
Und dann zum last but not least, 21.06.2017. Ja, das ist ein historischer Tag. Jetzt kann man ihn so oder so einschätzen, aber Fakt ist, wenn die Parlamentseröffnung stattfindet und die fand da statt, sieht man die Queen im vollen Ornat. Also da ist alles, die Krone, die Robe, die Pagen. Also das ist riesiges Kino. Das ist jedes Jahr.
Also wer sich das mal antun will, macht das. Das ist echt ein absolutes Spektakel, weil die Krone wird gefahren mit der Kutsche und so. Also eine ganz, ganz tolle Sache. Und nun ausgerechnet in diesem Jahr, wo es ausgerechnet da, da trägt sie das alles nicht, sondern ein Kostüm in sehr hellem Blau mit einem Hut, fast Europa-Flaggenblau mit fast Europa-Stern gelb.
So Blümchen, die so ein bisschen wild verteilt waren über den topfartigen Hut. Also man hätte durchaus– ein Schelm, wer Böses dabei denkt– irgendwie ein Bekenntnis daraus lesen können. Das wurde natürlich nie bestätigt, aber sie hatte Humor.
Und ihre Dresserin Angela Kelly, die das Kleid entworfen hat und den Hut bestellt hat, hatte auch Humor. Also völlig auszuschließen, ist es nicht.
Nein, sie hat ja auch noch mal gesagt, natürlich waren das Pflanzen und so weiter, die da draufgesteckt wurden. Aber es ist natürlich der Zeitpunkt, weil das nie vorkam.
Wobei man sagen muss, da konnte sie nichts dafür. Die Wahl war wirklich sehr kurzfristig angesetzt. Und was für sie natürlich wichtig war, sie musste hinterher ganz schnell ins Auto springen und nach Ascot. Weil das war Ascot Week und sie wollte ja die ersten Rennen um 14 Uhr nicht verpassen.
Genau, also man kann es so oder so sehen. Es war natürlich diese große Krise mit Boris Johnson und so, wo er sie wirklich in eine Verfassungskrise hätte verstürzen können. Das war einer der politisch schwierigsten Momente der Queen.
Also das mit dem Parlament und so, das war nicht ohne. Aber auch diesen Herrn lassen wir bei diesem schönen Ereignis heute raus.
Jetzt bleibt ja nur noch zum Abschluss, wir sind wieder bei einer Stunde 30, aber das macht nichts. Die Queen war groß und es muss so sein, wir hatten viel zu erzählen. Ich könnte noch stundenlang weiterreden, aber können wir ja immer wie Sappelköppe. Aber ich finde tatsächlich, selbst wenn man nur Diskussionen darauf lenkt, hätte es so gewesen sein können, zeigt ja schon, wie sehr man sich damit aus, und die macht ein Signal, sendet sie aus und es wird eine Diskussion angeregt.
Und allein das ist Gold wert.
Ja, weil sie einfach diese Macht, diese Symbolkraft hatte und die Leute genau hingucken, weil sie nicht viel sagen konnte, kommunizierte sie ja oft über andere Wege. Auch diese berühmte Sache mit der Handtasche. Mal rechts, mal links, mal über den Arm. Damit signalisierte sie ja dann ihren Mitarbeitern teilweise auch Sachen. Also sie wusste schon sehr gut, wie man Signale setzt und wie man symbolträchtig sich anzieht und verhält. Und sie hat natürlich auch 70 Jahre Zeit gehabt, das zu perfektionieren. Also bis heute hat ja keiner so lang, kein Monarch so lange regiert, aktiv als erwachsener Mensch und im Sinne von die Rolle ausgeführt. Regieren tun ja die Premierminister. Aber sie hat das perfektioniert.
Sie hat eine große Menschenkenntnis erworben. Das sagen auch alle Menschen, die sie je getroffen haben. Obama hat ja auch jetzt in einer neuen BBC-Doku zu ihrem 100. Geburtstag auch sie noch mal gewürdigt, dass man bei ihr wirklich spürte, welche enorme Lebenserfahrung sie hatte, dass sie so praktisch alle Zeitgenossen und Staatenlenker kennengelernt hat, dass sie wirklich der Link zur Geschichte war, für ihn auch in den Begegnungen und dass sie eine große Weisheit erworben hat.
Ein irre gutes Gedächtnis für frühere Dinge, für die aktuelle Geschichte, für politische Zusammenhänge. Sie las ja immer alle Regierungspapiere in ihren roten Boxen. Und dafür, dass sie nicht von Herzen eine begeisterte Intellektuelle war, also zum Vergnügen las sie jetzt nichts außer der Racing Times. Aber sie war irrsinnig interessiert, irrsinnig gut informiert. Und wenn man das 70 Jahre lang macht, dann ist man natürlich ein Born der Weisheit.
Genau. Also man kann sagen, zum Abschluss, sie war identitätsstiftend, lebenslanges Vorbild.
Und nicht nur in Großbritannien, auch für viele weltweit. Für dich auch, für mich auch.
Der Commonwealth-Aufbau wirkte verbindend für die Nationen. Das war ihr Ding. Also das war wirklich, das hat sie begleitet von Anfang bis Ende.
Und das Engagement für die Versöhnung mit ehemaligen Kriegsgegnern oder überhaupt mit Gegnern auch innerhalb des eigenen Reiches.
Also im Zweifel immer die Verbindung suchen statt den Konflikt. Das kann man, glaube ich, auch festhalten.
Und deswegen gibt es auch schöne Denkmäler, die wir – und dann kommen wir jetzt zu dem Abschluss. Es wird jetzt auch ein Denkmal im St. James Park geben von ihr. Es ist ein Reiterbild, auch in Windsor gemacht, am Long Walk und so weiter.
Am Ende des Long Walks ist, glaube ich, das Reiterdenkmal ganz oben da. Genau kann man, also man hat neue schöne Ausflugsziele.
Heute, wir zeichnen ja auf am Montag, den 20. April, aber am 21. April, nämlich morgen, wird dann natürlich auch eine Party steigen.
Hätte ich fast gesagt, wir werden offiziell einen Empfang geben im Buckingham Palace. Der King wird eine Rede halten, die wird übertragen. Für alle, die das nicht empfangen können, im Übrigen kleiner Tipp, es gibt eine App, die heißt Pluto TV, die ist kostenlos. Wenn ihr die irgendwie runterladen könnt, da habt ihr dann zu BBC One und BBC Two, glaube ich, einen direkten Draht, live TV sehen. Also da kann man sich das dann live angucken. Genau.
Wir haben unseren eigenen, einen eigenen Raum für die Queen geschaffen. Es gibt den Queen Elizabeth Afternoon Tea mit wunderbaren Köstlichkeiten. Und der kostet normalerweise 59 Euro. Und wir werden, wegen der 100 Jahre, werden wir 100 Tickets zum alten Preis, zu einem absoluten Sonderpreis ausgeben. Und das wird morgen stattfinden, um Punkt 12 Uhr mittags. Und endet um Punkt 0 Uhr nachts, am 21.
Ich kann nur empfehlen, schnell zu sein. Ihr könnt direkt auf unserer Internetseite www.eatonplace.de den Link finden zu dieser Rabattaktion. Und ich wünsche euch ganz viel Glück, dass ihr euch da ein Ticket ergattern könnt und dann zu diesem wunderbaren Preis uns einkehren könnt.
Und dann könnt ihr euch auch den Raum angucken und so weiter und so fort. Und wir feiern das natürlich sowieso morgen oder hier am 21. feiern wir das selbstverständlich mit unseren Gästen vor Ort.
Ja, also ich kann nur jedem raten, da eifrig von Gebrauch zu machen, ob mit Rabattgutschein oder ohne. Das ist immer so schön bei euch und alles ist so lecker und so britisch. Also das ist, wenn man lange Zeit keine Gelegenheit hat, nach England zu fahren, ist es immer wunderbar, dass man es bei euch wenigstens erleben kann. Und was du immer da wunderschönes stehen hast, an Souvenirs und Büchern und liebevoll eingerichtet. Also ich kann nur jeden ermutigen, vor allem die, die es noch nicht gesehen haben, in der Tat mal auf eure Website zu gehen. Es ist großartig.
Vielen Dank. Ja, dann bleibt uns nur, Tschüss und auf Wiedersehen zu sagen, aus dieser Bonusfolge. Die nächste reguläre Folge wird sich mit den Niederlanden beschäftigen.
Ihr könnt in den Shownotes sehen, wann der Termin ist. Ihr könnt uns auch auf Instagram folgen, at Thronfolgen Podcast ist das. Ihr könnt uns E-Mails schreiben, an Thronfolgen Podcast. Ja, genau. ThronfolgenPodcast@gmail.com. Genau.
Ihr dürft uns natürlich auch gerne Fragen stellen in den Kommentierungen. Ein kleiner weiterer Hinweis noch für die Zukunft. Weil Großbritannien, ihr seht es schon bei der Queen, sind wir bei 1 Stunde 37 Minuten.
Großbritannien ist zu groß. Wir werden zwei Folgen später daraus machen, weil das ist sonst, das wird sonst nichts. Es gibt zu viel zu erzählen.
Ja, Catrin, wünsche ich dir einen ganz duften Tag heute noch. Viel Erfolg und feiere auch du morgen schön.
Ja, ich werde schön ein bisschen in der neuen Biografie von Hugo Vickers lesen und natürlich gucken, was die BBC überträgt. Und vielleicht ruft ja zwischendurch RTL noch an und will einen Kommentar.
Und dabei ein Royal Dubonnet Trinken von der Queen der Lieblingsdrink. Sehr schön. Wunderbar. Ich wünsche euch oder wir wünschen euch einen wunderbaren Feierabend und einen schönen 21. April zum 100.
Geburtstag der größten Queen …
Da kann ich mich nur anschließen. Von mir auch alles Liebe und Gute und vielen Dank fürs Zuhören. Und ich sage, tschüss.
Macht's gut.
Tschüss.



