May 13, 2026

Folge 04 Die Niederländische Monarchie - von Wilhelmina bis Willem Alexander

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Thronfolgen – der Royal Podcast
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In dieser Folge beschäftigen wir uns mit der Entstehung der niederländischen Monarchie.

Die Besonderheiten der Abdankungstradition, den besten Auftritt von Beatrix als Hape Kerling oder war es umgekehrt :-)

Die starken Frauen Wilhelmina, Juliana und Beatrix und ihren doch recht speziellen Ehemännern und warum besonders die niederlänische Monarchie in der LGBTQ Szene so beliebt war und noch immer ist.

Die Zukunft des Königshauses mit der fabelhaften Maxima und König Willem Alexander und der Thronfolgerin sind natürlich auch Thema und zum Anfang die letzten News und Entwicklungen.

Diese Folge ist unsere Maxi(ma) Folge und es hätten eigentlich zwei werden müssen.

Viele Spaß beim zuhören.

Jörg Schröder: So liebe Kathrin Mensch, das hat sich ja schon eingebürgert, dass ich dich zur Einleitung immer frage, was dir zu der Monarchie oder zu dem Land einfällt, das wir gerade besprechen. Und heute freue ich mich riesig drauf, sind es die Niederlande. Und da frage ich dich jetzt natürlich wieder, was fällt dir ein zu den Niederlanden?


Catrin: Ja, ich mag die Niederlande auch sehr gern und der Klassiker ist natürlich Tulpen. Tulpen aus Amsterdam, keine Angst, ich fange jetzt nicht an zu singen. Windmühlen, Käse, Fahrräder. Ja, also ich liebe Amsterdam und den Harf mit Grachten und den schönen alten Gebäuden natürlich sehr. War da ja auch letztens wegen meines Buches der Royale Reiseführer ausgiebig. Also ich bin großer Fan der Niederlande.


Jörg Schröder: Ja, ich auch, muss ich wirklich sagen. Aber wir wollen ja über Monarchien sprechen. Da frage ich dich jetzt nochmal ganz konkret, was fällt dir denn so zur niederländischen Monarchie ein? Hast du da so einen spontanen Gedanken?


Catrin: Ja, also die erste Assoziation ist tatsächlich immer, weil es die niederländische Monarchie von allen anderen wirklich unterscheidet, diese schon sehr lange während der Abdeckungstradition, die du ja nicht liebst, aber so ist es nun mal.


Jörg Schröder: Ne, die mag ich gar nicht, das stimmt. Aber die hat da wirklich eine besondere Geschichte und darüber sprechen wir heute auf jeden Fall. Mir fällt etwas ein, was der beste Auftritt von Beatrix war, der von Harpe Kerkeling sozusagen. Also für die jüngeren Zuschauer, zuhörer, die kennen ihn vielleicht nicht, Sketch. Das war eine Live-Aufnahme am 25. April 1991.


Catrin: Hm.


Jörg Schröder: Da Harpe Kerkening was ganz Tolles gemacht. mit einem schönen schwarzen Pullmann-Mercedes vorgefahren. Er hatte diese sehr spezielle Frisur von Beatrix. Daran konnte man sie mal erkennen. Und auch an ihren skulpturartigen Hüten und so weiter. Also er hat sie verkleidet als Beatrix. Und die wollten da so ihre Scherze machen. Aber das ging immer weiter. Die sind so weit vorgekommen, dass sie tatsächlich auf das Gelände von Schloss Bellevue ohne auch nur eine Kontrolle. Also alle standen stramm und sie konnten vorfahren bis zur Treppe. Und sie konnten sogar aussteigen. Selbst das hat noch funktioniert und sie konnten selbst gar nicht glauben. Also das Filmteam hat gesagt, ⁓ Gott, Gott, wir wissen jetzt gar nicht, was wir machen sollen, weil so weit wollten wir gar nicht gehen. Sie sind aber so weit gegangen. Na ja, und gibt es den wunderbaren Satz von Habeke Erkeling, dass er ja auch mit dem Bundespräsidenten jetzt aber kein schönes Mittagessen möchte, gell?


Catrin: Lecker Mittagessen war das.


Jörg Schröder: Lecker Mittagessen, genau. Und dann kam auch so langsam die Polizei und das Wachpersonal und so weiter. Und haben sie dann aber auch wirklich höflich weggebeten. Das fiese war, fünf Minuten später kam dann tatsächlich Beatrix. Also es war wirklich alles spitz auf Knopf. Sie sind aber gut damit umgegangen. Ich weiß, hast du mal die Reportage gesehen mit Habe Kerkeling? Da erzählt er ausführlich darüber.


Catrin: Das habe ich vor einiger Zeit mal gesehen. Ich fand es total witzig, dass er diesen Staatsbesuch zum Anlass genommen hat. Und vor allem der Witz dabei ist ja wirklich, dass er selber nicht damit gerechnet hat, dass er so weit vorkommt und dass die ihn wirklich dann noch wirklich ins Schloss reinlassen zur Eingangstür. man sah ja auch den Lakaien, am Eingang standen, an, dass sie bisschen verunsichert waren, dass sie schon irgendwo gemerkt haben, das ist nicht die echte Beatrix, aber sie fanden die Situation auch irgendwie lustig und ungewöhnlich und wussten nicht, was sie machen sollten. Weil so frech war da wohl noch niemand gewesen, der sich da Zutritt verschafft hat.


Jörg Schröder: Ja, genau. Nö, das war schon...


Catrin: Also wirklich ganz speziell. Das war wirklich ein Stück Comedy und Fernsehgeschichte.


Jörg Schröder: Das ist Fernsehgeschichte, das kann man wirklich sagen. Also unbedingt angucken, könnt ihr in der ARD-Mediathek, da es das Interview auch mit Habe Kerkeling. Auf YouTube findet ihr das natürlich auch, alles die Original-Szenen. Und es gibt natürlich auch Original-Szenen aufgenommen von den Journalisten, die dort waren, auch natürlich niederländische. Und die haben das natürlich aufgenommen. Und in den Niederlanden ist das wirklich sehr, sehr... lustig gewesen. haben das als tollen Scherz aufgenommen. Haben sie auch ein bisschen über die Deutschen lustig gemacht, weil ich sage nur der Hauptmann von Köpel nicht so ein bisschen diese Obrigkeitshörigkeit. kommt ein schwarzes Auto und wir stehen alle stramm. es danach gab es dann auch strikte Verbesserungen im Sicherheitssystem. Also insofern hat Habe-Kerkeling noch was Gutes ausgelöst.


Catrin: Ja, das geht ja in der Tradition tatsächlich. Gott sei Dank.


Jörg Schröder: Und die Königin hat das auch mit Humor genommen, weil der Richard von Weizsäcker, der damalige Bundespräsident, der hat sie dann auch damit empfangen, weil es wurde natürlich klar, dass da irgendwas ist, weil alle waren so bisschen aufgeregt und hat gesagt, ja, also ihr Vorkoster war gerade schon da. Genau. Und danach hat man ihr das dann erzählt und es gab auch keine Nachwirkung. Das hätte auch schiefgehen können, weil das darfst du nicht.


Catrin: Auch eine schöne Bezeichnung, ja super.


Jörg Schröder: Es ist tatsächlich dann auch eine Strafte, wenn du das so machst, wie er das gemacht hat. Ist aber nichts nachgekommen. Und Beatrix hat da echt Humor bewiesen. Im Übrigen immer, wenn es ⁓ satirische Geschichten geht. Beatrix war da immer sehr, sehr locker und hat das locker aufgenommen. Genau. Und das ist auch eine solche Geschichte, kommen wir auch gleich nochmal dazu. Beatrix und auch die Familie insgesamt, das sind so wirklich...


Catrin: Ja, das ist schon toll.


Jörg Schröder: Schwulen-Ikonen, sind in der queeren Welt heute würde man sagen LGBTQI +, das sagen wir jetzt nicht, weil es mir zu kompliziert ist. Wir nennen es jetzt mal queere Welt und gerade auch so in der schwulen Welt ist Beatrix und auch dieser Auftritt natürlich legendär. Genau, das fällt mir ganz spontan zu Beatrix, Holland, Niederlande, Monarchie an.


Catrin: Super, wäre ich so jetzt nicht sofort drauf gekommen, aber du hast mich darauf hingewiesen und das ja nicht ⁓ Beatrix, sondern auch ihre Vorgängerin damit zuzählen. Aber wie gesagt, da sprichst du ja dann nochmal später ausführlich drüber. Da lerne ich auch wirklich gerne dazu.


Jörg Schröder: Ja, das können wir wirklich schön machen, das ganz unbeabsichtigt haben wir das gemacht. Weil jetzt, das sieht man hier in Hamburg, auch die CSD-Wochen sind, also der Christopher Street Day, die Demonstration, die dann auch auf dem Rathaus die Endkundgebung sein wird, Partys und so weiter. Der Königendach zum Beispiel von Beatrix war auch in der Zeit von Beatrix wirklich unglaublich beliebt. Es war eine Open-Air-schwulen-Party-Hochdreib. Man hat diesen Tag


Catrin: Mmh. ...


Jörg Schröder: glaube, das war immer der April, richtig? Das war Ihr Geburtstag, 30. ⁓ das wurde ausgiebig gefeiert. Aber, liebe Kathrin, in unserer heutigen Folge schauen wir uns natürlich die Regentschaft von König Willem-Alexander und Maxima an, wagen aber auch einen ausführlichen Blick in die bewegende familiäre Geschichte des Hauses Oranienassau, ⁓ das geht es nämlich hier, auf drei sehr außergewöhnliche Königen.


Catrin: Ja, das war Ihr Geburtstag, Händler. Ja. Ja.


Jörg Schröder: die das Land sehr unterschiedlich geprägt haben und ihren genauso unterschiedlichen Ehemännern, die nicht nur Stoff wie die Boulevardpresse lieferten, sondern das Haus Oranienassau fast in den Abgrund stürzen. Mein Name ist Jörg Schröder-Dammköhler und an meiner Seite auch heute wieder die liebe Kathrin Bartmann. Bevor wir jetzt mit den Niederlanden anfangen, also mit der Monarchie und der Geschichte, widmen wir uns den Ruhialen News. Da, Kathrin, bist du natürlich die Fachfrau. Das dein Beruf, diese News ständig zu checken und zu verarbeiten. Momentan ist gerade wieder viel los. Du bist wieder viel unterwegs. Deine Bühne, Kathrin. Dann leg mal los. Bring uns auf Stand.


Catrin: Ja, kann man sagen. Ja, mache ich sehr, gerne. Also eine große News. Letztes Wochenende gab es in den britischen Medien in der Daily Mail den Vorabdruck der neuen überarbeiteten Taschenbuchauflage von Andrew Lowney's Buch entitled The Rise and Fall of the House of York. Da geht es ja ⁓ Ex-Prins Andrew und Sarah Ferguson und die Töchter und auch den Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Und da hat er das Buch, das letzten Herbst ja schon eingeschlagen ist, wie eine Bombe. Das hat er jetzt als Taschenbuch rausgebracht mit einem Extrakapitel, neuen Recherchen, weil aufgrund des Hardcover-Buches auch noch viele Zeugen auf ihn zugekommen sind. Er hat da wirklich noch mal viele neue Inhalte und Geschichten damit reingeschrieben. Und es wurden jetzt schon einige Inhalte bekannt am letzten Wochenende. Also das, was wirklich am meisten Schlagzeilen gemacht hat, war tatsächlich das Sarah Ferguson, die gute Fergie. zeitweise über Jahre so eine Friends with Benefits Beziehung mit dem Rapper P Didi gehabt haben soll, dieser Sean Coombs, der sich jetzt P Didi nennt, also ganz, ganz merkwürdig.


Jörg Schröder: Kannst du jetzt bisschen P Didi, also die Leute, sich so in der Rapper-Szene nicht so gut auskennen, was zeichnet diesen Herrn so aus?


Catrin: Ja. Ja, ich kenne mich da auch nicht aus, aber er ist Rapper und das Schlimme ist aber, dass er nach einem längeren Prozess jetzt gerade tatsächlich in Gefängnis sitzt in den USA, weil er ganz wüste Partys gefeiert und junge Mädchen quasi zur Prostitution genötigt haben soll. der Vorwurf, er wurde verurteilt wegen Sex-Trafficking-Nötigung zur Prostitution, also ein ganz übler Charakter. Und in dem Buch heißt es auch, wird er zitiert, das haben eben ehemalige Mitarbeiter von ihm, Andrew Looney, erzählt, dass er auch mal irgendwann so nebenbei gesagt hat. Also er hätte ja mit Sarah flach gelegt sinngemäß und er könne es ja gar nicht abwarten bis sie dann mal eine ihrer Töchter mitbringt bis zu 16 oder so. Also ganz übel. Ganz, ganz übel. Also da wurde einem schon mal ganz anders. Ja, nee, also, freilich.


Jörg Schröder: Also sagen wir mal, Fergie hat nicht unbedingt ein gutes Händchen für bekannt scharfen auch an dieser Stelle. Ich frage mich immer, was ist das, diese Kohle, was sie dann vielleicht mit auf Jachten fahren können und dicke Partys machen und so. Aber wieso treibt es die dann immer?


Catrin: Nee, gruseliger Männergeschmack. Hauptsache reich und abwegig.


Jörg Schröder: in die Arme solcher Leute. Da habe ich immer das Gefühl, wenn was Ungewöhnliches irgendwie ist, dass das so spannend ist oder was verboten ist. Man weiß es nicht.


Catrin: Ja, so der Kick. denke mal, hat was mit Kick zu tun und eine gewisse innere Lehre, die man dann mit immer neuen Aufregungen betäuben muss. Vielleicht einfach eine Charakterschwäche oder irgendwie schwere Kindheit. Keine Ahnung. ich verstehe es auch nicht. Aber es ist ja auch schwer, das so allein psychologisch jetzt zu analysieren. Aber jedenfalls.


Jörg Schröder: Ich würde gerne nochmal an der Stelle, wir haben da oft drüber gesprochen und ich will da gar nicht die Zuhörer langweilen, aber das wird ein Thema werden, weil wir auch mal eine Sonderfolge dazu machen werden. Darüber hatten wir schon mal gesprochen. Andrew Loney, ist ein Biograf, der ein sehr detailliertes Vorgehen umhergeht. man kann sagen, der ist sehr detailliert in seiner Recherche.


Catrin: Ja, das stimmt.


Jörg Schröder: hat dafür aber nicht, ich umschreibe das jetzt mal, ich kann es gleich noch mal ergänzen, hat dafür aber nicht oder deswegen vielleicht auch nicht so gute Kontakte in die Königshauser. Andere Biografen wiederum haben sehr gute Kontakte in die Königshauser, gehen aber nicht so tief. So und daraus entsteht dann natürlich immer so eine Geschichte, was soll man glauben und was soll man nicht glauben. Wir unterhalten uns da dann auch öfter drüber, wenn es ⁓ Skandale und Offenlegungen geht.


Catrin: Ich


Jörg Schröder: Hab ich das jetzt richtig verstanden? Das Entitled-Buch, das ist wirklich lesenswert, kann ich hier nur empfehlen. Das gibt es. Und das jetzt die zweite Auflage mit Zusätzlichen. Oder ist das ein zusätzliches Buch, was er jetzt veröffentlicht hat?


Catrin: Nein, das ist die Taschenbuchausgabe des Buches, was es seit letzten August gibt, mit einem zusätzlichen Kapitel. Ja, also das lohnt sich tatsächlich nochmal.


Jörg Schröder: Ja, da ist das zusätzliche Artikel dran. das heißt, wenn Leute sich das jetzt kaufen, sollten sie vielleicht die Taschenbuchausgabe wählen, sie diesen Teil... Ja, okay, alles klar. Sehr schön. Also Andrew Looney wird nochmal ein Thema werden, weil wir beide wollen das mal so auseinanderklamüsern.


Catrin: Genau, weil da noch mehr drin steht, mehr Content drin ist.


Jörg Schröder: Welche Richtung soll man denn eigentlich mal gucken? Das war ein Vorschlag auch von Leuten, dass wir damit in die Diskussion gehen. Ja und dann haben wir den anderen Andrew, Da gibt es jetzt zu Andrew Maudon-Batton. Da gab es ja so einen Vorfall auf der March Farm. Vielleicht machst du uns davon auch nochmal erzählen. Die war so ein bisschen beunruhigend muss man tatsächlich auch sagen. ⁓


Catrin: Das stimmt, ja. bin natürlich wie die meisten Menschen von ihm persönlich kein Fan. Ich war es noch nie und die letzten haben ihn jetzt auch wahrscheinlich verlassen, die letzten Bewunderer. Aber er wohnt ja jetzt tatsächlich auf dieser Marschfarm, die auf dem Gelände von Sandringheim ist. Relativ kleines Farmhaus, aber es hat schon ein paar Schlafzimmer, ist frisch renoviert. Er hat auch noch immer drei Angestellte. Aber da geht er halt spazieren, reiten darf er nicht mehr. Das hat ihm der König verboten, weil er nicht so viel Aufmerksamkeit erregen soll. Und jetzt kürzlich vor ein paar Tagen war er unterwegs auch mit einem Sicherheitsbeamten. Und da ist, hat sich ein bewaffneter und vermummter Mann auf ihn gestürzt beinahe. Er hat ihn beschimpft und wollte also auch eine Waffe zücken. Also es war schon eine bedrohliche Situation. gut, hat, Andrew hatte ja einen Personenschützer dabei. Der hat ihn dann ganz schnell ins Auto verfrachtet, das in der Nähe geparkt, dann sind sie weggefahren und der Mann ist dann auch verhaftet worden. Kam dann auch gleich von Untersuchungsrichter. Der hat aber auch noch jemand anderen bedroht. Also da war jetzt nicht nur auf Prinz Andrew raus oder Ex-Prinz Andrew.


Jörg Schröder: Mh. Also das wollte ich gerade fragen, was für ein Typ war das jetzt? War wirklich ein Anschlag?


Catrin: Man weiß erstaunlich wenig. Er hat nicht vor Gericht irgendwelche Drohungen oder Geäußer oder Begründungen geliefert, warum er das gemacht hat. Da bin ich immer noch auf der Suche nach seinen Motiven. Vielleicht ist das einfach nur ein Psychopath gewesen. Aber natürlich muss man auch sagen, so sehr man kritisieren mag oder denken mag, wer weiß, dieser Mann noch an Dreck am Stecken hat, sollte es ja möglichst vermieden werden, dass er irgendwelche körperlichen Schäden nimmt von irgendwelchen Attentätern.


Jörg Schröder: Ja, also ich meine, wäre ja, wie alles andere wäre, schlimm. Man muss immer noch mal sehen, noch ist er ja auf freiem Fuß und wir wissen zwar gar nicht. Das wollte ich gerade


Catrin: Also das war schon besorgmesserend. Ja und der ist bisher weder angeklagt noch verurteilt für irgendwas. ein Rechtsstaat, wir mögen von ihm halten, was wir wollen oder glauben, was er da gemacht hat oder auch nicht, aber er ist bisher weder offiziell angeklagt noch verurteilt. Also gilt er erstmal formal als unschuldig und er ist ein freier Mann und der muss eigentlich unbehelligt zumal eigentlich auf kündiglichen Privatgrund spazieren gehen können. Nur gibt es ja in England teilweise dieses öffentliche Wegerecht, sodass man, wenn es nicht ausdrücklich abgesperrt ist, dann auch schon auch drüber laufen darf, wenn man den Hund spazieren führt oder


Jörg Schröder: Mmh. ⁓ Also das ist natürlich für die Familie, wie du schon sagst, egal was da nun war das ist natürlich trotzdem eine Belastung, weil das ist so ein Schatten, jetzt immer da ist und immer eine Angst da ist, dass du von irgendwelchen Irren vielleicht abgeknallt wirst oder angegriffen wirst und so weiter. Das wird uns sicherlich weiter beschäftigen, auch wenn es ⁓ seine Töchter geht wird sicherlich einiges passieren und finde ich, das hat dann auch keiner verdient, auch wenn er da vielleicht korrupt gewesen


Catrin: Hm.


Jörg Schröder: Wir wissen es nicht, es ist noch nicht angeklagt. Wir müssen abwarten. Mit Vorverurteilung wollen wir uns auf den Weg. Das ist auch ein kleines Thema. Wir danken an dieser Stelle für die Hörer, die uns schreibt. Die uns Kommentare auf unserer neuen Internetseite drohenfolgenpodcast.de. Da habt ihr alles an einem Ort. Der Tipp, auch dort reinzugehen.


Catrin: Ja, die tollen Kommentare.


Jörg Schröder: auch Nachrichten hinterlassen Das ist ganz nett. Und da kriegen wir natürlich auch Rückmeldungen. haben jetzt, wir haben es schon geschafft, Katrin. Wir wurden schon, war die Befürchtung, dass wir ins Bildzeitungsniveau abrutschen. Nein, tun wir nicht an der Stelle. Ja, weil es denn so falsch ist. Wenn es darum geht, Beispiel, ⁓ woran die Königin nun direkt ist oder


Catrin: Nein, wer hat uns das denn vorgeworfen? Das kann ja wohl nicht sein.


Jörg Schröder: Philipp. Das sind natürlich Informationen, die du so hast, die man auch kriegt ⁓ den Privatsekretären. Dinge, die durchsickern, aber natürlich glaubwürdig sind. Es gibt gar keinen Grund daran nicht zu glauben. Aber natürlich nichts mit einer Sterbeurkunde zu tun haben, die uns dann vielleicht nicht vorliegt. Nein, das tut sie tatsächlich nicht.


Catrin: Ja, richtig. Ja gut, sie liegt uns vor, da steht Old Age drin bei der Queen und das stimmt ja auch. Sie ist ja schon auch in Teilen ihrem Alter gestorben, aber eben auch an ihrem Knochenkrebs.


Jörg Schröder: Und das? So muss man muss man es einfach sagen oder wenn es dann ⁓ Unterleib und Oberbauch und Mittelbauch geht und so. Also liebe Hörerinnen und Hörer was ich damit nur sagen will schickt uns gerne solche Geschichten. Wir freuen uns seit vielleicht aber auch nicht zu kleinlich wenn wir vielleicht in unserem Talk das soll nämlich auch.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Wir sind ja keine Nachrichtensendung von 1980, die jetzt auf jedes Wort genau Wert legt. Also das sollten wir nicht machen. Und an dieser Stelle wollen wir natürlich auch, wenn es ⁓ Andrew geht, wollen wir keine Vorverurteilung machen, sondern wir versuchen da immer fair und gerecht zu bleiben. Und damit sind wir dann auch schon bei jemanden angelangt, bei dem wir natürlich auch fair und gerecht bleiben müssen und wo sich auch was entwickelt. Das ist Marius Holb.


Catrin: Finde ich auch wichtig. Hm.


Jörg Schröder: Da gibt es auch Neuigkeiten, denen, das hast du ja ganz eng begleitet, von denen kannst du uns jetzt vielleicht auch nochmal erzählen, wie da der aktuelle Stand jetzt gerade ist.


Catrin: Ja, richtig. Ja, also der alleraktuelle Stand ist von jetzt Montagvormittag. wurde jetzt endlich bekannt gegeben, das Urteil gesprochen wird, nämlich am 15. Juni. Montag, der 15. Juni, 8.30 Damit wollen sie wahrscheinlich verhindern, dass Journalisten aus dem Ausland am selben Tag es schaffen anzureisen, weil das völlig ausgeschlossen ist. So früh gibt es nämlich von nirgendwo ja Flüge nach Oslo. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Jedenfalls letzte Woche war aber folgendes passiert. Marius Heube sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft durchgehend, weil er mehrfach das Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin, der sogenannten Frocknerfrau, eines seiner mutmaßlichen Opfer verletzt hatte. Und er hat mehrfach Anträge gestellt, der Haft entlassen zu werden bis zur Urteilverkündung. Und letzte Woche haben die Anwälte dann für ihn versucht zu verhandeln, dass er nach Skaukium darf, zurück in das rote Häuschen auf dem Gelände, wo er schon mal gelebt hatte, eine Zeit lang bis zum Grundprinzenbesitz gehört, wo auch einige der Straftaten stattgefunden haben sollen, mit Fußfessel. Und dann erschien er vor Gericht. Der Richter hat sich das angehört. Dann hat der Richter sich irgendwie weniger als 15 Minuten zurückgezogen. Wahrscheinlich hat er schnell eine Tasse Kaffee getrunken. Dann kam er wieder in den Gerichtssaal und sagte, nö, ist nicht Wiederholungsgefahr und Tschüss. Und daraufhin hat noch am selben Abend spät in der Nacht, es gab es noch nie, Marius über die Zeitung Nettawiesen, das ist eine Online-Zeitung, durchaus renommiert, ein Statement verbreiten lassen, wo er behauptete, er ja schlechter behandelt von der Justiz als jeder normale norwegische Bürger und dass seine Frechheit und seine geistige Gesundheit würde darunter leiden.


Jörg Schröder: Mhm.


Catrin: Dass er da sitzen müsste, sei ja in Einzelhaft, dürfe weder Handy noch Computer benutzen, noch gar nichts. Und aus Sicherheitsgründen sei er eben in Einzelhaft. Für seine Mutter sei das eine Zumutung, da zu besuchen. Altes Gemäuer, Schimmelsporen in der Luft, die Mutter hat wie wir wissen Lungenphipose, Krummprinzesse, Methamaryth. Also das war schon sehr heftig und auch völlig, muss auch sagen, völlig unpassend. Denn wenn jemand trotzdem noch in gewisser Weise bevorzugt behandelt wird, dann ist er das Schließliche. hat wirklich ständig Besuch und er hat das beste Anwaltteam Norwings. Also man kann wirklich nicht sagen, dass er schlecht behandelt wird.


Jörg Schröder: das von der Front sozusagen. Und jetzt können wir zu schönen Themen kommen, so richtig schönen Themen wie ich finde. Genau, also was uns natürlich alle beschäftigt hat und am 6.5. ganz besonders, am 6.5. jährte sich zum dritten Mal die Krönung von King Charles und Camilla selbstverständlich. Wir haben das im Eden-Plastium natürlich ausgiebig gefeiert. Du warst ein ⁓


Catrin: Hauptthema heute. Das war schön. Und das ist auch toll, dass ich dabei sein konnte. Genau.


Jörg Schröder: glücklicherweise dabei, habe ich mich sehr darüber gefreut. Wir haben einen sehr schönen Talk. Ja, wir haben einen schönen Talk gehalten zusammen. Aber es war auch der Honorarkonsul hier aus für Norddeutschland da, Nicolas Teller. Bei dem bedanken wir uns an dieser Stelle auch nochmal ganz herrlich, der wunderbar britisch mit britischen Understatement schön mit uns geplaudert hat. Und das Publikum war begeistert. Und das Besondere an diesem Tag war ja,


Catrin: Nö. Hmm.


Jörg Schröder: Dann nehmen wir uns Charles auch als Vorbild, dass wir alle Einnahmen ja gespendet haben an das Helenen Stift Hospiz in Hamburg. Würde ich mich freuen, wenn ihr selbst diese Institution, egal mit wie viel Geld, einfach auch unterstützt. Ihr könnt wunderbar über die Seite dort spenden an der Stelle. Und wir gucken natürlich, aber das ist ein Thema für sich. Wir haben das natürlich aufgenommen. Wir müssten noch mal eine Sonderfolge machen zu diesem Thema. ja. Wir haben so viele Themen.


Catrin: Schöne Aktion von dir, finde ich ganz klasse. Noch eine Sonderfolge. Wir kommen gar nicht mehr raus aus der Planung für Wunderfolgen.


Jörg Schröder: Weil dieser Staatsbesuch in den USA, wir halten es mal kurz, wird in England wirklich abgefeiert. Die Briten sind wirklich stolz auf ihren König, der hat das fantastisch gemacht, hat da fantastisch abgeliefert. Und das hatte stolz zu Momente, aber auch sehr lustige. Das kann man sagen. ⁓


Catrin: Das kann man sagen, ja. Da waren herrliche humorvolle Einlagen seitens des Königs. Die Trump auch ganz gut weggesteckt hat, muss man sagen. Also erstaunlich gut dafür, dass er sonst so eine dünne Haut hat, wenn es gegen ihn geht.


Jörg Schröder: Herrlich! Das hat er fantastisch gemacht. Mir würde keiner einfallen. Vielleicht reden über die Niederlande. Der das so elegant gemacht wie Charles. Das hängt an der Persönlichkeit. hat er toll gemacht. Glückwunsch von unserer Seite. Das wären die Royal News in aller Kürze. Jetzt machen wir einen kleinen Break.


Catrin: Ja. Ja, da bin ich voll bei dir. Mh.


Jörg Schröder: los mit den Niederlanden und wir fangen natürlich wieder mit einem historischen Überblick an. Die niederländische Monarchie. Historischer Überblick, Katrin. Also die Niederlande sind ja monarchisch gesehen ein faszinierender Fall. Das hat viele, viele Gründe. Ein weiterer Grund ist, weil die Monarchie dort eigentlich gar nicht so selbstverständlich war. Im Gegenteil, die Niederlande haben sich im 16. Jahrhundert als eine der ersten Nationen überhaupt für unabhängig erklärt. Das war schon außergewöhnlich. 1581 war das. mit der sogenannten Akte, ich weiß nicht, ob ich es richtig ausspreche, Akte von Verlantinje, so spreche ich sie jetzt mal aus, wird wahrscheinlich ganz furchtbar sein. Genau, und damit sagten die Generalstände der sieben nördlichen Provinzen, die sagten sich von den Habsburger regierten Niederlanden und dem spanischen König Philipp II. Los, der war ja auch Habsburger, und erklärten, wir brauchen keinen König.


Catrin: Ja, ist auch schwierig. Ich bin mir auch nicht sicher. Ich hab's auch nie im Netz. Ja, latine, ja.


Jörg Schröder: Wir regieren uns selbst. Da sind ja dann so spanische Erbfolge, Kriege, Also hochkomplex muss man wirklich wirklich sagen.


Catrin: Wirklich ein Pionierakt, das kann man so sagen, denn viele spätere Unabhängigkeitserklärungen weltweit wurden davon inspiriert, tatsächlich auch die amerikanische. Passt ja zu unserem Staatsbesuchthema von eben. Da feierten die ja auch eben das Jubiläum der Unabhängigkeit. Jedenfalls diese nördlichen Provinzen der Niederlande bildeten danach ihrer Unabhängigkeitserklärung eine Republik ohne Monarchen, wurden aber de facto von wechselnden Mitgliedern der Adelsfamilie Oranien-Nassau regiert, die sich als Stadthalter dort


Jörg Schröder: Hmm.


Catrin: dann regierend betätigten. Und der Name Oranien-Nassau, der vereint dabei den Namen des französischen Fürstentums Orange, Südfrankreich. Denn dieses Fürstentum hatte Wilhelm von Oranien, der erste Statthalter, geerbt. Nannt man auch Vater des Vaterlandes, also der Obergründer. Und dann gab es noch die deutsche Grafschaft Nassau, da stammte er her. Und deswegen gibt es den Doppelnamen.


Jörg Schröder: Mmh. Ja.


Catrin: Oraniennassau oder Oraniennassau, wie sie es in den Edlern nennen. Und dann folgte eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit im 17. Jahrhundert, Goldene Zeitalter. Man denke nur Tulpen. Das war die Phase, wo sie irgendwie um Tulpenzwiebeln rumspekuliert haben und eine Tulpe ein Wahnsinn ins Geld brachte, weil das damals so selten war.


Jörg Schröder: Mmh. Das war eine richtige, kann man wirklich sagen, eine Macht, eine Weltmacht, hätte ich fast gesagt. Also es ist irre, was sie an Kolonien und an Reichtum angehaut


Catrin: Durchhandeln die eben auch sehr stark. In der Phase sind viele der berühmtesten alten Meister entstanden. Die kulturelle Komponente war auch sehr stark in den Niederlanden. Das hat die europäische Kultur wahnsinnig geprägt. irgendwann ging auch dieses Golde Zeitalter, wie alle Schöne, musste das auch mal zu Ende gehen. Diese Republik geriet dann in eine Krise. Bis 1795 französische Revolutionstruppen einmarschierten, also in Napoleonischen Kriegen. Und einen napoleonischen Satellitenstaat in den Niederlanden errichteten. Der große Napoleon, 1806 setzte er schließlich seinen Bruder Louis als König ein und beendete damit formell die über zwei Jahrhunderte währende republikanisch-uranische Ära. waren wir also wieder in der Monarchie, der Bonaparte-Monarchie.


Jörg Schröder: An Napoleon kommen wir nicht vorbei. Also das hat wirklich viel verändert an der Stelle, Also was mich ja, gerade weil wir so über diesen Reichtum und so weiter auch nochmal gesprochen haben, ich komme gleich nochmal auf, auf dem Bruder zu sprechen, ich mag ja nie die Niederlande und so Amsterdam und... ⁓


Catrin: Ne. Hm.


Jörg Schröder: Den Haag und all diese Städte deswegen auch so gerne, die erinnern mich persönlich immer sehr an England. Also diese Häuser, dieses rote Balkstein und dann mit mir mit den weißen Fenstern sind sie so abgedrängt. Irgendwie hat das was, das holt mich auch immer so emotional ab. Das finde ich so schön. Auch an den Niederlanden, wenn ich da in den Städten bin. Das sieht immer so schön romantisch aus. Das hat was. Die haben einfach eine tolle Architektur. Aber kommen wir zu


Catrin: bisschen schon, ja, gibt es Parallel, finde ich auch.


Jörg Schröder: Lodewijk Napoleon, Niederländisch nämlich, also dieser Bruder von Napoleon Louis. Und der war interessanterweise auch wirklich gar kein schlechter König. Also es ist jetzt nicht schief gegangen, hat er Napoleon ganz gut gemacht. Der hat natürlich das Rechtssystem auch reformiert, ja auch eine Errungenschaft von Napoleon. Und das Reichsmuseum, also der Rijksmuseum in Amsterdam, das hat er gegründet, sehr empfehlenswert unbedingt hingehen.


Catrin: Hehe. Das berühmteste größte Museum in Stadt, also ganz doll.


Jörg Schröder: Und der hat sich dann auch wirklich für dieses Land eingesetzt, bis der Napoleon, also der große Bonaparte, ihn dann zwang abzudanken, weil er, man höre und staune, zu niederländisch geworden ist und sich regelmäßig politischen Anweisungen aus Paris widersetzte. Das konnte Napoleon Bonaparte natürlich nicht durchgehen lassen, da war er sehr strikt.


Catrin: Ja, das machte er nicht, wenn man da ihm nicht gehorcht.


Jörg Schröder: Genau, da musste er natürlich auch aufpassen. Ich meine, bei so vielen Satellitenstaaten und so weiter. Napoleon hat sich ja sowieso um jede Kleinigkeit gekümmert. Der war ja sehr detailversessen. Und sowas ist ihm auf gar keinen Fall entgangen. Na ja, und nach Napoleons Niederlage bei Waterloo, 1813, kehrten dann die Uranien nass aus zurück. Wilhelm I. rief dann 1815 das Königreich der Niederlande aus.


Catrin: Ja. Ja, das stimmt.


Jörg Schröder: Inklusive übrigens Belgien und Luxemburg damals noch. Und Belgien trennt sich dann 1830 nach einer Revolution. Und Wilhelm I. der dankte kurz darauf 1840 zugunsten seines Sohnes ab. Also wir haben diese Abdankerei. Merken wir hier schon, ne?


Catrin: Aber das war nicht freiwillig. Insofern war da jetzt noch nicht der Präzedenzfall. Der musste ja wegen seiner politischen Verfehlung abdanken.


Jörg Schröder: Das stimmt, aber das Wortabdankung sagen wir, das begegnet uns hier schon. Und wegen der politischen Niederlage in Sachen Belgien und aus persönlichen Gründen, weil er in Zweite Eos Liebe annimmt, katholische Gräfin heiraten wollte. das ist nochmal ein Thema, wenn wir nachher zu Wilhelmina kommen und so weiter, also sehr kalvinistisch geprägt natürlich. Also da ist Katholizismus nochmal ein ganz anderes Thema. Die Kalvinisten sind ja noch strenger. Genau, also da reden wir auch nochmal drüber. Und was bei diesen streng protestantischen Untertanen dann überhaupt nicht gut ankam. Und interessanterweise war das aber ein früher Vorläufer der späteren Abdankungstradition, auch wenn es hier ein bisschen mit Druck war. Aber irgendwie begegnet uns das doch da, oder? Findest du nicht?


Catrin: Ja. Doch, du hast schon recht. Es war nicht freiwillig wie heutzutage, aber es war natürlich erstmals eine Abdankung. Insofern stimmt es. Es war der Vorläufer der heutigen Tradition. Wenn du magst, erzähle ich einfach mal weiter. Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen an der Stelle. Die Niederlander haben sich dann im Laufe des 19. Jahrhunderts nach dem China-Kongress, nachdem sie wieder Monarchie waren, zu einer modernen konstitutionellen Monarchie entwickelt in mehreren Schritten.


Jörg Schröder: Genau, mal im 19. Jahrhundert wäre jetzt mal schön, genau wie sich das entwickelt hat.


Catrin: Wilhelm II. führte 1848 eine neue liberale Verfassung ein. Das war ja das Jahr, wo auch in Deutschland irgendwie nach mehr Liberalität gestrebt wurde und so weiter. Das war so eine Bewegung damals in Europa, Vormerz und so. Und naja, die Macht des Königs wurde dann beschränkt. Parlament hatte mehr zu sagen, König, Monarch weniger. Und sein Sohn Wilhelm III., da wird es dann wieder interessanter.


Jörg Schröder: Vielen Dank. Genau, so kann man eher interessant diplomatisch ausgedrückt. An der Stelle auch nochmal all die armen Menschen, die jetzt wieder mit den Wilhelms durcheinander kommen. also wir hatten jetzt Wilhelm den Ersten oder Wilhelm, Wilhelm den Zweiten und jetzt sind wir angelangt bei Wilhelm den Dritten. Genau, nur dass wir das nochmal klar machen. Wilhelm der Dritte, der war deswegen so interessant diplomatisch ausgedrückt. Der wurde auch


Catrin: Ja, ja.


Jörg Schröder: König Gorilla genannt. Das hatte einen bestimmten Grund. Der war nicht nur reaktionär. Da fand das mit dem Liberalismus konstitutionell gar nicht schick. Der war eher autokratisch drauf. Das hätte er schöner gefunden. Der war unglaublich unberechenbar, wenn man in Biografien guckt. Tyrannisch galt er als tyrannisch. Hat auch gerne mal den einen oder anderen Lakaien.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: eine gewischt sozusagen, war nicht übergriffig. Ja da war auch schon Skandal umwittert an der Stelle, auch mit sexuellen Eskapaden und so. etwas, was sich zieht durch dieses Haus Orangenassau. Also Sexualität spielt da eine große Rolle. Also es ist ein großes ⁓ Thema.


Catrin: Ich das Gefühl, dass sie an den Garten sind. Will was?


Jörg Schröder: Er versuchte die neue Verfassung, weil ich sagte, die war eher autokratisch, zu unterlaufen. Als das nicht klappte, verlor Gänzlich das Interesse an Politik und widmete sich dann lieber seinem ausschweifenden Privatleben. Und dann kam, jetzt ist erst mal Schluss mit dem Wilhelms, dann kam seine Tochter Wilhelmina zur Welt mit ihr, mit ihr eine ganz neue Ära.


Catrin: Vielleicht noch ergänzend, was mir dazu gerade noch einfällt, der ausschweifende Wilhelm III., hatte in meinem ersten Ehe mit einer Prinzessin von Württemberg verheiratet. der hatte er auch diverse Kinder, auch drei Söhne. sind aber alle, also zwei davon sind gestorben, während er noch lebte. dann war aber seine erste Frau auch gestorben. Dann hat er eine gewisse Emma von Waldeck-Pymond geheiratet. Das war dann die Mutter von Wilhelmina. Die war sehr viel jünger und hat aber dann mit ihm noch diese Tochter bekommen.


Jörg Schröder: Mhm.


Catrin: Dann starb auch noch der letzte vorhandene Sohn aus erster Ehe, sodass dann also die kleine Wilhelmina die Thronfolgerin wurde und die war noch lange nicht volljährig, als der Vater gestorben ist. Und dann hat diese Mutter Emma eine ganze Zeit lang recht erfolgreich als Regentin, da hat das Zepter geschwungen, hat aber auch dann sehr, sehr darauf geachtet, ihre Tochter so darauf hinzuerziehen, dass sie dann auch als Frau eine Königin werden konnte, denn weil davor gab es ja lauter Männer gegeben, sie war ja dann die erste weibliche Thronfolgerin. das, also Wilhelmina ist dann sehr von dieser Erziehung durch Mutter Emma geprägt worden, dieser Deutschen. bald der Pimmel und Prinzessin.


Jörg Schröder: Ja und Wilhelmina, die finde ich auch wirklich erstaunlich, ja, also man muss sagen, Wilhelmina, ein paar Fakten zu Wilhelmina, wir springen da so ein bisschen, aber das macht gar nichts. Also Wilhelmina, erstmal Jungenkönigin geworden, dann bezogen von ihr übrigens, mit 18, genau, war sehr fromm, sehr kalvinistisch, sehr streng auch.


Catrin: Mit 18 direkt, ja.


Jörg Schröder: hat nicht unbedingt viel Wert auf das gelegt, was man so in Königshäusern denkt. Dass sie Kleider, ausschweifendes Leben, Luxus und so. anders. Das hat sich auch so ein bisschen in den Generationen übertragen. Die war geschäftstüchtig. Das war wirklich eine geschäftstüchtige Frau. Und die hat auch diesen unermesslichen Reichtum des niederländischen Königshauses. Weil das ist wirklich sehr, reich. Viel, reicher als das britische Königshaus im Übrigen.


Catrin: Hm. Ja, also das private Vermögen, das wir verfügen können, hast du völlig recht, da sind die besser aufgestellt.


Jörg Schröder: Die hat sich mit ihren Geerbten und mit dem privaten Firmungen sehr gut aufgestellt. Hat schon Gay-Dan nach Amerika transferiert. auch einen Blick drauf gehabt, sowohl mit Weltwirtschaftskrisis, als mit den Krisen, die dann so entstanden. Die hatte echt ein gutes Gespür. Und gleichzeitig würde ich jetzt sagen, sie war bisschen geizig, weil man es freundlich ausdrückt. Sie hat gesagt, warum soll ich denn die schönen Kleider, wenn die Stoffe noch toll sind?


Catrin: Ich kenne die Fuchs-Orish.


Jörg Schröder: dann kann ich ja hier und da auch nochmal was ändern lassen. Und das hat die wirklich bis zum Exzess gemacht. Und da gibt es ganz lustige Bilder, wenn man darauf gucken will. Also im Vergleich zu den anderen Königinnen so auf der Weltbühne, wirkte sie immer so bisschen abgerissen. Da finde ich schräge Bilder. Und nun ist sie ja insgesamt auch nicht die Schönheitskönigin gewesen. die war dadurch auch ein Typ. Das passte aber auch so zu ihr. Klasse, ist mir sehr in Erinnerung. Guckt mal nach Bildern von Wilhelmina, gerade auch in der jüngeren oder in der späteren Zeit, als sie dann schon ein bisschen älter war. Genau, wo waren wir stehen geblieben? Wir sind ein bisschen abgeschwiffen.


Catrin: Ja. Ja, wir wollten noch mal zu dem schönen Thema Abdankung kommen, der Abdankungstradition.


Jörg Schröder: Das schöne, ich versuche es zu umgehen. Nein, kommen wir zu. Wir müssen da durch. Genau, machen wir weiter. Katrin, geht doch mit der Abgankung.


Catrin: Ja, in dem Fall wird es dir nicht gelingen. Wir müssen da durch. Ja, also Thema Abdankung. hatten es ja in der Dänemark-Folge schon mal angesprochen mit dieser überraschenden Abdankung von Exkönigin Margrethe. Du hast mehrfach vorgetragen, kann ich auch nachvollziehen, wenn ein Monarch sein Amt antritt und schwört, dass er das jetzt für immer auf Lebenszeit macht, sollte er es vielleicht einfach auch durchziehen. Andererseits schwören ja die niederländischen Monarchen nicht bei der Intronisierung, dass sie es für immer machen. Da ist ja dann schon im Paket mit Inbegriffen, dass es auf Zeit ist. Und insofern


Jörg Schröder: Mh. Genau.


Catrin: hat es jetzt mehrfach in Folge funktioniert. Wilhelmina hat an Tochter Juliana weitergegeben, Juliana an Beatrix und Beatrix, haben wir alle ja schon miterlebt, ist ja noch nicht so lange her, an Willem Alexander. Und wir können davon ausgehen, dass das dann eines Tages dann auch mal, vielleicht in 20 oder 30 Jahren, Willem und Alexander seinen Vorgängern gleich tun wird und dann Grundprinzessin Amalia ihm folgt. Da gab es ja noch diese schöne Anekdote, die habe ich glaube ich in einer anderen Folge schon mal erzählt, aber ich erzähle es einfach nochmal, weil ich sie so gerne mag.


Jörg Schröder: Ja, machen wir mal. Die passt auch sehr, gut dazu. Genau.


Catrin: Ja, das ist einfach so süß. Nämlich 2013, als dann Papa Wilhelm Alexander den Ton von Mama Beatrix übernahm und dann wurde das alles schön gefeiert und dann die kleine, gerade erst neunjährige Hohenprinzessin Katharina Amalia fragte dann ihren Vater ganz keck, prima Papa, ich jetzt bist du König und weiß es schon, wann du abdankst. Kann ich bitte schon mal in meinem Kalender eintragen?


Jörg Schröder: Ja, das ist...


Catrin: Ist frech, aber süß, oder?


Jörg Schröder: Aber süß. Und es ist eine schöne Anekdote, tatsächlich, wenn mich Kunden zum Beispiel, ich unterhalte mich ja im Tea Room ganz viel über Monarchien und Schnacken über dies und das und jenes, und dann ist immer wieder die Frage, wie habe ich auch schon erwähnt, mit dieser Abdankerei und so weiter, man muss immer die Hintergründe sehen. Das ist ja auch das Ziel unseres Podcasts, das ist ja traditionell gewachsen. Und ich finde bei denen passt es ja auch tatsächlich, weil es echt schon so eine Tradition ist.


Catrin: Ja klar.


Jörg Schröder: wenn man von Napoleon und so weiter geht. Das gehört wirklich schon zum Paket dazu. Also insofern sehe ich es ein bisschen anders. denen, da war es immer so. Das ist eben historisch so gewachsen. Ich würde aber gerne noch mal an der Stelle doch noch mal eine Sache über Wilhelmina erwähnen an der Stelle und eine kleine Brücke schlagen. Also die Niederlande, das wäre ja auch was gewesen, was wir vielleicht zu Anfang hätten sagen können, die sind ja schon für ihre Toleranz.


Catrin: Mh. Ja. Ja, ja. Ja, das stimmt.


Jörg Schröder: bekannt finde ich und nicht nicht umsonst und jetzt komme ich ja auch aus dieser queeren ich erwähne es deswegen weil wir diese wochen haben da kann man auch dafür mal ein bisschen werbung machen das mache ich jetzt über diese stelle Genau, ich komme ja nun auch aus dieser Szene. Und das war schon was ganz Besonderes. Als 2001 zum Beispiel die Beatrix unterschrieben hat, dass die Gleichstellung der Ehe und so weiter. Damit ist Beatrix so in die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Ehe eingegangen. Aber auch die Wilhelmina, die ist eben auch schon an der Stelle.


Catrin: Mmh. Das war ein großer Schritt natürlich.


Jörg Schröder: eine Ikone gewesen, fast unfreiwillig. Und das hat ein bisschen mit, ich will da eine Geschichte erzählen von 1943. die Niederländer, mein Bruder zum Beispiel wohnt an der niederländischen Grenze. Und bis heute, auch bei jungen Leuten ist es so, die sind dem Deutschen nicht immer, das werden wir nachher auch bei ... und so und bis heute zieht sich das, dass sie den Deutschen gegenüber nicht immer wohlwollend sind. Das zieht sich wirklich über Generationen in der heutigen Zeit noch mehr. Und natürlich waren die Deutschen auch in Holland. Die Holländer mussten viel ertragen, gerade in Amsterdam, Judendeportation und so weiter und so fort. Genau, die schwule Community war da natürlich auch sehr, groß. Und Wilhelmina war zu der Zeit 1943 schon im Exil.


Catrin: Ja, es muss übergewiesen sein.


Jörg Schröder: Auch ein Grund für ihre Klamotten im Übrigen. Sie ist tatsächlich von heute auf gestern geflohen und hat nicht viel mitgenommen. Sie ist sehr einfach rumgelaufen. Das wollte sie aber auch ganz bewusst, weil sie gesagt hat, sie sei Vorsteherin dieses Landes. Sie hat sich auch gar nicht von Gottes Gnaden als Königin gesehen. Das war für sie überhaupt kein Widerspruch. Sie weckte dadurch sehr robust.


Catrin: Das ging ja viel in Exil-Rolls damals so.


Jörg Schröder: Sie hat natürlich über Radio Orangier zu Durchhalteparolen aufgerufen. Einer dieser patriotischen Widerständler, das war zum Beispiel der sehr, bekannte in Holland, William Arundeus, der war Widerständler, war homosexuell, war Künstler. Da gab es eine Aktion, Bombenanschlag auf das Einwohner-Meldeamt, weil bestimmte Dateien oder Akten von den von den Besatzern eben nicht eingesehen werden sollten, weil die Leute wären im KZ gelandet. Und das hat auch relativ gut funktioniert. Und die haben diese Durchhalteparolen und diesen Widerstand wirklich ernst genommen. Und er wurde dann erschossen, wie andere auch. Und seine letzte Botschaft war dann eben kurz vor, und das ist überliefert, ruft sozusagen in die Welt hinaus, wir Homosexuellen, wir sind nicht weniger mutig als alle anderen auch. Und deswegen wird das so sehr heute noch in den Niederlanden auch mit Wilhelmina in Verbindung gebracht, weil die natürlich respektiert wurde auch von dieser schwulen Community. Und das in einer Zeit, wo dort die homosexuellen Gesetze, wo hier Leute dafür in den Knast gekommen sind, in anderen Ländern werden sie noch heute verfolgt, das war in Holland anders zu dieser Zeit. Auch da schon.


Catrin: Ja, verstehe.


Jörg Schröder: Da konnte man gleichgeschlechtliche Verbindungen. Sie wurden geduldet, wenn man über 21 war, also bei Männern. Das war aber für die damalige Zeit schon riesig groß. Deswegen hat er das so offen ausgesprochen mit der Homosexualität. Das wurde nicht so unter dem Deckmantel geheilt. Das Thema Homosexualität spielt aber auch im Königshaus selbst eine große Rolle. Deswegen passt es eben auch. Das ist schon das Gesamtbild. Und Wilhelmina war, fand ich, eine außergewöhnliche Frau. Und Juliana wurde das dann eben auch an der Stelle mit ganz anderen Geschichten. So würde ich das mal sagen. Also diese Geschichte war mir nochmal ganz wichtig, sagen, genau, mal da zu gucken, was so ein Königshaus eben auch bewirken kann. nimmt jemand, haben Menschen das auf, haben diese Frau ...


Catrin: Ja, die ist aber spannend, die kannte ich nicht. Sehr beeindruckend.


Jörg Schröder: beim Wort genommen und sind der gefolgt. Und das ist ja super mutig. Also ich weiß nicht, ob ich das machen würde. Und wenn Herr Steinmeier mich jetzt aufrufen würde, weiß ich nicht, ob ich dem so folgen würde. Diese Strahlkraft der Monarchie ist wirklich irre an der Stelle, muss man schon wirklich sagen.


Catrin: Ja. Ja, das was die Briten Convening Power nennen, da ist wirklich was dran. Also die Macht, Menschen um sich für einen für einen guten Zweck zu versammeln und sie dazu zu bringen, durch Kraft ihres Charisma und ihrer Rolle ihnen zu folgen in diesem Good-Worthy-Course. Ja, du hast recht. Macht er auch, ja.


Jörg Schröder: Was Charles jetzt auf der modernen Art eben ja auch gemacht hat, also das ist Wahnsinn, was das ausgelöst hat in Großbritannien. Also wirklich dieser Stolz, also wirklich gerne mal die Zeitungen lesen, die britischen und so weiter, das ist diesem wirklich Stolz auf ihren König, dass der das so toll hingekriegt hat. Und das finde ich, finde ich wirklich schon, das sonst würden wir auch diesem Podcast nicht machen. Genau, zu dem Prinz Heinrich, könntest du von dem mal ein bisschen was erzählen?


Catrin: Hm. Nee, genau. Aber jetzt muss ich nochmal zum Thema Prinzgemahle kommen, denn die haben wir jetzt etwas... Genau, den haben wir ein bisschen vernachlässigt, war jetzt auch kein super angenehmer Mensch, war auch keine super glückliche Ehe, die war aber ⁓ auch arrangiert. haben tatsächlich die Mutter Emma hat das für die Tochter mit Kaiser Wilhelm II., der damals noch auf dem Thron saß, arrangiert, weil Heinrich von Mecklenburg natürlich in den Verantwortungsbereich von Wilhelm II. als deutscher Kaiser fiel. Tja, also was soll man sagen? Magst du nochmal Geschichte über Heinrich und Wilhelmina erzählen?


Jörg Schröder: Ja, genau. die Heinrich oder Prinz Heinrich zu Mecklenburg, da hat er auch ein sehr ausschweifendes Leben geführt, war, ist auch nachweislich bisexuell. Warum nachweislich? Weil es tatsächlich Unterlagen gibt, die unter Verschluss geheiden wurden. Also Wilhelmina hat die Ära des, ja, wir haben auch schon oft über Transparenz gesprochen, wir nachher auch zu Wilhelm Alexander, der genau so in deinem Sinne das, glaube ich, macht.


Catrin: Die Werte stimmt.


Jörg Schröder: Aber Wilhelmina, auch Beatrix im Übrigen und Juliana, haben eine andere Politik gefahren, sondern wirklich unter Verschluss halten, genau gucken, was geht an die Öffentlichkeit und so weiter. Und das wäre für Wilhelmina, die hatten keine wirkliche Ehe. Das war eine arrangierte Ehe, die lebensbar waren offiziell zusammen, aber man hat sie nicht wirklich gesehen. Das war eine sehr, sehr unglückliche Ehe. Er hatte ein sehr ausschweifendes Leben, natürlich mit Strichjungs, aber auch mit Prostituierten, hatte er natürlich Kontakte. Und die haben natürlich auch versucht, ihn zu erpressen, weil er auch wenn strafrechtlich nicht verfolgt wurde, das wäre natürlich der Todesstoß gewesen für die Monarchie, das wäre ein riesiger Skandal. Und Wilhelmina hat sehr, sehr viel Geld in die Hand genommen und hatte einen Vertrauten. ⁓


Catrin: ⁓ Gott, das wusste ich gar nicht. Das so schlimm. Ja, das kommt hier gerne noch vor.


Jörg Schröder: der das immer arrangiert hat, damit es nicht zum Skandal kommt. Das hat auch sehr, sehr gut funktioniert. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, der Prinz Heinrich hat sich natürlich auch immer unter der Knute gefühlt. Der war unglaublich unglücklich. Der hatte keine Rolle bei Wilhelmina. Ich weiß nicht, ob du da noch andere Informationen hattest.


Catrin: ⁓ Die hat den nicht hochkommen lassen.


Jörg Schröder: Du redest dann auch von Spares und so weiter. Was sollen die dann machen? Wenn die dann so einen Hang vielleicht zu Spielsucht haben, vielleicht sexuell sehr ausschweifend sind, dann machen die das natürlich auch aus lauter Frust und Langeweile. Da hat sich immer in so einem goldenen Käfig gefühlt. Also war für beide Seiten wirklich wirklich nicht schön, war keine glückliche Ehe und die waren auch wirklich nicht Also Pinsrheinich war unglaublich unglücklicher Mensch.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Und diese Sachen sind jetzt erst, wenn wir nachher zu Willem-Alexander kommen, sind jetzt erst geöffnet worden. jetzt, deswegen weiß man das auch. Das sind keine Spekulationen, das gibt Briefe und so weiter und so fort. Das ist also wirklich belegt. Ja, das gibt's zu sagen zu Willemina und Prinz Heinrich. ⁓ auch nochmal, Willemina war die erste Milliardärin der Welt. War sie so super.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Also weibliche Milliardäre. Milliardäre gab es schon einige, aber genau, die hat gut Kohle gemacht.


Catrin: Ja, und sie hat die Kohle ja gut, wie du vorhin schon erläutert, hat das gut beieinandergehalten. Das hilft natürlich auch.


Jörg Schröder: Genau. So, diese Konstellation mit den Männern und den Skandalen und dem ausschweifenden Leben. Jetzt kriegen wir vielleicht mal die Kurve zu Juliana, weil Juliana ist Ehemann. Von dem erzählst du uns jetzt mal, von dem Bernhard.


Catrin: Hat sich ja leider fortgesetzt dann das Thema. Also Prinzessin Juliana, da war es so nicht eine ganz, nicht ganz so sehr arrangierte Ehe, aber ich sag jetzt mal vorsichtig, sie war jetzt keine strahlende Schönheit, die Juliana wie Wilhelmina auch nicht. Die haben schon eine Weile suchen müssen und sie war schon, ich glaube, 27, als es dann dazu kam zu der Vereinbarung Prinz Bernhard von Lippe-Biestafell, deutscher Prinz, dass die beiden heiraten sollten. Das haben sie dann auch gemacht. Also hat man einen zweiten Prinz gemalt, der auch nicht wirklich super glücklich wurde mit seiner Rolle, weil auch er nicht. Er wurde zwar ein bisschen mehr helfen beim Repräsentieren, er war ziemlich gut aussehen, charmant, abenteuerlustig, selber geflogen, sportlich und so. Also er hat für gemischte Gefühle gesorgt. Die haben 1937 geheiratet, zweiten Weltquartus sich verdient gemacht, hat die niederländischen Exil-Streitkräfte organisiert, das dem Ansehen eingebracht. Aber dann später, sehr viel später, kam dann doch eine ganze Menge über ihn heraus, was nicht so toll war. einem großen Finanzskandal, Compliance-Skandal 1976, sagt vielen vielleicht noch was, der Lockheed-Skandal. Das hat das Land damals sehr erschüttert. Das war heftig.


Jörg Schröder: Da ging es ⁓ Korruptionsgelder, dass die niederländische Luftwaffe amerikanische Flugzeuge, Starfighter, kauft. Ja, und da kam dann relativ schnell heraus, konnte man nachverfolgen, dass das Geld eben wirklich zu Bernhard geflossen ist. Also es ist eindeutig, das waren keine Spekulationen und das waren eine Million oder etwas über eine Million, wenn ich mich nicht erinnere.


Catrin: Ja, 1,1 Millionen für die Vermittlung, er eben dafür gesorgt hat, dass er wieder lande, diese Lockheed-Flugzeuge kauften und keiner anderen. Ja, riesen Skandal für die Monarchie. Gerade eine Monarchie, jetzt auch nicht Millionen und Abermillionen Menschen dahinterstehen, sondern eher ein kleines Volk. Und die Monarchie ist ja auch volksnäher und in Integrität bedacht und auch auf Bescheidenheit. Wilhelmina war als Person bescheiden, Juliane auch. Und trotz allem, obwohl sie ja auch menschlich bedrohen wurde, dazu kommen wir gleich noch, Bernhard war auch kein treuer Ehemann. Trotzdem soll sich Juliana, als das rauskam mit Lockheed, sehr für ihren Mann eingesetzt haben, sich hinter ihn gestellt haben und soll sogar gedroht haben abzudanken, wenn ihr Mann straßrechtlich verfolgt wird.


Jörg Schröder: Selbst Beatrix hat ja nachher, die stand ja auch immer voll hinter ihrem Vater. Auch als das klar wurde, die hat ja auch gedroht. Das war eine veritable Krise, die da in der Monarchie. Das war tatsächlich eine Verfassungskrise, die sie hatten, weil das ist nicht ohne. Wenn man jetzt an die heutigen Skandale so denkt, wie deutlich und klar das hier ist, also nichts mit Spekulation, sondern nachweislich und wie damit umgegangen wurde, finde ich auch nochmal ganz spannend, so darauf zu gucken.


Catrin: Hm, Professionskrise, Ja.


Jörg Schröder: wir uns so vorbereitet haben, mir dann allerdings bei Bernhard, das soll das in keinster Weise irgendwie rechtfertigen, dass er natürlich, also ist auch gerne Fremdgänger, hatte zwei uneheliche Kinder auch, das ist rausgekommen. Vielleicht kannst du uns nachher nochmal erzählen, es gibt ja so ein, er hat dann so ein Abschiedsbrief letztendlich klar gemacht, wo er auch nochmal bestimmte Sachen verdeutlicht hat. Aber Bernhard ⁓ Auch unglücklich, weil Juliana hatte einen sehr starken Drang zum spirituellen Okulten. Da gibt es die Geschichte der Greta Hoffmann, das ist eine Heilsprecherin gewesen. Das hat auch zum Riesenskandal geführt. Der Spiegel hat 1956, Bernhard hat dem Spiegel was gesteckt, das weiß man heute auch.


Catrin: Ja. Ja, diese Wahrsagerin, ja. Ja, was eine Frechheit ist.


Jörg Schröder: Der Spiegel hat 56 dann veröffentlicht, sozusagen der weibliche Rasputin in der niederländischen Monarchie. Weil Juliana nicht nur aus persönlichen familiären Gründen, da geht es ⁓ die Tochter, die erblindete Tochter. Also es gibt eine Tochter, eine Tochter. ⁓


Catrin: Linde.


Jörg Schröder: Die ist erblindet oder fast erblindet und dann wurde Grete Hoffmann witzigerweise noch von Bernhard tatsächlich so als wir kennen das vielleicht auch wenn man auch eine Gürtelrose hat dann sagt man die wird besprochen und so so damit man ja wird heute noch gemacht hat meine Mutter auch mal erzielt die musste besprechen lassen deine Gürtelrose und das hat eben die Grete Hoffmann auch gemacht aber die war eben schon sehr in diesem esoterischen Kreis und die Königin Juliane hat


Catrin: Ja, oder eine Warze oder so.


Jörg Schröder: große esoterische Kreise gebildet, hat das auf dem Schloss auch gemacht. Und das ging so weit, dass sie tatsächlich auch politischen Einfluss hatte. Sie hat auch in Reden reingeschrieben. Also sie hat zum Beispiel vor der UNO eine sehr, pazifistische Rede gehalten, die sehr esoterische Anklänge hatte. Und das ging Bernhard sehr gegen den Strich. Die waren sehr, sehr unglücklich und waren da eigentlich schon quasi getrennt letztendlich. Und dann hat es natürlich ...


Catrin: und


Jörg Schröder: Dann hatte er auch seine Seitensprünge noch stärker gehabt. Das war immer ein riesiges Spannungsfeld mit dem, was Beatrix ja auch mitbekommen hat. Aber sie hat ja mehr zu Papa gestanden. Sie war schon ein Papakind. Juliana war ja auch ein Papakind.


Catrin: Ja, das hat ihr alles mitgekriegt, klar. Wer weiß, woran es liegt, aber es war jedenfalls, gerade Julianas Regentschaft, das du ja eben auch erzählt waren wirklich nicht arm an Skandalen, aber die haben es trotzdem überlebt und sie hat dann aber ja vor wie vorgesehen abgedankt auch nicht besonders früh, sondern sie hat das halt durchgezogen. Da war sie dann auch hart im Nehmen offensichtlich und auch wenn das Privatleben schadennahm und der Ruf und alles, aber sie hat es ertragen und Sie hat ja auch an ihrem Ehemann festgehalten, auch wenn sie nicht die ganze Zeit superglücklich zusammen gelebt haben. haben ja auch verschiedene Wohnsitz und Residenzen, wo sie sich dann auf Abstand halten konnten. Es war trotz allem der Pflichtgedanke dahinter, dass man dann halt schon zusammen bleibt. Aber man möchte nicht wissen, wie sich Juliana als Frau gefühlt haben muss, wenn hinterher der eigene Mann dann auch öffentlich macht, dass er ohne irgendeine Kinder hat und alles. Das kam ja danach seinem Tod raus so richtig in vollem Umfang. Also das war schon übel.


Jörg Schröder: Ja, ja, also furchtbar, grauenhaft. Juliana ist auch noch deswegen so bekannt, ich sag das ja manchmal dispektierlich wie so viele, wenn wir von der Fahrradmonarchie sprechen. Also das hat aber einen Grund, weil Juliana wirklich, anders als Wilhelmina, die fand dieses ganze steife Protokoll und so weiter nicht besonders toll. Das ist auch nochmal wichtig, weil wir ja dann auch zu Beatrix kommen. Die war also sehr, sehr modern. Die hat ihre Kinder mit dem Fahrrad tatsächlich rumgefahren. Sie selbst ist auch ohne Leibwächter auf ihrem Fiedchen durch die Gegend gefahren. Sie war auch uneidl, was Kleidung betrifft Sie legte auch Werte drauf. Am liebsten wäre sie mit Frau Oranje angesprochen worden. Sie mochte dieses ganze Hof zeremoniell überhaupt gar nicht. Das war schon anders. Das hat sich nachher noch mal geändert bei Beatrix. Aber zu der kommen wir gleich. Das Volk hat sie sehr geliebt, weil sie eben gerade auch so menschliche Themen hatte Das ⁓ kann man so sagen. ⁓ Ja, also dieser Skandal ⁓ Greth Hoffmanns hat sich irgendwann gelegt. Die musste Hof. Die durften keine Kontakte mehr haben. Tatsächlich die Königin durfte auch keine Kontakte mehr haben.


Catrin: Ja, richtig. Hier, das kann man sagen.


Jörg Schröder: Sie hat ja weiter in dem Schloss gelebt. Letztendlich hat das ihr keinen nachhaltigen Schaden gebracht. Monarchisch. Dieser kleine Skandal, man hat es ihr irgendwann nachgesehen. Das hat sich alles beruhigt. das ist vielleicht mal der Punkt, wo wir zu der lieben Beatrix und Klaus von Amsberg kommen können.


Catrin: Mhm.


Jörg Schröder: die große Liebe mit Hindernissen. Da ändert sich das nämlich jetzt ein bisschen liebestechnisch, sexuell und und so weiter und so fort. Wir haben einen kleinen Bruch, Wechsel. Von dem erzählst du uns jetzt mal.


Catrin: Ja. Ja. Naja, zum Positiven. Ja, das mache ich. also Ex-Königin muss man jetzt sagen, jetzt nennt es sich ja wieder Prinzessin, aber ich nenne sie jetzt einfach mal Ex-Königin Beatrix, damit die Menschen nicht verwirrt sind. Also die muss ich sagen, bewundere ich auch, die war jetzt schon als Monarchin auch sehr prägend in den europäischen Monarchien und ich fand eben immer sehr beachtlich, sie war sehr sehr gut ausgebildet, Rechtswirtschaft, gutes politisches Verständnis, hochintelligent, also die war glaube ich die politischste der Monarchinnen in den Niederlanden, auch wenn sie natürlich keinen konkreten politischen Einfluss hat, aber die hat immer sehr aus Augenhöhe mit dem Ministerpräsidenten oder politischen Kontakten parliert und war immer sehr super informiert. da, ja, die war wirklich, mit der war nicht gut Kirschen essen worden, versuchte ihr irgendwas Falsches zu erzählen im politischen Bereich, die wusste, was die ums ging. Und sie hatte im Gegensatz zu ihren Vorfahren den Vorteil, dass sie sich wirklich verliebt hat in ihren späteren Ehemann und dass eine sehr lange, eine sehr schöne Ehe war. Also Klaus von Amsberg, deutscher Diplomat aus mittleren deutschen Adel, den hat Beatrix 1962 bei einem Adelsfest in Deutschland auch kennengelernt bei entfernten Verwandten. Und dann waren sie erstmal glücklich, aber als es dann herauskam, die Niederländer damit nicht so glücklich, denn der Zweite Weltkrieg war noch nicht so lange her. Außerdem, Klaus war nicht nur deutsch, er hatte während des Krieges als... war in der Hitlerjugend und ganz kurzzeitig, er war noch sehr jung, aber war Soldat in der Wehrmacht. Er war 17, 18 Jahre alt als der Krieg zu Ende war. Wie freiwillig dieser Dienst in der Wehrmacht war, eher nicht so, es war schwer, das wegzudiskutieren und die Wunden in den Niederlanden durch die deutsche Umsatzung saßen eben noch tief.


Jörg Schröder: Ja, kann man auch wirklich verstehen, das zog sich ja dann auch bis zur Hochzeit, also gegen viele, viele Widerstände. Sie haben es durchgehalten, Sie haben dann trotzdem geheiratet. Ja, dazu kommen wir jetzt auch. Also was ich bemerkenswert fand, Klaus, ein Gentleman durch und durch.


Catrin: Ja. Trotz Rauchbomben bei der Hochzeit. Ja. Ja, das war ein toller Typ.


Jörg Schröder: Wer gehe ich einen toller Typ? Der hat das alles ertragen. Beide haben es ertragen mit einem Lächeln. Die waren hochprofessionell. Und wenn wir jetzt mal so zu den anderen Monarchien, wo es ⁓ das Bürgertum ging, mit anderen, wenn wir über Norwegen und Schweden und so weiter geredet haben, das hat hier nochmal eine ganz andere Qualität. Das war richtig politisch, also nicht nur so moralisch, kann man jetzt einen bürgerlichen heiraten, sondern wie du schon sagst, da ist jetzt ein Deutscher, das ist noch nicht lange her, 20 publige Jahre, er selbst war Hitlerjunge.


Catrin: Mhm.


Jörg Schröder: Auch das, das muss man sagen, musste das machen letztendlich. Er ist auch immer wieder freigesprochen worden davon. Aber das interessierte dann letztendlich nicht. Warum hat sie sich jetzt nun ausgerechnet diesen Vogel geangelt? Also das konnten die Leute nicht verstehen. Und haben natürlich gar nicht so im Detail hinterfragt. Würden wir ja wahrscheinlich auch gar nicht so machen.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Ja, was war seine Rolle und was war nicht. Wir wissen, das in Deutschland schon diskutiert wurde. Wie muss es dann erst sein, wenn man ein besatztes Land ist? dann haben die auch noch in Amsterdam geheiratet. Noch so ein Bruch. Also normalerweise wird in Amsterdam nicht geheiratet. Da wird intronisiert. In Den Haag wird geheiratet und in Dales wird gestorben.


Catrin: Naja, also Willem-Alexander und Maxime haben auch in Amsterdam geheiratet. In der Nürnberg-Körpe. Ja, das aktuelle Königsbach hat auch in Amsterdam geheiratet. Auch in der.


Jörg Schröder: Was denn? Ja, die jetzt, aber die gebrochen hat das so. Also Beatrix war die erste, die das gemacht hat. Die wollte ja unbedingt in Amsterdam.


Catrin: Ja, die wollte aus Prinzip, weil die ist ja auch dickköpfig, die wollte es den Leuten auch zeigen, dass sie sich nicht verstecken muss.


Jörg Schröder: Ja, genau. Da waren nicht viele Leute. Also gerechnet hat man mit 250.000 Leuten. Es waren dann 100.000 ungefähr. Das war wahrscheinlich nicht sehr schön. Die waren in dieser wunderschönen Kutsche, in dieser goldenen Kutsche, umringt von den Lakaien, die alle mit Schusswesten, schusslicheren Westen, sehr eng an dieser Kutsche.


Catrin: Nee. Das ist ja eine gute Maßnahme.


Jörg Schröder: Es gab auch Ausschreitungen. Die Polizei ist sehr massiv vorgegangen, muss man sagen, und hat die Leute wirklich auseinandergetrieben. Beatrix konnte wohl nicht besonders viel sehen von den Menschen, weil sie eben so eng umringt war. gab dann auch, das habe ich in einer alten Zeitschrift tatsächlich gelesen, wohl auch ein Plastikgockel mit Hakenkreuz sogar in die Kutsche geworfen worden. Also es war alles nicht schön. schicke Hochzeit war das nicht.


Catrin: Gott! Das wird denen nicht, das ist ja übel.


Jörg Schröder: Es gab Rauchbomben, gab Stinkbomben, Tränengas. Wenn man diese alten Bilder sieht, fürchterlich. Es sieht aus wie in einer 1. Mai-Demo in der Schanze bei uns in Hamburg, wo eine goldene Kutsche durchfährt. Das war nicht schick. Aber du weißt ja, ich mag Frauen gerne, die Rückgrat haben. Deswegen mache ich auch Camilla gerne. Leute, die Durchhaltevermögen. Das kann man


Catrin: Ja, genau so. Ja, genau. Ja, ja, ist spannende Ja.


Jörg Schröder: Beatrix wirklich attestieren. Standvermögen, die haben das trotzdem gemacht. Ja, die hat natürlich wahrscheinlich auch die ein oder andere Träne vergossen, aber trotzdem klar.


Catrin: Ja, kann man wirklich. Ja und was? Ja, Aber er hat ihren Klaus gekriegt und er hat es dann ja auch recht schnell geschafft, sich da zu integrieren, hat niederländisch gelernt, ist ja auch nicht einfach, und hat sich eingebracht, hat sich für Entwicklungspolitik engagiert. Also Politik, als Diplomat konnte natürlich da auch wirklich gut mitreden auf dem internationalen Parkett. Und er war ein kluger, wenn auch sehr nachdenklicher und eher zurückhaltender Mann. Und er war wirklich nicht so der Hau-drauf-Deutsche, der irgendwo da reinkommt und sagt, wo steht das Klavier? Das hat ihm sicherlich auch geholfen. Und dann haben die Niederländer schon irgendwann ins Herz geschlossen und dann kamen auch die drei Söhne zum ersten Mal seit vielen Generationen dann wirklich gleich drei männliche Thronfolger, das fanden die natürlich auch alle toll, drei wohlgeratene Söhne. Also er wurde dann schon wirklich mit der Zeit beliebt und umso mehr flog ihm dann aller Herzen zu, als er dann wirklich schwer krank wurde mit Depressionen und auch sogar noch Parkinson.


Jörg Schröder: Hmm.


Catrin: Depression war in 80er Jahren ja auch noch ein Tabuthema. Man sah nur, dass sein Gesicht immer mehr versteinerte und er nie wieder lächelte und oft nicht mehr dabei war, wenn die Königin Termine absolvierte. Er hat dann schon, obwohl er sich wohler gefühlt hat bei Hofer als seine Prinzgemalvorgänger, auch er hat das wohl als Goldenkäfig empfunden, sich berührend, traurig.


Jörg Schröder: Ja, wirklich kann man wirklich sagen, einen ganz anderen Deutschen, genau den gegendeteiligen Deutschen, ja, da sind wir jetzt wieder bei Gedichten, Kultur, Schönheit. Das war der Klaus, diese Tugenden eigentlich, von denen wir immer noch so reden, die vielleicht nicht mehr ganz so da sind, die hat er wirklich so nach vorne getrieben. Und was ich auch toll finde und das zeigt es auch wieder, wenn wir Dinge von heute so


Catrin: der feinsehnige, feingeistige Deutsche. Genau. Warte, fahr ja.


Jörg Schröder: Deswegen die Monarchie so toll für mich. Wenn man das mal lange Zeit betrachtet, wie sich das entwickelt, und dann sieht man auch, wie ungerecht die Menschen waren und dann aber trotzdem auch wieder versöhnlich sind und ihn aufgenommen. Also die, die vorhin protestiert haben, haben ihn dann auch aufgenommen, weil es eine Chance gab und so. Das sind natürlich Dinge, die bei Politikern nicht so gehen, weil die haben gar nicht diese Zeit dafür. Und da muss man einfach


Catrin: Hm. Ja, der Zeitpunkt ist umschieden.


Jörg Schröder: Augen zu und durch und das hat er sehr, sehr gut geschafft. Was mich noch beschäftigt hat, das hat mir noch gar nicht vorher besprochen, das ist mir noch in so einer Zeitschrift aufgefallen, dass die Polizei damals tatsächlich das Hauptquartier für diese Einsatzgruppe diese Koordinationsstelle nenne ich das jetzt mal, tatsächlich im Anne-Frank-Haus platziert hatte. Und das ist nach zwei Wochen weg.


Catrin: Mhm. Mmh. ⁓ okay, das habe ich tatsächlich nicht recherchiert. Wow.


Jörg Schröder: Und das hat mir nochmal gezeigt, ja, weil man muss natürlich auch sagen, bei den Niederländern, das war ja nicht alles Menschen, die dem Nationalsozialismus abgeschworen haben. Ganz im Gegenteil, es gab auch eine große, große Unterstützer, das war auch da so. Und dann in dieser Zeit, wie in Deutschland auch, sieht man dann, das war natürlich nochmal eine Provokation. Wenn es Klaus, Deutscher, dann in diesem Haus.


Catrin: Ja. Ja.


Jörg Schröder: Das war natürlich noch mal eine Eskalationsstufe, die ist total schlecht angekommen, ⁓ das mal freundlich auszudrücken. Und das hat es dann natürlich noch weiter hochgetrieben. da gab es bestimmt auch Kräfte, dazu beigetragen haben, dass es so eine schreckliche Hochzeit wurde, also vom Außenbild. Die Königshauser haben viele Vertreter geschickt. Was war denen zu kappelig? Obwohl so gute Verbindungen da sind. Klaus ist gestorben, 2002 mein ich. 1976 war er da. Beatrix, ich glaube, das war wirklich eine Liebe. Die hat wirklich ihren Mann unglaublich geliebt.


Catrin: Ja, richtig. Ja, das glaub ich auch. Hm.


Jörg Schröder: Vermächtnis. Reden wir mal als Beatrix über die Monarchin nochmal und ihr Vermächtnis. Niederlande hat sie regiert von 1980, mal ein paar Daten nochmal, bis 2013. Also 33 lange Jahre. Genau. Und was würdest du sagen, hat sie die modernisiert und gestärkt die Monarchie? Was sagst du?


Catrin: Ja, also sie hat schon einiges bewirkt, wie ich eben schon mal sagte, sie war ja politisch sehr interessiert und begabt und hat sich deswegen nicht nur auf das reine Bänder durchschneiden, also repräsentativ Flichten beschränkt. Sie hat versucht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv Einfluss zu nehmen und aber auch Substanz zu bieten, wenn sie die Gelegenheit hatte, reden, selber zu schreiben, wie also ihre Neujahrsansprachen zum Beispiel, die gehalten wirklich für ihr ganzes Land, alle Niederländer immer als moralische und gesellschaftliche Orientierungspunkte. Und du hast es hier eben auch schon erwähnt, sie hat schon auch gesellschaftliche Umbrüche gefördert und durchgeführt, wie zum Beispiel die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe 2001 hatten wir vorher. Das war sogar das erste Land der Welt, das fiel in ihre Regentschaft. Und dann gab es natürlich auch schwierige Zeiten, 11. September 2001 und dann Attentate durch Fundamentalisten, der niederländische Satiriker und Filmemacher Theo van Gogh.


Jörg Schröder: Mmh.


Catrin: wurde durch einen islamischen Fundamentalisten ermordet. Also das musste man auch alles mal auffangen und dann die Trauer im Volk und diese Bedrohungslage. Das waren wirklich, wirklich schwierige Zeiten.


Jörg Schröder: Ja, und dann am 28. April 2013, zu ihrem 75. Geburtstag, da unterzeichnet sie sie dann die Abdankungsurkunde. Hat also klug, bedächtigt, aber klar gehandelt, Und in der neuen Kirche in Amsterdam, dann William Alexander und Maxima getreten. Nur mit einem schönen Lächeln und hat den Raum verlassen.


Catrin: Ja, ja, ja, das böse A-Wort, genau.


Jörg Schröder: Wir hatten letztens über Margarete gesprochen. sind so die Momente, einem da nennen. Genau. Und das war ein großer Moment, den sie da gezeigt hat und sehr würdevoll. Ich fand ihn nicht so traurig wie bei Margarete.


Catrin: Ja, die großen Momente. Ja, das stimmt. Ein Tränchen im Auge hatte sie nicht, wenn ich nicht richtig ins Sende.


Jörg Schröder: Das hing auch damit zusammen, weil du ja sagst, Abdankungsgegner. Da war mir das klar, das wird irgendwann so sein. Das ist einfach so. Das war jetzt einfach so der Zeitpunkt. Da hat man damit gelebt. Das war eben anders bei Margarete. Das hat uns alle so geschockt. Das ist eben ein anderer Hintergrund an der Stelle gewesen.


Catrin: Ja, das hat man akzeptiert. Ja, naja, und es kam ja auch hinzu, sie wollte vielleicht auch nicht mehr so gern, ihr Klaus war tot und ihr Sohn Friso, da kommen wir gleich dazu, das hatte sie ganz schlecht verkraftet, dieses Schicksal. Also ich glaube, sie war auch froh dann, dass sie gehen konnte, in Rente gehen konnte.


Jörg Schröder: Genau. Und dann kommen wir zu Friso, auch dramatische Sachen. Das werden wir gleich besprechen.


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Ja, Katrin, nun wollen wir mal zu Beatrix Söhnen kommen. Da müssen wir mal ganz kurz innehalten bei Prinz Friso. Weil das ist eine Geschichte, die lässt einen wirklich nicht los.


Catrin: Nee. Also wird man immer bisschen traurig, wenn man dran denkt. Also zunächst mal alles gut, aber der mittlere der drei Söhne von Beatrix und Klaus, er war vielleicht sogar intellektuell der Brillanteste. Er war Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler mit wirklich guten Abschlüssen aus Berkeley und Rotterdam. Klugermann, gebildeter Mann. Dann wurde es aber schwierig, als er sich bei der Brautwahl in eine gewisse Mabel-Wisses-Mitt verguckte. Die war auch Politikwissenschaftlerin, Bürgerrechtsaktivistin, eine attraktive Frau, kluge Frau, arbeitete für Stiftungen, also Self-Midwomen. Beeindruckend. Aber als sie schon in einer Beziehung waren, stellte sich heraus, dass sie ein wenig ihre Vergangenheit geschönt hatte. Es war klar, dass sie einen ehemaligen Drogenbaron kannte, Klaas Brünnsma. Sie hat aber gesagt, ich kannte den halt. Das war es. Der war aber einer der gefährlichsten Kriminellen in den Niederlanden. Der wurde dann auch mal zuteilend und sie ermordet. Dann kam halt irgendwann leider aber raus, dass sie mit dem eine Liebesbeziehung gehabt hat. Das kam halt nicht so gut in der Öffentlichkeit. Das kam 2003 raus. Da hatte Frizo die Verbindung schon.


Jörg Schröder: Ich hab's


Catrin: quasi angemeldet, offiziell gemacht, aber dann auf einmal diese Neuigkeiten ähmen, war wirklich schwierig. Das Skandal war groß. Es gab also jetzt keine Chance mehr vom Parlament eine Zustimmung zu seiner Heirat zu bekommen. Das wäre Voraussetzung gewesen, wenn er seine Position und auch den Platz in der Thronvorge hätte behalten wollen. Aber Parlament gab keine Zustimmung. Und dann hat Friese aber auch sehr konsequent starkes Rückgrat, wie die Mutter gesagt. Ich brauche das nicht, ich werde ⁓ wahrscheinlich niemals die Thronfolge antreten. Ich mache mein Ding, ich habe einen Beruf, ich heirate die Frau, wir machen das so. Und die haben dann auch zwei Töchter bekommen, waren wirklich sehr glücklich nach allem, was man weiß. Aber dann schluckt das Schicksal zu.


Jörg Schröder: Ja, genau. Also er heiratete sie ja. vielleicht noch mal kurz, die beiden waren, die lebten dann in London, wo Friso für die Investmentbank Goldman Sachs arbeitete. Und dann Februar 2012, da kam dann das Riesenschicksal. Lawinenunglück im Skiurlaub in Lech am Aalberg. da wurde er von einer Lawine verschüttet.


Catrin: Richtig,


Jörg Schröder: Ich glaube, ganz viele können sich echt daran erinnern, auch an diese Bilder, wie Beatrix im Krankenhaus war, mit Brille und so. Also da hat man mitgefiebert. Und obwohl er relativ schnell geborgen wurde, lag er nach dem Herzstillstand, er hatte, infolge eines Sauerstoffmangels, 18 Monate lang im Koma. Und das hat einen dann auch so lange beschäftigt. Da gab es dann immer wieder diese Besucher.


Catrin: Ja, das war übel, gar nichts Schlimmes. Ja, also die ganze Familie, an verschiedenen Stellen, an verschiedenen Krankenhäusern. weil die Familie ja in London lebte, lag er in London im Krankenhaus, da ist dann Beatrix auch immer wieder hingereist. Und dann, ja, dann starb er tatsächlich im August 2013, kurz nachdem seine Mutter abgedankt hatte. Er hat den Thronwechsel nicht mehr bewusst erlebt, aber er lag ja in Poma, hätte es sowieso nicht mehr bewusst erlebt. Also das war schon...


Jörg Schröder: Mh.


Catrin: ganz, ganz schlimm für die ganze Familie. seine Brüder, die Brüder waren untereinander sich sehr verbunden. Die überlebenden Brüder, William Alexander und Konstantin, sind sich auch sehr verbunden. Also das war eine glückliche Familie, glückliche Brüder miteinander und wirklich traurig, unnötig, ganz, ganz tragisch.


Jörg Schröder: Ja, und Mabel, die ist heute eine angesehene Charity-Unternehmerin und sie hat diesen Tod wirklich mit Würde getragen. da haben sich, auch wenn sie eine kurze Zeit hat, sehr kurze Zeit, aber... Eine tolle, eine schöne Zeit. Die haben sich gesucht und gefunden. Das ist tragisch, wenn es dann so kurz ist. Und solche Schicksale letztendlich da einholen an der Stelle. Du hast gerade Prinz Konstantin, ich nenne ihn mal so der brave Speer. Da haben wir wieder so einen Speer. Die haben guten Kontakt, William, Alexander und er. Und ist der dritte Sohn von Beatrix und Klaus.


Catrin: Ja. Ja. Hm?


Jörg Schröder: Ja, geht als zuverlässig und kompliziert. Wie würdest du ihn beschreiben?


Catrin: Ja, ja, er und seine Frau Laurentin, die werden auch immer mal mit eingeladen zum Ostbild auf dem Schlossbalkon, zum Königstag oder so kommen die auch mit. Die machen so ihr Ding, sind aber auch selber beruflich dann unabhängig unterwegs. Er hat einen Beruf, ist auch Wirtschaftswissenschaftler, hat schon bei der EU-Kommission und dann bei McKinsey gearbeitet, kennt sich aus. Und seine Frau Laurentin, die hat eine wirklich bemerkenswerte Stiftung gegründet, eine Initiative, wozu ja auch eine gemeinnützige Stiftung gehört. Die heißt My Lima Lima.


Jörg Schröder: Hm.


Catrin: Und eine ihrer Töchter, Grefin Eloise, mit der gemeinsam betreibt sie das inzwischen. Denn ⁓ Fundraising für diese Charity zu betreiben, haben sie ein Secondhand-Shop-Unternehmen gegründet für Damen und es gibt inzwischen auch eine Alternative für Herren. Und da versteigern sie dann Klamotten. Also normalerweise kann man hingehen, was kaufen. Sie machen aber immer wieder Events und Sonderaktionen und versteigern dann auch Sachen und die Einnahmen gehen dann zugunsten dieser Stiftung. Und gerade die junge Greifin Eloise, die ist glaube ich so Mitte Ende 20, der ich folge dem Instagram-Account. Das macht die super. Die ist wirklich eine ganz aktive junge Frau und engagiert sich. Und das ist, ich, schönes Beispiel, wie man genau mit dem richtigen Maß von royalem Background dann einfach wirklich was Gutes tun kann, ohne den Titel zu missbrauchen.


Jörg Schröder: Die sind jetzt aber nicht im eigentlichen Sinne die Working Royals.


Catrin: Nein, nein, die machen ab und zu mal mit bei besonderen Anlässen, aber sonst haben die ihre eigenen Dinge, machen ihren Beruf, denn man arbeitet ja auch und bekommt Geld dafür, sie bekommen auch keine Appanage und sind Teil der Familie, aber keine Working Worlds.


Jörg Schröder: Das ist vielleicht zur Einordnung, weil wir es jetzt in jeder Folge hatten. Diese Frage beschäftigt uns, die haben es klar getrennt. Auch da wieder straight.


Catrin: Mmh.


Jörg Schröder: wenn man es so sieht. Genau. Konstantin und Laurentin, Laurentine leben übrigens einen Großteil des Jahres in Brüssel, weil Konstantin, hat als Sondeberater für Tech-Startups ist er tätig und das ist so ein Digitalpolitik-Experte, so würde ich den mal nennen. Und ja, das sind so die unauffälligen, fleißigen Bienchen des niederländischen Königshauses und


Catrin: Hm?


Jörg Schröder: Ja, haben das mal, als wir es vorgesprochen haben, haben wir die so verglichen mit den Edinburghs, nämlich Edward und Sophie. Also die arbeiten so, die würkeln so vor sich hin und Skandale, große, alles, alles fein. Genau. Und das das nehmen wir mal wirklich als Kompliment.


Catrin: Mmh. Ja. Die sind ja deswegen nicht unbedingt langweilig, wobei, ein ganz klein bisschen, wenn ich jetzt genau darüber nachdenke, ein klein wenig Hinktes, weil Edward und Sophie sind Working Royals, die haben beide ja Berufe gehabt und die haben sie aber aufgegeben. Aber es verbindet sie, dass sie freundliche und unauffällige Dinge machen, zum Teil viel zu wenig beachtet von der Presse, obwohl sie wirklich Gutes tun. Das meine ich sowohl für die Edinburgh's als auch für die Familie von Konstantin.


Jörg Schröder: Nö. Ja, klar. Ja, ja, das stimmt.


Catrin: Aber die unterstützen Willem-Alexander und Maxima, wo es geht, wenn sie gebraucht werden. Und sonst tun sie sich nicht weiter groß und geben nicht an oder wollen, verlangen nichts. Und ich schätze mal, was habe ich da nie entsprechend, gehört da lauern auch keine Skandale im Hintergrund. Also da kann man zufrieden sein, das scheint gut zu laufen.


Jörg Schröder: Da schreibe ich mir auch gleich was für unsere nächste News-Folge noch mal auf, weil ich gelesen habe, dass jetzt doch noch mal wegen so ein paar Auftritten und Working Roids die Tochter von Edward und Sophie doch vielleicht bisschen mehr involviert wird. Aber da sprechen wir ein andermal, das ist zu großer Kreis, ist noch mal ein kleiner Platzhalter. An dieser Stelle noch mal, weil es so schön passt, wenn ihr Platzhalter für uns habt. Fragen, Anregung. Also wenn es jetzt nicht unbedingt und ober- und unverfassungslos


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Bauch geht und so weiter und so fort. sind Fachleute sind, wo wir einfach Lust drauf haben, darüber zu sprechen und die Zuhörerinnen und Zuhörer mitmachen. Dann schreibt uns das gerne, freuen wir uns sehr drauf. jetzt, liebe Kathrin, da kommen wir ⁓ mal ⁓ der Hauptteile zum Prinz Bélazier. Der habe ich hoffentlich richtig ausgesprochen. Jetzt kommen wir zu Willem, Alexander und Maxima. sehr schön. An der Stelle fehlt mir gerade ein kleiner Tipp noch mal für unsere Show notes auch. Hinkt historisch schon ein bisschen, ist aber trotzdem schön zu sehen, so als Einstimmung es gibt.


Catrin: Das klingt schon ziemlich nierländisch, finde ich.


Jörg Schröder: Ja eine Serie über Maxima, die heißt auch Maxima, läuft glaube ich bei RTL, kann das sein? RTL plus?


Catrin: RTL Plus, genau. gibt jetzt gerade die zweite Staffel ganz frisch, hab beides gesehen und ich finde, ist gut besetzt und sie sind vergleichbar. Die zweite Staffel ist jetzt ganz neu, aber die erste ist auch wirklich sehenswert, mit interessanten Schauspielern besetzt. Sebastian Koch spielt Prinz Klaus übrigens, finde ich auch gut, wie das macht. Also kann man empfehlen, packen wir die Show Notes, denn es ist wirklich relativ nah an der historischen Wahrheit, jedenfalls näher durchgängig als The Crown in Großbritannien. Also ich kann das aus gutem Gewissen empfehlen.


Jörg Schröder: Gibt es jetzt auch die zweite Staffel schon, oder? Ja, ganz toll. Ja, also auch sehr, sehr unterhaltsam, hat mir auch sehr, sehr viel Spaß gehabt. Bei den beiden weiß man auch schon wieder gar nicht, wo man anfangen soll. Also wenn ich das jetzt mal so nachbetrachte, eigentlich Niederlande, hätte man gar nicht so gedacht, jetzt könntest du auch schon fast zwei Folgen machen. Weil es gibt noch mal so viele Ableger auch, wenn man nachher mit Königin Anne, England und so weiter, historisch, es gibt also unglaublich kompliziert, unglaublich spannend finde ich. ⁓


Catrin: Hahaha


Jörg Schröder: die Geschichte der Niederlande und wie wir auch sehen, irgendwie ist da richtig Fleisch dran, auch so bei der Family und so, weil das echt so Köppe sind. Die setzen alle so Pflöcke ein. Da wollen wir jetzt mal draufkommen, was Willem Alexander, der ja doch wieder ganz anders ist als Beatrix, was er ja auch glaube ich sein will, so vom Auftreten. Vielleicht mal kurz vorab einfach nur so der erste Eindruck, wenn ich Willem Alexander sehe.


Catrin: Vielen


Jörg Schröder: dann finde ich den immer so bisschen sympathisch, aber auch immer so bisschen schüchtern, so bisschen linkisch auch, also so unsicher auf der Bühne. Und wenn ich dann Maxima daneben sehe, dann denke ich wieder, wow, toll, dass er die dabei hat, weil die reißt das Ruder immer so bisschen rum. Und er lässt es auch zu. Also anders wie bei Charles und Camilla, wo Camilla immer so zurückfällt und ihn endlich mal auch den Raum lässt, den er braucht.


Catrin: ja. Ja.


Jörg Schröder: So lässt Wilhelm das auch, glaube ich, recht zu. Ich weiß nicht, wie da dein Eindruck ist, dass die Maxima, die kann einfach, glaube ich, noch mehr so mit Menschen, mit den Massen und so weiter. Schätze ich das falsch ein? Würdest du den sehen?


Catrin: Nein, also ich kann da eine kleine Anekdote beitragen, weil vor ein paar Jahren waren die hier in Hamburg mal zu einem Arbeitsbesuch, wirtschaftliche Zusammenarbeit und so. Ich war dann Teil der Presse im Hamburger Rathaus, als die große Treppe hochgeführt wurden und dann den Bürgermeister begrüßt haben. Und die waren beide fröhlich und sahen nett und positiv aus. Aber es war wirklich offensichtlich so ähnlich, wie du auch eben sagtest, Wilhelm Alexander, obwohl er eigentlich die Hauptperson war, der König, der Monarch, wirkte, der hatte nicht sehr viel Ausstrahlung, außer dass er generell freundlich wirkte. Aber er wirkte einen Ticken zurückhaltend. und Maxima, die hat ein Charisma, das haut einen ⁓ Die strahlte einmal in die Runde und gab jedem das Gefühl, dass sie genau den freundlich angelächelt hatte zur Begrüßung und ging ganz, ganz forsch und positiv dann gleich auch alle auf die Ehrenrunde zu, denen sie alle die Hand schütteln sollte, da die aufgestellten Horatio an der Stadt. Also sie ist einfach, sie ist so ein Mensch, dem ist das gegeben. Fröhlich, offen, angstfrei, die kann innerhalb von Sekunden dann ganzen Raum für sich einnehmen.


Jörg Schröder: Hm.


Catrin: Die hat ein großes Strahlen. Ich finde, die haben ganz gute Teamwork geschafft, hinzubekommen. Sie weiß natürlich, dass sie nicht die regierende Königin ist, sondern ihr Mann. Am Ende muss sie ihm dann doch immer wieder den Vortritt lassen, am Ende kommen sie als Team parallel zur gleichen Zeit rein. Keiner lässt dem anderen irgendeinen Vortritt, sondern die arbeiten zusammen, ist mein Eindruck, und ergänzen sich gut. ich glaube, eine alte Freundin von mir hätte immer gesagt, sie hat ihn gemenscht. Sie hat ihn irgendwie bisschen zu dem geformt.


Jörg Schröder: Mensch ist auch gut.


Catrin: Zudem geformt, was er jetzt ist, er ist bisschen kanntiger geworden. Ich glaube, sie hat ihn auch motiviert abzunehmen. Früher war er so bisschen pausbäckig. Prinz Pilz hier, Prinz Bierchen, gern bisschen zu viel Bier getrunken. Das lernt man dann ja auch zu.


Jörg Schröder: Genau, wenn ich den sehe, denke ich nie daran, dass der begeisterter Sportler oder Ruderer war.


Catrin: Nein, immer wenn es darum geht, ich meine er interessiert sich, er auch mal im niederländischen Olympia-Komitee, aber ich glaube er war nie derjenige, der wirklich aus Leidenschaft Sport betrieben hat und wenn es darum geht, dass bei einem Charity-Tauchen in den Kanälen von Amsterdam jemand mitmachen soll, dann ist es maximal, die sich da in einen Neoprenanzug stürzt und da in den Grachten mit schwimmt und nicht Willem-Alexander, dafür wird es auch schon einen Grund für geben. Aber er hat sich gut gemacht und der Bartiner jetzt seit ein paar Jahren trägt


Jörg Schröder: Ja. Nö. Genau.


Catrin: umspielt das zu Kindern auch noch etwas kantiger. finde, da hat sich dann gut gemausert, optisch, dass er ein bisschen mehr so, wirkt jetzt, als ob er mehr Format hätte. Ich will nicht zu nahe treten, wahrscheinlich hat er als Mensch sehr viel Format, aber bringt das nicht so rüber.


Jörg Schröder: Das ist gar nicht böse gemeint auch. Das finde ich auch wieder menschlich, ⁓ das wirklich gleich wieder in Schutz zu nehmen. Der hat ja diese Rolle nun mal gekriegt, als der Mensch, als der geboren ist. Und ich finde das eben auch da wieder, auch wenn es vielleicht langweilt, man sieht eine Entwicklung und er muss mit diesem Tüdlchen Schicksal leben und nutzt alle Ressourcen, die er hat, dem Fall eben auch Maxima und entwickelt sich ja auch, verändert sich und das ist doch eigentlich das


Catrin: Hm. Ja. Ja, ist ja ein Adnan.


Jörg Schröder: Das dass man sieht, der wächst da dran und das macht es doch so menschlich. Das finde ich macht ja gerade Monarchie aus auch und dass er eben nicht als perfekter König reinkommt, kann sie nicht aussortieren, ist es nun mal. und jetzt, und da könnten wir uns ja vielleicht alle mal ein Scheibchen auch manchmal von abschneiden und sagen, es ist, ich bin da, wo ich bin und will da auch sein und jeder hat sein, muss das draus machen, was er kann. Was man machen kann mit eigenen Initiative, genau das finde ich schon.


Catrin: Alright, g'nau.


Jörg Schröder: Merkt man bei ihm. Wir haben ja nur vom Maximal gesprochen, 1990er Jahre. Da hat er sie kennengelernt, Argentinierin. Und die Liebesgeschichte, die kann man auch wieder nicht erfinden, weil das Leben die besten Geschichten schreibt. Und jetzt erzähl mal, Katrin, wie haben die beiden sich kennengelernt, die rassige Argentinierin und unser Prinz Pilchie.


Catrin: Na gut, also eins kann man sagen, haben sich nicht bei den Olympischen Spielen kennengelernt. Dieses Gesetz der Serie haben wir hiermit durchbrochen. Nein, also sie hat Wirtschaftswissenschaften studiert und hat dann auch international gearbeitet, auch zum Beispiel bei der Deutschen Bank in New York, hatte aber auch in ganz Europa Freunde, die sie zum Teil da ja auch kennengelernt hatte. Und irgendwann war sie mal eingeladen bei Freunden zu einer Party in Zivilia 1999, Party-Party-Dinner mit Tanz hinterher. Und da lernte sie einen jungen Niederländer.


Jörg Schröder: Festgehalten.


Catrin: die er sich als Alex oder Alexander vorstellte. Mit denen kamen sie ins Gespräch und da war dann gleich durchaus eine Sympathie. Aber sie wusste nicht, wer das war. Schon ein bisschen wie bei Frederik von Dänemark und seiner Married in Bar in Sydney, wo sie erst mal nicht wusste, wer der Fred eigentlich ist. Wahrscheinlich machen die das oft so. Irgendwelche Prinzen, wollen ja nicht, dass irgendwelche Frauen hinter ihr laufen, nur weil sie einen Prinzentitel haben. wollen erst mal gucken, passt das persönlich? Und da scheint es.


Jörg Schröder: Hmm.


Catrin: die ziemlich bald persönlich gepasst zu haben. Denn die beiden haben sich dann doch verliebt, haben begonnen sich zu treffen und ganz einfach war es aber nicht, denn natürlich wie das immer ist bei royalen Freundinnen oder Bräuten, sie und ihre Familie wurden durchleuchtet dann von Sicherheitskräften in den Niederlanden und dann kam heraus, dass Maximals Vater leider eine politische Vergangenheit hatte mit der Militärdiktatur und da General Wiedela war Staatssekretär für Landwirtschaft gewesen und dieser Diktatur sind halt tausende Menschen verschwunden worden und ermordet worden und das war ein diplomatisches Problem.


Jörg Schröder: Ja, das war ja diese Geschichte, dass so aus dem Flugzeug und so weiter und so fort, also wirklich von der Bildfläche verschwunden. Und er hat immer gesagt, er wusste nichts davon. Er war eben nur Landwirtschaftsminister. Maxima konnte damit schlecht auch umgehen die erste Zeit. Das war natürlich ein Riesenproblem, weil die niederländische Regierung beauftratete eine Untersuchungskommission.


Catrin: Ja. Nein.


Jörg Schröder: und sie wusste von diesen Verbrechen dahinter. Und dann ist natürlich schwierig, herauszufinden, wie viel Anteil hat er.


Catrin: was hätte er wissen müssen, was hätte er wissen können.


Jörg Schröder: Ja, genau, immer wieder das Thema. Konnte er also keine direkte Beteiligung, und ähnlich wie bei Klaus auch. Da kannst du sagen, war in der Hitlerjugend in der Wehrmacht. Wie willst du das klären? Das ist immer so oder so. Dann wird behauptet, natürlich ist vielleicht alles stunken und erlogen. Aber man konnte ihm keine Beteiligung nachweisen. Aber das war Fakt. Er war in dem Regime und es wurde entschieden, der Vater darf nicht an der Hochzeit teilen. Das war für Maxima ein ganz herber Schlaf.


Catrin: Ja, das war schon herzerreißend. Wirklich, also das hat man ihr ja auch angesehen. Sie hat dann einen sauren Apfel gebissen. Es kamen ihre Geschwister, die durften kommen, aber ihre Eltern sind dann im Buenos Aires geblieben und haben wohl, so heißt es, sich das im Fernsehen angeguckt. Aber es gab dann auch einen Teil der Zeremonie in der Kirche beim Hochzeitsgottesdienst, wo dann ein Akkordeonspieler argentinische Weisen spielte. Und da sind hier dann echt die Tränen runtergelaufen. Das kann man ja auch verstehen. Also das war schon berührend und mitten in der Kirche, mitten in Zeremonie und...


Jörg Schröder: Ja.


Catrin: musste das Taschentuch raus. Aber es war nicht so, dass man sich dafür geschämt hätte, Willem-Alexander hat ihr die Hand gedrückt und war ja nachvollziehbar, warum sie rein musste.


Jörg Schröder: Ja, und dann ist er 2019 der Vater. Und das blieb immer so ein Makel. Das hat er auch nie wirklich verziehen. Privat, glaube ich, haben die sich trotzdem immer noch getroffen, aber eben nicht offiziell. Also er wurde immer so ein bisschen unter ferner liefen gehandelt. Und da muss man sich ja jetzt, sage ich auch mal wieder, wir sind jetzt keine Niederländer und wir haben keinen Monarchen. da ist es dann eben auch, wird wieder so der Spiegel vorgezeichnet und sagt, ja, der wird ja nicht gezeichnet und es wurde nicht normalisiert, weil die Angst da ist, dass das Volk dann so


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: über ihn urteilt und da nicht versöhnlich ist Also es ist ja nicht ausgemacht von denen, sondern da sieht man, man eigentlich selbst für eine Verantwortung hat. Dass man auch da mal großzügig ist an der Stelle, war man an der Stelle nicht. Also er ist 2019 so verstorben mit diesem Marke sozusagen.


Catrin: ⁓ Ja gut, wie gesagt, man weiß nicht wie viel, ob er in irgendwelche verbrecherischen Aktivitäten verwickelt war, das ist schwierig. Aber immerhin die Familie, Wilhelm Alexander mit Maxima und dann als die Töchter kamen, haben sie jedes zweite Jahr zu Weihnachten, sind sie nach Argentinien gefahren und die Familienwanderung wurden dann schon privat gepflegt. Dem wurden seine Enkelkinder jetzt nicht vorenthalten oder so.


Jörg Schröder: Nein, das das nicht. nur auf der öffentlichen Bühne. Das meine ich genau.


Catrin: Genau, also nächste öffentliche Bühne. Aber ansonsten hat sich ja Maxima zunächst als Grundprinzessin einige Jahre lang und dann als Königin sehr gut eingearbeitet, auch niederländisch gelernt, macht alle Pflichten exzellent, hat sich aber immer noch weiter in ihrem Fachgebiet Finanzen, Banking engagiert und weitergebildet. Vor allem das Thema Finanz-Inklusion, also Mikrokredite für benachteiligte Frauen in Entwicklungsländern, da hat sie ganz, ganz viel erreicht.


Jörg Schröder: Mh.


Catrin: ist dann sogar zu Sonderbeauftragten der UN ernannt worden für inklusive Finanzierung. wirklich, sie reist auch regelmäßig in die dritte Welt und guckt sich vor Ort an, was da gelaufen ist. Ganz verbundenswertes Engagement.


Jörg Schröder: Ja, und sie hat auch bei dem Engagement, kann ich nur sagen, sie hat diese Tradition übernommen, wenn wir nochmal den Sack dicht machen mit der schwulen Community, mit der queeren Community. Auch das hat sie übernommen und ist auch dort sehr engagiert bis heute. War auch zum Beispiel beim Staatsbesuch in den USA.


Catrin: ⁓ ja, richtig, ja.


Jörg Schröder: waren sie in San Francisco, haben bewusst auch eine Schwulenbar betreten, haben sich das Viertel angeschaut und so. Also das wird ganz bewusst gemacht. Das hat sie wirklich übernommen Und das trägt eben dazu bei, dass die Niederlande bis heute so in dieser Community, also ist der Sack auch weglichtig, das erklärt es vielleicht, warum so diese große Sympathie da ist, weil das hat sich immer so ergeben Genau, die Frage ist ja jetzt, also Sie absolut intelligent. ⁓ voll finanziell, auch da wieder fällt mir jetzt gerade ein, Investmentbaggerin, Finanzen und so weiter und so fort. Also die Tradition, die können mit Geld umgehen, das kann man sagen.


Catrin: Ja, die wird das Formierenvermögen bestimmt gut verwalten oder Alexander will am Alexander beeinflussen, dass er es gut verwaltet.


Jörg Schröder: Das glaube ich auch. Genau, also sie hat ihm glaube ich wirklich da geholfen. Also die ergänzen sich super. Und er hat ja im Übrigen auch eine Privatpilotenlizenz, hat er 1985 gemacht. Und da hat er 2001 auch nochmal die Verkehrspilotenlizenz draufgesetzt. Und heute ist er echter Pilot und fliegt dann auch regelmäßig als Co-Pilot für KLM. Und das macht ihm Spaß. Und er muss ja Flugstunden machen, damit er die Fluglizenz im Behalten kann auch. Und vielleicht steigt der eine oder die andere mal Amsterdam ein und im Cockpit sitzt dann Prinz Pils. Jetzt König Pils ja. Genau. Und der steuert dann auch manchmal, fliegt das Flugzeug dann auch, wenn es zu Staatsbesuchen geht Das ist herrlich. Und das ist so typisch, das ist so niederländisch, so pragmatisch. Das haben wir wie der Fahrradmonarchie.


Catrin: Ja, sicherlich. Irgendwie schon, Nur ein bisschen höher halt. 35 Fuß, 1000 Fuß hoch. Nee, fände ich auch sympathisch.


Jörg Schröder: aber bisschen höher diesmal. Genau. So, jetzt haben wir Willem-Alexander und Maxima durchgearbeitet. Juliana und Bernhard durchgearbeitet. Wilhelmina und Heinrich durchgearbeitet. Und die Historie haben wir auch mit draufgesetzt. Jetzt kommen wir nochmal. Wir sind natürlich wieder gnadenlos über die Zeit. Ich habe es ja gesagt, wir hätten eigentlich zwei Folgen machen müssen. Macht aber nichts. Wir kommen jetzt aber nochmal. Da müsst ihr durch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Töchter Amalia, Alexia. Und Ariane, da kannst du uns vielleicht auch nochmal, die sind meistens nicht so auf dem Schirm, da bist du aber immer sehr sehr gut informiert. Erzähl doch mal kurz über die.


Catrin: Also drei Töchter, wie Willem-Aksander und seine Brüder waren drei Jungs. haben wir wieder drei Mädchen. Das heißt, nächste Monarch der Niederlande wird wieder eine Frau, eine Amalia, die Amalia genannt wird normalerweise. Und die ist jetzt ja auch schon Anfang 20, ist im Studium, studiert derzeit Politik, Psychologie, Recht und Wirtschaft in Amsterdam. Und das ist natürlich kein Zufall, das sind ja schon Fächer, die sehr hilfreich sind, wenn man später mal Monarchin werden will vom Beruf. Aber sie hat es auch nicht leicht gehabt. Als sie direkt dann nach der Schule anfing zu studieren, war sie kaum mit ihren frisch ausgebaute Studenten. Wir gehen in Amsterdam gezogen, da musste sie schon wieder ausziehen und ins Schloss fliehen, weil es ganz schlimme Todesdrohungen gegen sie gab wegen der Drogenmafia. Und dann hat sie eine Zeit lang remote aus dem Schloss studiert und es war eine ganz schlimmer Zustand und es wurde einfach nicht besser. Und dann haben ihre Eltern sie nach Madrid geschickt, ⁓ dort quasi im Cognito weiter zu studieren. haben sie also quasi dem... Spanischen Königspaar anvertraut, könnt ihr euch bisschen ⁓ eure Tochter kümmern. Und in Madrid war dann Amalia wohl sehr glücklich, hat sich später auch noch sehr dafür bedankt. Da gab auch einen extra Dankeschön-Termin, wo sie der Stadt Madrid dann bei einem offiziellen Anlass quasi ein Turpenbeet geschenkt hat, ein Blumenbeet. Das war dann eine schöne Zeit für sie, aber diese Todesdrohung, das muss man sich mal vorstellen, man hat niemand je was getan, man ist gerade mal aus der Schule ausgefangen anzustudieren und dann muss man sich darauf gefasst machen, dass man auf einmal irgendwie entführt oder ermordet. War sehr grau.


Jörg Schröder: Ja. Das ist sowieso ja etwas, was kann man sich gar nicht vorstellen. Diese Ängste, die immer da sein müssen.


Catrin: Wahrscheinlich, Also auch jetzt werden wir nicht völlig weg sein, aber es ist wohl jetzt wieder besser. Sie hat aber jedenfalls auch selber in meinem Interview darüber gesprochen, dass das hart ist und dass da für sie ihr Leben auch ein Stück Normalität verloren hat. Sie war sich dessen vorher nicht so bewusst, dass da vielleicht immer irgendeine Gefahr dreut und jetzt weiß sie das eben, aber sie ist jetzt auch erwachsener geworden. Und ich finde, sie hat auch wirklich an Format gewonnen. Sie macht jetzt auch schon erste offizielle Termine mal alleine. Sie hat mein Schiff getauft und andere Sachen und sie hat, fand ich auch toll, direkt nach dem Studium, als sie vor...


Jörg Schröder: Mhm.


Catrin: der Schule, als sie Volljährig war, hätte sie auch ihre Appanage schon in beträchtlicher Höhe einfordern können. Sie hätte gesagt, solange ich noch studiere und nicht wirklich Termine fürs Land mache, lassen wir das. Jetzt macht sie bei Termine fürs Land, jetzt bekommt sie auch die Appanage. Und insofern alles gut. Ihr hat, glaube ich, das Herz auf dem rechten Fleck.


Jörg Schröder: Mh. Genau, das wieder ein schönes Statement gewesen von Ihnen. Auch da, wenn man das jetzt mal betrachtet, die gehen gut mit Krisen irgendwie ⁓ Irgendwie haben sie es in der Zeit, immer der Zeit geschuldet, ⁓ die gehen damit gut ⁓ Und hier mit gutem Beispiel auch voran, dass sie das, da könnten andere Ländern mal... ⁓


Catrin: Ja.


Jörg Schröder: Schalbchen von abschneiden. hat sie wirklich ganz gut hingekriegt. Sagen wir mal, weißte hat sie eigentlich einen Freund?


Catrin: Also es gibt Gerüchte, dass ich einen Freund habe. Lustigerweise, wenn es der ist, von dem alle reden, das ist ein gewisser Boris von Sachsen-Coburg, allerdings aus dem bulgarischen Zarenhaushalt. Also ist ein entfernter Verwandter Neve oder Großneve des letzten bulgarischen Zaren. die haben ja damals, die Sachsen-Coburg-Gothers haben ja um 1900 in vielen solchen osteuropäischen Ländern, sind da Prinzen zu Herrschern gewählt worden, für einige Jahre oft nur. Also aus der Dynastie stammt der und der ist Ende 20 und 28 glaube ich. Und der soll mit ihr schon mehrfach auf Veranstaltungen, auch bei privaten Artistpartys gesehen worden sein. Also könnte sein, dass es ihr freut. Das ist nicht bestätigt. Aber ich persönlich fände es ja lustig, wenn nach langer Zeit endlich mal wieder eine Thronfolgerin oder ein Thronfolger in Europa wirklich quasi ebenwürdig heiratet. anderes blaues Blut. Wäre mal ganz spannend. Das ist auch ein kluger junger Mann, der ist auch berufstätig. Ich glaube auch irgendwie in der Wirtschaft tätig. Also ich beobachte das und werde das gerne dann noch weiterverfolgen. Vielleicht kann ich irgendwann ja an dieser Stelle.


Jörg Schröder: Ja, mal was ganz anderes. Da freuen wir uns drauf. Genau, und wir müssen das Ganze hier immer ein bisschen abrunden. Schlusskapitel sozusagen, so ein kleiner Ausblick. Wie beliebt ist das Königspaar? Und an der Stelle auch nochmal, das haben wir noch gar nicht so angesprochen, vielleicht nochmal ein kleiner Nachklapp. Beatrix hat ja sehr, die war sehr kontrollwütig, was Informationen betrifft, weil sie bestimmte Sachen


Catrin: mehr dazu erzählen.


Jörg Schröder: geschuldet ihrem Vater, Skandale und so weiter. Die hat das genau gesteuert. hat das ja wirklich... Beatrix war so eine Managerin. hat das Königshaus. so ist es. Und weniger die Monarchin, die war sehr stringent. Damit ist sie gut gefahren. Willem Alexander macht jetzt etwas vollkommen anderes. Er hat zum Beispiel ja auch die Akten freigegeben zu Bernhard


Catrin: Ja. Mike, die Männerchöre.


Jörg Schröder: Der legt das alles offen. Da ist schon mal ein großer Wechsel, Willem Alexander gewinnt. Der ist sehr offen, sehr transparent. Der geht sehr transparent damit ⁓ Und die Beliebtheitswerte, schwanken so ein bisschen, werden ja einmal in der Corona-Zeit diesen


Catrin: Ja. Ja, da haben sie daneben gegriffen, muss man leider sagen. Da sind sie jetzt alle beim Lockdown. Da mussten sie zu Hause bleiben in den Niederlanden. Jeder in sein Häuschen oder in die Wohnung eingesperrt. die dachten, schadet ja niemand. Wir haben ja das hübsche Ferienhaus in Griechenland. Papi setzt sich in den Jet und fliegt seine Familie nach Griechenland. Und da war aber dann ganz schnell die Hölle los, weil das war für das Image eine Katastrophe. Nach dem Motto, haben es ja, wir fliegen jetzt mal eben da, weil wir uns hier zu fein sind, in Hustenbosch mit dem schönen großen Park zu bleiben. Wir fahren jetzt lieber nach Griechenland in die Sonne.


Jörg Schröder: Mit dem Urlaub,


Catrin: Also die sind nach eineinhalb Tagen wieder abgereist, weil der Shitstone zu Hause in Mielerlanden so groß war. Ganz übel.


Jörg Schröder: Der war riesig. das kann so schnell gehen, dass du den falsch liest. Aber auf der anderen Seite, Beliebtheitswerte sind auch deswegen so groß, weil Willem Alexander und so was es durchhalten, auch so transparent zu sein Und heute ⁓ sind die ich habe mal geschaut, sind gut 63 Prozent nach dem, was ich recherchiert habe. 63 Prozent der Menschen finden ihn gut. Es gibt nur eine kleine. ⁓


Catrin: Und schon ja.


Jörg Schröder: Minderheit knapp 20 Prozent, die nach Republik schreien. Also es sind eigentlich gute Werte und das sind natürlich auch so volatile Werte. Das ändert sich. Es ist ein wunderbarer Gradmesser dafür, wie es gerade steht ⁓ die Monarchie. Genau, jetzt die Schlussfrage, Katrin. Damit enden wir. Wann, in diesem Fall sogar ganz klar, ohne, weil das hat ja nichts mit Tod zu tun, das ist nämlich auch ein großer Unterschied, wann wird Wilhelm Alexander denn abdanken? Und irgendwo um die 70, jetzt ist er Jahrgang 67, das macht er noch ein ordentliches Stück, glaube ich.


Catrin: Nee. Also er macht mit Sicherheit noch noch 10, 15 Jahre, könnte ich mir vorstellen vielleicht auch 20. Aber gut, man weiß es nicht.


Jörg Schröder: Wir müssten in Amalias Kalender gucken, weil sie hat ja gefragt, Vielleicht hat sie 2033, 2037.


Catrin: Ja, da steht es wahrscheinlich drin, genau. Gut, man weiß natürlich nie, es ist ja wie bei König Charles, man weiß nie, ob alle auch gesund bleiben. Wilhelm Alexander mal irgendwas wünscht, dann natürlich keiner, wenn der eine Krankheit bekommen sollte oder auch maximal, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass das ein Grund wäre zu sagen, okay, dann übergeben wir jetzt an Amalia. Keine Ahnung, also sie ist wirklich dabei, sich vorzubereiten. Noch wenige Jahre, dann wird sie sicherlich soweit sein, dass sie es gut übernehmen kann. Schon jetzt begleitet sie Papi ja dann auch oftmals zur Staatsratssitzung oder so. Sie hat ja auch schon viel durchgemacht. Sie war ja mal bisschen sehr mollig als Teenager. hat sie viel Body-Shaming ertragen müssen. Das war schlimm tatsächlich. Richtig schlimm. Die Todesdrohung hatten wir schon erwähnt. Sie weiß, wie es ist, öffentlichen Aufmerksamkeit zu stehen. Im Guten wie im Schlechten. Aber sie hat jetzt sogar so einen leicht glamourösen Touch inzwischen. Also die letzten Male, wo sie auch zu Gast war bei anderen königlichen Familien, da hat sie eine sehr gute Figur gemacht in Abendkleid und Tiara. Das ist super reizend. Also sie gehört wirklich in die Riege der europäischen Thronfolgerin mit Ingrid Alexandra von Norwegen und Elisabeth von Belgien und natürlich Viktoria von Schweden, wo man sagen muss, in dieser jungen Frau liegt die Zukunft der europäischen Monarchie Szene und da macht sie wirklich eine gute Familie.


Jörg Schröder: Ja, also ich glaube so kann man wirklich abschließen. Mit dieser Monarchie ist was Besonderes aufgebaut worden, ganz spannend. ist kein Pomp ⁓ das Poms willen, kein überflüssiger Pomp, wobei für mich gibt es ja gar keinen überflüssigen Pomp, das kann ja pompös sein ohne Ende. Da darf vieler Meta sein, genau.


Catrin: Also jedenfalls kein überflüssiger Pump. Ja, das ist immer eine Definitionsfrage, wann ist Pompe überflüssig?


Jörg Schröder: Aber das ist trotzdem immer noch schön. Es ist nämlich nicht farblos, nicht langweilig. Die stehen im Dienst der Monarchie. Sie haben Substanz, Menschlichkeit und die sind sehr, sehr sympathisch. Und ich finde, die bilden eigentlich alles das ab, was so eine Monarchie abbilden sollte. Und in dem Sinne kann man eigentlich nur sagen, lang lebe der König. Oder wenn ich es richtig ausspreche, alle, holländisch können, werden mir


Catrin: Nee, das stimmt.


Jörg Schröder: wahrscheinlich auf die Finger klopfen, den Mund. lewe de Conning. Hört sich gut an, aber ob es richtig ist, ich nicht. Genau. An dieser Stelle nach eine Stunde 40 Minuten knapp so sagen, ja, das müssen wir mal sehen, was wir rausschneiden können. Alles war wichtig. Sagen wir Danke für euer Zuhören.


Catrin: finde ich gar nicht schlecht. Das klang noch sehr niederländisch. Ja, du schneidst ja noch bisschen was raus, sind jetzt unsere Pausen auch mit drin. Ja, an unser Publikum. Genau.


Jörg Schröder: Wir hoffen, es war interessant. Wir haben viel Spaß gehabt. finde, ist ein spannendes Königshaus. Hat viel Spaß gemacht mit dir, Kathrin. Ich werde mir auf jeden Fall noch mal ein paar Sachen von Harpe Kerkeling angucken. Jetzt, wo ich drüber gesprochen habe, kann man immer gucken. Wunderbar. Wir sagen dann erst mal Tschüss. Bis zur nächsten Folge. Währenddessen könnt ihr uns auf Instagram folgen.


Catrin: Ja, mir hat's mit dir auch viel Spaß gemacht, mein lieber Jörg. Ja.


Jörg Schröder: Ihr könnt uns auf thronfolgenpodcast.de, da habt ihr alle Zugänge, da könnt ihr uns folgen. Genau, und da freuen wir uns, wenn wir das nächste Mal über Spanien sprechen. Und ja, das wird unsere nächste Folge sein. Macht's gut! Bis bald! Ciao, ciao!


Catrin: Vielen Dank. Bis bald.