Folge 01 - Norwegen. Ist diese Monarchie noch zu retten?


In unserer ersten Folge beschäftigen wir uns ausgiebig mit dem norwegischen Königshaus.
Aktuelle News
- Verhaftung von Andrew Mountbatten Windsor
- BAFTA-Veranstaltung mit dem Prince und der Princess of Wales
- Königin Maxima der Niederlande ist jetzt Rekrutin
Norwegen Monarchie
- Ein Blick in die Vergangenheit, um die aktuellen Themen besser einordnen zu können
- Der Prozess um Marius in Oslo
- Der Skandal um die Kontakte Mette Marits zu Jeffrey Epstein
- Ein Blick in die Zukunft
Shownotes Infos
Unsere Websites: 😉
https://catrinbartenbach.de/koenigshausexpertin/
Website des Norwegischen Königshauses:
Amazon Prime Video “Die Bürgerliche“ (Harald und Sonjas Liebesgeschichte)
https://www.amazon.de/Die-B%C3%BCrgerliche/dp/B0DQM5N4TP
Buchempfehlungen:
„Tronarvingen“ von Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen (Kagge Verlag, 2025, über Norwegens Thronfolger in der Geschichte)
https://www.ark.no/produkt/boker/dokumentar-og-faktaboker/tronarvingen-9788248940654
„Haakon“ von Kjetil S. Østli (Cappellen Damm, 2023, aktuelle norwegische Biografie von Kronprinz Haakon)
„Olav V.“ von Tore Rem (Cappellen Damm, 2022, Biografie über König Olav V.)
https://www.norli.no/boker/dokumentar-og-fakta/historie-og-dokumentar/biografier-og-memoarer/olav-v
speaker-0: Willkommen bei Thronfolgen, der Royal Podcast. Ich bin Jörg Schröder, Dammkühler. In unserem Podcast Thronfolgen blicken wir hinter die Kulissen der Paläste. Bei uns erfahrt ihr die wichtigsten Royal News, die schönsten Anekdoten, aber auch geschichtliche Hintergründe zu den Monarchien Europas.
speaker-1: Ich bin Kathrin Bartenbach.
speaker-0: Wir beginnen diesen Podcast oder alle unsere zukünftigen Podcasts immer mit einem aktuellen Teil, den News. Und da haben wir einen ganz groÃen Vorteil, die Kathrin Badenbach sitzt neben mir. Das ist ihr Job als Journalistin und jeden Tag beschäftigt sie sich mit den royalen News.
speaker-1: Ja, tatsächlich. Jeden Tag mindestens drei bis vier Stunden.
speaker-0: Genau, und wie viele Zeilen schreibst du so am Tag?
speaker-1: Ich schreibe ja nicht jeden Tag, aber ich informiere mich jeden Tag. Also ich schreibe ja für verschiedene Medien, Sternen und Galer, manchmal habe ich ja noch Fernsehauftritte oder so, ich schreibe Skripte für andere Leute, Podcasts mache ich auch. Oder ich habe ja kurz noch ein Buch geschrieben. Also als ich das Buch geschrieben habe, ich sechs Monate, quasi sieben Tage die Woche, acht bis zehn Stunden geschrieben, aber das ist ja auch kein Dauerzustand. Aber das Wesentliche ist natürlich immer dran zu bleiben an den aktuellen Geschichten, was passiert in den Königshäusern gerade. Und ansonsten Hintergrundwissen aufforsten, wenn neue spannende Biografien rauskommen nach dem Tod von Elisabeth II. Da sind natürlich eine ganze Menge jetzt noch mal Biografien gekommen, wo Infos drin waren, die man vorher nicht aus Respekt niedergeschrieben hatte. ja, man muss mal gucken. Jedenfalls ist es mir auch immer wichtig, dann nicht nur dem aktuellen hinterher zu jagen, sondern auch immer noch das Hintergrundwissen weiter aufzustocken.
speaker-0: Und jetzt hättest du wirklich viel zu schreiben, wenn du jetzt alles nieder schreiben müsstest. Richtig viele Satzzeichen. Genau. Es geht nämlich â die News, die uns diese Woche beschäftigt haben. Und da haben wir uns mal drei rausgesucht, die wir ganz, ganz wichtig finden. Leider beginnen wir mit der Negativ-Schlagzeile. Andrew Mountbatten. Windsor ist natürlich die Schlagzeile schlechthin. Uns als royale Fans hat es wirklich auch bisschen fertig gemacht. Das war eine furchtbare Nachricht.
speaker-1: Allein schon die Tatsache, was er da alles angestellt haben soll, das ist ja schon lange im Schwange, seine viel zu langen und engen Beziehungen mit Jeffrey Epstein und auch diese Frauen, die er damit braucht haben soll. jetzt auch, seit Neuestem wissen wir auch, seit diesem Buch, spätestens im letzten August von Andrew Lowney, dem englischen Historiker und Investigativjournalisten, dass er auch in seiner Zeit als Handelsgesandter sehr die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll und sogar jetzt neueste Infos, vielleicht sogar Landesverrat, begangen haben soll. in dem er Geheimdokumente der britischen Regierung an Epstein und andere Geschäftskontakte weitergeleitet hat. Das ist jetzt auch der Anlass gewesen, dass er tatsächlich verhaftet wurde und einen Tag in Knast verbringen musste und intensiv befragt wurde. Weil das ist natürlich ein Vergehen, was bis im schlimmsten Falle mit lebenslangem Gefängnis bestraft werden
speaker-0: Was auch in GroÃbritannien sowieso sehr stark bestraft wird, sehr hoch bestraft wird. Das hat da einen besonderen Stellenwert. Genau. Also das war eine furchtbare Nachricht. Ich finde, man hat es Charles auch jetzt echt angesehen bei den öffentlichen Terminen, dass es wirklich, wirklich hart war. Es gab dann allerdings auch noch eine schöne andere Geschichte, wo dann nur ... die liebe Katherine aufgetreten ist. William hat es wahrscheinlich auch ein bisschen mitgenommen, das Ganze. â
speaker-1: Er war schon dabei, aber er hat sich entsprechend geäuÃert, dass er den Film ist. Also es geht â Graf und die britischen Oscars. Und die waren zusammen da als strahlenschönes Paar. Sie in einem wunderschönen Gucci-Kleid, was sie vor ein paar Jahren schon mal getragen hatte, lang und flieÃen und rosa und er in einem Samt-Jacket in dunkelrot mit schwarzen Aufschlägen, also farblich auch gematcht ein wenig. Und sie hatte sich den Film am Vorhaben noch angeguckt, wie sie sagte. Hemnet ist ja auch gerade in den Kinos, da geht es ja irgendwie â die Kindheit von Shakespeare.
speaker-0: Und die Basta-Fahnen.
speaker-1: Oder den Sohn von Shakespeare. Ich hab den Film auch noch nicht gesehen. Soll aber sehr gut sein. Da ja jedenfalls, Catherine gab dann zu oder gab an, sie hätte den Film gesehen und hätte sie sehr mitgenommen. Sie hätte sogar ein bisschen weinen müssen, weil er so bewegend wäre. Und William sagte, nee, also man möge ihm verzeihen, hätte den Film sich jetzt noch nicht zumuten wollen, weil er einen emotional so mitnimmt, es sei grad nicht in der Stimmung dafür in seiner aktuellen Lebenslage. Und da hat er sicherlich auch auf den Zustand der Monarchie und auf die Verhaftung seines Onkels angespielt. Aber vielleicht auch auf die Krebserkrankung seines Vaters, weià man nicht.
speaker-0: Die Gesamtsituation. Wir hatten jetzt so gute Nachrichten, dass es Charles eigentlich besser geht, zumindest wurde es veröffentlicht. Ende letzten Jahres, alle waren hoffnungsvoll und jetzt kommt so was und das natürlich wirklich Nachrichten, die einen fertig machen. Auch sehr inszeniert, ich würde nicht sagen übertrieben, aber das ist natürlich schon Signal gewesen, man hätte ihn ja auch gut vorladen können.
speaker-1: Endenetzen ja, also.
speaker-0: dann wäre es nicht so auffällig gewesen, aber das war schon eine filmreife Szene.
speaker-1: sechs Polizeiautos â acht Uhr morgens
speaker-0: würde sagen, wahrscheinlich hat er gedacht, es gibt Gratulanten, die gerade vorfahren, aber es waren leider keine Gratulanten.
speaker-1: Nein, die haben ihn dann eingesackt. Und gut, er durfte nach elf Stunden wieder gehen und das heiÃt, man habe ihm auch nicht seinen Pass abgenommen oder eine Kaution verlangt, aber sie werden ihn schon befragt haben. Aber der eigentliche Hintergrund war wohl auch, dass sie freie Bahn haben wollten, â sein jetzt jetziges Haus, also seinen jetzigen Wohnort zu durchsuchen auf dem Gelände von Sandringham und parallel dann auch sein ehemaliges riesengroÃes Haus mit den 30 Zimmern bei Windsor die Royal Lodge. Und da ist ja jetzt noch tagelang weitergegangen mit der Untersuchung. â Beweismaterial zu sichern. Sie müssen ja überprüfen, ist das jetzt wirklich nachweisbar und vor dem Gerichtsfest, dass er Landesverrat begangen hat. Und es wird gleichzeitig in verschiedenen Grafschaften untersucht, ob er sich da von Abstand junge Frauen hat hinschicken lassen. Also Stichwort Sextrafficking.
speaker-0: Und das werden wir in einer unserer nächsten Folgen auch tatsächlich, wir warten jetzt mal so ein bisschen ab, weil die Ereignisse überschlagen sich tatsächlich und wir wollen natürlich auch immer aktuell sein. Das ist gar nicht so leicht.
speaker-1: Wir wollen ja, wenn wir Fakten bringen können, wir das lieber als jetzt viel rumzuspekulieren. Deswegen wollen wir das jetzt erst mal noch Moment ruhen lassen. Die nächste Info ist dazu bald, in der nächsten oder übernächsten Folge spätestens.
speaker-0: An der Stelle auch noch mal der Hinweis, ihr könnt uns auch auf Instagram folgen, auf DroneFolgen Podcast. Dort werden wir auch wichtige Informationen auch immer weitergeben, so weit wie möglich. Das ist jetzt alles noch im Aufbau, genau. Also ganz, ganz aktuell. werden aber in der Folge, wenn es â Andrew geht, werden wir, also wir machen eine extra Folge über die gute GroÃbritannien-Geschichte, machen wir eine richtig schöne abgeschlossene. Und diese unappetitlichen Sachen, also die unappetitliche Endufolge. Da werden wir aber auch noch ein bisschen was betrachten, nämlich die Rolle jetzt von Stama, vom Prime Minister. Die Frage nämlich, wird auch jetzt politisches Kapital vielleicht rausgeschlagen?
speaker-1: Ja, weil es ja darum geht, ob man eben den achten Platz in der Thronfolge entziehen sollte. Und dafür hat sich Sir Keir Starmer tatsächlich offen ausgesprochen. Wir hoffen mal, dass er sich vorher mit König Charles darüber abgesprochen hat, weil das ist ein parlamentarischer Prozess. Das kann der König nicht einfach entscheiden, weil ja die 14 anderen Commonwealth-Staaten auch mit betroffen sind von dieser Entscheidung. Denn dort ist ja König Charles auch der Staatsoberhaupt und die Thronfolge gilt ja nicht nur für GroÃbritannien.
speaker-0: Genau, und das ist natürlich die Entscheidung, Ihnen von der Thronvorge, wir hoffen, dass es tatsächlich passiert. Einer von uns möchte Andrew, glaube ich, auf dem Thron sehen. Aber es lenkt natürlich auch von eigenen Problemen ab. Und das Dame hat ja da auch so ein paar Probleme. da wieder der Name. Man hört ihn leider in allen möglichen Variationen. Jeffrey Epstein ist hier natürlich auch ein Thema. Also das ist so viel, wir müssen sortieren, wir werden es extra betrachten, aber darauf könnt ihr euch freuen. Und die liebe Kathrin, die ist da ganz nah dran. Jetzt haben wir mit einem negativen Teil angefangen, ein bisschen eingebaut, die BAFTA-Veranstaltung.
speaker-1: Wie schön anzusehen war. Es war auch schön, William und Kate mal wieder zusammen bei einer Gala auftauchen zu sehen. Es war ihr sehr selten, seit sie die traurige Krebserkrankung von Catherine bekannt geworden war. Aber jetzt geht es ihr wirklich sichtbar sehr viel besser. Sie scheint drüber hinweg zu sein. Das wünschen wir ihr natürlich von Herzen. Und jetzt nimmt sie auch wieder viel mehr Termine wahr und jetzt gerade wieder eben diese schöne quasi britische Oscarverleihung. Das war schön anzusehen, die beiden.
speaker-0: Genau und darauf wollen wir uns natürlich auch konzentrieren, auch auf die positiven Sachen. Und eine Sache, hat uns richtig, das ist unser dritter Teil sozusagen, unsere dritte Neuigkeit, das hat uns beide total begeistert. Die Königin der Niederlande, Maxima, ist jetzt Recruiten. Mit 55 Jahren ist sie zu Recruiting geworden. Ein, wie ich finde, richtig... Tolles Signal in den Zeiten, wir über Wehrpflicht übersprechen.
speaker-1: Top aktuell war ja auch Sinn der Ãbung, dass sie andere Niederländerinnen und Niederländer animiert ist ihr nachzutun. Sie will jetzt natürlich nicht für immer durch den Matschrobben mit Sturmgepäck. Sie hat die Grundausbildung für Reservisten in den Niederlanden mitgemacht, ganz wie alle anderen auch und hat auch klar gemacht angesichts der weltpolitischen Lage, es ist nötig, dass man sich Gedanken macht, auch im eigenen Land über das Thema Wehrpflicht. Und da ist auch jeder angesprochen, nicht nur Berufssoldaten oder junge Männer â die 20, sondern auch die Königin Mitte 50. deswegen Vorbild.
speaker-0: WeiÃt du, wie lange die Ausbildung Und die ist jetzt im, ich nicht, genau. Also wunderbar, das werden wir natürlich auch weiter beobachten und uns auch in den nächsten Folgen überhaupt â die Thronfolge und die darauf folgenden Thronfolger kümmern. Weil da gibt es nämlich ganz viele tolle Neuigkeiten auch, die natürlich jetzt ein bisschen in den Hintergrund gelangen durch die sehr unangenehmen Geschichten.
speaker-1: Zwei, drei Monate, glaube ich. Sie ist jetzt gerade mit dem Brille-Solt verhälft.
speaker-0: In unserer ersten Folge heute, da werden wir euch aber auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen. Wir betrachten Norwegen, werden ein bisschen in die Geschichte einsteigen, â dann die aktuellen Geschehnisse in Norwegen betrachten zu können. Also Marius Herbi ist natürlich ein Thema und Mette Maret.
speaker-1: war nicht nur, weil sie seine Mutter ist. hat ja ihren eigenen Skandal zu bieten derzeit.
speaker-0: Ja, jeder hat sein eigenes, genau, das Jodl Diplom hätte ich mal gesagt. Jeder hat was eigenes. Genau, dann nehmen wir euch mit auf die Reise und laden euch herzlich dazu ein, weiter dran zu bleiben. Wir begeben uns jetzt, heute ist es recht kalt in Noch? Genau, mal gedanklich in den Juli 1959. Da war es ein warmer Sommertag in Oslo und Sonja Haraldsen, eine 21-jährige, zielstrebige junge Frau aus sehr guten bürgerlichen Verhältnissen, ich sagen, hat erst vor einigen Monaten ihren geliebten Vater, Karl-August Haraldsen, verloren. In diesen Tagen war ihr nach einer Party so gar nicht zumute. Aber Sonja lieà sich von ihrer Mutter motivieren. Die hatte wohl auch so ein Händchen für Motivation. Das hat sich bis zum Schluss eigentlich durchgezogen. Diese Party doch zu besuchen. Sie wurde nämlich eingeladen von einem Freund, Johann Steenersen. Hat sie dann auch gemacht. Sie ist zu dieser wunderbaren Party gegangen. Ist vielleicht nicht ganz so ausschweifend, wie sie heute sind.
speaker-1: Das glaube ich eher nicht.
speaker-0: Eine gepflichte Party mit gepflichten jungen Damen und Herren.
speaker-1: Die Herren wahrscheinlich noch im Anzug damals, anders als heute.
speaker-0: Es ist toll, genau. Allerdings sollte dieser Tag dann auch so ein kleiner Schicksalstag für Sie werden. Guten wie im Schlechten. Das war der Beginn der schwersten Zeit ihres jungen Lebens. Aber auch eine der schönsten Zeiten, kann man sagen. Auf der Party lernte Sonja einen schüchternen und zurückhaltenden jungen Mann kennen. Und das sollte kein geringerer sein als der Kronprinz des norwegischen Königshauses, Harald. Harald stellte zu jener Zeit, das kann man glaube ich so sagen, genau das Gegenteil von Sonja da. Der war nämlich eher schüchtern, zurückkeiten. Einige haben auch gesagt, schon fast melancholische Züge an sich gehabt, zu dieser Zeit zumindest. Aber dieser Sommertag, der hat auch sein Leben grundlegend verändert. Und das zum Positiven, würde ich so
speaker-1: Das würde ich auch sagen. man bis heute schaut, ist er ja noch zusammen mit seiner Sonja. Und die galten immer als sehr glückliches Ehepaar und galten bis heute als Vorbild.
speaker-0: Na, solche Schildkrass-Tage wünschen wir uns auch. Oder? Finde ich auch. Nun gab es allerdings zu dieser Zeit eine ganz groÃe Hürde bei dieser tollen Bekanntschaft, die die beiden gemacht haben. sie sollten dann ein Paar werden. Sonja ist bürgerlich. Wir hatten es eben gerade gesagt. Und das war zu dieser Zeit wirklich ein Skandal.
speaker-1: Riesenproblem. Anders als heute, wo es in Europa wimmelt von bürgerlichen Thronfolgergattinnen, war das früher ein absolutes No-Go und davor hatte es nicht nur in Norwegen nicht, sondern in ganz Europa noch keine bürgerliche Braut gegeben für einen Kronprinzen, mit der Option später als bürgerliche Königin zu werden. Das war einfach noch nicht angesagt.
speaker-0: Genau, das war über allem Thema. Da brauchen wir nur nach GroÃbritannien zu schauen. Das sind so Geschichten, die kennen wir alle. Die von Norwegen kennen wir vielleicht gar nicht so. Hier haben wir eine ganz tolle Geschichte, die draus geworden ist. Aber wir können uns auch manchmal gar nicht so in die Zeit für zurückversetzen. Mensch, das war eben anders. Das ist ja sowieso ein Problem, dass man immer mit dem Wissen von heute die Vergangenheit betrachtet, ist immer schwierig. Aber an diesem Tag, an dem die sich nun kennengelernt oder in diesem Jahr, Und diese Hürde, die wurde auch erst nach letztendlich neun Jahren genommen.
speaker-1: Die haben lange durchhalten müssen. Die haben sich zwischendurch auch mehrfach getrennt, weil Sonja auch immer wieder zurecht gesagt hat, ich wart hier jetzt schon so und so viele Jahre auf dich, meine Jugend geht mir verloren, ich bin bald 30 und du weiÃt immer noch nicht, ob du das durchkriegen wirst, dass wir heiraten dürfen. Das war nicht leicht und Harald ist immer wieder vorstellig geworden bei seinem Vater König Olaf und hat versucht, Verständnis zu wecken und auf der menschlichen Ebene war der wohl auch nicht völlig ohne Verständnis. Obwohl er selber ja mit einer schwedischen Prinzessin verheiratet gewesen war, der Mutter von Harald und zwei Schwestern, die war aber damals schon gestorben. Aber er hatte eben die Befürchtung, weil die Monarchie noch so jung war. Die Dynastie in Norwegen ist ja 1905 erst gegründet worden. hatte die Befürchtung, dass das für die Dynastie nicht gut sein würde.
speaker-0: Genau und vielleicht für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer nochmal, König Olaf war damals, König Olaf V., der Vater von Harald. Den kann man eher als so einen präsenten und sehr selbstbewussten Herrn sich vorstellen. Und er wusste, was er wollte und was er sagte und das war eben für ihn eigentlich auch ein Problem. Zumindest rein formell. Persönlich glaube ich gar nicht so, die haben sich ja dann auch kennengelernt. Gegen Sonja selbst hatte er glaube ich gar nichts.
speaker-1: Ja, glaube, gehen Norwegen, gehen die Meinungen da auseinander. sie waren, er war auch später kein Riesenfan von ihr und sie umgekehrt hatte auch immer Berührungsängste. Sie hat ihm doch ein wenig immer noch übel genommen, dass er so lange sich dagegen bestellt hat, gegen diese Verbindung. Man muss aber auch sagen, auch hier wieder Blick zurück in die Geschichte. Olaf V. ist ja der Sohn gewesen von Horcon dem Siebten, einem sehr berühmten König der Dynastiegründer. 1905 ist er zum König von Norwegen auf eigenen Wunsch durch ein Referendum gewählt worden. Und dann hat er auch das Land sehr, sehr gut durch den Zweiten Weltkrieg gebracht, musste zwar ins Exil gehen, als die deutschen Norwegen besetzt haben, hat aber dann eine Exilregierung aufgebaut. Und Olaf der Fünfte als damaliger Thronvogger hat seinen Vater unterstützt, teils in GroÃbritannien mit ihm gelebt, teils hat er seine Familie in Amerika besucht, wo dann eben der kleine Harald auch einen Teil seiner frühesten Kindheit verbracht hat. Und Olaf hat eben den Krieg miterlebt und den Wiederaufbau nach dem Krieg. Der hat einfach auch schon eine ganz andere Vorgeschichte gehabt. Der war gestellt durch Kriegserlebnisse und kurzzeitiges Exil. Der war also in keinster Weise ein verhättelter junger Thronfolger gewesen. Das hat ihn, ich, schon geprägt wie die ganze Kriegsgeneration in Europa wahrscheinlich.
speaker-0: Ja, und ein Thema, er eben von seinem Vater wiederum, von Horcon, mitgenommen hat, ist ja diese Verbundenheit zum Volk. Also das ist glaube ich ein Thema, das heute auch noch so tief verwurzelt ist. Dass diese Nähe zum Volk, die begründet so zu, also nicht das Gottgegebene, sondern diese Wahl vom Volk dieser König, der ist es. Und da hat man natürlich ein ganz anderes Selbstverständnis und man möchte natürlich nichts gegen das Volk tun.
speaker-1: oder sagen wir nichts entscheiden, was dem dem ausgesprochenen Volkes Willen entgegen liefe. Das ist glaube ich der Punkt.
speaker-0: Womit wir dann auch bei der Politik sind. Die möchte das natürlich auch nie. Nun hatte aber Olaf V. diese wunderbare romantische Vorstellung. Ich habe hier einen Staatsrat, ich habe ein Parlament und die soll mir doch jetzt mal bitte schön, so wie das in der Verfassung aus festgelegt ist, einen Tipp geben. Was soll ich denn jetzt machen? Haben sie aber nicht. Oder sehr zaghaft mit diesen Infos konnte nicht so ganz besonders viel anfangen. Man hat weder Ja noch Nein. Jein.
speaker-1: Ja, das heiÃt ja immer so schön, sie antwortete einem entschieden, vielleicht. Also de facto haben sie gesagt, am Ende aber auch erst nach vielen langen Diskussionen, sie würden sich nicht dagegen stellen, falls der König sich dafür entschiede, diese Verbindung zuzulassen. Na, damals waren eben auch schon beinahe neun Jahre vergangen und es war auch tatsächlich, muss man sagen, Volkestimme in der Zwischenzeit eher dagegen. Die bunten Blätter waren eher negativ eingestellt, nachdem erst mal bekannt geworden war, dass das junge Paar ein Paar war. Und es ging schon durch ganz Europa und eigentlich hatte man gehofft, der Grundprinz Harald auch wieder eine skandinavische Prinzessin im Idealfall heiratet, weil die Familien sehr eng verbunden waren, auch durch die Geschichte. Und das fand man gar nicht so gut, dass ein Fräulein Haraldsen jetzt die nächste Königin wird.
speaker-0: Olaf hat natürlich auch das getan, was glaube jeder Vater irgendwie so machen würde. Wenn man nun mal einen Plan für seinen Sohn hat, das ist im Monarchiemen nun mal so, hat er in seiner Not versucht, es wird sich vielleicht so zurecht ruckeln, kommt Zeit, Rat. Harald ist dann nach Oxford gegangen, hat studiert, war auch schon mal getrennt von Sonja, das sollte so ein bisschen dazu beitragen. und hat sich als kleiner Kuppler natürlich dann auch versucht, es auch nichts Unübliches, hat natürlich versucht, irgendwie nette Bekanntschaften zu adäquaten Prinzessinnen oder Adelzeusen herzustellen, hat alles nichts genutzt. Letztendlich liebt dann unser lieber Harald wirklich bockbeinig, auch wenn er vielleicht ein bisschen zaghaft war, neun Jahre ist echt eine lange Zeit. Aber ganz zum Schluss hat er gesagt, also entweder ist es die Sonnenjahr. Oder es ist gar keine und das wäre natürlich die ultimative Katastrophe gewesen. Kein Tromph.
speaker-1: Das Ende der Dynastie. hat tatsächlich zu seinem Vater gesagt, ich werde zwar König werden nach dir, aber ich werde nicht heiraten. Das heiÃt, mir wird diese Dynastie aussterben. Und das ist gerade eben bei einer so Jungdynastie, war das wirklich die ultimative Drohung. Und das hat am Ende dann den Ausschlag gegeben.
speaker-0: Was ich ganz interessant finde, ist, dass man, wenn man immer rückblickend auf solche Geschichten guckt, egal wo, letztendlich das Volk oder die Menschen insgesamt, dass die viel wohlwollender sind, als man immer befürchtet. doch meistens kennen wir auch aus unserem Leben gröÃere Befürchtung als das, was tatsächlich passiert. Und vielleicht war es da auch so. Heute allerdings, Kathrin, du als Journalistin weiÃt das, für mich als AuÃenstehenden herauszufinden, was es nun wirklich war. Was ist aufgebaut von der Politik? Was ist politisch motiviert? Was sind Fake News heute? Das kann ich ganz, schwer auseinanderhalten. Natürlich hatte Olaf V. genau dieses Problem auch. Der hatte nicht diesen Draht. Also wie gesagt, nochmal wieder eine andere Zeit. Woher sollte der nun wissen?
speaker-1: Fake News.
speaker-0: Wie kommt es dann tatsächlich an? Ich glaube, gab damals 59 dann auch so Umfragen, die in der Zeitung gestartet hat. Zuletzt ist es in der Serie, es wurde auch verfilmt.
speaker-1: Ja, die war schön, Serie. Finde ich auch. Das war Amazon oder net?
speaker-0: Genau. Kann man sich wunderbar anschauen. Unsere erste Filmempfehlung.
speaker-1: Sonja ist... Genau, erste Filmabfehlung. Und jetzt muss ich noch mal ganz klar sagen, ich finde sie besonders gelungen, weil sie ziemlich korrekt ist in Bezug auf die geschichtlichen Ereignisse. Insgesamt sehr viel korrekter als zum Beispiel The Crown bei Netflix, sehr beliebt in Bezug auf das britische Königshaus, weil da waren schon sehr viele künstlerische Freiheiten drin. Also Harold und Sonja und wie diese Liebesgeschichte sich entfaltet hat, haben die wirklich sehr schön dargestellt und sehr nachvollziehbar mit guten Schauspielern.
speaker-0: Warum ist diese Geschichte relevant für heute, Katrin? Wir wollen mich heute natürlich auch weg von den 60ern hin in die 2000er Jahre. Der jetzige Kronprinz Hawcorn hat die bürgerliche, wieder eine bürgerliche, Mette Maret 1996 kennengelernt und natürlich das war das erste Kennenlernen.
speaker-1: Christian Zahn, sie herkommt, Mette Maret auf dem Film, nicht Filmfässer, aber Musikfest.
speaker-0: Musikfestivals werden uns auch noch beschäftigen. Genau. Das war aber noch nichts Festes. 1999 gab es dann wieder ein Treffen und da hat es dann auch tatsächlich gefunkt. Und 2001 wurde geheiratet. Aber auch da war es nicht ganz so einfach, wie wir uns das vorstellen, weil die Superlative wieder kommt. Wieder der Untergang der Monarchie. Wieder war alles ganz, schrecklich. Aber diesmal aus anderen Gründen. Nicht, weil Mette Marit bürgerlich war.
speaker-1: Ja, in anderem
speaker-0: sondern ihr Hintergrund.
speaker-1: Ja, also man sieht darin schon ein wenig die Parallele. Gut, ja, sie ist auch bürgerlicher Herkunft. Aber sie hat dann sozusagen noch einen draufgesetzt, weil sie eben ein wirkliches Partigerleben geführt hatte, zugegebenermaÃen auch Drogen genommen hatte. Und sie brachte ein uneheliches Kind mit in die Ehe aus einer früheren Beziehung. Der kleine Marius, heute nicht mehr so klein. Und da mussten die Norweger schon schlucken und die königliche Familie natürlich auch. Die waren auch erst nicht so begeistert. Es gab ja so eine Testphase, wo die beiden dann erst mal zusammengezogen sind in einer Wohnung in einem Studentenviertel in Oslo. Also dann war die groÃe Schlagzeile in den Medien. Unser Thronfolger ist jetzt mit einer Studentin, die hat zeitweise mal studiert, einer Studentin zusammengezogen, die auch ein kleines Kind hat. Und jetzt machen sie da einen auf Patchwork-Familie. Und diesem jungen Paar hat dann die Presse vor der Tür auch aufgelauert, wenn die nur aus dem Haus gingen, â sich einen Kaffee zu holen. Das war schon nicht so ganz einfach damals. Aber es wurde halt auch breit getreten, dass ihre Vergangenheit eben nicht so bürgerlich normal und solide war wie damals bei Sonja Haraldsen, sondern sie hatte wirklich eine substanzielle Vergangenheit, die eigentlich einen nicht befähigt später ein royales Amt aussah.
speaker-0: Die Ãngste, die man bei Sonja hatte, die kommen sie jetzt erst 50 Jahre zu tragen.
speaker-1: Die Dynastie jetzt irgendwie ein. Sonja hat alles richtig gemacht. Ihr wurde viel Misstrauen gegengebracht. lange, als sie schon verheiratet war. Sie hat aber alles immer super hingekriegt. Hat auch dem Land einen Thronfolger und noch eine Schwester dazu geschenkt. Alles prima. Keiner kritisiert die Königin in irgendeiner Weise in ihrer Amtsausübung bis heute. Sie ist auch Ende 80, macht immer noch einen super Job. Ja, und dann kommt auf einmal der Sohn und Erbe an. Nicht nur mit einer Bürgerlichen, sondern eine Bürgerliche mit Vergangenheit. Das war hart zu schlucken. Aber aufgrund der eigenen Geschichte haben eben das Königspaar Harald und Sonja dann doch nach einem nicht ganz so langen Zögern gesagt, okay, Junge muss seine eigenen Erfahrungen machen, wir gucken mal. Wenn sie wirklich überzeugt ist, dass sie diese Vergangenheit hinter sich lässt, dann wollen wir den beiden eine Chance.
speaker-0: Sie hat ja das Ruder rumgerissen, Wette Maret, indem sie 2001 eine Pressekonferenz abgehalten hat und dort unter Tränen, und das waren echte Tränen, gesagt hat, ja, das tut ihr alles leid, das ist meine Vergangenheit und bei den Drogen, denen schwöre ich ab, dass du wirklich bist. Und das das Volk ihr auch geglaubt und dann gab es auch eine schöne Hochzeit und eigentlich war alles gut. Jetzt haben wir auch über Sonja und Harald nochmal gesprochen, warum haben wir das überhaupt aufgebracht? Weil jetzt natürlich gibt es wieder so einen schönen Coaching-Grundsatz, den ich toll finde. Man isst nicht, sondern man verhält sich. Wenn man sich das mal überträgt das Ganze auf das Königshaus, dann hat man gesagt, ja ich bin zwar König und Königin, aber das Verhalten, das ist das, was jetzt heute uns beschäftigen wird. Und genau das, das werden wir in dieser Folge machen. Wir werden gleich wechseln und anschauen, was Mette Marit Marius, Horcon, Harald und Sonja heute eigentlich alles aushalten müssen, was das Volk aber auch aushalten muss und wie es weitergeht. Und wir laden euch ein, uns hier zu folgen, wenn wir gleich darüber diskutieren, was das mit der Monarchie in Norwegen macht. Katrin, wir wollen mal wieder einen kleinen Rückblick noch machen. Wir wollen in der Chronologie bleiben. Es geht â die GroÃeltern nochmal. Sonja und Harald, die waren sehr groÃzügig, als es auch darum ging, nach der Hochzeit das Stiefenkelkind aufzumischen. Genau, war total... Ja, wir erinnern uns echt alle noch an diese wunderbaren Bilder auf den Balkon. Das kann man wirklich sagen, genau.
speaker-1: den kleinen Marius. So ein hübscher kleiner Junge mit seinen Uniformen, die er da anhatte als...
speaker-0: Und man hat den GroÃeltern das auch wirklich abgekauft. Ich glaube Sonja ist da auch bekannt für das, sie ihn wirklich echt aufgenommen.
speaker-1: Ja, es gibt ja auch ganz süÃe Bilder, wie sie sich da auf den Boden hinsetzt, mit ihm spielt, ziemlich bald nach der Hochzeit, bevor ihre leiblichen Enkelkinder geboren wurden. ist echt süà und wirkte auch... ...tisch, dass sie wirklich so das skandinavische Vorbild einer Patchwork-Familie gelebt haben. War ja auch nicht selbstverständlich, muss man sagen. Die hätten ja auch darauf bestehen können, dass Marius zwar mal zu Besuch kommen darf, dass der aber bei seinem leiblichen Vater aufwachsen muss.
speaker-0: Ja klar, Also überhaupt dieses liebevolle Aufwachsenen ist ja sowieso kann es nicht Das ist gar nicht mit Stiefen, Enkelkindern oder Stiefkindern. Jetzt gab es aber natürlich dann auch einen Wechsel irgendwann wieder. Also dort waren die besten Voraussetzungen für Marius gegeben, würden wir jetzt so betrachten zumindest. 2004 kam dann die liebe Ingrid Alexandra zur Welt und hatte eine kleine Schwesterchen.
speaker-1: Nein!
speaker-0: wie das auch in jeder Familie ist, dann ist der Fokus natürlich auf das kleine Schwesterchen gelegen. Vor allen Dingen auch deswegen, weil sie dann auch wieder eine zukünftige Thronfolgerin sein wird. Und er ist zwar der ältere Bruder, aber das geht natürlich in solchen Familien, ja, rückt man nach hinten, das spielt keine Rolle.
speaker-1: Zumal er ja auch nie Mitglied des Königshauses war. Es stand ja nie zur Debatte, dass er jetzt einen Prinzentitel bekommt oder einen Platz in der Thronfolge. Nur wenn man doch ein ganz kleines Kind ist, macht man sich über sowas ja auch keine Gedanken. Wir wissen ja auch nicht, wann seine Mutter Mette Marit oder sein Stiefvater Horcon jemals dann mit ihnen gesprochen haben. Hör mal zu, du bist zwar unser ältester Sohn, wir lieben dich, aber du hast keinen Platz in der Thronfolge. Und wenn wir dann unser erstes Kind gemeinsam bekommen, dann wird das eine besondere Bedeutung für uns und für das Land haben. In einem AusmaÃ. wie es jetzt dein Wohl
speaker-0: Kinder auch beizubringen ist natürlich auch schwer. Ist er eigentlich zur Schule? Ist er privat?
speaker-1: Nein, wenn man ins Karo-Gymnasium vor den Toren steht, der Residenz des Kronpitz und Paares ist ja bisschen ländlich auÃerhalb von Oslo, wenn man da quasi vor der Tür steht und sich einmal umdreht, ist da in Spuckweite quasi eine Grundschule und da ist er hingegangen. Witzigerweise, das heiÃt witzigerweise, das ist übrigens auch der Ort, wo er dann das erste Mal verhaftet wurde. Da hat er sich dann der Polizei gestellt, â verhaftet zu werden. Lustig ist das wirklich.
speaker-0: Witzig nicht im Sinne von lustig. eigentlich nicht. Also man kann aber sagen, bis zu dem Zeitpunkt eigentlich gute Voraussetzungen, kleine Schwesterchen kommt, man muss als Elternpaar und als GroÃelternpaar, muss man, wir wissen es nicht, wie es abgelaufen ist, muss man klar machen, Mensch, das gibt eben zwei Ebenen. Wir sind einmal die Familie und wir sind einmal die offizielle Königsfamilie, zu der gehörst du eben nicht. Deswegen bist du aber auch nicht mehr auf Foto. Wir wissen, wie wichtig
speaker-1: Damals war er schon noch. Aber es wurde immer weniger je älter er wurde. Wenn es dann ganz offizielle Fotos waren, denen dann auch Postkarten gedruckt wurden, da fehlte er dann schon irgendwann. Es gab Familienfotos natürlich und so Weihnachtsfotos, Weihnachtskarten, war er sehr lange noch mit drauf. Aber spätestens seit er dann volljährig war, wollte er auch sein eigenes Leben führen können. Und seine Mutter hatte ja schon 2017. einmal an die Presse einen offenen Brief geschrieben, wo sie ausdrücklich darum bat, als er 20 wurde, jetzt lass den Jungen mal in Ruhe, er ja nun mal keine Funktion im Königshaus, er will jetzt seine Ausbildung machen und er will ein eigenes Leben führen. Und dann ist er ja auch nach Amerika gegangen, nach Kalifornien, um dort ein Studium aufzunehmen, das war zumindest der Plan, und auch ein bisschen aus dem Fokus rauszukommen.
speaker-0: Und glaubst du, dass Marius den Fokus auch tatsächlich nicht wollte? Also es ist eines ja das, was man sagt, das ist uns auch bekannt von anderen Mitgliedern von Königshäusern.
speaker-1: ...die auch in Kalifornien leben. Wir wollen jetzt keine Namen nennen.
speaker-0: Genau, die sparen wir mal aus. Keine amerikanischen Namen in unserem Podcast.
speaker-1: Das könnte uns jetzt aber wieder als Diskriminierung ausdenken. Ich sag einmal ganz noch, what is Simpson?
speaker-0: Wir nehmen es zurück, wir streichen. Da könnten wir eine eigene Folge drüber machen. Da ihr euch jetzt schon mal drauf freuen. Aber die Frage ist ja tatsächlich immer, dass eine was gesagt wird, wir wollen rausgehalten werden. Jetzt war das ein junger Mann und dann gibt es natürlich, ist es verführerisch natürlich doch im Mittelpunkt zu stehen und fotografiert zu werden. ich meine, dazu brauche ich noch nicht mal aus Adelsgeschlecht zu sein. Das ist ja ein Thema, das Jugendliche sowieso trifft. Also diese Sichtbarkeit und Und wie komme ich an und so weiter und so fort. Glaubst du, dass Marius tatsächlich auch diese Nähe zur Presse nicht wollte oder hat er das ausgenutzt? Das eine hat Mette Marup gesagt und das andere, was er wirklich in Kalifornien getan hat?
speaker-1: Na ja, schon bevor er nach Kalifornien ging, als er so 17, 18 war und noch in Oslo lebte, gegen Ende seiner Schulzeit, da hat er natürlich auch hinter den Kulissen Party gemacht, soweit man weiÃ. Aber ab und zu hat er dann schon auch mit seinen ersten Freundinnen Filmprämieren besucht und sich da sehr gerne auf dem roten Teppich gezeigt und fotografieren lassen und auch auf sich Aufmerksam gemacht. hat auch mal, weil er so mit Influencern und Schauspielern auch umgangen hatte, hat er auch in einer Reality-TV-Serie einmal einen kurzen Gastauftritt gehabt. Und ich würde jetzt einfach mal so aus der Anschauung sagen, wenn man wirklich komplett privat leben möchte, sollte man sowas vielleicht eher nicht machen. er schwankt. Ist schwer natürlich. Er hätte aber einfach mal auf seine Eltern hören können. Die haben bestimmt gesagt, also wenn musst du konsequent bleiben. Entweder du willst nicht dich der Ãffentlichkeit stehen, dann musst du aber einfach dich zurückhalten oder du suchst die Ãffentlichkeit, dann musst du damit leben, dass er über dich im Guten wie im Schlechten berichtet.
speaker-0: ... 17 Jahren echt schwer ist. Die Einschätzung, die, wir können das ja nur vermuten, die Einschätzung, dass das sowohl die Eltern wie auch die GroÃeltern getan haben, also wenn ich an Harald und Sonja an diesem zugedenke, da stell ich mir immer die Frage, da waren die vielleicht ein bisschen zu groÃzügig. Die haben natürlich an ihr kennenlernen gedacht und wollten nicht, das mit Mared und Horcón und so weiter und so fort, dass die dieselben Probleme haben und die wollten, dass sie einfach glücklich werden und sich lieben und das tun sie ja wohl auch, dass das alles gut
speaker-1: Dass die Kinder auch so normal wie möglich aufwachsen können. Denn in Skandinavien, auch in Norwegen, ist es ja schon so, dass sehr viel Wert draufgelegt wird, dass alle Menschen erstmal gleich sind und keiner sich als was besseres fühlen soll. Das ist diesen Skandinaviern sehr, sehr wichtig. Natürlich spielt das Königshaus eine besondere Rolle und trotzdem zeichnet sich ja eigentlich eine groÃe Volksnähe aus. Gerade der verstorbene König Olaf ist ja dann zum Teil sogar auf den Holmenkollen zum Skifahren mit der U-Bahn gefahren, seinen Skiern über der Schulter. auch mit immer, die waren immer mit sehr wenig Personenschutz unterwegs. Jedenfalls bis 2011, als dieser verrückte Breivik, dieser furchtbare Attentäter da so viele Menschen umgebracht hat und Bomben in Oslo platziert hat.
speaker-0: Wollen wir noch mal sehen, wie offen diese Gesellschaft war? Ja, ja. Kann man da an Stoltenberg denken und so weiter? Auch.
speaker-1: Ja, also ich weià jetzt nicht, inwieweit die GroÃeltern so Einfluss genommen haben auf Marius, dass sie ihn sich mal zur Brust genommen und gesagt haben, pass mal auf Folgendes, kommt wahrscheinlich auf dich zu, wenn du jetzt älter wirst, wir raten dir, dich so und so zu benehmen. Aber gut, ein Teenager, junger Mann in der Rebellionsphase vielleicht auch, der wird dann auch nicht immer ganz klug und überlegt gehandelt haben. Und man weià gerüchteweise, dass er auch in seiner Schulzeit schon jetzt nicht ganz einfach zu Hand haben war, ein sehr unruhiger Junge, der die Rebellion auch wirklich ausgelebt hat. Schon damals, wann es mit den Drogen wirklich angefangen hat, da bekennt er sich verhäutet. Das wissen wir nicht, aber da sprechen wir später auch noch.
speaker-0: Genau, das punktende mich nochmal an eine andere Qualität. würde gerne nochmal bei diesem Thema schreiben. Also wie verheide ich mich als junger Mann, der nun nicht mehr so gesehen wird? Aber natürlich will man als junger Mann gesehen werden. Man nutzt das vielleicht auch aus, ist sich über die Konsequenzen nicht. Das ist halt die Pubertät. Ist sich über die Konsequenzen nicht ganz im Klaren. Aber Wie wurde er eigentlich gebrieft? Wenn wir heute über Heiraten sprechen, Königshäusern, da wird immer gesagt, die wussten das nicht, die haben das nicht gelernt von Anfang an. Hatte Marius so eine Erzieherin oder jemanden, der zur Seite stand, auÃer die Eltern, die kronprinzenpflichten auch da hatten, hatte er eine Erzieherin oder hat das Mette Mare doch recht nah ihn erzogen?
speaker-1: Also es ist nicht wirklich belegt, dass er jetzt eine Kinderfrau oder eine feste Betreuung über viele Jahre gehabt hätte. Es gab sicherlich immer mal Babysitter und so, aber eigentlich waren Hawkon und Mette Marit immer sehr Hands-on Eltern, sowohl bei Marius als auch bei den anderen beiden Kindern. Man weià auch aus den ersten Interviews von der jetzigen Thronfolgerin Ingrid Alexandra. nach ihrem Vater Thronfolgerin, dass sie sehr stark Bezug darauf genommen hat, was sie von ihren Eltern jeweils direkt gelernt hat über das Leben und wie sie jetzt ihr Leben gestalten möchte. Und das klang alles schon so, wenn sie mal Einblick in ihr Privatleben gab, dass sie eigentlich zu Hause in Skaugum wie eine ganz normale Familie miteinander gelebt haben. Und die Kinder wurden dann auch persönlich zur Schule gebracht, zu FuÃ, weil die Grundschule war ja direkt vor den Toren. Und das Haus in Skaugum ist ja auch kein Palast. Das ist ja kein Buckingham-Palast. Das ist ein nettes, kleines Landhaus. Das ist nicht besonders groÃ.
speaker-0: Das ist deswegen so, weil ich mir natürlich die Frage gestellt habe, wenn wir wieder zurückspulen, Mette Mare bürgerlich, Hintergrund, es kommt eben nicht aus diesem Stall, hat bestimmte Sachen einfach nicht mitbekommen. Und jetzt ist es diese zukünftige Königin, die nun wieder natürlich auch, ich gehe davon aus, dass es bei der Thronvorgang, also bei der Ingrid Alexander genauso läuft, diese enge Erziehung. Kommt denn überhaupt noch so ein Aspekt voraus? Also diese Strenge, nenne ich das mal eine Strenge. Das hast du als Mitglied einer Königsfamilie, egal ob du so ein Royal bist, der offiziell ist oder nur ein Königsmitglied. Wer bringt dann diesen Menschen das bei? Und wurde Marius das überhaupt beigebracht? Wie soll Matt Mare ihm das beibringen, wenn sie es selbst gar nicht kennt?
speaker-1: Na ja gut, aber sein Stiefvater, zu dem er ja eine sehr enge Beziehung hat, das weià man wirklich. Der weià ja, wie es geht. Der ist ja als Tonfolger erzogen worden.
speaker-0: Hat der die Zeit dazu?
speaker-1: Also ich habe den Eindruck, dass er sich die Zeit immer wieder genommen hat, denn es sind diverse, über die ganze Kindheit und Jugend diverse Vater-Sohn-Ausflüge, so Wochenendausflüge oder Kurzreisen bekannt. Ich glaube, dass er schon diesem jungen Mann ein wirklich guter Vater war, zumal Marius seinen leiblichen Vater nicht so irre oft gesehen hat. Eine Zeit lang war er mal jedes zweite oder dritte Wochenende da, eine Zeit lang war sein leiblicher Vater auch. verheiratet und da gab es auch Stiefgeschwister, da hat er sich wohlgefühlt, war er dann jetzt ein paar Jahre so, als er Teenager war, regelmäÃig dort. Aber den Haupterziehungsanteil haben Mette Maret und Horcon geleistet, nach allem, was ich weiÃ. Und ich schätze schon, dass der Stiefvater als männliche Vorbildfigur ihm versucht hat, beizubringen, wie wird man ein anständiger Mann. Aber auch unter dem Aspekt sei dir bewusst, du musst dein eigenes Leben finden, du musst gucken, wie du dich später ernähren willst, weil du wirst ja im Königshaus keine Rolle haben. Aber trotzdem wird es nicht so streng gewesen sein, wie früher. Zum Beispiel, wenn man an König Charles denkt, als der zum Thronfolger herangezogen wurde. Der ist ja sehr, sehr stark von Kindermädchen erzogen worden, die ihm sehr streng beigebracht haben, gutes Benehmen und auf was er alles achten muss. Und er ist da sehr, sehr klar daraufhin erzogen worden. Und von seiner Mutter ist er dann irgendwann in die Kunst des Monarchseins eingeweiht worden. So ist es in Norwegen ja jetzt auch nicht mehr. Und das war auch eine andere Generation.
speaker-0: Ich reite da deswegen so drauf rum, weil ich verstehen möchte gerne, wenn wir jetzt von Vorwürfen, die sind ja da, wer war schuld? Haben die Eltern falsch gemacht? Das fragen wir uns ja schon, frage ich mich auch, wenn ich Leute beobachte, dann würde ich auch gerne, obwohl ich keine Kinder habe, auch mal sagen, Mensch, ist das eigentlich so richtig jetzt? gerade wir beide sind Etikette-Coaches. Ja, aber wenn es dann tatsächlich die Frage ist, kann
speaker-1: Was haben die Eltern falsch gemacht?
speaker-0: frage ich mich gerade, kann so ein Kronprinzenpaar bei all den Verpflichtungen, die die haben, und natürlich meinen sie es gut, können die das eigentlich? Und meine Frage zieht eigentlich darauf ab, hätte man vielleicht sagen müssen, doch, da müssen wir jemanden so zur Seite stellen, nicht so streng wie bei Charles und so weiter, aber jemanden, der da auch coacht und sagt, so verhältst du dich, so verhältst du dich in der Ãffentlichkeit. Du darfst nicht mit dem Feuer spielen, du musst wirklich auf dich aufpassen, so gehst du mit den Leuten â und so weiter und so fort. Das kann ja ein Elternpaar, das kann ja schon ein normales Arbeiten des Elternpaar nicht unbedingt leisten. Und wenn sie dann auch noch so wie Sonja und Harald so nette GroÃeltern sind, die einfach nur das Gute vielleicht wollen und genauso mit dem Mairon und Horkhorn, vielleicht geht dann eben so ein Aspekt auch wirklich verloren. Und dann haben wir den Salat. Ja. Darauf reite ich ein.
speaker-1: Ich verstehe, was du meinst. Ich habe mich sehr intensiv mit diesem Fall beschäftigt, weil auch ich mich stark frage, wie konnte es denn so schrecklich schiefgehen mit diesem jungen Mann? Aber er ist ja nun mal nicht der Thronfolger oder ein Prinz. Das heiÃt, ihm jetzt einen männlichen Erzieher zur Seite zu stellen, der ihm einen besseren Start im Leben vermitteln soll. Ich glaube, das hätte man auch gerade in einem Land wie Norwegen als völlig absurd und übertrieben empfunden. Und was ich alles jetzt über die Persönlichkeit von Marius gelernt habe, der hätte das überhaupt nicht angenommen. Der ist kaum zu führen.
speaker-0: Und anders ist es so, wenn wir jetzt Ingrid Alexandra beobachten, hat es ja auch so geklappt.
speaker-1: Nach ihrem leiblichen Vater, Horcon, die ist sensibel, aber trotzdem weià sie auch, was sie will und lernt gut und leicht, als Marius, und hatte gute Schulnoten. Und jetzt studiert sie ja in Australien und auch dort scheint sie beliebt zu sein in ihrem Umfeld. Norwische Zeitungen haben ja mit ihren Mit-Studenten und Studentinnen dort gesprochen und die scheint ihren Weg gut zu machen. Und ihr jüngerer Bruder, das wäre Magnus, da weià man noch nicht so viel, der hat jetzt Abitur gemacht und will jetzt in den Bereich Film und Fotografie, das weià man, aber da er ja auch keine groÃe offizielle Rolle wahrscheinlich haben wird, ist jedenfalls kein Thronfolger, sind da die Berichterstattungsmöglichkeiten begrenzt. Der soll jetzt auch erstmal ein bisschen so seinen Weg finden, denke ich. Der wird auch nicht viel berichtet in den norwegischen Medien, da weià man kaum was. Es ist im Nachhinein schwer gerade, ich habe ja auch keine Kinder für uns als Nichteltern, sehr schwer zu sagen, wie hätte man es denn viel besser machen sollen.
speaker-0: Aber dennoch wird es uns beschäftigen, natürlich, das sind wahrscheinlich Fragen, die dir ständig gestellt werden. Du berichtest ja natürlich und bleibst immer auf dieser Oberfläche. Wir wollen es ja ein bisschen anders noch machen hier in unserem gemeinsamen Podcast, dass wir vielleicht tatsächlich mal so Moral, Ethik, wie soll man das denn, wie soll man denn aus so einer Nummer rauskommen? Das ist wirklich, wirklich, wirklich schwierig. Man kann eigentlich fast nur alles falsch machen. Mich würd noch mal eine Sache interessieren, das wäre Magnus, der ja auch nicht zu... kein Tromfolger ist? Hab ich richtig verstanden, ne? â
speaker-1: Richtig, wie ich eben sagte, er wird vielleicht irgendwann eine untergeordnete Rolle übernehmen, wenn er das möchte. Das ist noch nicht endgültig entschieden.
speaker-0: Wie ist es damit abharmagen?
speaker-1: In Norwegen ist es so, dass nur die, die wirklich arbeiten, repräsentieren, wirklich eine Abanage bekommen. Im Moment sind ja Ingrid Alexandra und auch ihr Bruder, die sind beide volljährig, aber die sind ja noch in der Ausbildung. Die werden noch finanziert. in dem Moment, jetzt z.B. Zvere Magnus sagt, ich mach mich jetzt als Fotograf oder als Filmproduzent selbstständig in die Tüte gesprochen, dann würde er nichts mehr bekommen. Dann ist er ja ein Privatmensch, der einem Beruf nachgeht.
speaker-0: Also genau. Auf die Ausbildung will ich mich hinsetzen.
speaker-1: Und falls er dann doch mal irgendwie einen Termin wahrnimmt, weil er darum gebeten wird, würde er halt so eine Art Auslagenerstattung bekommen. Aber er würde nicht durchgefüttert werden sein Leben lang.
speaker-0: Und es ist natürlich das Marius, darauf will ich mich hinaus. Da fragt man sich natürlich, wer bezahlt dir jetzt auch die Strafprozesskosten und so weiter? Wird das durch die Apanagen, der von Femette Marit und Horkum bezahlt oder wird es über andere Wege, Kapitalanlagen und so weiter, die ja letztendlich auch daher kommen, bezahlt? Wahrscheinlich hätte kein Mensch danach gekreht, wenn jetzt Marius, der hätte seine Ausbildung gemacht. Natürlich bezahlen das die Eltern irgendwie. Dann hätte er seinen Weg gemacht und hätte irgendeinen Beruf ausgeführt. Aber das kommt jetzt natürlich wieder hoch. Und man sagt, jetzt hat er ja diese Tollenvoraussetzung eigentlich gehabt. Das ist schon sehr privilegiert. Und trotzdem hat er nichts daraus gemacht. Das wird ja auch unterstrichen von dem, was er selbst ja preisgibt und sagt, du kannst es besser erzählen. Du hast es live mitgekriegt.
speaker-1: Sein Trauma ist wohl tatsächlich, das hat er selber im Gerichtssaal so gesagt, er leidet darunter, dass er, egal wo er hinkommt und wen er kennenlernt, er ist vor allem bekannt als der Sohn von der Kronprinzessin Mette Marit. Und die Leute sehen vor allem erst mal diese Beziehung zum norwäischen Königshaus. Und er fühlt sich oft als Mensch, wie er halt so ist, dahinter gar nicht richtig gesehen. Er ist nur bekannt als Sohn der Kronprinzessin. Man muss auch sagen, er ist jetzt 29, er hätte ja mal versuchen können, was zu leisten in der Zwischenzeit. Vielleicht wäre dann auch wegen seiner Leistungen bekannt, aber die Kurve hat er halt nie wirklich gekriegt. Aber â deine vorige Frage ein wenig zumindest zu beantworten, der Kronprinz hat negativ bestätigt, die Prozesskosten jetzt oder auch Anwaltskosten oder wie auch immer nicht aus der staatlichen Apanage stammen vom Kronprinzenpaar. Sie haben auch ... gesagt, sie würden die Miete für seine Wohnung, jetzt hat er inzwischen eine eigene Wohnung in einem sehr schönen Stadtteil in Oslo, es wird behauptet, dass sie diese Miete auch nicht bezahlen und wo das Geld sonst herkommen soll, keine Ahnung ehrlich gesagt. Die ganze Zeit lang hat er ja eine gar nicht so hohe Apernage von ungerechten 2000 Euro im Monat bekommen. Nur wenn man bedenkt, wie er davon gelebt hat, da kann er unmöglich nur von 2000 Euro im Monat gelebt haben. Das passt einfach nicht von der Höhe. Stichwort Kapitalanlagen. Man kann vielleicht vermuten, dass das Königshaus private Gelder oder Anlagen vielleicht im Ausland hat, die noch aus der Zeit Horkons des 7. stammen und seiner Frau, weil die Frau von Horkons im 7. war eine britische Prinzessin, Mord. Die hat natürlich von ihrem Vater etwa dem 7., der ein groÃes Vermögen hatte, hat ja auch Ländereien, Immobilien und alles Mögliche bekommen.
speaker-0: Das ist schon mal ganz wichtig, dass wir sagen, es gab einen Teil, wo es war zuerst der Ei-Henne und so weiter. Wo kommt denn das Geld hin? Also es gibt einen privaten Teil, der aus einer ganz anderen Zeit kommt. hat mit den Abanagen gar nichts zu tun. Und unsere Hoffnung ist, dass es darüber bezahlt wurde. Warum ist es unsere Hoffnung? Das ist ja jetzt die ethische Frage, dass man natürlich sagt, ja, Mensch, wenn das denn so ausschweifend ist, dann muss man sich natürlich fragen, Hallo, das kann mir ja nicht angehen, dass Steuergelder so ein Jet-Set-Leben letztendlich fühlt, â wo nichts kommt. Obwohl man solche tollen Voraussetzungen gehabt hat. Und das würden sich andere von uns sehr wünschen, dass sie vielleicht solche Voraussetzungen gehabt hätten.
speaker-1: und finanzieren. muss sich die Monarchie dann leider im Moment auch gefallen lassen. Man kann natürlich nicht völlig ausschlieÃen, ob der leibliche Vater Morten Borg, ob der vielleicht doch im Laufe seines Lebens Geld zusammen bekommen hat durch Tätigkeit.
speaker-0: Was für Verhältnisse kommt sein Vater?
speaker-1: Der kommt aus eigentlich auch ganz guten, groÃbürgerlichen Familie. Aber der hat eben auch sehr früh wirklich auch durch eine Verurteilung als Drogendealer und wegen Drogenkonsums hat er sein Leben auch ein wenig unstet begonnen und er hat dann nicht näher spezifizierte geschäftliche Aktivitäten entfaltet. Hat auch Kontakt zu durchaus reichen. Norwegischen Geschäftsleuten, davon, Per Morten Hansen sitzt gerade wegen Geldwäsche im Knast, ist aber sehr, reich. Also man weiÃ, dass dieser Per Morten Hansen auch einen Job für Marius und Nonnon mal klar gemacht hat vor ein paar Jahren bei einer Zeitung, einer Lifestyle-Zeitung. Hat aber auch nicht lange gehalten, aber man geht davon aus, dass Marius oft von ihm auch zu Urlauben eingeladen wurde von diesem reichen Freund von seinem Vater, auch nach Südfrankreich oder dass er irgendwann eine teure Uhr geschenkt hat. Marius bewegt sich ja auch in Kreisen, die sehr, sehr wohlhabend sind. wo man auch mal locker zu teuren Reisen eingeladen wird, wo uns anderen denken.
speaker-0: Naja, das Problem, wir auch Politiker haben. auch ein sehr krasser Glücklicherweise finde ich, das ist in der letzten Zeit eigentlich gar nicht so präsent. Aber eine Zeit lang hat man sich ja gefragt, in den 2000ern, wieso fällt ihr eigentlich immer wieder auf denselben Clou rein? Wie kann ich mich einladen lassen als Politiker? Und da ist natürlich genau dieselbe Frage. Das war der Queenie auch sehr, wichtig, dass es bloà keine Vorwürfe gibt, dass da eine Vorteitsnahme irgendwie möglich ist. Einfach reisen und so weiter und so fort.
speaker-1: Ja, man muss dazu jetzt einiges sagen. Die Queen selber hat natürlich relativ einfach gelebt und Urlaub im eigenen Land gemacht, in Schottland und so. Das einzige, wo sie dann schwach wurde, wenn ihr irgendein arabischer Scheich an Rennpferd geschenkt hat, weil sie halt Hunde und Rennpferde liebte. Und bei Charles wiederum weià man ja auch, dass der reiche Freund hat und von denen dann gerne sich mal auf die Yacht einladen lässt, â mit Camilla dort zu sitzen und sie liest und ermalt und das machen die dann schon auch. Weil sie sagen, wir kennen die doch seit 20, 30 Jahren und die haben halt eine schöne Yacht, wir haben keine Yacht, warum sollen wir mit denen nicht auf der Yacht in den Urlaub?
speaker-0: Was ja auch stimmt. Das muss man sich ja auch fragen. Wir unterhalten uns so oft darüber, Kathrin. Die Frage, die wir uns privat stellen, die ich dir auch stelle, auf der einen Seite will ich so was Gottgleiches nicht haben. Sondern es soll möglichst bürgerlich sein. Und wenn es bürgerlich ist, mit all den Verfehlungen, da kommen, dass man ein Pferd ganz schick findet oder auf einer Jacht mitfährt und so. dann ist es auch wieder nicht gut. Dann soll es doch wieder Gott gleich sein. Da sind wir natürlich auch, das ist natürlich auch nicht so ganz ehrlich, wie wir damit umgehen.
speaker-1: Also ich würde vielleicht von dem Begriff Gott gleich weg wollen und sagen, wir erwarten, dass die uns ein Vorbild sind, dass sie ein Vorbildcharakter haben. Und es kommt gerade in GroÃbritannien ja schon im Grunde aus der Zeit von Queen Victoria, das heiÃt von ihrem deutschen Garten Albert, der eigentlich die Idee hatte, wir sind die bürgerlich anmutende königliche Familie, wir haben neun Kinder und wir sind alle wahnsinnig viktorianisch. Hinter den Kulissen waren sie es natürlich gar nicht, Albert und Victoria schon, aber die Kinder haben es ja zum Teil schon brutt getrieben, gerade der älteste Bürger.
speaker-0: Ich weiÃ. Victoria Auffraht hat so ganz so viktorianisch...
speaker-1: Selbstfahre gar nicht so viel. Nein. Aber wie ist das? Genau. Nein, aber daher kommt diese Idee, dass die erste Familie des Landes im Grunde sich gerne geriert als eine Bürgerliche, die aber ab und zu dann mal den Herberlin-Umhang umhängt und sich eine Krone aufsetzt. Und diese beiden Seiten der Monarchie, wir sind ganz, ganz ethisch korrekt und eine ganz normale bürgerliche Familie mit ganz hohen Standards. Aber wir sind auch was ganz arg Besonderes, weil wir eben die Herrscher des Landes sind und ab und zu gibt es dann halt irgendwie goldene Kutschen und Krönungen und sowas. Das ist schon schwer in Einklang zu bringen, weil das mit dem Gottgleichen, was du sagtest, das ist ja eigentlich lange vorbei, dieses Gottesgnadentum, dass man wirklich dachte, dass dieser Herrscher von Gott eingesetzt ist. Das ja eigentlich heute gar nicht mehr.
speaker-0: Wenn wir jetzt auf Marius nochmal zurückkommen, das ein bisschen aufzuarbeiten. Also wir können sagen, liebe Volles Umfeld, gute Voraussetzungen gehabt. okay, er konnte auch seine Ausbildung machen und so weiter und so fort. Das hätte eigentlich alles klappen müssen. Und wahrscheinlich wäre das ein Skandal unter vielen gewesen. Jetzt kommt aber natürlich der unangenehme Teil, der wirklich unangenehme Teil, dass es jetzt strafrechtlich relevante Themen sind, wie Vergewaltungen, vorgeworfen wird, Gewalttaten, die vorgeworfen werden. Also das ist eine ganz andere Qualität. Und dann kommt der dritte Aspekt, das ist ja nicht einfach das Ganze. Jetzt kommt natürlich auch nochmal das ganze Umfeld von Mette Maret dazu, mit dem Jeffrey Epstein, der ist jeden Tag neues heraus, wo man sagen kann, das macht es wirklich jetzt sehr schwierig, auch wenn es, er hat sich ja zum Beispiel auch Tipps geholt, was adäquat wäre für so ein 15-jähriger Junge und hat sich Ratschläge geholt von ihm. Also das können wir natürlich alles nicht ausblenden, ist jetzt alles da. Das bringt jetzt noch mal eine andere Qualität.
speaker-1: Ja, da muss ich jetzt noch mal eingerätschen, weil ich das wirklich so ekelhaft fand. Der Ratschlag, auf den du anspielst, sie hat ihm tatsächlich, Abstein, eine Mail geschrieben und gesagt, was hältst du von meiner Idee, dass ich Marius Waller jetzt 15 geworden ist, sein Zimmer tapeziere mit lauter Bildern von nackten Frauen. Und das schreibt sie einem Mann, von dem sie wusste, dass er wegen ganz schlimmer Sexualverbrechen schon bereits verurteilt war und schon im Knast gesessen hatte. Deswegen, das geht doch einfach nicht. Was für einen moralischen Kompass hat sie denn da gehabt oder schien sie zu haben, nämlich gar keinen. ganz verqueren. Das finde ich, ganz schlimm. Und wenn man dann sieht, wenn die Mutter so tickt, das vielleicht dieses, dieser nicht warnde Kompass hat das irgendwie auf ihren Sohn abgefärbt, muss man sich auch fragen.
speaker-0: Womit wir wieder bei meinem Erziehertum sind. ich sage, ich komme vielleicht aus einem Umfeld und ich kann das nicht packen. Also darauf wollte ich eigentlich hinaus, dass ich selbst sage, ich komme aus einer anderen Welt. Ich möchte das gerne, aber ich habe eine besondere Verpflichtung auch meinen Kindern gegenüber. Die müssen halt anders erzogen werden als der normale Bürger, weil sie sonst vielleicht in ein schiefes Fahrwasser kommen könnten. Und da wird es schon bei Kleinigkeiten, wird das natürlich an die Presse geleakt und diskutiert. Und wenn dann natürlich noch so was Strafrechtliches oder eine Schwierigkeit in der Persönlichkeit nach vorne kommt, dann haben wir ein richtiges Problem. Und das finde ich ist eigentlich, wenn man über Vorwürfe reden kann und in die Zukunft guckt und sagt, ja, holt euch Menschen aus dem Bürgertum, ist toll. Aber es ist immer wieder die Frage. Ja, hat man denjenigen alleine gelassen, egal ob er jetzt in der Thronfolge ist oder nicht. Er ist ja präsent, er ist ja da. Das finde ich ist tatsächlich eine Frage, die, glaube ich, die Monarchien sich gar nicht vorwerfen lassen sollten, aber die sie aufnehmen müssen und für die Zukunft verändern müssen, weil das ist nicht einfach.
speaker-1: Es ist eine Frage, die im Raum steht. ich würde an dieser Stelle sagen, nicht nur für jemand wie Marius, der eben nur so halb dazu gehört hat, immer auch diese Spare-Debatte. Also die jüngeren Mitglieder, die in die Familie hineingeboren werden und wo sich dann irgendwann abzeichnet, dass die keine offizielle Rolle im Königshaus werden, haben können oder wollen. Was passiert mit denen? Machen wir es wie in Dänemark, dass die ihre Prinzentitel loswerden und dann nur noch als Grafengräfin rumlaufen und wirklich darauf hin erzogen werden, ein normales Privatleben zu führen und ihren eigenen Job zu machen. Ist das die Blaupause oder muss es ein Mittelding geben? Denn trotzdem stimmt ja auch wieder, wenn du in so eine Familie hineingeboren wurdest und für 18 bis 20 Jahre auf den Familienfotos mit dabei bist und jeder im eigenen Land zumindest weiÃ, du gehörst dazu, kannst du ja nicht mit 20 auf einmal sagen, Schnitt, jetzt ist mein Studium vorbei, jetzt nehme ich einen Job auf mich und ich komme in meinen neuen Job und dort weià ja trotzdem jeder, wer ich bin. Egal, ob ich einen Titel habe oder nicht.
speaker-0: Vielleicht kannst du das, das setzt aber voraus, dass du von der Persönlichkeit einfach so gestrickt sein musst. Wir alle kennen Familien, ich selbst komme aus einer groÃen Familie und alle sind wir unterschiedlich. Wir haben ja einfach dieselbe Erziehung genossen. Es ist alles da und trotzdem sind wir komplett unterschiedliche Menschen. Deswegen Vorwurf, was haben die Eltern richtig gemacht, falsch gemacht. Das ist natürlich auch die Persönlichkeitsstruktur, die ich mal sehen muss. Jeder ist anders. Der eine kommt mit Druck zurecht, der nächste kommt mit Druck nicht zurecht. In der groÃen Familie geht es dann â den Streit. Wir kriegen die nächste Portion Rouladen auf den Tisch. Da muss ich sehr lange über die Szene. Es gibt eine wunderbare Szene in dieser Serie, die wir eben gerade schon erwähnt hatten.
speaker-1: Das
speaker-0: Da wird Harald dargestellt als jemanden, man könnte denken, schlechte Tischmann, hatte er. weià nicht, wer das Er hat immer unglaublich schnell gegessen und hat dann erzählt, ja, das ist eben so gewesen, immer wenn der König aufhört zu essen, das kennen wir ja auch noch aus anderen Geschäften. gut mangelnd wissen sogar. Ja, dann genau, auch wenn die Braut aufhört zu essen und dann wird abgeräumt, dann wird eben abgeräumt, weil jetzt passiert was anderes.
speaker-1: Tschüss.
speaker-0: Wenn natürlich dann der Monarch so schnell isst oder nicht viel essen möchte, dann isst man immer genötigt schnell zu essen. Und ich wusste wovon er spricht. Weil das bei mir auch so war. Natürlich habe ich die erste Portion schnell gegessen, um dann noch die zweite zu bekommen. Also wie seht, ist überall egal, wo man aufgewachsen ist. Wir haben uns verplaudert. Wo waren wir stehen geblieben?
speaker-1: vielleicht nicht viel. Kindheit und Jugend und wie es soweit kommen konnte mit Marius. Und jetzt sind wir aber schon näher. Kommen zu den Straftaten. Wir hatten zuletzt eben als kleinen Meilenstein 2017 der offene Brief von Mutter Mette Marit an die Presse. möge ihn doch in Ruhe seinen Weg finden lassen. Wie wir jetzt im Nachhinein wissen, hat er aber bereits 2018 dann schon die erste massive Straftat, mutmaÃliche Straftat begangen, die jetzt im Prozess vorgeworfen wird, nämlich eine mutmaÃliche Vergewaltigung.
speaker-0: Jetzt haben wir meine Straftat. Da finde ich, spätestens da muss man sagen, so jetzt kann man, jetzt ist aber auch immer mit Opfer und Klagen Schluss. Spätestens dann, auch in dem Alter, bin ich für meine Taten verantwortlich. Definitiv. Und da kann ich nie mehr sagen, ich hatte so eine schwere Kindheit oder dies oder das oder jenes. Das mag das andere, so wie den Charakter vielleicht, bedenken. Aber jetzt, jetzt bin ich wirklich für mich selbst verantwortlich. Allerdings trägt er Dazu bei, dass jetzt ein ganzes Königshaus in wirklich schlimmes Fahrwasser gewählt und hat eine ganz groÃe Verantwortung letztendlich da. Wie glaubst du, geht jetzt das Königshaus weiter damit â Mit diesem Prozess, den du ja, das musst mir auch nochmal erwähnt haben, die ganze Woche ja mit verfolgt hast.
speaker-1: Die erste Woche bin verfolgt, jetzt verfolge ich ihn weiter aus der Ferne, weil ich mich hier auch â andere drängende royale Probleme kümmern muss. sage nur Androma und Pattenwinzer.
speaker-0: GeiÃt mich ab!
speaker-1: Demnächst bin ich wieder da und werde auf jeden Fall die letzten Schlussplottiers und dann natürlich die Urteilsverkündung mit...
speaker-0: Osoll am 19. März sei Diffinity.
speaker-1: geplant für 19. März. Man weià nie, ob irgendwas passiert. Geplant laut Gerichtsakten für den 19.
speaker-0: kurz vor, also wenn man andere Prozesse so civilisieren
speaker-1: Und sind ziemlich lang, was meinst du?
speaker-0: Ja, ich grundsätzlich, was mir das Juristerei betrifft, finde ich, aber grundsätzlich, dass es alles sehr lang dauert. Sieben Wochen kam mir fast kurz vor, weil das so eine Tragweite hat.
speaker-1: Es hat eine groÃe Tragweite. Ich hatte ja auch ein Interview mit dem Staatsanwalt, der das Ganze führt in der Anklage und der hat es mir folgendermaÃen erklärt, die allerwichtigsten Straftaten, also die schwerwiegendsten Straftaten, die werden alle vor Gericht verhandelt, jeweils mit der Anklageschrift, mit der Aussage des Angeklagten und mit diversen Zeugen, die angehört werden und natürlich auch mit Fachleuten, zum Beispiel einem Schlafexperten, der zu den vier Opfern, die wahrscheinlich oder mutmaÃlich vergewaltigt wurden, immer wieder auch aussagt. Denn es geht ja sehr häufig darum, dass er seine Opfer im Schlaf angegriffen haben soll. Und die erhoffen sich von dem Schlafexperten, dass er Aufschluss darüber geben kann, die Schlafphasen und ob die Opfer wirklich geschlafen haben oder wach waren oder in einem Zwischenstand waren. Naja, es werden Experten gehoert, Zeugen. Aber einige der Straftaten, 38 insgesamt immerhin, die er begangen haben soll, die hat er ja schon zugegeben. Also zum Beispiel gewisse... Gewaltausbrüche und Drogensmissbrauch und Drogentransport. hat ja einmal irgendwie auch dreieinhalb Kilo Marihuana transportiert und so Polizistenbeschimpfung, Verkehrsvergehen. Das hat er alle schon zugegeben. Das heiÃt, das muss gar nicht mehr groà verhandelt werden. Das würde ja auch die Zeit...
speaker-0: Das Wetter ist tatsächlich diese maÃlichen Vergebeitungen.
speaker-1: Bedrohung und körperliche Gewalt einmal in einer Beziehung und einmal gegenüber einer jungen Frau, auch mit der er eine On-Off-Beziehung hatte. Das sind die schwerwiegendsten Straftaten, die werden in diesen sieben Wochen verhandelt. Und bisher geht man noch davon aus, dass es bei diesem Termin bleiben wird. Theoretisch könnte es natürlich dazu kommen, falls Marius jetzt einmal schwerwiegende gesundheitliche Probleme bekommt. Er hatte schon einmal einen Zusammenbruch in der ersten Prozesswoche. Das könnte natürlich theoretisch das Ganze verzögern. Er hat auch nicht unbedingt eine Verpflichtung, Tag beim Prozess anwesend zu sein. könnte auch mal zwei Tage nur seine Anwälte für sich sprechen lassen und dann versuchen, sich zu erholen und dann wieder auftauchen. Aber das ist Spekulation. Wir gehen jetzt Moment noch aus vom 19. März. Und ich verfolge das sehr engmaschig. Und man muss gucken. Ich habe schon in der ersten Prozesswoche den Eindruck gewonnen, als alle Details auch gerade dieser mutmaÃlichen ersten Vergewaltigung dargelegt wurden. Das war sehr belastend für alle Beteiligten sowieso und selbst für die Presse, die dabei war. Ich wollte es so genau eigentlich gar nicht wissen. Erstens erschreckend dieses Partyleben, was in manchen Kreisen dort geführt wird und wo er ein führender Teil war. Also wirklich nahezu mehrfach die Woche, oft jeden Abend. Ausgiebige Partys, man ging nicht nur essen und dann noch in den Club. Nach dem Club, nach Mitternacht wurden Leute eingesammelt, die dann noch mit zur Afterparty kamen. Gerne auch mal in der Residenz des Kronprinzen im Partikeller. Cool.
speaker-0: Das natürlich cool.
speaker-1: Aber dann wurden noch bis morgens um vier oder fünf Trinkspiele gefeiert, so Flaschen drehen und dann, wer auf wen die Flasche zeigt, mit dem muss dann der oder der, die die Klamotten tauschen, oder die und die muss ich ausziehen, oder der muss den küssen. Solche Spiele halt. Ich meine, das waren jetzt keine Teenager, das waren Leute zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Was für ein leeres Leben, wenn man das Bedürfnis hat, jeden Abend zu bescheuerte Partys und dann eben auch noch Drogen. Super viel Alkohol, Drogen in den meisten Fällen. Und so sieht das Leben von Marius Holby aus. Er wurde einmal gefragt zu bestimmten Details zu dieser einen angeblich ersten Vergewaltigung im Dezember 2018. Und der Staatsanwalt liest nicht nach und sagt, sie müssen doch noch wissen, was sie da mit der Frau gemacht haben oder nicht gemacht haben und wo sind sie hingegangen, wo kamen sie her. Und da hat er ganz flapsig gesagt, hören Sie doch auch immer wieder nachzufragen, mein Leben besteht aus solchen Partys. Wie soll ich mich jetzt nach so vielen Jahren daran erinnern, was an diesem einen Partyabend los ist?
speaker-0: Das ist wahrscheinlich auch sehr schwierig für ihn, macht es nicht besser. Kathrin, würde gerne an der Stelle, alles weitere Spekulationen, müssen gucken, hast es schon gesagt, du musst vorsichtig sein, du beobachtest das Ganze. Wir werden natürlich noch weiter berichten über diesen Teil. Wir haben in unserem Podcast immer einen News-Teil, der sowieso solche fortlaufenden Geschichten mit aufnimmt. immer, womöglich aktuell.
speaker-1: sein.
speaker-0: Das werden wir natürlich auch weiterhin machen. Ich würde gerne eine Sache noch, eigentlich den Dreh mal hinzubekommen zu Mette Marit. Ist ein Ãbergang, ein Ãbergang, mir einfällt, der von Marius nämlich das Handy ist. Es wurde ja irgendwie ein Handy beschlagt.
speaker-1: Ja dringend. Dies Jahr noch, der US. Ja, bei der ersten Verhaftung.
speaker-0: bei der ersten Verhaftung und da fehlt die SIM-Karte und da stand irgendwie auch im Raum, hat Mette Maret da jetzt als Mutter Beweise vernichtet, weil sie hat auch unten, was sie sehr lustig fand, sie hat irgendwie diesen Party-Kell aufgehäumt und so weiter.
speaker-1: Nein, nicht den Partykeller. war ein anderer Zusammenhang. Sie hat das Häuschen auf dem Gelände von Skyrim, wo Marius damals seinen Wohnsitz hatte. Das hat sie aufgerufen.
speaker-0: Das hat sie aufgeräumt. jetzt stand aber, stand im Raum, dass sie vielleicht Beweise vernichtet hätte. Hat sie glaube ich nicht bewahrheitet kommen kann man so nicht weiter.
speaker-1: Also sie hat es abgestritten und sie ist nie dazu offiziell befragt worden. Und ohne dass man ihn gefragt hätte, hat Marius am zweiten Verhandlungstag vor Gericht einflieÃen lassen. Er wüsste ja, dass das seiner Mama, Zitat, er hat nicht gesagt meine Mutter oder die Kronprinzessin, sondern hat vor Gericht gesagt, meine Mama wurde vorgeworfen, sie hätte da irgendwie mal an meinem Handy was rausgenommen, Beweise vernichtet. Hat sie nicht, sie kam zwar vorbei, sie hat aber nur abgewaschen.
speaker-0: Okay. So viel dazu. So viel dazu. Ja. Jetzt ist hier die Frage, die Rolle von Mette Maret im Zusammenhang mit Jeff Epstein. Was da alles so und ich will auf die Langeweile hinaus. Das hat ja auch noch einen Charakter. Kommen natürlich Dinge jetzt zum Vorschein, die unappetitlich sind. und sich am Kopf fasst und so weiter. Wenn es dann allerdings um die Beurteilung anderer Könighäuser geht, also diplomatisches Parkett und so weiter, hat sich Mette Maret ja auch nicht so mit Ruhm bekleckert. Jetzt kam natürlich durch die Files raus, was sie dann von der ein oder anderen Veranstaltung, offiziellen Veranstaltung gehalten hat. Wirklich? Genau. Vielleicht machst du uns dazu noch mal ein bisschen berichten.
speaker-1: Ja, also die Zeit, die man jetzt in den Epstein-Akten nachverfolgen kann, das ist so mehr oder weniger 2011 bis 2014 plus minus. Da war sie in sehr engem Kontakt mit ihm, wirklich Hunderte von E-Mails ausgetauscht, hat ihn ja auch besucht in seinem Haus in Florida, hat ihn getroffen in Oslo, wer weià wo. Und sie hat ihm auch dann immer so spontan, so tagebuchartig geschrieben, ja, also ich bin jetzt hier gerade mit meinem Mann gewesen auf der Hochzeit des Tonfolgerpaar auf dem Lutz, Luxemburg. Das jetzige. GroÃherzugspaar seit letztem Oktober. Und mein Gott, wie langweilig. Und ich wünsch, du könntest kommen und mich hier retten. Und das sind ja alles so quasi sinngemäà Mumien, die auch nicht mehr lange leben werden. alles so furchtbar. Also das geht einfach nicht. Also wenn man das zu seinem Mann sagt, hinterher störend, während man die Schuhe auszieht nach dem Galabankett, okay. Aber man kann doch nicht einem, einer Type wie Epstein so was schreiben. Das ist so was von illoyal und unpassend im höchsten MaÃe, muss ich dir nicht sagen. Aber ich kann gar nicht aufhören, mich darüber aufzuregen.
speaker-0: Ja, und das ist natürlich etwas so der rosa Elefant, â
speaker-1: kann man nicht mehr auslöschen. Leider nicht.
speaker-0: Genau, und das ist tatsächlich auch wieder so eine Qualität, die macht es natürlich Hawcon oder wird es ihm später sehr, sehr schwer machen, wenn er mal die Thronfolge antritt. Wie geht die Presse, wie geht die Ãffentlichkeit damit â und sagt, ist das so ein No-Go, dass jetzt schon gesagt wird, Mette Mared ist überhaupt nicht mehr haltbar?
speaker-1: Also wirklich schon seit einigen Wochen, Grunde schon fast seit Ende der ersten Prozesswoche, also seit der ersten Februarwoche, kam sehr schnell die Frage, wirklich auch in sonst eher königspositiven, königspfondlichen Medien, kann sie unter diesen Umständen überhaupt noch Königin werden? Weil der zentrale Punkt war, wir haben es glaube ich auch schon mal erwähnt, heutzutage fuÃt die Monarchie sehr viel stärker noch als früher einfach auf dem Vertrauen ihrer Menschen in dem Land, ihres Volkes. Die Vorbildfunktion rechts fährt sich auch sehr stark daraus, dass das Volk ein groÃes Vertrauen darin hat, dass diese Königsfamilie gute Entscheidungen trifft und ein Vorbild ist. Und Mette Marit hat sich selber komplett disqualifiziert. Sie wurde â nicht in allen norwischen Kreisen durchweg als Vorbild wahrgenommen, die ganze Zeit, seit der Hochzeit.
speaker-0: Der Sonja
speaker-1: Also Sonja hat schon mehr gehabt. Ich glaube, inzwischen hat sie es wirklich bewiesen. Aber die ersten zehn Jahre ihrer Ehe wurde sie von vielen Hofbeamten auch noch abgesnobbt. Und Mette Marit, da gab es ja auch die ganze Zeit über die ältere Herrschaften, sagten, selbst eine der Schwestern von König Harald hat gesagt, ich hoffe, ich sterbe, bevor diese Frau Königin wird. Und viele Menschen haben sich geweigert bei Empfängen, bei der Empfangslinie, wo man dann den König Königin Horcón begrüÃt, Diener macht, Knicks macht. Vor Mette Marit haben manche nicht geknackst, weil sie das überhaupt nicht eingesehen haben. Dass diese Person, die sich jetzt auch nicht gerade viele Jahre lang durch groÃen, Arbeitseifer fürs Königshaus hervorgetan hat, dass sie der diese Ehre erweisen, weil sie hat einfach... Ja, bevor bekannt war, dass sie krank war. Ihr wurde sehr schnell nachgesagt, dass sie gerne die Privilegien und die Luxusseiten ihrer neuen Rolle oder ihrer neuen Familie aufnimmt, aber dass es ihr wirklich an Engagement mangelt.
speaker-0: das ist schon eine Aufwärtskrankheit.
speaker-1: Man war viel vor, dass ich keine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium hätte, dass sie sich nicht genug kümmert.
speaker-0: Ich da nur den Rücksprung schaffen, weil mir das jetzt gerade so auffällt. Nochmal wieder. Also Mette Maret übernimmt die Erziehung dieses Jungen. Sie ist diejenige, die selbst keine Ausbildung hatte, was ja nicht verwerflich ist. Sie ist diejenige, sich die Kirchen als Cherrypicking vorantreibt. Das wirft man ihr zumindest vor. Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm. Also da frage ich mich tatsächlich, auch Horcon muss ich doch gefragt haben, wie soll diese Frau, der kennt ja seine Frau hoffentlich, wie soll die dann überhaupt die wirklich wichtigen, ist sehr, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh,
speaker-1: Wenn sie die selber nicht wirklich finden. Ja, also jetzt, wo man einen Einblick in ihre private Korrespondenz mit Herrn Epstein hatte, muss man sich wirklich fragen, hat sie dem norwegischen Volk all die Jahre nur was vorgemacht, als sie ihre Vergangenheit abgeschworen hatte und sagte, ich will jetzt hier ein aktives Mitglied des Königshauses sein und euch dienen als norwegischen Volk? Oder hat sie das nur so vor sich hin gesagt, damit sie den Kronprinzen heiraten kann und dann irgendwie schön Designerklamotten bestellen? Denn das wurde ja auch vorgeworfen, dass sie ungewohnt fleschi unterwegs ist für ein Norwegisches, Mitglied eines norwegischen skandinavischen Königshauses, die sich normalerweise eher ein wenig zurückhalten mit ganz, ganz teurer ausländischer Designer-Mode. Das wurde ihr schon auch mal vorgehalten. Und jetzt im Nachhinein muss man sich wirklich fragen, ein weiteres Mal hat Horconde einfach wirklich daneben gegriffen.
speaker-0: Für mich beschäftigt das immer so, ich weià nicht, wie es unseren Zuhörern und Zuhörern geht. Mich beschäftigt das so, mich ärgert das so. Mich ärgert das so maÃlos, die, wirklich arbeiten, egal wo wir hingucken, auch in GroÃbritannien verfolgen wir das ganz besonders, die, wirklich echt viel arbeiten und ganz viel tolle Sachen machen, all das geht in den Hintergrund und die Schwarzen Schafe. Die sind es dann, über die wir uns natürlich auch so lange unterhalten müssen und die das so mit FüÃen treten. Also diese Institution mit FüÃen treten, die uns beiden auch so viel wert ist. Wie muss es erst jemanden der in Norwegen lebt, wenn ihm diese Institution so wichtig ist. Und dass man damit so maÃlos und so unvorsichtig umgeht, das ist, finde ich, eine schreiende Ungerechtigkeit. Trotz alledem muss Horcun damit jetzt umgehen. Aber wie soll der damit umgehen? Also was glaubst du? Also, Ser...
speaker-1: Es werden verschiedene Lösungen, in Anführungsstrichen, also verschiedene Szenarien diskutiert, wie es weitergehen könnte. Manche Menschen fordern, wenn Horakon König werden möchte, müsse er sich vorher von ihr trennen. Nach dem Motto, sie soll gehen und ihren Missrat mitnehmen. Ob das wirklich eine Option ist, ich weià es nicht, kann es nicht beurteilen. Es gab schon auch vorher mal Gerüchte, dass die Ehe in Schwierigkeiten sei phasenweise. Weià ich nicht. Das wäre jetzt wirklich spekulativ. Oder es gebe theoretisch die Möglichkeit, dass er in dem Moment, wo sein Vater Harald stirbt, der ist ja immerhin auch schon 88 und hat verschiedene ernsthafte Krankheiten schon, jetzt Herzschrittmacher und alles Mögliche, dass er dann den Thron direkt an seine Tochter Ingrid Alexandra war.
speaker-0: Wie man das sieht von Harald mit zwei Krücken. Und wir sind von selbstverständlich, naja, der arme Mann. Und auf der anderen Seite ist es genau das, ähnlich wie bei der Late Queen, dass man sagt, Mensch, wow. Das ist Pflichtbewusstsein. Das ist echt Pflichtbewusstsein. Und da sind wir ja bei der Vorbildfunktion. Die leben das auch wirklich vor. Und ziehen das durch bis zum Letzten. kann man nur den Hut vorziehen, ich. Das darf gar nicht in so... Das muss man vielleicht in diesen Zeiten viel mehr noch betonen. Fällt mir auch jetzt gerade auf. Weil sonst das Negative wieder so raumgreift. Das man sprechen muss natürlich. Aber trotz alledem auch immer sehen, hallo, da gibt es auch noch eine andere Seite, die dir das auch ausgleicht. Und jetzt kommt es eben aufs Verhalten drauf an. Auf das Krisenmanagement, ja.
speaker-1: Ja, auf das Krisenmanagement. Denn ich muss sagen, ich bin eigentlich ein groÃer Horcone-Fan. Ich habe ihn auch schon ein paar Mal persönlich erlebt und er macht einen sehr guten Eindruck auf mich. Und er hat ja eine sehr gute Ausbildung. Er weiÃ, er ist sehr gut vorbereitet auf seine künftige Rolle. Und er ist auch derjenige neben seinen Eltern, der am allermeisten arbeitet. Natürlich, er macht sehr viele Termine. Ist ja häufiger auch schon Kronprinz-Regent, wenn sein Vater krank ist oder auÃer Landes, wie jetzt gerade wieder. Am Samstag hatte König Harald Geburtstag jetzt gerade, wo wir am 23.02. die Folge aufnehmen. Am 21. Februar hatte der König Geburtstag, ist dann 89 geworden tatsächlich schon. Und Horcon dann wieder von den Olympischen Spielen zurück, wurde Kronprinzregent, führt den Staatsrat an jeden Freitag. Aber was ich schwierig finde im Zusammenhang jetzt mit dem Prozess gegen seinen Stiefsohn und dann wurde der natürlich im Gefängnis besucht von Horcon und Mette Maret und dann stand da die Presse vor dem Gefängnis, hat ihn gefragt. Ja, was ist denn jetzt und wie soll es jetzt weitergehen? Ihr müsst jetzt mal ein paar Fragen beantworten, wie es dazu kommen könnte. Was macht ihr, wenn der hinterher ins Gefängnis muss nach dem Prozess? Wie soll es jetzt weitergehen? Und da hat er tatsächlich gesagt, das will ich jetzt alles gar nicht hören, diese Fragen. Ich will die auch gar nicht beantworten. Ich muss jetzt erst mal nach Hause jetzt wieder und mich â meine Herde, â meine Familie kümmern. Also er hat sich selber nur noch als Familienvater gesehen und dargestellt.
speaker-0: grundsätzlichen Problem.
speaker-1: Das ist ein grundsätzliches Problem. Er ist nun mal in dieser Doppelfunktion. Er kann niemals nur Familienvater sein. Er muss immer auch den Thronfolger in sich im Blick haben. er ist die Zukunft der Monarchie-Stand heute. Das geht so nicht. Er muss immer im Blick haben, was das für sein Volk bedeutet, ob er dann noch tragbar ist für sein Volk. Die Norweger wollen antworten. Gerade von ihm und vor allem von Mette Marit. Die hat sich jetzt schon geäuÃert, hat bisher aber nur gesagt, ja, ich weiÃ, ich habe wohl irgendwie schlechten Geschmack bewiesen durch mal eine Urteilsfähigkeit in Bezug auf meinen Kontakt hier mit Herrn Erbstein. Aber in dieser Situation kann ich mich jetzt nicht weiter zu äuÃern. Ich melde mich dann nochmal. Finde ich auch echt schwach, ehrlich gesagt.
speaker-0: Ja, es ist natürlich echt eine schwierige Situation. In der Situation möchten wir nicht stecken. Aber das Krisenmanagement scheint da ja auch nicht so gut zu funktionieren. Wie ist das eigentlich hier so mit PR-Beratern und so? Also in GroÃbritannien ist es, die haben ja wirklich eine super Crew, muss man wirklich sagen. Die gut arbeiten, zumindest in der Vergangenheit. Ich meine, ihr seht es jetzt gerade nicht. Katrin lächelt mich. Ja, da sind vielleicht gar nicht mal so einer Meinung an der Stelle.
speaker-1: bin weise.
speaker-0: müssen wir mal lange drüber diskutieren, wie es Englern
speaker-1: Nur für den Hinterkopf in England gibt es ja Grunde mehrere PR-Teams und Presse-Teams, nämlich eins im Kensington Palace für William und Kate, Prinz von Wales, und dann natürlich nochmal theoretisch ein Buckingham Palace, die sitzen im Moment jetzt woanders, weil da gerade renoviert wird, aber jedenfalls das Team, für König und Königin zuständig ist. Und die werden auch etwas unterschiedlich geführt. Beim jungen Paar ist es eher auf Social Media auch ausgerichtet, beim älteren Paar immer noch mehr in Richtung Blick der traditionellen Presse. Aber auch da ... Gerade jetzt, wie sie in der Andrew-Sache umgegangen sind, finde ich auch viel zu defensiv. Aber wir reden ja heute nicht primär über GroÃbritannien. Die Presse- und PR-Stelle im Palast hat sich bisher darauf zurückgezogen, in Norwegen, Entschuldigung, ja, in Oslo, so wenig wie möglich zu sagen und die Strategie bestand nur darin zu sagen, wir sind nicht zuständig, weil Marius ist ja kein Mitglied des Königs.
speaker-0: Da muss ich jetzt allerdings schon wieder an die Serie hängen. Da hat man es ja genauso gemacht. Wir sagen irgendwie nichts. Da ja auch was dran. man sich äuÃert, bietet man natürlich Angriffsfläche. Es ist natürlich eine verflixt schwierige Situation, das alles unter einen Hut zu kriegen. Bei Mette Maret, glaubst kommt noch
speaker-1: Ja.
speaker-0: Hast du die Befürchtung, was sagt dein Bauchgefühl? Kommen da noch schlimmere Sachen an? Das andere war jetzt schlechter Geschmack, nehmen wir es mal so. Und das zweite ...
speaker-1: Naja, sie hat ja auch Vorteile, also finanzielle Vorteile von ihm angenommen im Sinne von, sie hat sich von ihm zum Shoppen bei Prada einladen lassen. Das sind jetzt keine Millionenbeträge, aber sie hat in seiner Villa gewohnt. Es klang nicht danach, als ob sie da Miete für bezahlt hätte in Palm Beach. Hat sie Urlaub gemacht mit einer Freundin. Sie hat auch hier und da sicherlich andere Sachen wie Designerklamotten oder irgendwas von ihm angenommen. Das ist hart am Rande dessen. Also eigentlich geht das auch nicht. Man muss natürlich auch, das haben wir jetzt noch gar nicht erwähnt, im Hinterkopf behalten, die Frau ist schwer krank. Eigentlich todkrank. Sie wartet eigentlich jetzt schon. wird darauf vorbereitet, sich auf eine Liste setzen zu lassen wegen einer Organspende. Sie braucht eine neue Lunge. Sie hat Lungenphirbrose. In einem sehr massiven, nicht Endstadium, aber in einem sehr schwierigen Stadium jetzt schon. Ich nehme an, dass das auch mit der Grund ist, warum sie jetzt gesagt hat, sie kann zum aktuellen Zeitpunkt nichts sagen. Erstens wegen Prozess ihres Sohnes und zweitens, weil sie auch einfach gesundheitlich ganz schlecht drauf ist. Innerhalb der nächsten Monate wird sie diese schwere Operation haben und dann muss man sehen, ob sie das überhaupt verträgt. Wir wissen ja noch gar nicht, was sich an der Front entwickeln wird. Wie der Prozess ausgeht, wissen wir auch nicht.
speaker-0: Das ist natürlich für uns auch schwierig. Wir wollen alle Antworten haben. Es soll weitergehen. Es geht ja relativ schnell, wie ich finde. 19. Dezember wäre furchtbar, wenn sich das noch ein Jahr ziehen würde. ist eine Katastrophe. Dort ist Land in Sicht. Mit dem Ergebnis muss man leben. Aber es kommt auch immer raus, dass ...
speaker-1: Ich kann aber eines noch hinzufügen, denn ich hatte ja auch, hatte ich für den Stern auch eine Geschichte drüber geschrieben. Ich hatte mir Rat geholt bei einer norwegischen Expertin für Krisenkommunikation. Und die hat mir mal anhand von wissenschaftlichen Theorien zum Thema, man optimale Krisentheorie in Unternehmen vollführt, hat sie mir das mal angewendet im Gespräch mit mir auf die norwegische Monarchie unter der Voraussetzung, dass man die norwegische Monarchie wie eine Unternehmensmarke betrachtet. Das war sehr spannend. Und sie hat so ein paar Punkte, einen Fünf-Hoh-Punkte-Plan entwickelt, wie die Monarchie vorgehen sollte, erstens transparente Agieren. Naja, noch ein paar Sachen. Aber das Wichtigste war in Bezug auf diese offenen Fragen an Mette Marit und Horcon, wie konnte es mit Marius soweit kommen, dass sie sich einmal wieder hinsetzen wie damals bei dem Verlobungsinterview, wo sie dann offen über ihre Vergangenheit gesprochen hat, Fehler eingeräumt hat und geschworen hat, dass sie jetzt sich bessern wird und es anders machen wird.
speaker-0: das was wir eben besprochen haben. Die müssen genau so was nochmal machen. Für Stellschrauben. Das ist nicht nur eine Schuld, sondern tatsächlich auch technisch sage ich jetzt mal, ein Prozess, wie gehe ich damit â in der Familie? Wie mache ich alle fit für diesen Job, für diese AuÃenwirkung?
speaker-1: muss jetzt noch einen Schritt weitergehen. Die Norweger sind so enttäuscht von ihrem Königshaus namentlich vom Thonfolgerpaar und diskutieren das so offen. Die müssten sich jetzt beide hinsetzen und wieder eine Pressekonferenz geben und quasi eine Gruppentherapie mit dem norwegischen Volk machen und müssten ungewohnt offen darüber reden, warum es bei Maris, was er für Probleme hatte, welche gesundheitlichen Voraussetzungen er mitgebracht hat, weil er selber über mentale Probleme gesprochen hat und wann das mit dem Drogenmissbrauch anging und wie oft sie versucht haben, in ihn Therapie zu gehen, ihm zu helfen. Wenn Sie das jetzt einmal alles offen erzählen. Dann entsteht auch Verständnis und auf dieser Grundlage kann das Vertrauen dann wieder wachsen. Aber das müssten Sie eigentlich auch nach Ansicht dieser Krisenexpertin jetzt einmal machen. Die können sich nicht mehr verschanzen.
speaker-0: Ne, und Injit Alexandra, die muss ihren Teil dazu beitragen. Das macht sie ja ganz gut. ist jetzt auch Rekruten, ist bei der Armee. Und sie studiert? Sie studiert. Es kommen dort wenigstens positive Nachrichten und sie macht das mehr oder weniger straight, geht sie diesen Weg. das ist so kleines, ausgleichendes Moment.
speaker-1: Entschuldigung, noch kleine Anmerkung zu Ingrid Alexandra. Sie hat leider auch ein bisschen daneben gehauen, gerade auch vor zwei Wochen. Auch symptomatisch, weil der Vater immer sagt, jetzt bin ich gerade nur Privatmann. Sie hat als Tochter der Familie gesprochen, dem Fall und eben leider nicht als zukünftige Kronprinzessin, als sie auf ihrem privaten Instagram-Account, der aber 800 Follower hat, auch eine Haftierade auf die Presse losgelassen hat und gesagt hat, die sollen uns jetzt endlich mal in Ruhe lassen, ihr macht das alles noch schlimmer und was haben wir nicht verdient, wir sind auch nur Menschen. Das war der völlig falsche Ansatz. Sie ist auch da irgendwie demnächst mal dran in der Thronfolge und sie wusste, dass das weitergeleitet werden würde. Das war keine private ÃuÃerung. Sie hat wieder nur die private Perspektive gesehen und nicht die monarchische Perspektive. Das geht völlig am Thema vorbei. Ihr Bruder hat wirklich Mist gebaut und ihre Mutter auch. Und das muss man bei Personen des öffentlichen auch mal sagen dürfen.
speaker-0: Das ist der Preis. Das das, was wir über die Boeing gesagt haben. Die Working Roids, egal wo, die wirklich sich Mühe geben, alles tun, so weit. Man sieht ja, welcher Motivation sie das tun. Wenn ich diesen Menschen abnehme, dann machen sie einen guten Job. Da gibt es eben die anderen. Das gehört dazu, alles, was ich sage, was ich tue, was ich zeige, das ist nur öffentlich und das gehört dazu. Und das andere ist dann eben der Umgang damit, wie kann ich das verhindern und wie bekomme ich es hin, dass es eben nicht zu Skandalen kommt. Aber ganz ehrlich, und damit müssen wir schlieÃen, wir verplaudern uns nicht. Schade. Wir können noch stundenlang weiter reden, aber das Thema wird ja auch nicht abgeschlossen sein. Das werden wir auch wieder aufnehmen. beobachten, wie es weitergeht mit Marius. Wir werden beobachten, wie es weitergeht vor allen Dingen jetzt mit Marius, am 19. Und was mir noch als Schluss einfiel, ist Gott sei Dank hat Harald auf die Frage, als sie late quenial gestorben ist, kurze Nachhaltigkeit, hat man auch gefragt, ob das nicht eine Option für ihn wäre. Und er hat gesagt, nee, ich bin so lange König, wie ich König bin. Wenn ich mir jetzt vorstelle, er wäre gegangen. Und das Kronprinzenpaar wäre nicht das Kronprinzenpaar. Eine Katastrophe.
speaker-1: würde schon mal nachdenken, das wäre die Rechte.
speaker-0: So schlieÃen wir versöhnlich und sagen, dass das Gute im Schlechten genau ist, dass es hätte noch schlimmer kommen können. Und vielleicht lernen wir ja alle daraus. Das tun wir sowieso. Und das tun wir in diesem Podcast sowieso auch anregen, dass wir alle daraus lernen im Bezug auf Monarchien. Was gibt es da eigentlich alles zu beachten? Und man kann alles von beiden Seiten sehen. Die Medaille hat immer zwei Seiten. Ja. Katrin, danke für dieses tolle Gespräch.
speaker-1: Gute In- Danke dir, es hat so viel Spaà gemacht.
speaker-0: Ich hoffe es hat unseren Zuhörern auch Spaà gemacht. den Zuhörerinnen auch. Und wir werden uns bei der nächsten Folge mit dem schwedischen Königshaus beschäftigen und wie gesagt natürlich immer die aktuellen News voranstellen. Bis dahin sagen wir beide gehabt euch wohl.
speaker-1: Vielen Dank fürs Zuhören noch mal. freuen uns schon aufs nächste Mal mit euch. Hoffentlich, hoffentlich ihr auch. Und wir sagen viel Spaà und Glückliches. Tschüss.
speaker-0: Macht's gut! Danke! Tschüss!



