April 16, 2026

Folge 03 - Dänemark Die qualmende Königin und der Super-Move

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Thronfolgen – der Royal Podcast
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Unser heutiger Podcast deckt eine Vielzahl von Themen ab, die künstlerischen Talente von Königin Margrethe II., aktuelle Ereignisse im Königshaus sowie einen historischen Überblick über die dänische Monarchie.

Wir sprechen zudem über den jüngsten Australienbesuch von Frederik und Mary sowie über die historische Bedeutung der dänischen Monarchie, die bis in die Wikingerzeit zurückreicht.

Unser Talk befasst sich eingehend mit der königlichen Erziehung, der militärischen Ausbildung und dem Einfluss familiärer Dynamiken auf das Leben der Royals.

Es beleuchtet zudem den symbolischen Widerstand von Christian X., die künstlerischen Aktivitäten von Königin Margrethe II. und die romantische Geschichte ihrer Ehe mit Prinz Henrik.

Die königliche Ehe, Elternschaft und Erziehung, familiäre Dynamiken und Titel, die Abdankung und den Skandal, den Machtwechsel sowie die königliche Liebesgeschichte. Wir besprechen die Herausforderungen und Stärken der königlichen Ehe, dem Einfluss der französischen aristokratischen Erziehung auf die Prinzen, Margaretes Entscheidung, Titel abzuschaffen, der unerwarteten Abdankung, der angeblichen Affäre von Kronprinz Frederik, den emotionalen Auswirkungen des Machtwechsels sowie Marys Hintergrund und ihrer romantischen Verbindung zu Frederik.

Die königliche Hochzeit, Marys Verlobung, dem königlichen Engagement, Familie und Kindererziehung, der Regierungszeit von Kronprinz Frederik, seinem öffentlichen Image, königlichen Pflichten und Verpflichtungen, der Zukunft der dänischen Monarchie, der Rolle der Abdankung in Dänemark und schließt mit abschließenden Bemerkungen.

Kapitel

00:00 Erkundung der Sehenswürdigkeiten Kopenhagens

05:33 Aktuelles und königliche Nachrichten

12:18 Der Besuch in Australien und ein historischer Überblick

22:52 Die königliche Erziehung und die militärische Ausbildung

29:07 Christian X.: Ein Symbol des Widerstands

35:25 Königin Margrethe II.: Die künstlerische Monarchin

40:46 Die romantische Geschichte von Margrethe II. und Prinz Henrik

49:50 Elternschaft und Erziehung

55:10 Abdankung und Skandal

01:00:54 Machtübergang

01:07:51 Eine königliche Liebesgeschichte

01:13:47 Frederiks öffentliches Image

01:22:00 Die Rolle der Abdankung in Dänemark

Transkript Thronfolgen Folge 3 Dänemark

 

Liebe Catrin, wenn du an Kopenhagen denkst, was fällt dir da eigentlich zuerst ein?

 

Na ja, also natürlich die Schlösser Christiansborg und Amalienborg, die beiden wichtigsten Schlösser in Kopenhagen. Ich hab's ja mit Schlössern, weißt du ja. Aber natürlich gibt es da immer noch die kleine Meerjungfrau.

Die wird ja sehr hoch geschätzt und immer als Kopenhagener Landmark bezeichnet. Aber als ich das erste Mal davorstand, muss ich sagen, war ich dann doch nicht so überwältigt. Also, ich finde, sie wird ein bisschen überbewertet, ganz süß soweit, aber ich bleibe dann doch lieber bei meinen Schlössern.

 

Ja, mir geht das da so ein bisschen wie dir. Die ist ganz süß, aber es ist eben auch so ein kleines Frauchen.

 

Oh Vorsicht, sonst kriegen wir da wieder Bashing wg. Frauenfeindlichkeit ...

Sie hat mich auch nicht so beeindruckt. Das ist ähnlich wie mit dem Manneken Pis. Ich war letztens in einem Manneken Pis in Brüssel.

Aber der wird ja noch ganz süß angezogen immer.

 

Ja, das ist eine nette Tradition tatsächlich.

 

Ja, das ist ganz cool. Da sind relativ viele Leute, aber der ist natürlich auch total unscheinbar. Würdest du das nicht wissen, würdest du dran vorbeigehen?

 

Das ist wahr.

 

Das kann man wohl so sagen, ne? Mir fallen ja auf jeden Fall Häuserfassaden auf, diese wunderbaren Häuserfassaden am Hafenkanal. Nieheven wäre das ausgeschrieben.

 

Nyhavn („Nühoorn“)

 

Nühoorn. Ah, guck mal.

 

Ja, aber Dänisch ist schwierig. Ich kann es auch nicht wirklich.

 

Aber du bist ja wunderbar sprachbegabt. Also wunderbar, dass wir dich für Skandinavien an der Seite haben hier. Und natürlich das Smørrebrød.

Da denke ich an die Muppet Show mit Smørrebrød…

 

Oh ja, das liebe ich auch. Der Dänische Koch dort.

 

Und das besonders beliebte Brød. Das ist es eben. Und das haben die Dänen zu einer Kunstform erhoben, kann man sagen.

 

Wie eigentlich so vieles in dem Land. Also, Kunst und Style und Design.

Dänisches Design, ja. Aber da sind wir ja schon bei unserem Thema, wo wir uns heute hinbewegen wollen, rein monarchisch, nämlich nach Dänemark. Denn viele wissen es, andere vielleicht nicht, bis vor kurzem hat dort ja wirklich eine Königin regiert, die von Haus aus wirklich nicht nur Königin, sondern auch Künstlerin war und immer noch ist. Die ist mit einem ganz großen künstlerischen Talent geboren und ist bis heute regelmäßig, in verschiedenen Disziplinen sogar, als Künstlerin tätig. Sie malt, sie ist am Theater tätig, entwirft Bühnenbilder, ganz groß im Textildesign, also Kostüme, und hat also auch, stickt auch, handarbeitlich sehr begabt.

Und da geht es natürlich um Ex-Königin Margrethe oder, wie ihre Familie und manchmal sogar ihr Ex-Volk, ihre Ex-Untertanen, sie nennen, Daisy. Sie wird also ganz liebevoll als Daisy bezeichnet, weil Margrethe, Margerittenblume, Gänseblümchen und Daisy, ist ja das englische Wort für Gänseblümchen. Das wollte ich einmal kurz erklären bei dieser Gelegenheit.

 

Das ist gut, weil das wusste ich zum Beispiel nicht, aber Margrethe II. Ich gebe ja diese Künstlerkönigin, die war auch so nach Elizabeth II meine Lieblingskönigin. Ich fand die irgendwie großartig, obwohl sie auch ein bisschen schräg war.

Aber da kommen wir auch noch drauf. Das ist vielleicht genau das, was sie so sympathisch gemacht hat. Aber eben auch eine sehr traditionelle Königin, fand ich immer. Also überhaupt, das dänische Königshaus. Ich fand das immer ganz gut, und Margrethe hat da eine gute Figur gemacht. Wusstest du, da mal einen kleinen Hinweis für vielleicht die Herren, die uns hier zuhören, aber auch ganz, ganz viele Frauen, Herr der Ringe-Fans, ja, die kommen hier auch auf ihre Kosten.

Die Royals, die mischen einfach überall mit, Catrin. Da lässt sich nichts dran ändern. Margrethe II. hat damals auch als Kronprinzessin unter dem Pseudonym Ingahild Grathmer– ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen– einen ganz reinen Briefwechsel gehabt mit J.R.R. Tolkien, dem Autor von Herr der Ringe. Und der war ziemlich streng, wenn es so um Skizzen ging und so weiter.

Hat er nur seine gelten lassen. Von Margrethes Zeichnungen war aber wegen der Ähnlichkeiten total begeistert. Und so flossen die dann auch, die Zeichnungen, 1977 in die dänische Übersetzung ein.

Das wissen auch ganz, ganz viele nicht. Und sie hat auch nicht groß Werbung von gemacht. Ich wusste das auch gar nicht so.

Es war mir gar nicht so bekannt. Das ist mir bei der Recherche aufgefallen. Finde ich großartig.

 

Hast du die mal gesehen?

 

Ja, also ich habe Abbildungen im Netz gesehen. Ich wusste es natürlich tatsächlich. Aber ich finde es auch toll, dass sie einfach so vielseitig begabt war. Und ja scheinbar auch die Figuren, wie sie aussehen sollten im Geiste des Autors, wie sie die dann optisch umgesetzt hat. Also, ich bin sehr beeindruckt, dass er sie und ihre Zeichnungen als Einziges hat gelten lassen neben seinen eigenen. Also gut, dass du noch mal darauf hinweist. Es ist in der Tat ein weiterer Beweis, wie begabt Margrethe ist, nicht nur als Königin. Ich habe sie auch immer sehr bewundert neben der Queen, sehr majestätisch und trotzdem nahbar. Also ja, ich bin auch ein großer Margrethe-Fan.

 

Ja wunderbar. Also ich kann nur sagen, da haben sich zwei schräge Vögel gefunden. Herr Tolkien war ja auch relativ speziell, sagen wir das mal so.

Aber, liebe Catrin, Dänemark hat in den letzten zwei Jahren einiges erlebt. Darüber wollen wir heute sprechen. Und heute sprechen wir über die Geschichte Dänemarks, über die großartige Margrethe II. natürlich, die Verbindung zum alten französischen Adel, was es damit eigentlich zu tun hat, Hochzeiten und eine hoffnungsvolle und schöne Thronfolge, da freuen wir uns beide darüber.

 

Willkommen bei Thronfolgen, dem Royalen Podcast. Ich bin Jörg Schröder-Dammköhler und wie immer an meiner Seite meine Co-Moderatorin und Royalexpertin Catrin Bartenbach.

 

Aktuelles und königliche Nachrichten

 

Ja, hallo Jörg nochmal. Ich freue mich natürlich auch wieder sehr, dass wir uns heute hier diesmal, remote zum ersten Mal, treffen zur Aufnahme unseres Podcasts und jetzt über das Königreich, die Monarchie Dänemark sprechen. Denn das ist ja ein echtes Füllhorn an royalen Geschichten.

Das werden wir und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer noch merken im Laufe der Session. Zuletzt waren wir ja in Schweden geistig, monarchisch. Ich glaube aber, unser Publikum wird schnell merken, dass es da einige sehr interessante Parallelen, Verbindungen, aber auch schöne Kontraste gibt.

 

Absolut, das kann man sagen. Und bevor wir in die Geschichte einsteigen, bauen wir hier natürlich unsere aktuellen News ein. Wir hören uns gleich wieder.

 

 

So, liebe Catrin, kurze aktuelle News für unsere Zuhörenden, die uns diese Woche beschäftigt haben. Erzähl doch mal.

 

Ja, also ganz aktuell gestern, wir nehmen heute auf am 13. April, gestern kam die traurige Nachricht aus Australien bzw. Dänemark, dass der Vater von Königin Mary gestorben ist - ihr Vater John Donaldson, Anfang 80, und die hat ihn sehr geliebt. Ihre Mutter ist schon seit einigen Jahren tot. Da gab es eine sehr enge Beziehung. Und was ich sehr, sehr schön fand, sehr respektvoll. Also, sofort hat auch die dänische Regierung der Königin kondoliert und in ganz Dänemark sind alle Flaggen auf Halbmast gegangen. Und das ist eigentlich nicht üblich, nur bei Royals natürlich.

Aber dass der bürgerliche Vater der Königin gestorben ist und dann alle auf Halbmast gehen, muss ich sagen, ganz toll. Fand ich echt gut. Sehr modern und sehr angemessen und respektvoll.

 

Die haben gut gelernt. Wir wissen ja, was Flaggen anrichten können.

 

Ja, vor allem auf Halbmast, oder nicht auf Halbmast …

 

Genau. Also gut gemacht an der Stelle. Aber jetzt kommen wir zu einer ganz tollen Sache: Die Ausstellung der Königin Elizabeth II. „Her Life and Style” in der King's Gallery in London.

 

Ja, also ich bin begeistert. Bitte?

 

Die läuft bis wann?

 

Bis 18. Oktober. Hat man noch die Chance. Und man sollte, wenn man sie sehen möchte, möglichst bald vorab online auf der Royal Collection Website Tickets buchen. Denn für April und teilweise Mai ist sie jetzt schon komplett ausgebucht. Das habe ich jetzt heute Morgen gerade wieder gelesen.

Die ist sehr, sehr schön, sehr beliebt, weil, es gab noch nie einen so umfangreichen Blick in den Kleiderschrank der verstorbenen Queen. Massenhaft, von der Kindheit bis zum Schluss, wunderbare Kleider. Die hat ja eine so schöne Garderobe gehabt. Und auch mit den berühmten Hüten dazu, mit ihren Handtaschen und Schuhen.

 

Schön arrangiert auch.

 

Ganz, ganz toll. Die Kuratorin Caroline de Guiteau, mit der habe ich auch mal ein Interview gemacht. Leider jetzt nicht zu der Ausstellung, zu einer früheren. Das ist eine ganz begabte Frau. Die hat das wunderschön gemacht, ganz liebevoll. Das Einzige, was mich ein bisschen gewundert hat, dass Angela Kelly da nichts mit zu tun hatte.

Die haben also die ehemalige Freundin, muss man beinahe sagen, und Dresserin, Senior-Dresserin der Königin, nicht rangeholt, Angela Kelly. Denn die wäre natürlich die gewesen als Beraterin. Gerade der letzten Jahre, da hat sie ja ganz viele Outfits der Königin entworfen. Viele ihrer Outfits sind auch, sind da auch zu sehen. Aber die hat man nicht mit rangeholt, leider.

 

Weißt du warum?

 

Das kann ich nur vermuten. Ich nehme an, dass der König das nicht wollte, denn er war es ja auch, der sie, muss man auch ganz hart sagen, genötigt hat, ihr Grace and Favour-Apartment, also Häuschen, Cottage auf dem Gelände von Windsor, zu verlassen, das die alte Königin ihr zugesagt hatte auf Lebenszeit. Er hat sie ausbezahlt und hat gesagt, „Ich kaufe dir stattdessen ein Haus in Sheffield“, wo sie herkommt, wo ihre Enkelkinder leben, und sie musste eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben.

Also ich glaube, Charles, so heißt es aus seinem Umfeld, hat es nicht gepasst, dass sie der Königin damals die Genehmigung abgerungen hatte, zwei Bücher zu schreiben. „The Other Side of the Coin” ist das eine und “Dressing the Queen” das andere. Sie hat eben über ihre Zeit mit der Königin schon zu deren Lebzeiten Bücher veröffentlicht.

Sehr schön, sehr respektvoll, aber auch mit Anekdoten. Und das mochte der König offensichtlich nicht.

 

Okay. 

 

Ja, deswegen ist sie jetzt raus. 

 

Man sieht wirklich, das ist echt eine Gratwanderung, ne?”

 

Ja, total.

 

Wie man aufpasst, was man sagt, wie man es sagt, wo man es sagt.

Wie man es macht, ob man es falsch teilweise.

Ja, du kannst fast nur falsch liegen.

Okay.

 

Aber sei es drum, fährst du hin?

 

Ja, ich fahre hin. Also spätestens im Juli bin ich auf jeden Fall wieder in London. Da werde ich es mir angucken.

Aber vielleicht ergibt sich ja beruflich vorher schon eine Möglichkeit. Ende Mai kommt ja das erweiterte neue Buch von Andrew Lownie raus über Prinz Andrew, Ex-Prinz Andrew. Vielleicht fahre ich da dann nochmal hin. Dann würde ich natürlich schon gerne früher hingehen zu der Ausstellung. Aber schauen wir mal, dass ich hingehe, ist auf jeden Fall gesetzt.

 

Ich kann es auch empfehlen. Ich bin wirklich richtig heiß drauf, sozusagen. Ich werde auch versuchen, das einzubauen.

 

Bei uns ist es immer so ein bisschen schwierig im Tea Room mit den Urlauben und so weiter. Ich versuche das auf jeden Fall unterzubringen. Das ist eine einmalige Gelegenheit.”

 

Also dann möchte ich aber gerne auch doch ganz spontan jetzt nochmal einwerfen, weil ich das so spannend fand, auch gestern frisch veröffentlicht ist. Es steht jetzt fest, wer die offizielle Biografie der alten Queen schreiben darf von Elizabeth II. Und zu überhaupt nicht einer der üblichen Verdächtigen, sondern eine vergleichsweise noch junge Historikerin Anfang 50 Anna Keay, Direktorin des Landmark Trust, eine renommierte Historikerin. Die hat der König persönlich ausgesucht, weil er jetzt in Anführungsstrichen keinen „alten weißen Mann“ wollte, der die Geschichte seiner Mutter aufschreibt, sondern eine junge weiße Frau. Und sie hat einen exzellenten Ruf in Großbritannien.

Ich freue mich sehr, dass sie das ist. Das ist eine Frau, aus der die Biografie dieser großen Königin schreibt. Und das war also die Nachricht in Historikerkreisen gestern.

 

So und jetzt hätten wir es fast vergessen, Catrin. Ich gebe zu, am 9. April, wir machen ja bei uns im Tea Room immer zu besonderen royalen Ereignissen. Des Königshause, des englische Königshause, das britische, machen wir ja immer, feiern wir. Und unsere Gäste kriegen wir es. Und am 9. April war was? Wir hätten, das wäre uns fast durchgeflutscht, Catrin.

 

Ja, ein großer Hochzeitstag.

 

Genau. Nämlich von Camilla und Charles. Der 21., wenn es…

 

Ja, der 21. War ja verschoben worden, ursprünglich sollten sie am 8.

April heiraten, damals 2005, dann ist der Papst gestorben. Dann musste es einen Tag verschoben werden, weil die Beerdigung da war.

Genau. Da habe ich noch eine Fehldruck-Tasse bei uns mit dem falschen Datum. Genau, aus Seltenheitswert.

 

Das ist eine Klasse.

 

Die ist nicht besonders schön, aber eben selten. Was ist das auch noch?

 

Die musst du mir man mal zeigen. Die kenne ich noch gar nicht.

 

Super. Ja, zeige ich dir beim nächsten Besuch. Okay, also das waren die News. Ein Glück, dass uns das nicht ganz durchgeflutscht ist. Und jetzt geht es gleich weiter. 

 

Staatsbesuch in Australien und ein historischer Überblick

 

Catrin, das jüngst zurückliegende Highlight im Starte Dänemark war ja der Australienbesuch von Frederik und Mary.

Den hast du schon ganz genau verfolgt, oder?

 

Ja, natürlich so richtig offizielle Staatsbesuche, das ist ja immer ein Must für mich als Königshausexpertin. Und das war auch der erste natürlich des neuen Königs Frederik und seiner Frau in ihrer Heimat Australien. Mary kommt da ja her, sie ist ja in Tasmanien geboren, eine Insel, die zu Australien gehört. Und besonders schön fand ich in diesem Zusammenhang, dass Frederik beim großen Staatsbankett in Sydney dann eine wirklich schöne Rede, eine sehr persönlich gehaltene Rede, gehalten hat. Die hat mich berührt, denn er sprach so sehr persönlich und würdigend über Australien und auch so dankbar und hat dann dieses schöne Zitat gebracht, dass er Australien eben dankbar sei, weil dieses Land ihm seine Königin, seine Mary geschenkt habe. Und dann hat er auch beinahe wieder ein bisschen feuchte Augen bekommen und das fand ich sehr, sehr süß. Also da dachte ich dann auch, Gott sei Dank, die Ehe ist wieder auf dem richtigen Gleis.

Da gab es ja mal Affären-Gerüchte vor knapp zwei Jahren. Also das ging mir wirklich zu Herzen.

 

Ja, das kann ich verstehen. Mir auch. Du hattest nämlich letztens davon erzählt. Ich habe es mir dann noch mal angeschaut auf YouTube. War wirklich toll. Aber wir wollen jetzt auf jeden Fall nochmal ein bisschen Geschichte machen.

 

Wir müssen gucken, was ist denn eigentlich alles passiert, damit wir diese Ereignisse, von denen wir erzählen, damit unsere Zuhörerinnen und Zuhörer das richtig einschätzen können. Und das machen wir jetzt mit einem kleinen historischen Abriss.

 

Na dann, erzähl‘ doch mal: Du bist ja unser großer Historiker. Was findet man in der dänischen Monarchie, wenn man ganz weit zurückgeht?

 

Ja, also da ist mir erstmal ganz viel Hobby-Historiker.

 

Ja, aber mit Begeisterung.

 

Ich interessiere mich für Monarchien und für Geschichte. Da fragen mich auch ganz viele Freunde immer so, warum interessiert dich das eigentlich so? Das ist doch alles Vergangenheit.

Ja, ich finde die Vergangenheit ist ganz, ganz wichtig. Und in jedem Fall, Catrin, gehen wir bis zurück zu den Wikingern. Aber keine Angst, da sind wir nur ganz, ganz kurz.

 

Ich mag die Wikinger, gar kein Thema.

 

Ja, ich finde die auch toll, genau. Aber die Geschichte, die beginnt nämlich bei den Wikingern, also die Geschichte der dänischen Monarchie, mit Gorm dem Alten, gilt als erster König Dänemark, frühes zehntes Jahrhundert. Die genauen Daten, die sind nicht ganz eindeutig belegt, aber er ist der Urahn der ganzen Linie.

Das kann man so sagen.

 

Ja, und wenn man jetzt eine Generation weitergeht, sein Sohn, der ist uns zumindest namentlich aus einem anderen Zusammenhang bekannt, der wird auf Deutsch Harald Blauzahn genannt. Der kam 960 auf den Thron. Aber jetzt mal Frage in die Runde:

Eigentlich eher rhetorisch, muss man sagen. Habt ihr alle auch Bluetooth auf eurem Handy? Ich nehme mal an, ja.

Jetzt wisst ihr auch, wo der Name herkommt. Der kommt nämlich von diesem Wikinger König Harald Blauzahn, auf Englisch Bluetooth.

 

Ja, das wusste ich so tatsächlich auch nicht. Allerdings, da muss ich sagen, da macht das sogar alles Sinn. Weil, Harald Blauzahn, da nehme ich mal ein anderes Wort, der war nämlich ein Netzwerkgenie.

Das hätte man wahrscheinlich im 10. Jahrhundert nicht so gesagt.

 

Nee, der war umtriebig.

 

Aber er war so ein Netzwerker, das kann man so sagen. Der hat nämlich so rivalisierende Wikinger für uns. Also wenn man an Wikinger denkt, denkt man auch an Rivalen und an nicht so ganz so vornehme Auseinandersetzungen.

Die hat der aber an einen Tisch gebracht. Natürlich bei ganz üppigen Festmalen mit viel Met, um die Streitigkeiten zu schlichten. Und natürlich steckte dahinter, er wollte Dänemark zur führenden Macht Skandinavien zu machen. Und er wurde dann sogar norwegischer König. Wenn wir da nochmal verweisen, gehen wir nochmal auf unsere Norwegen-Folge, da gehen wir ja auch drauf ein, ja. Also er wurde norwegischer König und begangen dann auch die Christianisierung Skandinaviens.

 

Ja, das ist auch wirklich sein Verdienst, dass er damit angefangen hat sozusagen. Und hier kann man dann auch sehr schön sehen, auch nicht nur heute modern auf den Handys, Bluetooth als Metapher für Verbindung und Vernetzung. Das geht schon wirklich auf diese frühe Zeit zurück, finde ich echt charmant.

 

Dann gab es im Mittelalter diese erste wirtschaftliche Blütezeit, in denen kontrollierten praktisch den gesamten Ostseehandel. Als Hamburger interessiert uns das natürlich auch wegen der Hanse usw. 

 

Stimmt, ja.

 

Genau. Und 1389, da schafften sie sogar die Kalmarer Union. Das waren Norwegen, Schweden und Dänemark. Aber unter dänischer Führung. Das ist ganz, ganz wichtig. Ein Handels-

und Verteidigungsbündnis. Noch heute gibt es solche Anklänge, finde ich. Also man denke da zum Beispiel an die Fluglinie SAS. Da denke ich jedes Mal dran. Da sind diese drei, die gehören da irgendwie noch zusammen. Das merkt man schon an vielen Stellen, glaube ich noch, Catrin, oder?

 

Ja, also das ist hier in der Tat die Brücke zu unserem Schweden-Thema und natürlich davor auch Norwegen. Aber noch ein weiterer Beweis, wie eng die bis heute zusammenstehen. Die haben eine gemeinsame Dreierbotschaft, ein gemeinsames Botschaftsgebäude in Berlin, zum Beispiel die Nordischen Botschaften.

Das skandinavische Verbund ist da wirklich schon sehr eng. Und das geht ja, wie wir jetzt gerade gesehen haben, wie du erzählt hast, zurück bis auf die Kalmarer Union unter Margrethe I. Also das ist die Namensvorgängerin von Margrethe II. gewesen.

 

Dann sagte ich ja bei der letzten Folge über die könnte man eine ganze Folge machen. Also Margrethe I., das war auch echt eine absolute Ausnahmefrau. Also, irre Geschichte, was die alles gemacht hat. Genau. Die Schweden, die verließen dann aber die Union 1523.

Da erinnern wir uns auch wieder an unsere Folge über Schweden. Und mit Norwegen blieb Dänemark sogar bis 1814 verbunden. Und dann kam der Kieler Frieden. Kiel ist meine Halbheimatstadt. Da habe ich mal einige Jahre als Kind gewohnt.

 

Ach so, das wusste ich auch noch nicht.

 

… und Liebe zur Queen entdeckt. Die hat mich damals mit der Britannia angelegt, wenn sie auch auf nicht-offiziellen Besuchen da war. Also der Kieler Frieden nach den napoleonischen Kriegen.

Und alles wurde neu geordnet, wie überall napoleonische Kriege.

 

Ja, da war Europa ja in Aufruhr.

 

Da gab es einmal so ein schönes Reset. Genau. Aber jetzt will ich noch mal kurz auf eine ganz besonders schillernden Monarchen hinweisen, und das ist Christian IX., der Schwiegervater Europas.

 

Ja, gutes Stichwort. Finde ich einen lustigen Spitznamen, stimmt. Aber wenn man sich den Stammbaum anguckt, ist man – ich war kürzlich auch in Schloss Glücksburg. Das ist ja die Stammdynastie und die haben da einen ganzen Turm innen ausgemalt mit dem Stammbaum. Es ist erstaunlich, wie viele Dynastien bis heute auf den zurückgehen. Auch Charles ist ein Nachkomme von dem, jetzt hier in England.

Und die Griechen und natürlich die ganze Skandinavier. Also es ist ein Wahnsinn. Magst du noch mal erzählen? Wir gucken natürlich besonders auf Alexandra, die Tochter, die nach England heiratete. Und ihre Geschwister, Georg Wilhelm, wurde König von Griechenland. Und auch sehr, sehr wichtig, die hat im Grunde die beste Hochzeit dann gemacht, also die beste Partie:

Die Schwester von Alexandra Dagmar, genannt Minnie in der Familie, heiratete nach Russland, wurde die Frau des Zaren. Und sie wurde dann auch die Mutter des letzten Zaren traurigerweise, glaube ich, aus dem Zweiten, also sie hat die Revolution noch erlebt und gesehen, wie eben ihr Sohn und ihre Schwiegertochter und die Kinder ermordet wurden von den Bolschewiken.

 

Ja. Aber die üppigste Hochzeit hatte sie wahrscheinlich auch, denke ich mal, so am Zarenhof.

 

Ja, es war wahnsinnig prungvoll und tagelang. Und die Gewänder waren ja dann ständig dort immer mit Juwelen bestickt. Und also die Aussteuer für Dagmar, das war ein richtiges Problem, weil der Schwiegervater Europas war kein reicher König. Der hatte nicht viel persönliches Vermögen. Also die haben echt zum Teil die Kleider selber genäht, Alexandra und Dagmar. Und dann alles zusammengeworfen, um die Aussteuer für Dagmar, für den Zarenhof zusammenzukriegen.

Das war nicht so leicht.

 

Probleme, die wir auch kennen, wenn die Kohle nicht da ist. Aber es soll trotzdem schön sein. Geht aber.

Wir sehen, es geht überall. 

 

Genau. 

 

Weil man braucht doch gar nicht so viel.

Man muss nur zusammenlegen. Genau. Sag mal, Catrin, da fällt mir nämlich noch was ein. Du machst ja Etikettekurse. Ich mache Etikettekurse. Bei mir heißt das Good Manners, also bei uns im Eaton Place heißt das Good Manners. Und als ich mich vorbereitet habe hierfür, bin ich auf einen Fun-Fact gestoßen. Der ist mir wieder eingefallen. Den habe ich mal irgendwo gelesen und auch noch mal nachrecherchiert. Finde ich ganz lustig. Wir beide, wir müssten echt mal zusammen einen Etikettekurse machen.

 

Das ist eine super Idee. Machen wir unbedingt.

 

In entsprechender Atmosphäre und so weiter. Dieser Fun-Fact betrifft nämlich den Small Talk. Das ist die Frage, die immer am meisten gestellt wird. “Wie bekomme ich Small Talk hin?“ Und das ist auch die größte Hürde. Aber das war auch bei Prinzessinnen so.

Die wurden ausgebildet natürlich damals. Die mussten Konversation treiben. Auch heute ist es noch ein Thema. Charles macht das zum Beispiel perfekt. Ich finde, William hat das auch schon richtig gut drauf. Charles hat auch so kleine Tricks, die ich ganz toll finde.

Aber damals mussten die Prinzessinnen, die sind, weil das alles so verbunden war, sind die natürlich auch nach Dänemark. Und da gab es dann eine wunderbare Übung, nämlich eine halbe Stunde mit Sitzmöbeln Konversation zu betreiben. Also vom Empfang bis zum Small Talk oder Great Talk. Und das mussten tatsächlich alle mitmachen.

 

Es ist absurd, wenn man sich das vorstellt, aber es ist natürlich die beste Übung. Wenn man mit einem Möbelstück sogar Konversation machen kann, dann ist man richtig gut.

 

Na ja, es treibt einen natürlich dazu, mal darüber nachzudenken, was kann ich eigentlich beitragen. Das schulen wir in unseren Etikettekursen auch immer. Leute bereitet euch vor und habt lieber drei gute Storys parat, die ihr irgendwie immer einknüpfen könnt.

Das machen mich auch so Schwätzer, machen das ganz gerne. Aber trotzdem lassen die immer was einfließen. Und da kann man sich auch mal was von diesen Sabbelköppen, wie wir in Hamburg sagen würden, abgucken und sich mal gut vorbereiten und auch so Geschichten haben.

Das haben die natürlich auf eine sehr elegante Art und Weise auch gemacht. Und das hat sogar noch die Margrethe II. miterlebt.

 

Ja, das muss ich bewährt haben, denn Margrethe hat auch noch in einem Interview mal vor einigen Jahren erzählt, aus ihrer Kindheit und dann erwähnt, dass auch sie das noch auf die Art lernen musste. Und dass sie so quasi die Scheu abtrainiert bekam, mit fremden Menschen auf einmal in Gesprächen zu fangen. Und das ist ja Sinn der Übung.

 

Fand sie das gut oder doof?

 

Also das hat sie. Es war wohl erst ein bisschen schwierig, aber sie hat das nicht weiter hinterfragt, weil sie schon damals auch wusste, ihre Zukunft, ihre Pflicht wird es sein, das zu lernen, weil sie mal Königin wird. Sie hatte ja nur, in Anführungsstrichen, zwei jüngere Schwestern.

Es war nicht abzusehen, dass noch ein Bruder nachkäme. Und deswegen wusste sie, es geht kein Weg dran vorbei. Sie muss es lernen.

 

Die königliche Erziehung und die militärische Ausbildung

 

Ja, und hier Frederiks Vater, auf den kommen wir noch zu sprechen, Henrik, der war ja relativ streng in der Erziehung. Also er hat Wert draufgelegt, dass die Dinge, die der König wissen muss, die ihm auch beigebracht werden. Haben die das auch noch so gemacht?

Haben die das noch weitergegeben? Das habe ich nirgends gefunden.

 

Ja, also das habe ich tatsächlich auch nirgends gelesen, auch nicht in der Frederik-Biografie, die ich mir mal zu Gemüte geführt habe. Bei zwei Jungs ist es vielleicht noch ein bisschen anders. Und da wird ja auch immer eher geguckt, dass die neben den schulischen Leistungen gut in Sport sind, in Reiten und dass sie dann fürs Militär gut vorbereitet werden. Denn beide waren ja auch im Militär, sowohl Frederik als auch sein Bruder Joachim. Das weiß ich tatsächlich nicht, ob die jetzt auch noch geübt haben, mit Stühlen zu reden. Wer weiß, aber das ist eine schöne Rechercheaufgabe. Ich werde noch mal versuchen, das rauszufinden. Aber ich wollte noch mal einkleiden.

 

Tennis-Schläger oder so. Die haben vielleicht mit Tennis-Schläger auch dazu gesprochen.

 

Aber weil du eben sagtest, ea Room und Königin Alexandra, ich bin ja ein großer Fan von Queen Alexandra aus verschiedenen Gründen. Auch über die müsste man mal eine einzelne Folge machen. Aber ich habe mal einen Vortrag über sie gehalten. Deswegen, aber ich war begeistert, als ich mitbekommen habe, dass du mir erzählt hast, dass du jetzt für deinen Eaton Place Tea Room neue Cocktails kreiert hast mit den schönen Namen Queen Alexandra und King Edward. Was ist denn da leckeres drin? Die habe ich noch nicht probieren können bei dir.

 

Ja, das ist das tatsächlich. Wir haben nach alten Cocktails bei uns gesucht. Das sind so Cocktails aus den 1910er, 1920er Jahren.

Und die Firma Penhaligon, die kennt vielleicht der eine oder andere von euch, das ist so eine Duft-Marke. Der gute Churchill ist seine Düfte gekauft. Und Penhaligon hat tatsächlich mal ein Buch herausgegeben und hat Cocktails zu den verschiedenen Parfüms herausgebracht.

 

Cocktail-Pairing zu ihren Parfüms?

 

Ja, und das war toll. Und da war ein Cocktail dabei, den wir richtig cool fanden. Und der hat uns tatsächlich beim Diskutieren so an Queen Alexandra erinnert. Und dann haben wir gesagt, machen wir ein Zweier -Paar draus. Queen Alexandra hat diesen wunderschön fruchtigen, eleganten, spritzigen, tollen Cocktail. Und King Edward, der hat auch ein Cocktail gekriegt. Der ist nicht ganz so spritzig, aber elegant. Und der ist auch kräftig und so weiter.

 

Das muss er auch. Der war ja etwas voluminöser, der gute Bertie.

 

So ist es. Und die beiden, die wurden da verewigt mit dem Queen Alexandra Cocktail und dem King Edward Cocktail. Und die, liebe Leute, bekommt ihr tatsächlich auch nur bei uns. Es sei denn, irgendjemand hat auf irgendeinem Trödelmarkt in England dieses Buch auch gefunden. Ich hoffe nicht. Und hat es jetzt veröffentlicht. Also das ist tatsächlich exklusiv bei uns.

 

Großartige Idee. Also ich komme dich, bitte beide Cocktails probieren.

Nicht nur den Alexandra Cocktail.

 

Schmeckt sehr schön. Wunderbar. Okay, also vielen Dank für diesen kleinen Einwurf. Freue ich mich drüber.

 

Ja, hat mich einfach sehr interessiert. Wie gesagt, ich bin ein Fan von Alexandra und ein bisschen auch von Bertie, obwohl ich ihm nicht verzeihen kann, dass er seine Frau immer so schlimm betrogen hat. Aber egal.

 

Das ist, Bertie war da so ein besonderes Thema. Genau.

 

Aber ich wollte eigentlich noch eine Anekdote erzählen, nämlich zu dem Bruder von Alexandra. Frederik VIII. war sein offizieller Titel. Der regierte nur sechs kurze Jahre, und es waren nicht so richtig seine politischen Leistungen, die ihn bekannt gemacht haben bis heute, sondern sozusagen auch deutscher Bezug: Der starb 1912 war auf der Rückreise aus dem Urlaub und machte einen Zwischenstopp in Hamburg hier, in unserem Hamburg und mietete sich ein als Graf Kronborg im Hotel Hamburger Hof. Und he was up to no good. Er wollte nicht den Michel angucken, sondern er wollte sich mal etwas vergnügen und ist in ein Bordell gegangen. Und auf dem Rückweg aus diesem Bordell erlitt er auf dem Gänsemarkt einen Herzinfarkt und fiel um und kam ins Krankenhaus, ins Hafenkrankenhaus tatsächlich, hatte aber ja keinen Personalausweis dabei, wo drin stand, dass er der König von Dänemark ist. Da lag er da stundenlang, bis dann irgendwann der treue Hoteldirektor sich auf die Suche nach ihm machte, höchstpersönlich, weil sein prominenter Gast, der Hoteldirektor, wusste natürlich, dass es kein Graf ist, sondern der König von Dänemark, bis der ihn dann aufspürte. Damals gab es noch nicht so viele Krankenhäuser in Hamburg wie heute. Und ja, da fand er ihn nun und das war dann etwas peinlich, weil es sprach sich natürlich in Windeseile rum.

 

Ja und das jetzt erinnere ich mich an die Geschichte, erinnere ich mich auch, das ist auch eine Story, die sehr gerne bei Stadtführungen natürlich erzählt wird, wenn man so am Gänsemarkt ist und so weiter. Aber die ist auch wirklich lustig. Ja, was heißt, also für ihn ist sie nicht so lustig.

Ja, aber der arme Hoteldirektor, das war wahrscheinlich wirklich hochnotpeinlich, das hinzukriegen. Zumal der mit Sicherheit wusste von Anfang an, wer da eigentlich da ist und Gast, auch wenn er unter dem Namen gereist ist. Aber okay, man weiß es nicht. Eindeutig geklärt ist es ja nicht, ob er wirklich ein Bordell war oder nicht.

 

Nein, es ist so eine Geschichte, wenn sie nicht wahr ist, ist sie zumindest gut erfunden, denn es passt zu seinem sonstigen Lebenswandel. Also, er war schon den Freunden des Lebens sehr zugeneigt und nicht unbedingt nur der rein pflichtbewusste Herrscher. Aber wie auch immer, sollte es wahr sein, dann hatte er, wie du sagst, einen schönen, schnellen Tod nach einem hoffentlich angenehmen Stündchen im Bordell vorher.

 

Und die Alexandra, die hatte halt einen Ehemann, der so ein kleiner Hallodri war.

 

Ja, sogar ein ganz ziemlich großer Hallodri. Aber leider war das ja damals auch nicht ungewöhnlich. Die meisten Herrscher hatten ja irgendwelche Mätressen, seriell … wenn sie einmal dann mit der Ehefrau die Pflicht getan und einige Erben gezeugt hatten, fühlten sie sich dann auch zur ehelichen Treue nicht mehr unbedingt verpflichtet. Aber es war schlimm für Alexandra.

 

Ich glaube, die haben immer wieder solche Ehen geführt, eine aus England, die wir alle kennen, Charles und Diana. Da hat es dann seinen Höhepunkt erreicht, dass sich das halt nicht geändert hat.

Also so sollte es nicht mehr sein. Sehr schön. Wunderbare Anekdoten.

Klingt wie ein kleiner Krimi. Aber jetzt wollen wir nochmal zu jemand anderem bedeutsam kommen für unsere Geschichte. Das ist Christian X. Das ist der Sohn und Nachfolger. Genau. Christian X.

Erzähl doch mal von dem, weil das ist wirklich eine irre Geschichte, weil der sich auch so ein bisschen gewandelt hat.

 

Christian X.: Ein Symbol des Widerstands

 

Ja, das ist sein Kapitel, das ich wirklich wichtig und bewegend finde. Es ist ja sozusagen auch für mich zumindest noch gefühlt Zeitgeschichte, auch wenn es vor meiner Geburt stattfand. Aber Christian X. hatte anfangs seine Probleme auch mit seiner Regierung.

Er mischte sich nämlich gegen deren Willen in die Politik ein, mehr als er eigentlich gedurft hätte, laut Verfassung. 1920 hat das beinahe zu einer Revolution geführt, die sogenannte Osterkrise. Da entließ er nämlich dann einfach mal eben seine Regierung und setzte eine andere ein, die ihm gegenüber loyal war und ihm besser passte. Das wäre damals beinahe das Ende der Monarchie gewesen.

 

Ja, dann lenkte er aber ein. Und dann kam der Zweite Weltkrieg und die deutsche Besatzung Dänemarks. Christian X. hat etwas getan, das mich jedes Mal aufs Neue beeindruckt.

Jeden Tag hat er sich auf seinen Gaul, auf sein Pferd begeben. Und das hat er täglich gemacht und ist demonstrativ durch Kopenhagens Innenstadt geritten. Unbewaffnet, das war das Besondere auch, und absolut ohne Leibverhalten.

 

Ja, ganz allein, denn sein Motto war, er wurde natürlich immer mal wieder gefragt, sag mal, ist das nicht zu gefährlich? Wieso machst du denn das? Und er hat dann einfach gesagt, ja wieso?

Ich habe doch vier Millionen Dänen als meine Leibwächter. Weil er wusste, wie unglaublich beliebt er war und er wusste, dass zumindest von Seiten der Dänen ihm bestimmt nichts passieren würde. Also saß er da aufrecht in Uniform aus seinem Pferd, ritt mitten durch die besetzte Hauptstadt, jeden einzelnen Tag. Und das war seine Art des gewaltfreien Protestes, so ein bisschen Gandhi-mäßig im Grunde, Gandhi zu Pferde, gegen die aufgezwungene Kollaboration mit Nazi-Deutschland. Und so wurde er wirklich zu dem Symbol der Würde und des inneren Widerstands in Dänemark.

 

Und das freut mich eigentlich, solche Geschichten, wir hatten sie jetzt auch bei den anderen Monarchien. Also das sind so kleine, was heißt kleine? Es sind solche Signale, die vielleicht trivial klingen, wenn man sagt, ja, da reitet der König durch die Stadt.

Und ja, was soll das denn jetzt bedeuten? Aber das Volk, das wusste schon, was das bedeutet, hat genau drauf geguckt. Und das finde ich eben so toll. Ich mache nochmal wieder Werbung für Monarchien. Man kann sich an solchen Sachen abarbeiten, müssen wir momentan machen bei bestimmten Sachen. Aber man kann auch auf der anderen Seite, gibt es echt so schillernde Figuren, wo man sagt, wow, also da hat er mal gezeigt, wo es hingeht. Und das sind so ganz kleine Gesten. Und dieser Anblick, der König aufrecht frei in den Straßen, während das Land besetzt ist, und das wurde zum Symbol der Einheit für Volk und Krone, so ein passiver Widerstand sozusagen. 1943, das haben natürlich die Deutschen auch Spitz gekriegt, und die Deutschen haben ihn dann unter Hausarrest gestellt. Da war‘s vorbei mit Reiten. Aber das Bild blieb. Und was ich richtig cool finde, weil sie ihn unter Hausarrest gestellt haben, sieht man auch, was diese kleine Geste bedeutet hat.

Ja, er konnte das eben nicht mehr machen. Und das finde ich eigentlich irre. Und das zeigt so, dass ein so ein herausragender Mann, durch die Position, der kann da schon was bewirken.

 

Ja, das war irgendwie sozusagen ein guter Trick, auch wenn es das nicht wirklich trifft. Aber er hat das begriffen, was er tun könnte, was noch in seiner Macht lag, obwohl das Land besetzt war. Und die Besatzer haben natürlich gemerkt, was das für eine einigende Wirkung unter den Dänen hatte. Und deswegen wahrscheinlich dann auch der Hausarrest, damit er das einfach nicht mehr machen konnte.

 

Das ist auch ein schöner, man kann ja auch nochmal PR-Trick sagen. Das ist nochmal die Kurve.

 

Wieder mal, ja.

 

Das ist auch PR. Da hat man sich schon genau überlegt, was man macht und warum man es macht. Und das gut abbeißt. Das Timing muss auch stimmen. Hat er gut hingekriegt, finde ich.

 

Das hat er. Und damit war er ja natürlich auch ein Vorbild für die nachfolgenden Monarchen. Er war ja der Großvater von Margrethe II.

Und das ist ihr natürlich auch vermittelt worden in ihrer Kindheit, wie ein Monarch sich zu verhalten hat. Und das war eines der sehr, sehr vorbildhaften Beispiele, wie man sich als guter Monarch für sein Land verhält, sich vor seine Untertanen stellt, sozusagen. Also Margrethe hat das quasi in die Wiege gelegt bekommen. Haltung zeigen, auch wenn es mal schwer ist.

 

Genau. Margrethes Vater, das war auf den Kommen nämlich jetzt. Das war der Nachfolger, Frederik IX. Das ist ja immer, wir sagen die Namen nochmal extra so, weil es verwirrt viele Leute.

 

Es gibt ja praktisch nur Frederiks und Christian und dann ab und zu eine Margrethe ganz selten.

 

In England sind es die Georges und so weiter und so fort. Genau, oder die Wilhelms hier in Deutschland. Also Frederik IX, das war Margrethes Vater, also der qualmenden Königin sozusagen. Um den geht es jetzt. Und der war ein Familienmensch, ein begeisterter Klavierspieler und der war auch sehr volksnah. Und das Königshaus legte damals schon Wert darauf, sich als ganz nur damals schon so als normale dänische Familie zu präsentieren.

Und weil Frederik und seine Frau Ingrid keinen Sohn bekamen, sondern nur in Tüddelchen, hier ganz groß, ist aber bei Königs immer ein Problem - nur drei Töchter bekamen, musste das Parlament die Thronfolgeregelung auch hier ändern. Und so konnte Frederiks älteste Tochter, nämlich Margrethe, im Jahr 1972 Königin werden.

Da haben wir es.

 

Ja, da haben wir es. Dann hatten wir, also nicht wir, sondern Dänemark, Margrethe II. Und sie war ja tatsächlich die erste regierende Königin im Lande seit Margrethe I., hatten wir ja vorher in Kalmarer Union, 14. Jahrhundert, ganz schön lange Phase dazwischen, ohne eine weibliche Regentin. Umso mehr zeigt das, wie außergewöhnlich es war, dass es dann dazu kam. Aber es hat den Druck auf sie natürlich auch erhöht.

 

Genau. Und du hattest es ja vorne erwähnt. Margrethe II. hatte diesen süßen Spitznamen Daisy. Jeder muss da natürlich an Daisy Duck denken. Denkt jetzt nicht an den rosa Elefanten. Und da habe ich gesagt, Mensch, irgendwie sind die sich doch auch ähnlich.

Daisy Duck war auch so eine resolute und doch sympathische, finde ich eigentlich ganz gut. Das war meine Überleitung. Genau.

Aber erzähl uns doch mal von Daisy, deswegen auch der Spitzname nochmal, weil ich gerne mal ein bisschen mehr über den Menschen, über die Künstlerin hören würde und nicht nur über die Monarchin. Kannst du uns da was erzählen?

 

Ja, natürlich. Also sie hat, eben sagte ich ja schon, sie wurde dann Königin, großer Druck, aber sie hat sich durch ihre royalen Pflichten, die sie immer sehr, sehr gewissenhaft erfüllt hat, nicht davon abbringen lassen, ihrer großen, großen Neigung zu folgen, nämlich ihre künstlerischen Begabungen auszuleben. Sie hatte auch immer in ihren jeweiligen Palästen Ateliers oder Studios, wo sie sich dann zurückgezogen hat, um sich mit ihrer Kunst zu befassen.

 

Königin Margrethe II.: Die künstlerische Monarchin

 

Also nicht nur ein Arbeitszimmer zum Dokumente unterschreiben oder Leute empfangen, sondern eben auch ihr Atelier. Ich finde sie schon außergewöhnlich. Sie hat die seltene Gabe tatsächlich bis heute, gleichzeitig majestätisch und kreativ, aber auch volksnah zu sein.

Die Kreativität macht sie natürlich auch volksnäher, denn sie war und ist ja nicht nur Repräsentationsfigur. Sie ist wirklich auch eine renommierte Künstlerin. Sie hat tatsächlich, sie malt unter anderem, nur ein Beispiel, eines ihrer Acrylwerke hat 2024 bei einer Auktion sogar mal 20.000 Euro erzielt.

Und das nicht nur, weil sie halt von der Königin gemalt wurde. Die Bilder von Charles erzielen nie so viel Geld, wenn man sie mal verkauft. Sie ist wirklich begabt. Also sie kann entwerfen, eben wie gesagt Bühnenbilder, macht sie regelmäßig auch für das Tivoli in Kopenhagen. Hat sie aber auch schon fürs Kopenhagener Royal Ballet gemacht. Also ja, das gehört zu ihr. Das kann man nicht von ihr abspalten.

 

Ja, das finde ich auch ganz interessant. An der Stelle fällt es mir auch nochmal so auf, wenn wir immer so über Neuerungen sprechen, in Monarchien und so. Das muss auch, der Zeitpunkt muss, nicht weil es altmodisch ist oder jetzt neue Zeit ist, das muss auch zu dem Monarchen passen. Du hast es eben gesagt, so Margarete hat so trotzdem dieses majestätische, obwohl sie ja auch so von der Attitüde mit dem Rauchen und so weiter, das sah gar nicht so majestätisch aus. Und trotzdem passte das bei ihr. Das war irgendwie ein Bild. Also das bringt nichts, wenn ich nur was ändere, aber dann passt der Monarch nicht dazu. Und bei ihr, finde ich, hat das super geklappt. Die hat ja im Übrigen auch bei der Wiedereröffnung der renovierten Schlosskirche zu Wittenberg, das war 2016, meine ich, ein selbstentworfenes und eigenhändig besticktes Altartuch gemacht oder mitgebracht.

Und diese Tischdecke sozusagen mit weißer „Überhose“, das ziert heute ja noch den Altar, wenn ich mich nicht erinnere, oder?

 

Ja, ja. Also nicht ständig, aber immer wieder. Das ist ja eben Luther's Hauskirche gewesen.

 

Zu besonderen Anlässen, oder?

 

Ja, zu besonderen Anlässen. Die Schlosskirche zu Wittenberg, und Lutherrose ist halt Teil des Dekors und so. Also ganz, ganz wichtig, was ganz Besonderes. Und das ist bei ihr wirklich auch nicht irgendwie nur PR. Das ist echte Leidenschaft. Sie ist ja auch religiös, diese Protestantische. Und also jetzt zuletzt, letztes Jahr, hat sie zum Jubiläum der Firma Royal Copenhagen, dieser Porzellanfirma, hat sie sogar ein Teebecher, also das Dekor für einen Teebecher entworfen. Als Kooperation, das gibt es ja auch nicht so oft, dass eine Königin mit einem Hoflieferanten kooperiert und dann Designer-Teile gestaltet. Das ist ja ein echtes Bedürfnis, diese Schaffenskraft.

 

Ja, das kann man wirklich sagen. Ist ja auch toll jetzt, wo sie heute nicht mehr Monarchin ist. Die hat nun wirklich ein Hobby gefunden, dass sie, die macht einfach weiter.

 

 

Also das ist schon cool. Ich kann das schön beobachten, auch da wie der Instagram, kann ich nur empfehlen. Also ganz, ganz tolle Auftritte, ganz tolle Arbeiten, die sie macht.

Dann erinnert uns natürlich an Margrethe und das erinnert mich immer an meine Mutter. Die war nämlich auch Kettenraucherin. Genau so wie man…”

 

Oje …

 

Ja, Leute, aber was ganz toll war, meine Mutter hat immer, und das finde ich bei Margrethe auch, ich selbst bin ja kein Raucher, ich mag das nicht so gerne, aber ich finde, das sieht cool aus. Also wenn man elegant raucht, das kann echt cool aussehen. Und das macht sie auch gleich unglaublich nahbar. Das ist ja sowieso ein Vorteil von Rauchern. Die treffen sich immer. Das ist egal, wo du bist. Ob du im Hotel, im Krankenhaus, auf einem Luxusschiff bist, also die Raucher unter sich, da wird gleich geschnackt. Da haben sie uns Nichtrauchern leider Gottes ein bisschen was voraus.

 

Ja, da bin ich manchmal tatsächlich ein klein wenig neidisch, wenn ich sehe, wie die dann vor der Tür des Restaurants sich alle zusammenfinden und Bekanntschaften schließen. Da kann man nicht mithalten als Nichtraucher.

 

Das geht mir genauso. Und so eine Schokoladenzigarette, das ist eng in der Spur. Das machen wir nicht.

 

Ist besser für die Lunge. Dafür haben wir gesündere Lungen, muss man sich dann halt immer sagen in solchen Momenten.

 

Ja, das ist wirklich einfach nur so eine Gemeinsamkeit. Und es sieht eben elegant aus. Aber um Gottes willen, ich würde es nicht machen.

Ganz, ganz schrecklich, weil es eben nicht so gesund ist. Und da sind wir eigentlich dann auch schon bei 2023. Da hat gute Margrethe II. dann auch aus gesundheitlichen Gründen ja widerwillig, kann man eigentlich sagen, aufgegeben.

 

Ja, das war kein Geheimnis. Sie hat sich wirklich gequält. Sie hatte eine schlimme Rückenoperation. In dem Zusammenhang musste sie vorher aufhören. Und dann hat sie es auch seitdem durchgehalten, nicht wieder anzufangen. Was ja großartig ist. Sie hat aber nach wie vor noch Rückenprobleme. Also sie war dann einfach– sie ist ja eine sehr kluge Frau. Sie hat dann ihre alle Willenskraft zusammengenommen und hat aufgegeben.

Aber wollen wollte sie es nicht. Das sagt ihr ganz eindeutig.

 

Das unterscheidet sie von meiner Mutter. Sie hat nicht aufgegeben. 

 

Okay.

 

Mit dem letzten Abendzug. Sie ist sich treu begleitet.

Gut. Aber kommen wir jetzt zur Ehe von Margarethe. Das ist eine wirklich romantische Geschichte. Wie lernt Margarethe eigentlich ihren Henri, ihren Henrik kennen?

 

Ja, es ist wirklich eine romantische Geschichte. Henri de Laborde de Monpezat war ein junger französischer Diplomat aus altem süd-süd-französischen Landadel. Kein Hochadel. Grafen sind ja kein Hochadel. Normalerweise jedenfalls nicht, aber eine traditionsreiche Familie aus der Gascogne. Und sie lernten sich 1965 kennen auf einer Botschaftsveranstaltung in London, weil, er arbeitete gerade als Gesandte an dieser Botschaft. Die romantische Geschichte von Margrethe II. und Prinz Henrik. Und da dauerte es gar nicht lange. Da verliebten sie sich, dateten sich heimlich, schrieben sich, wie man es damals noch so machte, und heirateten dann schon zwei Jahre später, 1967. Also er wurde dann auch relativ schnell als okay, als Prinzgemahl erachtet, auch von Margaretes Eltern.

Aber trotzdem, es war für damalige Verhältnisse eine Sensation. Eine Kronprinzessin heiratet nicht einen anderen Prinzen aus einem anderen Land, sondern einen Bürgerlichen, wenn auch Adligen, und dann noch einen Franzosen. Naja, andererseits, es gibt in gewisser Weise einen Vergleich in den Niederlanden, denn Kronprinzessin Beatrix hatte ja schon 1966 ihren Claus von Amsberg geehelicht, einen deutschen Diplomaten, also ein bisschen ein ähnlicher Verlauf der Geschichte.

 

Und jetzt möchte ich gerne, dass du den Namen nochmal aussprichst, so schön französisch.

 

Ich hoffe mal, dass ein Franzose jetzt nicht irgendwie die Krätze kriegt, wenn er mir dabei zuhört.

 

Oh Gott, ich will dich jetzt nicht in eine Situation bringen.

 

Ich glaube nicht, dass so viele Franzosen hier zuhören, denn danach werden wir ihn ja eh nur noch Henrik nennen, so hat er sich ja dann nach der Ehe schließen. Also aus Henri de Laborde de Monpezat wurde dann Prinz Henrik von Dänemark.

 

Herrlich, wunderbar. Ich liebe diese Sprache. Ich kann sie leider nicht.

 

Ja, sie ist wunderschön. Aber sie ist wunder, wunder, wunderschön. Und mir fällt auch noch auf, dass wir– du hattest gerade von Claus von Amsberg gesprochen, und Widerstände – da war es jetzt auch ein, in Tüddelchen, Bürgerlicher, also nicht Hochadel, nicht angemessen vielleicht an der Stelle und so. Aber mir fällt eigentlich auf, an dieser Stelle gibt es so eine Konstante. Wenn wir unsere ganzen Folgen jetzt einmal anhören, gab es bisher nie keine Widerstände. Es gab immer Widerstände. Das Volk hatte immer irgendwas zu meckern, und die hatten es alle nicht einfach. Und trotzdem haben sie alle so ihren Weg gefunden. Das ist eben mit Beziehungen, und das ist ja schon auch so diese Zeit, 1970er Jahre, 60er Jahre, 50, 60, 60er Jahre.

Da hat sich halt so ein Wertesystem so total verschoben, und das ging so langsam, aber sicher. Und es begegnet uns halt immer wieder. Und ja, genau, das, hier dann eben auch wieder.

 

Ja, es liegt wahrscheinlich daran, dass halt seit jener Zeit eigentlich kein Thronfolger oder keine Thronfolgerin jemals mehr einfach einen anderen Prinzen oder Prinzessin aus einem anderen Königshaus geheiratet hat. Also man muss wirklich sagen, dann Juan Carlos von Spanien und Sofia von Griechenland, frühe 1970er, das war das allerletzte Paar, wo wirklich ebenwürdig Prinz und Prinzessin geheiratet haben. Sonst gab es überall nur noch, und da gab es dann halt keine Widerstände, das fanden alle toll. Sonst natürlich war immer einer der Ehepartner bürgerlich und deswegen gab es tendenziell erstmal Fragezeichen und Widerstände. Das ist der ganz simple Grund. Naja, aber es war auch nicht einfach, denn Prinz Henrik, wie er dann hieß, die Dänen haben ihn jetzt nicht so mit offenen Armen aufgenommen, auch weil er Franzose war und so eine gewisse Arroganz auch etwas vor sich hertrug.

Das mochten die Dänen nicht, weil die Dänen sind ja wie meistens Skandinavier einfach sehr egalitär und so. Er selbst hat sich erstmal ein bisschen schwergetan, Dänisch zu lernen, was ich aber verstehen kann, ist nicht leicht zu lernen. Er hat es aber dann gemeistert, aber ein bisschen blieb er schon auch wieder immer ein Fremder, denn er hat sehr, sehr laut und deutlich gesagt, dass er das unsäglich fände, dass er nicht den Titel König tragen darf, als seine Frau dann Königin wurde.

Es stünde ihm zu, das sei ja ungerecht. Mit Prinzgemahl sei er unzufrieden, das sei zu wenig. Im Grunde blieb das Thema bis zu seinem Tod. Er hat sich niemals damit abgefunden, dass er nur Prinz Gemahl war. Anders als jetzt Philipp in England und Prinz Claus. Die haben da vielleicht mal gesagt, schön wäre es, wenn es anders wäre, aber ist halt so. Er hat immer wieder rebelliert, er konnte es nicht ertragen.

Ja, das ist wirklich ein bisschen tragisch. Also er hat sich wirklich immer als zweitrangig gefühlt, obwohl er ein ganz bedeutender Mann war. Er war ein Poet, kann man sagen.

 

Ja, sehr intellektuell, sehr begabt.

 

Übersetzer, er hat auch Wert darauf gelegt, dass seine Kinder eben auch mehrsprachig aufwachsen. Er war Gourmet, also ganz Franzose. Er hat seine Memoiren geschrieben, Gedichte auf Französisch und Dänisch. Also dafür, dass er sich so schwer getan hat, zum Anfang nachher Gedichte zu schreiben in dieser Sprache, finde ich schon toll. Und ja, die gute Küche und den Wein liebte er. Und dann gab es dann noch so ein bemerkenswertes Interview. Da gab es so fast Streit vor der Kamera. So erinnere ich das. Und das finde ich so lustig, weil ein Zuhörer von uns, das ist der Andreas aus Hamburg, an dieser Stelle vielen Dank für diese Frage. Der stellte uns nämlich die Frage oder hat gesagt, ob wir das mal aufklären können, wie es eigentlich so um die Ehe beschieden war. Der erinnert sich nämlich auch an diese Interviews und hat Henrik immer ein bisschen als leicht nölend zickig empfunden. Aber Margarete ist da recht cool mit umgegangen und auch resolut, sie hat sich halt nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Jetzt könnte man aber denken, das ist so ein altes Ehepaar, das sich beim Edeka streitet, welche Soße man denn jetzt einpackt. Kläre uns doch da mal auf. Da muss ich sagen, das weiß ich auch gar nicht so genau, weil ich das Königshaus nicht so in dieser Tiefe verfolge.

Hatte sie eine gute Ehe, eine schöne Ehe oder war das einfach so eine Art und Weise?

 

Also ich würde sagen, aus der Ferne betrachtet, denn die haben natürlich nie viel über sich und ihre Ehe da offenherzig von sich gegeben. Das machte man ja in der Generation nicht. Aber sie hatten eine spannende Ehe, eine erfüllte Ehe. Sie waren beide sehr starke Persönlichkeiten. Als Intellektuelle haben sie sich sehr getroffen. Die haben ja sogar mal gemeinsam ein Buch von Simone de Beauvoir ins Dänische übersetzt. Also sind sie auch beide als Übersetzer mit Credit angegeben. Also sie hatten so gemeinsame Projekte, die sie vorangetrieben haben. Das verbindet ja auch sehr.

Und sie haben jeden Sommer auf seinem Weingut in Südfrankreich mit der ganzen Familie Urlaub gemacht. Das war also deren privates – also das war deren Balmoral im Grunde. Und er hat halt – er hat das gemacht, was man in Adelskreisen, wenn man genug Landhäuser und sowas hat, immer macht, wenn es mal ganz mühsam wurde und man sich sehr viel stritt.

 

Dann ist er einfach für ein paar Wochen nach Frankreich gefahren, allein, und hat sich da mit Freunden irgendwie schön ein paar Flaschen Wein reingezogen. Und dann ist er relativ zufrieden wieder nach Kopenhagen zurück. Das Wetter ist ja auch besser in Südfrankreich.

Also, das war sicherlich eine Ehe mit Höhen und Tiefen, wie die meisten Ehen ja auch. Aber sie haben sich schon sehr geliebt bis zum Schluss. Es waren – natürlich gab es mal Schwierigkeiten, dass sie sich sogar vor der Kamera streiten. Heißt aber nur, dass sie sich nicht drum geschert haben, was andere Leute über sie denken. Das war bei Margrethe ja auch, oder ist bis heute so bei ihr ganz stark, dass sie weiß zwar, was sich gehört, aber sie hat sich nie gefragt, was die Leute von ihr denken, wenn sie geraucht hat oder wenn sie mal einen ganz quitschgelben, selbstentworfenen Regenmantel getragen hat, der wirklich eigentlich völlig unmöglich aussah. Aber sie mochte ihn halt, hat den selbstentworfenen, alsoihat sie ihn hingetragen.

 

Finde ich auch toll. Man muss an der Stelle sagen, dass sie das eben so… Auch da Monarchie kann natürlich was vorleben.

Das soll ein Beispiel sein. Und ich finde eben, über diese Jahre und Jahrzehnte sieht man das dann eben auch, wie sich so eine Ehe entwickeln kann. Und alle, wenn man raufgucken möchte, draufschauen möchte, sieht man eben auch sich selbst vielleicht an der einen oder anderen Stelle. Und dass man Dinge überwinden kann und sich vielleicht auch mal zofft und anzickt und so. Aber trotzdem ist man sehr eng miteinander verbunden. Finde ich gut.

 

Jahrzehntelang zusammenhalten und zumindest gab es bei beiden nie irgendwelche Affärengerüchte. Das muss man auch sagen. Sie waren sich manchmal nicht so gut, aber dann, wie gesagt, ein paar Wochen ee mal nach Frankreich. Sie hat ihr Ding gemacht. Dann hinterher ging es wieder besser. Schwierig wurde es gegen Ende, als er auf einmal öffentlich verkündet hat, er wolle nicht neben ihr begraben werden.

Denn es gab ja schon im Dom von Roskilde ein Doppelgrab von einem ganz tollen norwegischen Designbüro entworfen. Da wird sie dann auch bestattet werden. Er starb vor ihr, 2018, und er wollte dann nicht in diesem Grab vorab schon beigesetzt werden.

Das hat sie sehr verletzt. Aber es wurde dann hinterher auch bekannt, nach seinem Tod, dass er schon Alzheimer hatte. Er wusste nicht mehr so ganz, warum er auf einmal so reagiert hat. Das muss man nicht hundert Prozent ernst nehmen. Er ist kremiert worden und die Hälfte seiner Asche ist in Frankreich zerstreut und die andere Hälfte im Garten von Schloss Fredensburg, wo die beiden immer sehr gerne Sommerurlaub in Dänemark gemacht haben. Das war dann so eine Art Kompromissvorschlag. Aber das war unschön für Margrethe. Sie trauert bis heute wohl sehr um ihn, aber dass er nicht neben ihr ruhen wollte für immer, das war jetzt nicht so ganz einfach.

 

Würde ich auch schade finden, wenn ich mir das vorstelle. Aber erklärt es dann vielleicht so ein bisschen. Und ich hoffe, dass der liebe Andreas, unser Zuhörer, dass die Frage damit beantwortet ist.

Also ein bisschen hin und her. Aber deine Einschätzung, die hatten trotzdem wirklich eine gute Ehe. Eine ausgeprägte Ehe mit Höhen, Tiefen, allem, was dazugehört. Und zu einer Ehe gehören natürlich bei Royals sowieso Kinder. Also sie haben zwei Söhne. Nämlich den Frederik, geboren 1968, der heutige König, und Joachim 1969, mein Jahrgang. Und hier kommt ein Kapitel, das mich natürlich wieder besonders interessiert. Erziehung durch Henri, also Henrik, wie er dann als Prinz mal von Dänemark genannt wurde. Erzähl uns doch mal davon.

 

Elternschaft und Erziehung

 

Wir hatten das gerade angesprochen, so mit der Ausbildung der Prinzessinnen auch und so weiter.

 

Ja, hier sind wir jetzt bei den jungen Prinzen. Und man muss dazu sagen, dass es im französischen Hochadel teilweise bis heute eine sehr strenge Erziehung gibt. Also ich kenne das noch jedenfalls von entfernten Freunden in meinem, in unserem Alter, in Frankreich, dass die ihre Eltern noch mit „Sie“ anreden mussten.

Im Französischen gibt es ja auch die Sie-Form. Und also ganz, ganz viel auf Respekt. Nicht so touchy-feely und unsere Eltern sind unsere besten Freunde, sondern die Eltern sind dann eher so quasi Vorgesetzte, denen man gehorchen muss. Und das haben Frederik und Joachim auch tatsächlich öffentlich mal gesagt, dass sie darunter schon auch gelitten haben. Wenig nette persönliche Zeit mit den Eltern. Wenn, ging es um üben und erziehen und auf die Rolle vorbereiten und sonst sehr viel Zeit mit irgendwelchen Gouvernanten. Also Disziplin war wichtig, die passende Bildung, Auftreten, Haltung bei, sollten ja zu Militär, mehrere Sprachen natürlich. Klar, die sind mutter- und vatersprachlich, mit Dänisch und Englisch und Französisch aufgewachsen, weil, die Verwandtschaft ist ja auch sehr stark englischsprachig.”

Klassische Musik und Literatur, beide Eltern ja wie gesagt Intellektuelle. Also es war eine umfassende Erziehung, die wenig Raum ließ für Spontanes. Und selbst wenn man dann mal zusammen Sport trieb, wie Reiten gehen zum Beispiel, da gibt es sogar ein Home-Video, das man immer mal in Dokumentationen gesehen hat, wie Henrik mit Frederik ausreitet.

Und der kleine Frederik, wie alt war der damals, vielleicht so sieben oder acht, fiel vom Pferd und weinte ganz schrecklich, weil er sich erschrocken hatte und wollte nur von Papi in den Arm genommen werden. Aber Papi Henrik nahm ihn nicht in den Arm, sondern zwang ihn, sich wieder aufs Pferd zu setzen und weiter zu reiten. Weil man weiß, dass man dann sofort wieder aufstehen und sich sofort wieder aufs Pferd setzen soll. Sonst hat man für immer Angst vor dem Reiten. Aber es wirkt selbst in diesem alten Video schon echt herzzerreißend, dass der arme kleine Junge nicht wenigstens einmal ein bisschen getröstet wird von seinem Vater.

 

Da sieht man mal diese Geschichten, die man ja auch so zum Beispiel von Kaiser Wilhelm kennt und so weiter und so fort. Da waren genau diese Pferdegeschichten. Da hat man es natürlich nicht auf Videos gesehen. Hier konnte man das mal so nachvollziehen und nochmal live und in Farbe. Ja, schon eine harte Erziehung. Mit Frankreich fällt mir gerade noch so ein. Mein Gatte ist ja Frankophil, ich sehr Anglophil. Aber er zählt auch immer. Der interessiert sich sehr für die Geschichte, die französische Geschichte und wie elitär es noch heute in Frankreich ist.

Viel elitärer, als es in England teilweise noch ist. Man glaubt es gar nicht. Also da sind schon tatsächlich auch so dieses Gefühl, wir sind zwar kein Adel mehr, aber gefühlt sind wir es halt dann doch noch.

Das wird da schon sehr ausgeprägt gelebt. Und das ist noch heute so. Also das hat er damals schon bei Schüleraustausch und so mitbekommen. Also wie elitär es dort in diesen Familien zugeht. Also er hat sich bis heute gehalten. 

Frederik hat das, diese ganze Situation im Interview angedeutet.

Das fand ich immer einfach, die hohen Ansprüche, den überhaupt gerecht zu werden. Und natürlich Joachim, da ist es jetzt wieder in gewisser Hinsicht wieder so eine Wiederholung. Ja, noch schwerer, weil er natürlich auch nicht der Thronfolger war, sondern der Spare und dadurch natürlich auch wieder im Schatten stand.

Auch das eine Konstante, die wir in jedem Königshaus finden, in irgendeiner Konstellation.

 

Ja, das ist richtig. Aber da war es dann noch so, Frederik ist eher so ein bisschen der Sensiblere von den beiden. Und Joachim ist auch relativ intellektuell und hat irgendwie ein dickeres Fell und geht pragmatischer mit solchen Sachen. Aber am Ende war es dann eher so, dass Joachim immer so ein bisschen, die sind ja sehr nah beieinander, die Brüder, eben Frederik so ein bisschen gestützt hat, wenn der mit der gefühlt mangelnden Liebe der Eltern oder Zuwendung der Eltern nicht so gut umgehen konnte. Und der Joachim hat auch ganz gut seinen Weg gefunden. Er ist zwar einmal geschieden, er hatte relativ früh die Hongkong-Chinesen Alexandra Manley geheiratet, er hatte ja diese zwei sehr gut aussehenden Söhne. Der eine davon, Prinz Nikolai, ist ja auch Dior Testimonial und postet ganz tolle Sachen auf Instagram. Und der jüngere Felix ist jetzt auch Model und auch relativ erfolgreich. Und jetzt lebt er mit seiner zweiten Frau Marie, einer Französin in Washington als Militärattaché und macht einen wirklich guten Job.

Also der hat da seine Rolle, also man sieht ja, Militär ist immer noch gut für die Spares, wenn die sich da gut halten und gute Aufgabe finden, über die erste Grundausbildung hinaus, ist Militär schon nicht schlecht für jüngere Königskinder. Und da in Washington haben die ein gutes Leben. Auch da wird immer mal was gepostet, wenn er mit seiner Frau zu Empfängen geht und Dänemark wirklich wohl gut vertritt. Ich habe da wirklich nur Positives gehört.

Die einzige Spannung, die es dann zwischen der Familie von Joachim und dem Rest der Familie noch mal gab, war 2022 noch unter Margrethe als Königin. Da hat sie dann so eine Slimmed-Down-Monarchy-Aktion gestartet und hat also außer Frederik und seinen Kindern allen anderen in der Familie die Prinzen und Prinzessinnen-Titel entzogen. Also auch den inwischen vier Kindern von Joachim. Der hat mit seiner zweiten Frau auch zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen. Und die tragen jetzt alle nur noch Grafen und Gräfinnen-Titel, eben auch von Henri/Henrik geerbt, aus der väterlichen Linie. Aber sie sind keine Prinzen und Prinzessinnen mehr.

Das haben die übel genommen, haben das als Liebesentzug empfunden. Und gerade hier ehemals Prinz Nikolai hat auch gesagt, ich habe meine ganze Marke als Model und als Influencer darauf aufgebaut, dass ich Prinz mit Nikolai bin. Also sein Instagram-Account hieß ja auch so. Das war für die nicht so ganz einfach. Also die haben auch gesagt, wir sind enttäuscht. Das hat Margrethe auch leider nicht gut vorher kommuniziert, direkt mit der Familie, sondern die haben das quasi von einem Adjutanten erfahren. Das war etwas unglücklich.

 

In der Durchführung vielleicht auch unglücklich. Man sieht auch da wiederholt sich die Geschichte. Alle lernen auch da voneinander, genau das mit Nikolai, das zu einer Marke zu machen. Wenn wir immer von zeitgemäß sprechen, dann haben sie ein Wort, das ich gar nicht so gerne mag. Aber dann ist es eben da nicht mehr zeitgemäß. Die reagieren und haben an dieser Stelle alle mit den Titeln reagiert.

So auch dort. Jetzt ist immer die Frage, wie man in den Wald ruft. Das können wir vielleicht diplomatischer machen.

Aber sei es drum ist immer ein Thema, wird auch immer ein Thema bleiben. Das wird sich jetzt ja noch verstärken. Das sehen wir ja an allen Ecken.

Das bleibt nicht spannend, wenn man sich dafür interessiert. Wir halten mal fest, die strenge Erziehung durch den französischen Vater, die hat beide Söhne sehr stark geprägt. Ob zum Guten oder zum Komplizierten, das kann man halt diskutieren. Genau, das würde ich so mal festhalten. 

 

Abdankung und Skandal

 

Jetzt kommen wir mal zu dem Moment, der hat die Welt wirklich überrascht.

 

Ja, das kann man sagen.

 

Selbst Experten wie dich. 

 

Ich war auch komplett überrascht.

 

Genau, man ahnt nichts Böses. Margrethe hält natürlich ihre Neujahrsansprache im Fernsehen. Und dann kommt der Knall, sie kündigt an, Margrethe II. dankt ab. Und auch noch mit Datum. Nicht irgendwann und jetzt bald, sondern am 14. Januar 2024 ist für mich Dadeldu …

 

Ja, mir ist beinahe das Sektglas aus der Hand gefallen, weil, das war ja ein Silvesterabend. Also das war schon krass. Man hat es nicht erwartet, weil, sie hat ihr ganzes Leben lang, genau wie die verstorbene Queen in England, immer gesagt, kommt mit ihr in Frage, das ist ein Job auf Lebenszeit, ich mach das. Und sie hat das ja auch offensichtlich immer gerne und sehr, sehr gut gemacht. Also es gab überhaupt keine Anzeichen eigentlich. Ja, die offizielle Begründung war, das wusste man ja, sie hatte im Jahr davor eine schwere Rückenoperation gehabt.

Und dann hieß es noch, ja, ihr Sohn ist ja schon über 50, Frederik sollte jetzt wissen, wie es geht. Und er braucht jetzt auch mal eine richtige Aufgabe. Und ja, so wurde es dann begründet. Aber man fragte sich doch, kann es das wirklich gewesen sein? Waren das jetzt wirklich die Gründe?

 

Da spielst du natürlich auf eine Situation an, wenn man das so verfolgt, was ganz viele vermutet haben. Dann kurz bevor diese Abdankung bekannt wurde, kursierten Berichte über Kronprinz Frederik. Und nun haben wir es wieder, tadda!, eine mögliche Affäre.

Erzähl uns doch mal.

 

Ja, mögliche Affäre, wie das so ist. Man muss natürlich sagen, da waren Frederik und Mary auch schon gut 20 Jahre verheiratet. Das soll in besten Familien vorkommen, aber wie auch immer.

Es gab Medienberichte damals, zunächst in spanischen Zeitungen, dass Frederik während eines privaten Wochenendes, Kurzurlaubs in Madrid in der Wohnung einer, in Anführungsstrichen, guten Freundin übernachtet habe, mit dem schönen Namen Genoveva Casanova.

 

Hallo.

 

JA, nicht? Muss man sich direkt sagen, bei dem Namen muss ja irgendwas dran gewesen sein. Eine sehr, sehr attraktive Frau, ein bekanntes mexikanisches Model früher gewesen, dann verheiratet in die Spanische Aristokratie in einer Herzogsfamilie. Eine sehr prominente Society Lady und kunstinteressiert. Sie sollen zusammen Ausstellungen besucht haben in Madrid. Das war die offizielle Version.

 

Also bei dem Namen keine Affäre zu haben, ist ja schon fast ein Frevel. Das gehört ja schon zum guten Ton. Aber natürlich, das Königshaus hat alles dementiert. Frederik selbst hat jeden Fehltritt bestritten, ganz klar. Und Genoveva Casanova hat sich in aller Öffentlichkeit zu Wort erklärt und gemeldet und eine Liebesbeziehung auch kategorisch verneint und auch mit rechtlichen Schritten gedroht.

 

Ja, die wollte die Zeitung verklagen.

 

Genau, da war sie ganz, ganz klar und deutlich. Ja, aber Schaden war wohl angerichtet, oder?

 

Ja, war es. Es gab halt dann Fotos, es gab Gerüchte. Und einen Tag, nachdem das rausgekommen war, hatten Mary und Frederik in Dänemark einen gemeinsamen Termin. Und es war so offensichtlich, dass Mary kochte vor Wut und es überhaupt nicht er tragen konnte, dass Frederik irgendwie in den Mantel half auch nur. Also sie war obersauer. Das kann natürlich einfach nur sein, weil er sich so dumm benommen hatte. Man muss ja auch nicht morgens um sieben aus der Wohnung einer guten Freundin kommen, selbst wenn er wirklich im Gästezimmer übernachtet hat. Es hätte nicht sein müssen. Er hätte sich doch ein Hotelzimmer leisten können. Also es war schwierig. Das fällt ja dann auch immer irgendwie blöd auf die ganze Familie zurück. 

Ist da jetzt ein Zusammenhang mit der Abdankung?

Es gibt Gerüchte, die sagen, na ja, es wird vielleicht so gewesen sein, dass Margrethe einfach wusste, Mary ist eine Traumschwiegertochter. Die wird eine Superkönigin. Die Monarchie kann es sich nicht erlauben, sie als Asset zu verlieren, womöglich eine Scheidung.

Das will keiner. Und dass sie dann hinter den Kulissen mit ihrer wirklich geliebten Schwiegertochter, die beiden Damen verstehen sich super, quasi ein Deal gemacht hat. Pass auf, du wirst jetzt Königin.

Ich danke ab, ihr beide dürft ran. Dann habt ihr beide richtig viel auch gemeinsam zu tun. Gemeinsames Projekt quasi. Und dann sind alle Gerüchte schnell vergessen. Und dann wird sich Frederik auch wieder einkriegen. Und kommt nicht mehr auf dumme Gedanken.

Und dann bist du Königin. So ist es dann auf jeden Fall geschehen. Und es hat sich ja auch bewährt, kann man nicht anders sagen.

 

Ja, das kann man wirklich sagen. Frederik hätte sich ja einbuchen können in einem Hotel unter dem Namen Graf Kronberg. Das wäre überhaupt kein Problem gewesen.

 

Nein, das wäre lustig gewesen.

 

Und nicht im Gästezimmer schlafen müssen. Aber das ist nicht eine interessante Interpretation. Und das wird mich echt ein bisschen versöhnen. Ich muss wirklich zugeben, mich hat das tierisch traurig gemacht. Mich hat das geschockt, weil ich ja gerade diese Kontinuität da so gerne mache. Aber okay, hier hat dann Margarethe ja aber wirklich einen coolen Move hingelegt, kann man sagen.

Weil mit ihrer Demission, da zeigt sie wieder wirklich Rückgrat und Größe, dass sie gesagt hat, Mensch, da muss ich jetzt echt handeln. Und ich beende dieses Thema und gebe meinem Sohn eine Bewährungschance. Und dann mit einer Königin, die ich persönlich, mit der ich auch einen guten Draht habe, die auch zuhört und auch Tipps vielleicht annimmt. Also das ist ja die beste Voraussetzung. Und jetzt bist du zu Königin. Jetzt kannst du mal zeigen, was du kannst.

Und das alte Kapitel ist damit quasi totgeschlagen und abgeschlossen.

 

Machtübergang

 

Ja, genau so ist es. Und es hat sich wirklich bewährt, was man ja auch daran sieht, dass wirklich gutes Blut im Gegensatz zu bösem Blut in der ganzen Familie ist. Wenn jetzt Frederik und Mary außer Landes sind, manchmal beruflich oder privat, und Prinz Christian auch irgendwo nicht da ist und nicht als Regent fungieren kann, der Thronfolger, dann macht tatsächlich Ex-Königin Margrethe ab und zu noch die Regenten für die Familie. Also sie kehrt ab und zu immer noch mal zeitweise in ihren alten Job zurück. Und das würde ja auch nicht passieren, wenn die nicht alle richtig fein damit wären, wie es gelaufen ist. Und auf jeden Fall muss man sagen, es war eine gute Entscheidung nachher.

Auch wenn du als Abdankungsgegner es nie wirklich gut finden wirst, natürlich. Es hat funktioniert. 

Ich war damals im Januar 2024 in Kopenhagen. Ganz bewusst bin ich da hingefahren. Natürlich, klar, das interessierte mich. Und es war eine so tolle Stimmung. Die ganze Stadt war voll und die Leute waren fröhlich, haben das neue Königspark gefeiert. Und hinterher sah man dann im Fernsehen, was hinter den Palastmauern passiert war, der eigentliche Akt, wo dann Margrethe ihre Abdankungsurkunde unterschrieb. Und rechts und links von ihr saßen dann Frederik, der knftige König und der spätere Thronfolger, Christian und ein paar Regierungsmitglieder.

Und dann stand sie auf und machte so eine ganz süße Geste in Bezug auf den Stuhl, den sie gerade verlassen hat, den Vorsitzstuhl und bedeutete ihrem Sohn, jetzt bist du der König, jetzt darfst du dich hinsetzen. Und der hat da echt einen Moment gezögert. Der traute sich dann auf einmal irgendwie nicht, als es ernst wurde.

Aber dann hat er sich hingesetzt und der Enkel hat Margrethe noch die Tür aufgehalten. Und sie ist dann ganz würdevoll nach draußen geschritten, während dann Frederik offiziell die Staatsgeschäfte übernahm. Und das war wirklich berührend, das zu sehen.

 

Absolut. Also ich habe ja kein fotografisches Gedächtnis, aber das Bild hat sich echt eingebrannt, weil sie ja sogar noch mal so einen kleinen Rückschritt gemacht haben, noch mal geguckt hat. Man hat das Traurige wirklich gesehen. Und das ist deswegen so irre. Gibt es in diesem Bild, also sie ist ganz traurig im Hintergrund. Und er, da hat er dann sich ein Herz gefasst, dann hat er losgelegt und hat das mit seinem typischen Lächeln, mit seinem typischen Lachen, mit diesem jungenhaften Lachen gemacht. Das wirkte so ganz komisch irgendwie. Das alte, würdevolle Gehen, jetzt kommt hier das, also Frederik hat das toll gemacht.

Aber dieses jungenhafte, dieses fröhliche, das war natürlich so eine Sperre, die man da hatte. Man hat zwei Bilder letztendlich in einem gesehen. Also bei mir ist das sehr, sehr hängen geblieben.

Das war wirklich ein ganz, ganz trauriger Moment. 

Ja, im Übrigen ein Tipp an alle, wenn ihr, werdet Royal-Expertin, dann habt ihr einen Grund, immer in schöne Städte zu fahren, schöne Länder zu fahren. Es ist nicht ganz billig wahrscheinlich und hat auch seine Nachteile. Aber du, das ist richtig toll. Also du erlebst ja da ganz viele. Bin ich immer ganz beherzt. Kleiner Tipp noch an dieser Stelle, das ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Wir haben das letztens schongemacht. Ich mache es nochmal.

 

Catrin hat echt ein cooles Buch, den Royalen Reiseführer, geschrieben. Und ich möchte es hier echt nochmal einstreuen. Ich bin viel so in diesen Städten, Stockholm, Oslo usw., das kenne ich alles. Und vor allen Dingen auch London. Aber in deinem Buch hast du echt nochmal so ganz andere Sachen. Also ich habe mich wirklich mal an dieses Buch gehalten und ganz andere Sachen entdeckt. Weil man kennt ja die Städte dann auch vielleicht. Und dann kann man da abhandeln, finde ich wirklich toll.

 

Das ist sehr lieb von dir, vielen Dank. Also ich freue mich natürlich, wenn sich noch eine ganze Menge weiterer Leserinnen und Leser finden, die Freude an dem Buch haben. Gibt es jetzt auch relativ neu als E-Book.

Das heißt, man muss es nicht als schwergewichtiges Exemplar mit sich rumschleppen. Man kann es also auch als E-Book im Kindle oder im iPad…

 

Wie ist es da denn eigentlich mit Bildern? Du hast ja auch so tolle Bilder.

 

Ja, die sind da ja auch. Das ist doch kein Problem.

 

Die sind da ja auch angeboten. Ich bin kein E-Book-Reader, Leser. Ich habe immer noch so…

Das ist traditionell.

 

Ich mache es mal so, wie sie es gerade anbietet.

 

Ich habe das wirklich mitgenommen, aber egal. Okay, jetzt sind wir ein bisschen abgeschwoffen sozusagen.

 

Ja, das hilft ja mal.

 

Genau. Jetzt kommen wir zu Mary und Frederik. Und Mary ist sozusagen die Bürgerliche aus Down Under. Weil sie ja aus Australien kommt. Und jetzt beginnt eine Liebesgeschichte wie aus dem Märchenbuch, finde ich, wenn man sich für Liebesgeschichten interessiert.

 

Ja, total. Denn Mary Elizabeth Donaldson, wie sie heißt, hatte ich vorhin schon mal kurz erwähnt, geboren in Australien, in Tasmanien, einer Insel, die zu Australien gehört. In Hobart aufgewachsen. Sie hat Jura und BWL studiert und dann einen Job im Bereich Immobilien in Melbourne angenommen. Also eine ganz normale, begabte, junge, australische Frau, Businesswoman. Aber auch einem kleinen Ausflug hier und da in Kneipen oder Pubs nicht abgeneigt, denn da kann man interessante Männer kennenlernen.

Absolut. Das haben wir uns auch schon öfter gehört.

Und dann gibt es Sydney 2000, die Olympischen Spiele. Kann sich vielleicht auch der eine oder andere dran erinnern. Und jetzt kann man Olympia kritisch sehen oder auch nicht kritisch sehen.

Wir in Hamburg haben jetzt natürlich gerade ein Thema, wie sieht es aus mit Olympia in Hamburg und so weiter. 

 

Eine königliche Liebesgeschichte

 

Aber eines kann man ja wohl, wenn wir jetzt mal die letzten Folgen auch nochmal nehmen, Olympia scheint ja tatsächlich Romanzen zu befeuern. 

 

Ist besser als Tinder ..

 

… da kann man ja irgendwie Olympia besuchen, falls ihr euren Traummann, Traumfrau sucht. Vielleicht habt ihr da eine Chance. Bei Königs funktioniert das. Und bei den hat es funktioniert. Bei Frederik ist passionierter Sportfan. Der war natürlich auf Olympia, passionierter Sportfan. Und der geht ganz gerne mal mit Freundinnen in eine Bar.

Und in diesem Fall in die wunderbare Bar Slip-In. Lustigerweise heißt die Slip-In. Und da treffen die beiden, also Mary und Frederik, die treffen aufeinander. Und Mary hat dann später auch erzählt, dass sie gar nicht gewusst hat, wer das eigentlich ist. Das kann man bei so Skandinavischen, bei dieser Entfernung, kann man ihr das auch wirklich glauben, ihr glaube ich das auch.

 

Anders als Meghan, die behauptete, nichts über Harry gewusst haben, als sie ihn trifft.

 

Da glauben wir es nicht. Schon mal die befreundet war in die Familie hinein. Ich sage nur Beatrice und Eugénie und so weiter und so fort.

Aber da kann man das durchaus glauben. Und er hat sich einfach als Fred vorgestellt.

Ja, er wollte sich ja wahrscheinlich auch nicht jedem gegenüber outen. Er hat sich gefreut, dass er da einfach nur als Teil einer Gruppe von jungen Männern unterwegs war und einfach Spaß hatte. Der wollte ja nicht als Kronprinz da auftauchen.

 

Also das muss echt spitzenmäßig gewesen sein. Vor allem ihre Überraschung, als sie dann hinterher erfuhr, wem sie da so nett geplaudert hatte. Aber die sind sofort in Kontakt geblieben nach diesem ersten Treffen und haben sich wirklich ganz arg verliebt.

Offensichtlich haben sie korrespondiert. Er hat sie besucht, sie ihn immer wieder, obwohl die Entfernung natürlich echt weit ist – also Fernbeziehung, Dänemark, Australien – ist kein Spaß. Aber sie haben es durchgezogen und sie hat dann auch sehr, sehr schnell aus eigener Initiative dänisch gelernt, ist auch bei seiner Familie gut angekommen.

Die waren auch gleich sehr begeistert von ihr. Und dann vier Jahre später Hochzeit in Kopenhagen. Das war traumhaft.

 

Ja, das war ein Gänsehautmoment. Das war eine echt schöne Hochzeit. Das ist jetzt für alle die, die gerne so königliche Hochzeiten sehen. Da macht man dann Vergleiche, stellt man an. Und das war eine Hochzeit mit Gänsehaut, das würde ich mal so sagen. Also wer da affin ist, der ist auf seine Kosten gekommen. Fand in Kopenhagen im Dom statt?

 

Ja, natürlich für den Thronfolger nur das Beste, nur die größte Kirche. Und natürlich jubelten die Dänen und Mary war in einem wunderschönen schlichten Kleid zu sehen und hat dann auch - Diplomatic Dressing - hat einen dänischen Designer gewählt, fand ich auch sehr, sehr passend. Und besonders schön der Schleier, ein antiker Schleier, elfenbeinfarben aus irischer Spitze, der einst durch Frederik's Urgroßmutter Margaret von Connaught, einer Enkelin von Queen Victoria, in die Familie gekommen war. Also ganz viel Tradition, und dazu kann man dann auch noch mal kurz erzählen. Finde ich nämlich auch immer so ganz schön für die Modeinteressierten unter uns. Alle weiblichen Nachfahren von dieser Margaret von Connaught trugen den Schleier bei ihrer Hochzeit.

Auch Margrethe und ihre Schwestern, Benedikte und Anne-Marie.

 

Man kann an der Stelle auch hier wieder sehen, wir haben ja so Kategorien, wenn man nicht fällt mir jetzt auch gerade so auf: Wir haben so Kategorien, was die Thronfolge und die Ehefrauen betrifft. Und bei Mary kann man attestieren, Aufgabe mit einer Selbstverständlichkeit, mit Bravour wirklich gemeistert, ganz beeindruckend.

Sie hat Dänisch, wieder, dänische Sprache, echt nicht leicht, hat sie super gelernt, schon vor der Hochzeit. Sie hatte vier Jahre Zeit, genau. Und das spricht sie auch nahezu akzentfrei, kann man sagen.

Also höre ich immer, ich selbst höre es nicht raus.

 

So heißt es. Ich könnte das am Ende auch nicht wirklich beurteilen. Das ist sehr schwierig in der Aussprache.

 

Genau. Und die engagiert sich natürlich auch. Sie ist Schirmherrin für Frauenrechte. Das ist so eine Parallele zu Camilla zum Beispiel. Sie setzt sich für psychische Themen der psychischen Gesundheit an. Das ist ja auch heutzutage ein großes Thema, glücklicherweise.

Wenn es um Depressionen geht und so, finde ich toll, wenn sich gerade so Royals dann auch um dieses Thema kümmern. Das betrifft uns alle ja.

 

Ja, und dass sie dadurch zeigen, dass man sich dafür nicht schämen muss, wenn man psychische Probleme hat.

 

Genau, und das sind auch junge Leute, die eben zunehmend Probleme haben. Und glücklicherweise, das fällt mir so auf, wenn ich mal so einen Umkreis höre, ich kenne viele jüngere Leute glücklicherweise durch unseren Tea Room, da habe ich Kontakte, die dann auch immer erzählen. Und das ist nicht mehr so ein Thema, das man nicht anspricht.

Man geht da wirklich total selbstbewusst mit um. Und genauso auch Thema Gleichstellung, ist für die auch kein Thema. Und Mary interessiert sich auch dafür und engagiert sich auch dafür.

Und sie hat vier Kinder zur Welt gebracht, also auch da war sie brav.

 

Also auch da: Pflicht erfüllt.

 

Christian, der erste Wurf war ein Glücksfall. Also wenn man jetzt über männliche Thronfolgen spricht, spielt ja keine Rolle mehr. Aber ihr hat es gleich gehabt. Christian, Isabella und die Zwillinge Vincent und Josefine.

 

Ja, da steht jetzt auch bald die Konfirmation an.

Alles super.

 

Ja, und da kann man wirklich sagen, anders als bei Frederik und Joachim, die die Eltern nicht so als liebevoll zugewandt erlebt haben, die meiste Zeit über Mary und Frederik haben ihre Kinder sehr hands-on erzogen, selbst zur Schule gefahren. Es gibt auch ganz süße Bilder, wie dann sowohl er oder auch sie, manchmal als sie noch Kronprinzenpaar waren, die Kinder mit so einem Lastenfahrrad zur Schule gefahren haben, höchstpersönlich natürlich auch ohne Polizeischutz, ganz in der dänischen Tradition. Also, die haben wirklich versucht, sehr viel normales Familienleben zu haben mit ihren Kindern.

Und ich habe das Gefühl, dass die Kinder, wenn man sie jetzt so sieht, fröhlich, selbstbewusst, gut benommen, also benehmen sich gut …

 

So, jetzt aber die Frage, wie schlägt sich Frederik als König? Zwei Jahre sind vergangen. Ich fand das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist, aber da hatte sich auch schon, total oberflächlich, als er auf dem Balkon stand, haben wir beide auch darüber gesprochen.

 

Da hat er seine dusselige Sportuhr umgehabt zu dieser tollen Uniform und so Freundschaftsbänder.da habe ich gesagt, oh, das stört alle.

 

Das fand ich nun wieder beinahe sympathisch und menschlich. Diese Freundschaftsbänder legt man eh nicht ab, soweit ich weiß. Ich mag die auch nicht am Handgelenk haben, aber einfach, weil ich nix am Handgelenk haben mag. Und dass er die dran gelassen hat, kann ich verstehen. Und die Sportuhr, das ist er halt. Er ist immer noch im Herzen der Kampftaucher mit dem Spitznamen „Pingo“. Sport ist sein Ding, deswegen hat man erst, also ich habe dann auch gedacht, wie wird er als König? Er ist überhaupt nicht intellektuell drauf und nicht so…

 

Das merkt man wirklich, finde ich.

 

Frederiks öffentliches Image

 

Naja, aber ich muss heute sagen, nach zwei Jahren, ich finde, er macht das wirklich besser, als erwartet. Nicht zuletzt auch dieser wirklich sehr gelungene Australien-Staatsbesuch. Er hat sich in die Rolle eingefunden.

Er ist natürlich lockerer als seine Mutter oder auch als sein Vater. Aber er ist volksnah zugänglich. Das mögen die Leute.

Gerade auch, weil er Sport macht. Das kommt ja gut an. Er hat vor einigen Jahren schon den „Royal Run“ immer zu Pfingsten eingeführt.

Den gibt es seit 2018. Das war seine Idee. So eine Art lockerer Marathon. Da nehmen Tausende von Dänen immer begeistert teil. Und er und die ganze Familie laufen auch selber mit. Also er und Mary und auch die Kinder. Das ist sein Ding. Er macht das über die Art. „Management by running around”, sozusagen, bzw. “Monarchy by running around”. Er hat Abenteuergeist. Und er ist ja auch kein Wunder, er hat früher, ich sagte das eben schon, als Kampftaucher gedient, das ist die härteste Einheit der dänischen Marine. Also davor hatte er keine Angst. Er ist halt kein Schreibtischtäter, von Haus aus. Aber soweit ich gehört habe, tut er da auch wirklich seine Pflicht, wie er muss. Und er macht auch seine Audienzen. 

Man kann ja, das finde ich in Dänemark toll, wirklich sich online für eine Audienz mit dem König eintragen als Däne. Und das macht zwar eine Weile dauern, bis man dann einen Termin kriegt. Aber man kriegt den. Und dann kann man irgendwas vortragen.

 

Das muss ich nicht.

Jaja, das ist ungewöhnlich.

 

Man muss nicht auf die Gartenparty warten.

Nee, man muss Däne sein und ein berechtigtes Anliegen haben. Und dann kann man sich online eintragen.

 

Das finde ich ja großartig. Das wusste ich nicht. Ja, und du hast mich ja auch eingenordet. Ich habe das ja dann auch eingesehen. Ich bin ein kleiner Snob. Ich fand das optisch einfach nicht so schön.

Hab gesagt, wie schade, das stört mein Bild so. Nein, aber ich finde Frederik wirklich auch toll. Und wir hatten bei Margrethe auch die richtige Zeit. Es braucht den richtigen Wechsel und so weiter und so. Und das muss einfach authentisch sein. Und er ist total authentisch.

Also er macht das so, da ist nichts gespielt. Das ist auch nicht so eine Verkapptheit oder so. Sondern er macht das einfach ganz toll und lebt so, so wie er ist. Er ist ein Typ. Ja, und das macht er auch. Und das finde ich gut. Und die kleinen Armbänder, die seien ihm verziehen. Da war er nervös. Er hat es vergessen, sie abzunehmen.

 

Ja, eben. Er hat ja auch seine Brille länger aufgelassen, als er sollte. Das wurde ihm auch noch vorgeworfen. Aber man sah, als er seine kleine Rede gehalten hat auf dem Balkon von Schloss Christiansborg, es war wirklich, er wollte es von Herzen gerne gut machen. Er war selber gerührt über den Anlass und er war dann auch stolz.

 

Er war tierisch gerührt. Ja, das war wirklich großartig. Genau.

Und das sind ja auch Oberflächlichkeiten. Ich gebe es ja zu. Und deswegen komme ich jetzt zu den wirklich wichtigen Sachen.

Er hat mich bei seinem Australienstaatsbesuch noch mal was ganz doll unterstrichen. Da hat er eine Rede gehalten, die zu Herzen ging. Du hattest beim letzten Mal sogar schon davon erzählt, weil die dich auch so ergriffen hat.

 

Ja, genau. 

 

Und er hat an die Anfänge mit Mary erinnert. Er sprach davon, wie dankbar er ist, dass sie ihr geliebtes Land verlassen hat, was ich auch immer echt irre finde, wenn man so sein Land verlassen muss.

 

Ja, wenn es so weit weg ist, wenn die Besuche schwierig sind.

 

Ich kann das nicht so verlassen, wenn ich ehrlich bin. Ich bin da Lokalpatriot und ist ihm buchstäblich ans Ende der Welt gefolgt. Und das hat er dort nochmal klargemacht.

 

Ja, ja, ich finde auch, also, wie gesagt, das hat mich sehr gerührt und das war wirklich keine klassische Rede für ein Staatsbankett. Aber es gehört ja auch Mut dazu, wenn man irgendwo offiziell eingeladen ist und dann eine offizielle Rede halten soll, um zum Beispiel die Wirtschaftsbeziehungen zwischen zwei Ländern zu verbessern, dass man dann trotzdem die Kurve kriegt und dann einmal doch nochmal persönlich wird. Da gehört wirklich auch Zivilcourage dazu.

Und ich denke, er wollte damit auch ein Zeichen setzen, wie sehr er seine Mary zu schätzen weiß und was sie alles für Dänemark tut. Und dass er diesem Land eben wirklich dankbar ist, dass die ihm seine Mary geschenkt haben. Und ja, das hat er doch elegant gemacht.

Und das hätte dann vielleicht jemand wie seine Mutter so nicht gemacht.

An der Stelle. 

 

Und natürlich ist so ein Besuch auch nicht nur schöne Bilder, der ist auch politisch bedeutsam. Dann die Handelsbeziehungen zwischen Australien und Dänemark sind stark. Klimapolitik ist ein Thema ..

 

Natürlich gerade in Australien mit dem Ozonloch ...

 

Genau, und die Verteidigung des Indischen Ozeans.

 

Mehr denn je jetzt gerade in der weltpolitischen Lage …

 

Genau. Und da ist er natürlich so als Botschafter da auch aufgetreten im Namen der Regierung. Und das hat er souverän begleitet, kann man wirklich sagen.

 

Ja, also auch das muss man sagen, auch als es jetzt mit Grönland war und Trump immer wieder andeutete und nicht nur andeutete, dass er sich gerne Grönland unter den Nagel reißen will, ist Frederik ja auch sofort noch Grönland, hat immer wieder auch Wege gefunden, im Alltag dann auf einmal bestimmte Uniformen zu tragen oder mal irgendwo die grönländische Flagge mit im Hintergrund zu haben. Da hat er ganz klar Flagge gezeigt, im wahrsten Sinne des Wortes. Also ich finde, der gewinnt jetzt wirklich an Statue, der gute Frederik, der macht das.

 

Ja, und da ändert sich auch tatsächlich so politisch was, wenn man jetzt diese Grönland-Kiste sieht. Das ist natürlich echt, echt schwierig. Das sind gar keine leichten Aufgaben, die die da zu absolvieren haben, weil eben jedes Bild zählt, in unserer heutigen Welt noch mehr.

Und ja, kann man wirklich einen Haken dran machen. Und weil das so mit den Bildern ist, ist es auch so, dass man jetzt schon auf Kronprinz Christian schaut. Das ist der älteste Sohn, der Thronfolger.

Und der wird jetzt sogar schon langsam in seine künftige Rolle eingeführt. Was weiß man eigentlich sonst so über Christian? Da sind bestimmt nicht alle Zuhörerinnen und Zuhörer so auf dem Stand.

Weil Thronfolger, noch sehr jung und so weiter.

 

Naja, und er ist ja auch noch nicht so lange Thronfolger. Er ist Anfang 20. Auch er ist ja sportlich, wie sein Vater. Und er hat auf einer normalen öffentlichen Schule in Dänemark Abitur gemacht. Auch seine Geschwister besuchen ja eine normale Schule. Und er war beim Militär und hat also jetzt wirklich nicht nur ein Leben hinter Palastmauern geführt. Er hat auch normale Freundinnen an, bürgerliche Freunde. Ich habe sogar rausgefunden, jetzt wieder noch mal ein kleiner Werbeblock für meinen Reiseführer, da steht da auch drin, in welchem Club er am liebsten feiern geht in Kopenhagen. Also man kann im selben Club feiern gehen und dann vielleicht ihn auch treffen. In diesem Club, steht alles in meinem Buch, imn Kapitel Dänemark. Netter junger Mann, das ist mein Eindruck.

 

Bei seinen öffentlichen Auftritten, finde ich, ist er immer sehr ruhig, total konzentriert. Manchmal weckt er noch ein bisschen schüchtern, finde ich aber nicht schlecht, aber das ist vielleicht auch altersgemäß, dem Alter geschuldet. Er hat etwas von beiden Eltern geerbt, finde ich, Marys Disziplin und Frederiks natürliche Wärme.

Also der weckt einfach sympathisch.

 

Das hast du schön zusammengefasst, finde ich auch. Das habe ich vorhin auch schon mal kurz angedeutet. Seit Anfang 2025 übernimmt er, wenn seine Eltern mal nicht im Lande sind, dann muss jemand anders die Amtsgeschäfte pro forma führen, übernimmt er dann offiziell die Rolle des Regenten. Das wird auf der Website auch immer vermerkt. Das ist natürlich für einen so jungen Mann dann schon, wenn er auf einmal über sich selber liest, oh, er ist jetzt gerade Regent von Dänemark. Andererseits in früheren Zeiten, vor vielen hundert Jahren, gab es viele Könige, die erst um die 20 waren. Die musste dann auch sehen, wo sie blieben. Also das ist ja schön, dann mal so ein bisschen ins kalte Wasser geworfen zu werden, ist ja meist immer nur für wenige Tage.

 

Finde ich aber auch, ist ein schönes Signal auch. Margrethe schaut auch auf ihn. Also angelernt von seinen Eltern, inspiriert von seiner Großmutter. Die ersten Zeichen eines fähigen und verantwortungsbewussten künftigen Königs, die kann man da schon sehen.

Ja, bin ich mal gespannt. Jetzt wird viel davon abhängen, wen er in der Zukunft vielleicht treffen wird, wer dann seine zukünftige Kronprinzessin werden könnte …

 

Toi, Toi, Toi, müssen wir das nächste Olympia in Hamburg abwarten. Wenn es hierher kommt, heute oder wieder in München, man weiß es nicht.

 

Aber vielleicht wird es dann wieder eine deutsche Königin!?

 

Also das Zeitfenster ist klar benannt. Ja, und jetzt kommen wir zu unserem Abschlussthema. Wir sind natürlich wieder gnadenlos zu lang.

Ja, das sehe ich schon an dieser Stelle, aber es ist, wie es ist. Dänemark ist eben ein Big Point, da haben wir viel zu erzählen.

 

Die älteste Monarchie Europas, ist 1000 Jahre alt, die kann man natürlich nicht in fünf Minuten abhandeln.

 

Deswegen darf die auch ein bisschen drüber sein, zeittechnisch.

 

Mal sehen, was unsere Zuhörerinnen und Zuhörer dazu sagen, ob sie durchhalten bis zum Ende.

 

Wir haben ja eine gute Rückmeldung gekriegt, dass es genau richtig ist– die Stunde im Übrigen wurde als genau richtig angesehen. Ich persönlich mag das auch ganz gerne.”

 

Ja, und eine Stunde, nur dann halt nicht länger. Das war bei unserer allerersten Folge so, dass dann schon einige meiner Freunde gesagt haben, ich höre jetzt zwar gerne zu, aber das war doch ein Ticken lang.

 

Es ist immer so eine Stunde, wenn man so guckt. Es ist schon so eine Zeit. Das braucht es dann auch schon, weil wir ja nicht nur aktuelle News, wir steigen ja schon, wir frühstücken ja schon viele Themen ab an dieser Stelle. Ich hoffe oder wir hoffen, dass euch das auch wirklich gefällt. Gerne Kommentare hinterlassen und Tipps geben, wie wir es sonst anders machen können. Freuen wir uns drauf.

Und nehmt euch ein Beispiel an dem lieben Andreas. Freuen wir uns auch.

 

Ja genau, schickt uns Fragen. 

Freuen uns, wenn wir da einfach…

Finden wir toll. 

 

Genau, jetzt kommen wir zum Abschlussthema. Die ist natürlich die Frage, die mich immer wieder beschäftigt.

 

Die Rolle der Abdankung in Dänemark

 

Du hast es schon angedeutet und die lässt mich auch immer schaudern. Auch schon zu letzt in der Schweden-Folge. Könnte das Abdanken, ich formuliere es mal so, könnte das Abdanken in Dänemark jetzt zur Tradition werden? Das wäre so eine Frage, so wie es zum Beispiel in den Niederlanden ist. Das fragen mich immer ganz oft Gäste. Aber bei Beatrix und Juliana und Wilhelmina war das doch auch so.

Da ist ja schon feste Gepflogenheit. Wird das jetzt in Dänemark auch so sein?

 

Gute Frage, kann ich da nur sagen. Gute Frage, nächste Frage. Wir wissen natürlich, in den Niederlanden ist es jetzt seit vielen Generationen Tradition. Die haben es kultiviert. Da gibt es ja die schöne Anekdote, dass die jetzige Kronprinzessin Amalia damals, 2013, zu ihrem Vater gesagt hat, oh prima, Papi, jetzt bist du König. Und weißt du denn schon, wann du abdanken willst? Kann ich das schon mal in meinen Kalender eintragen? Das ist natürlich ein bisschen taktlos, aber es hat was Angenehmes, Pragmatisches in gewisser Weise. Irgendwie protestantisch, pragmatisch. Ich tue meinen Dienst, aber irgendwann ist es auch mal gut. Und dann mache ich den Weg frei für meine Nachfolger. Aber ich weiß es nicht, ob es bei einer so alten Monarchie, gut, bei den Niederländern ist auch eine alte Monarchie, ich glaube, das muss man so ein bisschen abwarten.

 

Eine andere Tradition, ne? Ja, es ist eine andere Tradition.

 

Es ist eine andere Tradition. Ich bin da noch ein bisschen vorsichtig, würde ich sagen. 

 

Kleiner Hinweis schon mal auf die nächste Folge. Die wird mich auch die Niederlande betreffen. Da werden wir genau das Thema haben. Das ist schon eine andere Nummer in den Niederlanden. Gar nicht besser oder schlechter, aber komplett anders. Also ich bin Traditionalist, bleibe ich auch dabei. Und ich finde es schön, wenn man das Amt übernimmt, dann ist das eine Verpflichtung fürs Leben. Die kriegen ja auch Unterstützung. Dafür gibt es Prinzregenten und so weiter.

Und due haben einen Schwur geleistet. Ich bin da traditionell, aber das kann man so sehen oder so sehen. Und davon hängt der Weltfrieden jetzt auch nicht unbedingt ab.

Das sehe ich auch so. Bei Margrethe hat es mich wegen der Betonung, dass sie das so klar sieht. Das macht ja König Harald auch.

Der sagt auch, warum sollte ich hier abtreten? Das sehe ich so nicht. Naja, okay. Das ist eine Tür, die sich leicht öffnen lässt. Jetzt leichter als früher. Und sie ist geöffnet, lässt sich jetzt auch nicht mehr schließen.

 

Mit jedem Präzedenzfall werden die Hemmungen vielleicht weniger. Ob ich es gut finde, für mich ist Monarchie eigentlich, genau wie du es ja auch sagst, als Institution immer noch etwas, was Kontinuität vor sich her tragen sollte. Und da hängt dann schon damit zusammen, dass der Monarch es auf Lebenszeit macht. Das sehe ich schon so auch. Andererseits moderner, flexibler ist es vielleicht dann, wenn die Zeit gekommen ist, abzudanken. Das muss man vielleicht der einzelnen Monarchie oder dem einzelnen Monarchen dann überlassen.

 

Genau, also man kann sagen eigentlich, das ist ein schöner Gedanke, mit dem wir eigentlich hier abschließen können. Das filmen wir gerade so auf. Denn Dänemark hat in den letzten Jahren gezeigt, die Monarchie ist lebendig, sie ist anpassungsfähig, hat mit Mary und Frederik ein Paar an der Spitze, das das Land super repräsentiert, gut gemacht, gerade in politisch anspruchsvollen Zeiten, wo bestimmte Staatsoberhäupter, sage ich jetzt mal, von der anderen Seite des großen Teichs sich gerne Grönland unter den Nagel reißen würden, auch gut gemacht.

Und wir sind gespannt, wie sich Christian entwickelt und ob Dänemark eines Tages tatsächlich dann das nördliche Pendant der niederländischen Abdankungstradition wird. So kann man das doch vielleicht zusammenfassen.

 

Das hast du prima zusammengefasst. Also in diesem Sinne würde ich sagen, wir heben jetzt immer unsere Kaffee-  oder Teetassen, sagen Skål, wie in Dänemark. Eigentlich Kaffee, denn die Dänen sind echte Kaffeetrinker, aber in Gelegenheiten. Und da wir heute mal frühmorgens aufnehmen aus Zeitgründen, also hebe ich jetzt hier mal meine Kaffeetasse und sage, das haben wir doch wieder – Selbstlob - das haben wir doch wieder gut hingekriegt, lieber Jörg. Und es war einfach ein Riesenthema. Wir haben es aber trotzdem, glaube ich, in einer angemessenen Zeit hinbekommen. Auch wenn wir noch stundenlang hätten weiterreden können, wie immer.

 

So ist es. Und es zeigt, wir sind keine Morgenmuffel. Wir haben heute Morgen das Beste zu unterhalten. Hat gut geklappt. Wir können morgens arbeiten, in der Mitte und abends auch. Hat alles geklappt.

Also insofern hoffe ich zumindest nicht, dass wir andere Rückmeldungen kriegen. Das sagen wir jetzt aus unserer Brille.Genau.

 

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr uns mögt, dann kommentiert bitte gerne in Apple Podcasts oder Spotify. Das hilft total, weil wir dann besser gefunden werden. Wenn wir besser gefunden werden, sind wir relevanter, werden Fragen gestellt.

Und dann ist auch gewährleistet, dass wir euch lange erhalten bleiben. Das ist in der ersten Zeit immer besonders wichtig. Wenn wir euch gefallen haben und ihr mehr hören möchtet, es gibt das nächste Mal die Niederlande, dann abonniert uns gerne auch auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo ihr sonst Podcasts hören könnt.

Ein kleiner Hinweis, ich habe ein paar Hinweise gekriegt von unseren Kunden, die sagen, ich habe sowas alles gar nicht. Ich habe kein Instagram, ich habe kein Apple Podcast, ich weiß gar nicht, wie das geht. Für alle die, ihr könnt auf die Seite, machen wir auch in den Shownotes nochmal, auf die Seite von Eaton Place Tea Room gehen und ihr könnt auch auf Catrins Seite gehen.

 

Ja, auf meiner persönlichen Website unter meinem Namen, catrinbartenbach.de So ist es.

 

Wir bauen auch nochmal sehr wahrscheinlich eine Seite „Thronfolgen“ auf. Das wird jetzt alles gemacht. Da könnt ihr das auch streamen.

Also es funktioniert auch. Auf Instagram findet ihr uns unter @ThronfolgenPodcast. Und Fragen und Anregungen könnt ihr auch gerne an ThronfolgenPodcast@gmail.com, alles zusammengeschrieben, senden.

Und da freuen wir uns auch über Lob, Kritik und Tadel. Aber loben natürlich mehr und auch vor allen Dingen auf eure Fragen.

 

Ja, so ist es. Das kann ich so nur unterstreichen. Ich danke dir natürlich auch, lieber Jörg. Hat wieder super viel Spaß gemacht mit dir und allen unseren Zuhörerinnen und Zuhörern. Vielen Dank, dass ihr dabei wart. Natürlich, Jörg hat schon gesagt, das nächste Mal geht es um die niederländischen Royals. Aber wir dürfen natürlich nicht außen vor lassen, dass am 21. April unsere geliebte, verstorbene Queen 100 geworden wäre. Das können wir nicht unkommentiert vorbeigehen lassen. Deswegen werden wir da eine Extra-Folge, eine Bonus-Folge für euch bereitstellen, passend zu dem Termin. Aber das werden wir in den genannten Kanälen dann auch nochmal bekannt geben.

 

Genau, und da freuen wir uns wirklich besonders drauf. Und warum haben wir heute früh aufgenommen? Weil, in gut zwei Stunden fahren wir beide nach Köln.

Und da werden wir einen prominenten Beitrag sozusagen eines Royal Experten, der wirklich exzellente Kontakte in das Königshaus hatte, dort auch schon oft gespeist hat mit der Königin und der ganzen Familie. Und da freuen wir uns riesig drauf und davon werden wir euch dann auch berichten.

 

Genau. Das ist Hugo Vickers, hat eine aktuelle Biografie, ein Buch über die Queen geschrieben und den werden wir heute Abend treffen, aus Anlass einer Filmpremiere auf eine neue Royal-Doku vorgeführt wird. Dazu aber mehr in unserer nächsten Folge.

 

Deswegen werden wir da eine Extra-Folge, eine Bonus-Folge für euch bereitstellen, passend zu dem Termin. Aber das werden wir in den genannten Kanälen dann auch nochmal bekannt geben.

 

Genau. Und bis dahin sagen wir beide, gehabt euch wohl und auf Wiederhören.

 

Auf Wiederhören und Tschüss. Vielen Dank.

 

Macht's gut. Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal.

 

Ciao.