June 23, 2026

Bonusfolge - Trooping the Colour & Garter DayDer royale Jahreshöhepunkt

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Thronfolgen – der Royal Podcast
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Diese Folge mussten wir jetzt einfach machen. Die beiden Großereignisse Trooping the Colour und Garter Day sind einfach zu spannend.

Trooping the Colour ist mehr als eine Parade — es ist ein Stück britische Tradition.

Warum ist das so spannend? Weil jede Bewegung, jede Fahne und jede Position eine Bedeutung hat. Die Zeremonie geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Und sie ist bis heute ein offizieller Höhepunkt im Kalender des Königshauses. Besonders wichtig: Die Flagge, die Uniformen und die Reihenfolge der Garderegimenter.Grenadier Guards, Coldstream Guards, Scots Guards, Irish Guards und Welsh Guards — alle haben ihre eigene Symbolik.

Wer Trooping the Colour versteht, schaut ganz anders hin.Es ist wie bei einer Oper: Mit dem richtigen Hintergrundwissen wird aus Zuschauen echtes Erleben.

Wir freuen uns auf euch

Shownotes:

Die nächste reguläre Folge erscheint am 15.07. und wir betrachten dann die spanische Monarchie.

Jörg: Kathrin, heute ist es wieder so weit. Wir hatten Sehnsucht. Mir kam die Zeit ganz lang vor vom letzten Mal. Ja, ⁓ dich auch. Ich hatte drei Wochen Urlaub. Ich glaube, du nicht.


Catrin: Mir auch. Du, vermisst ja, okay, ja. Nicht so richtig. mir war wirklich Hochzeit, keine Hochzeit, aber Hochzeit, was die Royals betrifft, war irre viel los. Das erzählen wir gleich noch mal in Ruhe. Und Sommer. Ja, das Sommerloch eben noch nicht. Das kommt wahrscheinlich noch. es gibt es noch keinen Sommerloch.


Jörg: Summertime. Das royale Sommerloch gibt es hier noch nicht. Juni, das passt zu unserem Thema, erzählt zugleich ganz viel von. Ich werde auch ganz viel erzählen. Wir zahlen das heute auf, erklären gleich, was wir heute so vorhaben mit euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich war ja drei Wochen in Frankreich. Da will ich dich nicht neidisch machen.


Catrin: Schon zu spät.


Jörg: Aber da gab es einen Part, wir haben uns viele Schlösser angeguckt, wir waren an der Loire, haben eine Schlössertour gemacht und da gibt es natürlich viele Schlösser, haben ganz viel Historie, aber sie leben nicht so richtig. Und dann gibt es natürlich auch Schlösser, haben noch so die alten Herzöge, die wohnen da auch noch drin, die leben wieder. Und ganz am Ende waren wir in Forte-en-Blou. Und das ist vielleicht eine kleine…


Catrin: Und dann geht's


Jörg: Überleitung, da findet man, wenn man sich für Napoleon interessiert, rauf und runter. Also kann ich nur empfehlen, weil das sind die Räume, er und dann auch Napoleon III. bewohnt haben. Da sind ganz viele, viele Originale. Also man kriegt wirklich einen sehr, guten Eindruck davon. Und natürlich Militär. Militär war für Napoleon ein großes Thema. Und heute bei unserem Podcast wird es auch ⁓ Militär gehen unter anderem.


Catrin: Hm.


Jörg: Aber erstmal an dieser Stelle herzlich willkommen zu Thronfolgen, der Royal Podcast und unsere Sonderfolge, die betraut oder behandelt heute die royale Zeremonie schlechten Trooping the Colour. Und dann gibt es noch eine zweite, die finden Kathrin und ich ganz besonders toll auch. Da warst du auch diesmal dabei. Das ist der Garter Day. Genau.


Catrin: Ja, ganz genau zum ersten Mal.


Jörg: Und der Garte-Day findet kurz danach statt. Da wirst du uns berichten. Das geht da ⁓ den Hosenbandorden. Wir werden heute aber auch sprechen. Dramatisch, dramatisch über Norwegen. Das müssen wir. Wir haben euch ganz lange mit Norwegen auf dem Laufenden gehalten. Jetzt geht es natürlich ganz zum Schluss, zum Finale. Und Kathrin war dabei. Und genau. Und...


Catrin: Ja genau.


Jörg: Ihr liebe Zuschauer, könnt euch heute darauf verlassen, dass wir euch von Trooping the Colour erzählen, von dem Garter Day und einen Wunsch vieler vieler Gäste, Freunde, Bekannte von mir und Katrin. Wir werden auch ganz ganz viel über die Zeremonie selbst, also ⁓ das Ganze drum herum erzählen und ihr werdet heute erfahren, im Fernsehen hat man kaum Zeit dazu, heute erfahren, wer ist eigentlich wer, worauf muss ich achten. Und wie kann so ein Truppings a Color Day wirklich richtig viel Spaß machen? Herzlich willkommen, gleich geht's los. Ja, Katrin, bevor wir allerdings zu unseren Hobbys kommen, denn das ist echt unser Hobby, seit wann, seit wann, erzähl doch mal, wann guckst du Trooping the Colour?


Catrin: Seit Kindesbeinand tatsächlich. Ich kann mich gar nicht erinnern an eine Zeit, wo ich es noch nicht geguckt habe. weiß aber, dass ich auch schon zu Gymnasialzeiten, darf man jetzt nicht weiter erzählen, ich hin und wieder Samstags, da war ja jede zwei Wochen in Baden-Württemberg, wo ich zur Schule ging, war Schule am Samstag. Manchmal, das auf den 2. Juni, Samstag und Juni, habe ich geschwänzt, damit ich Tübingen-der-Kaller gucke. Ja, ich habe mich dann krank gemeldet und das muss ich meinen Eltern hoch anrechnen, die haben das dann mitgemacht. Die haben mich krank gemeldet, weil die wussten, dass ich sterbe, wenn ich Tübingen-der-Kaller nicht sehen darf.


Jörg: Du Ernste! Wie bitte? Er war deine Eltern wussten, dieser Tag


Catrin: Wir hatten ein Verständnis. Da habe ich schon damals im Wohnzimmer auf dem Bauch gelegen, unserem Bärenfeld vorm Fernseher, und habe mir das angeguckt und bin immer brav aufgestanden, wenn die Nationalhymne gespielt wurde. Da hat Rolf Seemann-Eggebert gelauscht, wie er alles erzählte. Da ist mein Berufswunsch entstanden, frei nach dem Motto, wenn ich groß bin, will ich das auch machen, wie Rolf Seemann-Eggebert. Das habe ich ja immerhin jetzt einigermaßen geschafft.


Jörg: Ja, Glückwunsch. meine jetzt mal ganz ehrlich, wer hat das Glück? Ich bin jeden Tag dankbar, dass ich mich mit dem Thema Großbritannien, mit den Royals und so weiter durch das Eaton Place beschäftigen kann, durch diesen wunderbaren Podcast. Ich möchte das nicht missen. Und es ist doch toll, dass du da auch schon einen Berufswunsch gehabt hast. Bei mir war das ähnlich. Ich habe das nicht als Beruf, sondern aber meine Liebe. ist auch entstanden. Ja, hatte ich mal erzählt, als ich acht war. Und ich kann mich wirklich an keine Zeit erinnern, wo ich das nicht geguckt habe. Also wenn das übertragen wurde, es wurde eigentlich immer auf N3 übertragen, dann habe ich das geschaut. Das hat sich ganz viel geändert. Also was übertragen wird, wie lange übertragen wird. Ich kann mich noch so an Zeiten erinnern, da wurde zum Beispiel dieser Überflug immer, wenn es interessant wurde und der Flying Pass gab, da wurde abgeschaltet. Verdammt nochmal, das gibt es doch nicht. Weil das ist das Schönste mit.


Catrin: 8 zu 6.


Jörg: Ja, das hat man dann weggeschaltet. Hat wahrscheinlich alles mit Fernsehrechten, Bildrechten und so weiter zu tun.


Catrin: Ja natürlich. Wie weiß du, womit das was zu tun haben könnte? Da fliegen ja auch immer alte Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg mit. Das sind die Flugzeuge, die damals deutsche Städte zerbombt haben. Da wird mir immer noch ganz anders, wenn ich das sehe. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht in den 70er, 80er Jahren zum Teil noch Leute gab, die sagten, diese Flugzeuge wollen wir nicht im deutschen Fernsehen zeigen.


Jörg: Ja. Da ist was dran, weil in den 80ern, wundert sich, wenn man mal recherchiert, das war doch noch eine vorkommende Zeit, wir denken das aber gar nicht. Aber da kann wirklich was dran sein. Aber bevor wir uns nun ⁓ diese wunderbaren Themen, unsere Hobbythemen kümmern, müssen wir einmal über Norwegen sprechen. Für alle die, die das Thema sehr interessiert, kann ich nur auf unsere erste Folge


Catrin: Ich auch ein bisschen.


Jörg: von Thronfolgen verweisen, wir das wirklich rauf und runter besprochen und in den anderen Folgen auch immer weiter verfolgt. Es war jetzt die Urteilsverkündung in Oslo zu dem Thema Marius Borg-Hörby. Und da kannst du uns ja vielleicht noch mal kurz auf Stand bringen und die Leute, die das noch nicht so präsent haben und das erste Mal uns hören, vielleicht auch noch mal kurz eine Zusammenfassung, worum es geht.


Catrin: Ja, das mache ich natürlich sehr gerne, lieber Jörg. Der Hintergrund war ja, das haben vielleicht doch noch alle unserer Zuhörerinnen und Zuhörer im Hinterkopf, weil sie sich ja wahrscheinlich interessieren für royale Dinge. Kronprinzessin Mette Marit hatte ja den Kronprinzen geheiratet und einen kleinen Sohn mit in die Ehe gebracht, nämlich Marius, der damals so erst drei, als sie sich kennenlernen, dann vier Jahre alt war, auch mit auf den Schlossbalkon durfte am Tag der Hochzeit. Erstmals, das war das erste Mal, ein Königshaus nicht nur eine bürgerliche als Braut des Tonfolgers akzeptiert hat und freundlich aufgenommen hat, sondern auch ein uneheliches Kind aus einer früheren Beziehung. Das war schon sehr modern, wurde damals auch gefeiert als sehr modern, als Präzedenzfall und so weiter. Und Lille Marius, der kleine Marius, war irgendwie ganz beliebt in den norwegischen Medien, auch es wurde freundlich verfolgt, was aus ihm wurde und so. Und dann kamen seine Geschwister Ingrid Alexandra, die heutige Thronfolgerin, nach ihrem Vater Rokkon und Svea de Magnus noch ein Prinz. Na ja, und irgendwann vor ein paar Jahren merkte man aber zunehmend, dass die Medien doch mal andeuteten, dass er so eine Art nicht nur Bonusprinz, sondern Partyprinz geworden ist. Der gute Marius, er ist ja gar kein Prinz, aber jedenfalls, dass er seine Stellung so ein wenig ausnutzte auf unschöne Art, dass er keine Ausbildung zu Ende macht. Er war mal in Amerika, versuchte dort angeblich zu studieren, war aber nach einem halben Jahr wieder da. Dann hat er mal in London mithilfe seiner Eltern einen Job bei einer Lifestyle-Zeitschrift bekommen. Aber das hat er auch nicht lang gemacht, sondern hat dann auch nur in London mehr Partys besucht. Und irgendwann kam jetzt ja raus, also die erste Verhaftung war im August 2024, dass er also nicht nur Drogen nahm und sehr viel Alkohol trank, sondern auch regelmäßig seine jeweiligen Lebensgefährten verprügelte, bedrohte. Und am Ende hieß es sogar, er solle auch vier Frauen vergewaltigt haben. Dafür stand er vor Gericht. Es gab 40 Anklagepunkte. Im Februar hatte der Strafprozess begonnen, da war ich ja auch ganz viel dabei, bei Gericht im Saal in Oslo. Und dann wurden sehr viele Zeugen gehört, gibt Videobeweise, zum Teil hat Marius auch gefilmt, wie er diese Frauen, ich sag jetzt mal mutmaßlich vergewaltigt oder missbraucht hat, denn er bestreitet bis heute, dass er sich dabei ⁓ Missbrauche oder Vergewaltigungen gehandelt hat, das muss man auch dazu sagen. Jedenfalls gab es auch Fotos und Videobeweise. Das musste alles gesichtet werden. wurden viele Zeugen gehört. Es war ein Wahnsinn, also oft schwer erträglich ehrlich gesagt. Na ja, wie auch immer, jedenfalls jetzt Mitte Juni am 15. war die Urteilsverkündung angesetzt und man dachte, okay, jetzt fällt das Urteil, dann sind wir damit auch durch und dann ist man gut. Aber zu meinem Entsetzen muss ich ehrlich sagen, er hat dann tatsächlich Berufung eingelegt, direkt noch am selben Tag. Er und auch die Staatsanwaltschaft hätten Tolle zwei Wochen Zeit gehabt, sich das zu überlegen. Und das habe ich jetzt noch nicht erwähnt. Das Urteil war nach meiner Ansicht und der der meisten Experten wirklich recht salomonisch. Denn für diese mutmaßlichen Viervergewaltigungen und Bedrohungen, Körperverletzungen, noch viele andere Straftaten, Drogenverkauf, Drogennutzung, hätte die Staatsanwaltschaft sieben Jahre und sieben Monate Haft gerne gehabt für ihn. Hat sie aufgerufen und die Verteidiger hatten im Schlussplädoyer


Jörg: Mmh.


Catrin: einen halb Jahre Gefängnis aufgerufen und bekommen hatte er vier Jahre, also irgendwie ganz gut dazwischen, fand ich eigentlich recht okay. Wenn er sich im Gefängnis gut verhalten hätte, gute Führung und er war jetzt auch schon fast fünf Monate im Knast, das hätte man abgezogen, er wäre nach knapp zwei Jahren wahrscheinlich wieder draußen gewesen. Also hatten alle einmal aufgeabnet und gedacht, okay, Hickchen dran, das wäre jetzt so ganz nach allem, was man so denkt, wäre das okay. Pustekuchen. Wenige Stunden später hieß es dann schon nein, also Marius Heube hat Berufung eingelegt.


Jörg: Und das hat sich tatsächlich gewundert. Mich wundert das gar nicht, weil in der Denke, würde ich sagen, wenn er jetzt nicht Berufung eingelegt hätte, wird er wahrscheinlich denken, das ist ein Schuldeingeständnis. Ich bin froh, dass ich gut weggekommen bin. Ne, mache ich nicht. Deswegen würde ich mich nochmal aufbäumen und sagen, ne, das ist ungerecht. Ich bin absolut unschuldig, bis auf diese paar Geschichten mit Drogenmissbrauch usw. Aber bei den wirklich wichtigen Sachen bin ich unschuldig und deswegen gehe ich in Beruf. Also mich zum Beispiel wundert das gar nicht. Ich habe mich erwartet, dass das jetzt zu Ende ist. Tatsächlich.


Catrin: Jein, also ich verstehe, was du meinst, wenn man nur ihn und seine Psyche anguckt. In dem Zusammenhang wundert es mich auch nicht. Ich dachte nur, dass sowohl seine Familie als auch seine Verteidiger so schlau gewesen wären, ⁓ zu sagen, hör mal zu, jetzt reiß dich mal zusammen, du kannst dankbar sein, dass das das Urteil ist und nichts Schlimmeres. Und für dich und in dem Fall für die ganze Nazierung und auch für deine kranke Mutter wäre es das Allerbeste, wenn du jetzt einfach mal den Mund hältst und die Verantwortung übernimmst und die Strafe absitzt. Wenn Mette Marie, da kommen wir gleich noch zu, ist ja nun mal schwer, schwer krank. Und wenn das jetzt wieder von vorne losgeht mit dem Prozess, die ist noch mitten in der allerersten Phase nach ihrer Lungentransplantation mit der Erholung, wenn das jetzt immer weitergeht, die Diskussion in der Öffentlichkeit, die wirklich große Empörung, dass er das Urteil nicht akzeptiert hat, der Druck von außen, also es wäre einfach eine sehr, sehr kluge Entscheidung gewesen, sowohl für ihn selbst als auch für die Königsfamilie und für die Monarchie, dieses Urteil zu akzeptieren.


Jörg: Naja, leider. Das Hemd sitzt doch immer näher als die Hose. In diesem Fall auch. Und offensichtlich hat Marius da nichts gelernt. Okay, also wir können gespannt bleiben, ob da noch was passiert. Mal sehen, wie weit ich das auch noch so jetzt als Journalistin.


Catrin: man in der Zeit.


Jörg: beschäftigen wird, wie oft du vielleicht noch nach Oslo fährst. Aber es gibt noch die zweite Nachricht, du hast es gerade angeteasert, Mette Maret. Auch das haben wir immer besprochen. Wie ist der Auftritt von Mette Maret, der Umgang von Mette Maret mit diesem Thema, aber auch vor allen Dingen mit ihren Themen, mit den App-Stylen-Files. Und das war immer eine Gradwarnung auch für uns und ich glaube auch für alle Menschen, die im Journalismus unterwegs sind. Auf der einen Seite sagt man ⁓ mein Gott, ist eine grauenhafte Krankheit, sie hat. Das ist ganz, ganz furchtbar. Auf der anderen Seite eben diese Trennung mit der Rolle. Sie als Kronprinzessin. Und das ist natürlich wirklich... Habe Kerkeling hätte als Efe van Damten gesagt, eine ganz beschissene Situation. Genau, jeder, das vielleicht kennt. Und das ist es tatsächlich, eine furchtbare Situation.


Catrin: Ja.


Jörg: Aber da hat sich was ergeben mit Mette Maradam, haben sich die Ereignisse überschlagen. Erzähl doch mal ganz kurz darüber.


Catrin: Ja, wie du schon sagtest, schlimme Krankheit. Man wusste es seit 2018, da hat sie es öffentlich gemacht. Lange Zeit hat sie noch, hat sie doch trotzdem noch ganz gut ihre Pflichten erfüllen können. Zuletzt wurde es immer schwieriger, starke Atemnot. Da hat die Familie auch offen darüber gesprochen, auch Kronprinz Horkorn bei Auftritten, wenn er gefragt wurde, wie es seiner Frau ging. Zum Schluss sah man sie noch an Terminen, wo sie aber schon mit Atemhilfe in der Nase, mit Sauerstoffzufuhr in der Nase einfach auftauchte, weil sie nicht mehr anders atmen konnte, was natürlich schrecklich ist. Und dann kam irgendwann die Nachricht vor zweieinhalb knapp drei Wochen, dass sie jetzt nun vorbereitet würde, ⁓ auf die Liste für eine Lungentransplantation gesetzt zu werden. Denn man kann diese Krankheit nicht heilen, man kann sie verlangsamen mit Medikamenten. Aber ab einem gewissen Punkt braucht man eigentlich ein neues Organ, wenn man weiterleben möchte. Und die norwegischen Ärzte im Reichshospital in Oslo haben das dann auch nochmal begründet und gesagt, wenn wir hier jemanden auf die Liste setzen, bedeutet das, dass er an Anfallsmaximal noch ein Jahr zu leben hat. Und das zeigt... wie unglaublich ernst die Situation gesundheitlich für Mettamarit war. Und dann war sie nun auf der Liste und da dachte man, okay, Norwegen ist kein sehr großes Land. Wie lange kann das wohl dauern? Man wusste, dass mit ihr noch sieben andere auf der Liste stehen in Norwegen. Andererseits ist Norwegen aber auch in einem Verbund mit den anderen skandinavischen Ländern, also Skanditransplant, irgendwas. Da gehört aber auch noch Finnland und Island dazu. Das heißt, das ist der Pool, aus dem man schöpfen kann. Und ein neues Organ, neue Lunge muss ... zwei Kriterien erfüllen, das Gewebe, sprich auch die Blutgruppe muss passen und die Größe des Organs muss passen. Also man könnte jetzt einem erwachsenen Menschen natürlich keine Kinderlunge einsetzen oder so. Wie auch immer, es hängt ja auch vom Körperbau ab. Das heißt, diese beiden Dinge müssen erfüllt sein. Und was die Ärzte immer wieder betont haben, weil natürlich der Vorwurf kam, okay, wird sie vielleicht irgendwie begünstigt vorgezogen auf der Liste, weil sie nun mal irgendwie Mitglied des Königshauses ist.


Jörg: Ja.


Catrin: Und da haben die Ärzte gesagt, nein, würden sie nicht machen. Geht aber auch gar nicht. Denn wenn eine Lunge in Anführungsstrichen rein kommt, weil irgendwo da in in Skandinavien ein Mensch gestorben ist oder die Räte abgeschaltet wurden und eine Lunge verfügbar ist, dann wird die Liste durchgegangen, zu wem passt dieses Organ überhaupt. Und danach geht es dann. Wo passt das Organ am besten? Dem sind sie verpflichtet als Ärzte. Und das ist also das Kriterium, das Auswahlkriterium, nicht wer zuoberst auf der Liste steht oder zuerst draufgesetzt wurde oder zuletzt oder wer eine Prinzessin ist, sondern Das Organ muss passen, rein medizinisch betrachtet. Naja, und dann war aber doch die Überraschung groß, als nach nicht mal zwei Wochen auf einmal verkündet wurde, nach der Operation wohlgemerkt, Kronprinzessin Mette Marit wurde eine neue Lunge transplantiert und es geht ihr vergleichsweise gut. Und das wurde vom Königshaus offiziell gemeldet, ohne zu sagen, an welchem Tag die Operation stattgefunden hat. ist auch Absicht nach dem norwegischen Gesetz zu... Transplantationen, denn man will die Anonymität des Spenders schützen oder für die Familie. Denn wenn man gesagt hätte, das war an dem Freitag oder an dem Montag oder so, dann musste man ja nur durchgehen, wo irgendwo in Skandinavien war ein schlimmer Autounfall oder wer in welchem Krankenhaus ist wer gestorben. Und dann hätte man Rückschlüsse vielleicht ziehen können. Und das soll ⁓ jeden Preis verhindert werden. Und es ist auch strafbar. Das habe ich gelernt zu meiner Überraschung, für die norwegischen Medien aktiv zu recherchieren, wessen Lunge das gewesen sein könnte. Da muss man also sehr aufpassen. Das soll nicht geschehen. Und das macht man sich auch wirklich


Jörg: Ja. und


Catrin: wenn man aktiv versucht, herauszufinden.


Jörg: Ja, okay.


Catrin: Es gab wiederum ein Gerücht, wurde verbreitet am Wochenende, wurde geschrieben von einer schwedischen Zeitung, sei eine Lunge eingeflogen worden, aus Schweden begleitet von zwei Militärflugzeugen aus Schweden, von der schwedischen Luftwaffe. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich fand das nur bisschen merkwürdig, weil dann wieder genau das passiert ist, was nicht passieren sollte. Jemand hat versucht, herauszufinden, wo die Lunge vielleicht herkam für die Grundprinzip.


Jörg: Ja genau und ich finde das ist es eben auch. Das muss ich dir ganz ehrlich sagen, das nervt mich an Medien ganz ganz häufig, weil das ist vielleicht auch eine kleine Überleitung zu Trooping the Colour. Ich glaube, dass heutzutage Medien, das wirst du vielleicht jetzt zucken als selbst als Journalistin, aber ich glaube sogar, dass du mir zustimmen wirst. Ich glaube weniger ist mehr. Es ist immer so dieser Drang danach irgendwo einen Skandal finden zu müssen, weil das ist ja das, was die Menschen so interessiert. Ich glaube, ja, wenn man das denen vor die Füße wirft, dann interessiert sie das. Würde man aber viel mehr andere Dinge erzählen, viel mehr positivere Dinge, die man durchaus erzählen kann, aber das ist anstrengend. Das ist anstrengend, Dinge zu finden. Wann würden sich die Menschen dafür interessieren? Das ist ein bisschen wie mit schlechter Musik im Restaurant, wo auch immer behauptet wird, die Leute wollen diese Musik hören und da ist nichts dran. Also alle Leute, die ich frage, die Musik im Restaurant hören, sagen eigentlich, dass sie meistens


Catrin: und auch Öffentlichkeit.


Jörg: genervt sind und die Sachen ausblenden. Also es hat was damit zu tun, dass wir uns nicht mehr Mühe geben, diese wirklichen Nachrichten zu finden und man stürzt sich auf so oberflächliche Gerüchte und so wird es nicht mehr investiert in wirklichen Journalismus und wirklich mal in die Tiefe zu gehen. Ist mein Eindruck jetzt als Konsument, wo ich sage, mein Gott. Bisschen mehr Recherche wäre nicht schlecht und ich muss nicht jedem komischen Gerücht hinterher hängen. Ich würde sowas, wenn ich sowas höre, wäre es bei mir so verarbeitet und sagen, ja klar, wird jetzt natürlich das da mit Militärmaschinen und wahrscheinlich mit einer Sonderkommande und hier. Also wird immer was draufgekommen. Ich finde das ganz schrecklich. Ich finde es furchtbar.


Catrin: Also ich stimme dir schon zu. Einerseits, bin auch immer dafür, gute und spannende Informationen, auch Hintergrundinformationen zu liefern. Ich weiß aber aus meiner Erfahrung, ich schreibe ja auch viel für Stern.de online und plus hinter der Bezahlschranke und da kriege ich natürlich schon ab und zu Auswertungen, welche meiner Stücke denn am besten geklickt haben und das sind leider nicht die, die tolle historische Hintergründe zum Königshaus erzählen, sondern meistens die, wo dann schon auch irgendwie großes Liebesdrama oder Krankheit oder Skandal dahinterstehen. Also man kann schon ein wenig denken, dass die breite Masse der Leserschaft gerne schon etwas skandalträchtiger liest oder sich informiert und dass der Wunsch, sich im Detail zu informieren, da ist aber eher bei einer kleineren Sticht vielleicht auch von Menschen, die mehr unsere Interessen teilen, deine Freunde, meine Freunde, breit gefächerte Leserschaften oder Konsumenten. möchten, ist glaube ich schon gerne leider sehr, sehr skandalträchtig haben. Sonst würden die Medien ja nicht versuchen, diese Nachrichten so aufzubereiten, denn sonst sie müssen ja auch sehen, dass sie davon leben, das zu verkaufen. Online-Abus oder gedruckte Zeitungen oder was auch


Jörg: Ja klar. Das ist wie mit Social Media und so weiter. Wir zum Beispiel, haben jetzt die Möglichkeit, wir zwei Hübschen, wir können das mal so machen, wie wir wollen. Und wir hoffen, dass wir diese kleine Gruppe der Menschen, die eben nicht nur auf die Skandale gucken, sondern wirklich interessiert sind, dass wir die abgreifen. Und ich kann nur sagen... Ich habe Rückmeldung gekriegt für unseren Podcast, dass die Leute darüber freuen, dass es eben so gut recherchiert ist, dass es eben nicht so skandalträchtig ist, dass wir uns Zeit nehmen für diese Dinge und das, rauskommt, Dinge, die ich noch nie gehört habe. Und ich glaube tatsächlich, dann kommt auch das Interesse. Wenn ich es natürlich nie lese und 98 Prozent nur Skandal und Schrott ist, dann schalte ich ab. Ich zum Beispiel schalte ab, weil ich kugeln nicht 1000 Nachrichten am Tag und ich muss sagen, ich bin nicht schlechter informiert als der Ortonormalverbraucher, ganz im Gegenteil. Also das ist so eine Sache, aber das ist die Zeit, das ist tatsächlich so eine Gradwanderung, wie man sich da anpasst.


Catrin: und wenigstens. Aber ich denke, du hast recht, unsere Zuhörerschaft legt Wert auf Qualität und auf wirklich spannende Hintergrundinformationen, denn es ist tatsächlich auch die Rückmeldung, die ich bekomme und die schönen Kommentare auf Spotify oder so, die wir dann auch bekommen für unsere Folgen, die bestätigen das ja auch. Also da bin ich auch sehr zufrieden, dann sind wir uns ja alle einig hier in diesem Zuge. Und machen einfach so weiter, hoffentlich spannend und inhaltsreich.


Jörg: Genau. Dann wird's wieder einig. Genau. Sehr schön. Dann kommen wir gleich zu unseren Hauptthemen, liebe Theaterinnen.


Catrin: Ja, gerne.


Jörg: Schubing the Color. 13. Juni 2026. Es war mal wieder so weit. Allerdings, muss ich sagen, ich hab's nicht live gesehen. müssen ja arbeiten. Manchmal haben wir das im Eden-Place auch übertragen, das Ganze ist ein bisschen schwierig bei unseren Gegebenheiten. Deswegen feiern wir ja mit dem 6.5. eher den Krönungstag, da können wir besser organisieren und so weiter. Und Trooping the Colour tragen wir im Herzen mit. Das war jetzt am 13. Juni 2026. Und bevor wir darüber erzählen, du wirst uns gleich vielleicht für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, wie wir das heute machen, du erzählst uns gleich einmal Grundsätzlich, was ist eigentlich Tupin the Color für alle, die das Thema vielleicht gar nicht kennen und die holen wir dann hoffentlich jetzt damit ab. Und der zweite Teil, da will ich dann so ein bisschen mit einspringen und übernehmen, das ist Ja, die Choreografie, sag mal dieses Ballett, das da stattfindet. Woran kann ich mich orientieren? Was ist eigentlich so? All die Dinge, die eben im Fernsehen ganz oft nicht erwähnt werden, weil sie nicht erwähnt werden können, weil das der Zeitraum ist man will ja auch nicht mal reinquatschen, man will ja auch die Musik hören Genau, also auch da ist es so eine Gradwundung, was sag ich und was nicht. Das werden wir, werden wir machen. Vielleicht zur Einstimmung einmal. ⁓


Catrin: Das ist es.


Jörg: Color ist gerne Zeremonie, die auf ganz auf eine ganz große Tradition zurückgreift. Die gibt es seit langer Zeit. Und es ist eben mehr als nur ein Touristenspektakel, sondern es ist wirklich ein Punkt im offiziellen Kalender, der ganz, ganz großen Wert hat. Nicht nur für den Monarchen, sondern vor allen Dingen auch für die Einheiten, für die Armee, für diese Wertschätzung und so. Und das wird dort zelebriert. Das sollten wir immer im Hinterkopf haben. Es ist nicht einfach nur so ein kleines Theaterstück, auch wenn wir gleich über Choreografie sprechen. Aber Kathrin, erzähl uns doch mal so ein Rundumenschlag. Was ist eigentlich Trubing the Color und woher kommt der Begriff und Ein paar Stichworte.


Catrin: Sehr gerne. Also du hast es schon gesagt, dieses Jahr war es am Samstag 13. Juni. ist, wenn jetzt nicht was dazwischenkommt, eigentlich immer am zweiten Samstag in Milano. Und zwar Trooping the Colour, das haben wir jetzt glaube ich noch nicht ausdrücklich erwähnt für alle, die das jetzt zum ersten Mal sich so ein bisschen reinziehen. Das ist der offizielle Geburtstag von König Charles III. War im Übrigen auch bei der verstorbenen Queen so, obwohl sie ja im April Geburtstag hatte und Charles im November Geburtstag hat. Aber wegen des hoffentlich besseren Wetters in Großbritannien ist es schon seit langer Zeit üblich, das immer im Sommer zu machen, also im Juno.


Jörg: Also der eine feiert vor und der andere nach.


Catrin: So kann man das sagen. Also diese Tradition der Truppe, ihre Flagge zu zeigen, Trooping the Colour, Trooping ist die Truppe der Soldaten und the Colour ist die Fahne, die Standard, wie man das so nennt im Fachbegriff. Die Tradition der Truppe, die die Fahne zu zeigen, die geht sogar bis auf König Charles II., Namensvetter des Jahrzehntkönigs, zurück aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Und seit 1760 wiederum, spätes 18. Jahrhundert unter König George III. quasi die Idee geboren, diese Zeremonie, diese Truppenzeremonie als offiziellen Marker für den Geburtstag des Souveränes zu nutzen, als Festparade gleichzeitig sozusagen, unabhängig vom echten Geburtstag. Wir sagten es ja schon, Charles hat am 14. November Geburtstag, da bietet sich das jetzt nicht so an, über die Straßen zu marschieren und jubelnde Menschen anzulocken und so, da ist ja dann eher Regenwetter angesagt.


Jörg: Mh. ...


Catrin: Und der Hintergrund, warum es diese Truppenbewegung, dieses Ballett, wie du es nennst, gibt, das hat einen ganz praktischen Grund. Früher auf dem Schlachtfeld im 18. Jahrhundert oder 19. Jahrhundert, da hatte man ja noch keine Handys und keine Kommunikationsmittel in dem Sinne. Es waren große Schlachtfelder, viele Soldaten und die gegnerischen Soldaten und die Uniformen waren nicht immer so gut zu unterscheiden. Man musste den Soldaten zeigen, wo gehört ihr hin, wenn ihr euch sammelt, dann bitte unter dieser Standarte, unter dieser Fahne. Oder wenn jemand zum Angriff bläst, dann reitet ihr bitte hinter dieser Fahne her und nicht hinter einer anderen Fahne. Es war extrem wichtig, dass die Soldaten wussten, wie ihre Regimentsfahne aussah.


Jörg: Genau und dann vielleicht, das hast du gerade erwähnt, ich hake dann immer so ein, wenn mir was einfällt, was Militärisches auch. Früher war es, heute gibt es natürlich nicht mehr so viele Fahnen. Man muss sich das Getümmel auch vorstellen, weil jedes Regiment, und das waren ja auch Regimenten, die zugekauft wurden, gerade aus Hessen zum Beispiel, aus Hannover und so weiter, und sie wurden zugekauft für Kriege. Und das war schon ein Tohova-Buhu. Da wurden die einzelnen Regimenten,


Catrin: Ja, klar, natürlich. Ja, das hat schon ein übler. Ja, das habe ich auch gerade dran gedacht.


Jörg: und dann aber auch aus den einzelnen Nennen, die hatten alle ihre Flacken. Das war der einzige Markerpunkt, man tatsächlich hatte. Vielleicht kannst du uns das mal so schön zu den Flacken passen. In diesem Jahr war etwas ganz besonderes. Die Grenadiergards haben nämlich ein neues Fleckchen bekommen von Schatz und Camilla.


Catrin: Ja. Ja, eben und zwar ein ganz genau neu gesticktes und produziertes. Und das ist ja dann wirklich so aus Samt und Seid und richtig toll gemacht. die Besonderheit, die du jetzt wahrscheinlich meinst, ist die, dass ein paar Tage vor der Parade Charles und Camilla, das Königspaar persönlich, diesem ersten Bataillon der Grenadier Guards im Buckingham Palace im Garten in einer feierlichen Zeremonie vorab einen dieser Flaggen jetzt schon mal neu überreicht und gezeigt haben. Also wirklich zeremonielle Seitenfahne aus Damast mit Goldstickereien, richtig teuer. Und also unter großen Ehren und so weiter wurde das dann übergeben und zur Parade an dem Samstag dann einfach noch mal offiziell auch der Öffentlichkeit und dem ganzen Regiment gezeigt. Das war schon etwas wirklich Besonderes.


Jörg: Genau, diese Flagge, wird ja deswegen auch gemacht, das kommen wir gleich zu, die wechseln sich ja ab, die Garderegimenter, die sozusagen die erste Rolle spielen, die erste Geige bei dieser Zeremonie. Und jetzt waren die Grenadiergards dran und in der Zeit, Ableben der Königin bis hierhin, wird diese neue Flagge gemacht, weil das Cipher natürlich, dieses Modogramm von Charles und so, all das wird gemacht und wird dann übergeben. Kleiner, Tüddelchen Funfact passt nicht so ganz gut zur Beerdigung, Die alten Flaggen werden tatsächlich auch übergeben, wenn der alte Monarch stirbt. Die sind dann sozusagen perdu. Und es gibt immer zwei Flaggen ja auch. Es gibt einmal diese offizielle, die für Trooping ist. Und dann gibt es noch mal für jede Garde auch noch mal eine einzelne Flagge, die tatsächlich, also sozusagen die Gebrauchsflagge, wie das Gebrauchssilber. Und dann für der Sonntagsstart.


Catrin: Ja. für hohe Festtage.


Jörg: Dieser Sonntagsstart, der wurde jetzt übergeben. Ja, Ja, toll.


Catrin: Ja, also es gibt, hast du es gerade schon angeteasert, fünf Infanterieregimenter und dann noch zwei berittene Regimenter innerhalb der Household Division. Und die Infanterieregimenter sind die Grenadier Guards, die wir dieses Jahr im Mittelpunkt hatten. Coldstream Guards waren letztes Jahr im Mittelpunkt und die Scots, Irish und Welsh Guards. Und bei jeder dieser Gardereinheiten gibt es dann immer einen Mitglied des Königshauses, die Ehrenoberste sind. Und Prinz William als Prinz von Wales zum Beispiel ist Ehrenoberst der Welch Guards. Und Kate, Prinzessin von Wales, Catherine, ist bei den Irish Guards Ehrenoberst. Deswegen geht sie auch einmal im Jahr immer zu den Irish Guards und überreicht da eben so kleine Glücksbringer aus irischem Klee und streichelt deren Wolfshund, das Maskottchen.


Jörg: Die Shamrocks, genau. Die dürfen die als einzige im Übrigen tragen. Das ist normalerweise verboten. Da ist eine Sonderstellung der Irish Guards. Da gibt es auch diesen wunderbaren Wolfshund. Sieht auch, finde ich, sehr schön. sagt Frauchen und Hund passen zusammen. Jetzt ist Cassary nicht das Frauchen von diesem Hund. Aber beide sind ähnlich elegant. ⁓


Catrin: Kameras. Das Ja, beide, das ist jetzt wahrscheinlich Sexistisch, aber beide sind sehr schön schlank und langweilig.


Jörg: Groß und groß. Genau. Katrin, mir fällt eine Sache noch ein. gesagt, wir wollen ja so viele Infos wie möglich mitgeben. Also eine Info hast du eben schon mal beiläufig erzählt, dass diese Flaggen, die sind ja so wertvoll. Und im Übrigen, das gilt auch gleich, wenn wir zu den Uso-Daten kommen und so weiter. Also diese Uniformen, die wir dort sehen, sind wirklich unglaublich wertvoll. Richtig wertvoll, weil die Fäden, dort verarbeitet werden, sind tatsächlich Gold- und Silberfäden. Also es ist nicht irgendein Polyester-Kram, sondern das ist tatsächlich... Jeder von euch, der so was vielleicht sich auch mal kauft, ich kauf mir so einen Quatsch auch. Es gibt ja auch so Aufmehr, sag ich jetzt mal, vom Sargenten und so weiter mit dem Wappen, der Royals und so. Die sind richtig teuer. Wenn ihr mal so guckt in Antikläden oder so in London, die kosten richtig viel Geld. Das ist kein Fake und das sind auch keine Abzocker, sondern ihr müsst euch vorstellen, das sind wirklich Fäden, die dort eingearbeitet werden. Die sind wirklich, wirklich teuer, diese Sachen. Ich weiß nicht, wie viel so ein Ding kostet, aber es ist irre. Genau.


Catrin: Ja, das wird nicht publiziert, aber wenn du jetzt sagst Uniform, also die berühmten Beerenfellmützen, die sind ja immer noch aus Beerenfell. Auch ganz schön teuer und da ist dann ein ganz, ganz komplizierter Unterbau drunter, damit dieses schwere Fell ja auch gehalten wird. Und dann ist eine echte schwere Messingkette ums Kinn rum. Also ich habe mich da auch mal schlau gemacht in der Vorbereitung, bevor ich bei MTV das im Fernsehen kommentiert hatte, Touping the Color dieses Jahr, mal wieder so eine Mütze, die wiegt locker mal bis zu drei Kilo auf dem Kopf mit allem. gehört und wenn es dann noch in Strömen regnet, was ja manchmal vorkommt, dann saugt sich das schon auch so ein bisschen voll, dann wird es noch schwerer. Aber auch das wurde schon versucht in der britischen Army, dass man das mal ersetzt, ⁓ die armen Beeren am Leben zu lassen quasi und Kunstfell, aber das hat sich bisher nicht bewährt. Wir haben noch keine Kunstfellmischung gefunden, die sich wirklich eignen würde, denn wenn es eben in Strömen regnet, kommt es ja häufiger vor in England.


Jörg: Genau, das war mir richtig schwer.


Catrin: Dann werden sie noch schwerer, also das saugt sich einfach noch schlimmer voll mit Regen als das echte Bärenfell. Das ist schon noch so ein bisschen wasserabweisend in der Natur halt so vorgesehen. Deswegen bleiben die bis heute in der Tat bei diesem echten Bärenfell von oben vom Kopf schon, teure Kopfbedeckung. Dann das Tuch selber, die fetten Messingknöpfe, dann eben diese Gold- und Silbersticke rein. Das eine, so eine Uniform, die in der Tat, das ist schon vermögenswert.


Jörg: Genau, das ist ein logistischer Aufwand, die Bieste auch für den aktuellen Monarchen hinzubekommen. Denn auch da wie der Seifer, also diese ER2 war es ja bei der Queen und jetzt ist es CR3, das seht ihr dann auch als Brustschild, das wird eingeschmolzen. Also es werden wirklich die Fäden usw. rausgenommen und auch die Knöpfe, denn die haben auch das Imblem drauf oder Seifer drauf und das wird eingeschmolzen. Also sehr nachhaltig, wollte ich mal sagen.


Catrin: Ja.


Jörg: Da wird nichts weggeschmissen, wird alles bis zum Schluss verwendet, aber es ist unglaublich aufwendig.


Catrin: Ja, Charles ist ja der Nachhaltige. Und vielleicht nochmal ergänzend, eigentlich wissen das wahrscheinlich unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, weil sie ja Fans sind, aber das R steht jeweils bei der alten Queen, stand das für Reginer, also Königin, und bei Charles steht das für Rex wie König. Und das ist Tradition, zum Beispiel der Vater der verstorbenen Queen, der war ja auch noch Kaiser von Indien bis 1947 und der unterschrieb sogar immer mit George R, großes I für Imperator. Und das fiel dann halt weg, als die Indien und damit das Duel auf die Crown aufgeben mussten und das Empire dann wirklich vorbei war. Und dann konnten sie sich halt nicht mehr Kaiser von Indien nennen. Deswegen seitdem immer der Name, erste Buchstabe des königlichen Namens und dein an R für Rex oder Regina.


Jörg: Genau. Also immer wenn ihr mal was sucht im Internet, auch zu diesem, schaut nach dem Cypher. Da findet ihr dann ganz viel. Genau. Sehr schön. Wo waren wir stehen geblieben?


Catrin: Genau, das ist der Fachausdruck. Ich wollte noch eines sagen, woran erkennt man eigentlich einen Grenadier Guard im Vergleich zu den vielen anderen Regimenten? Denn von weitem sehen die ja alle aus wie Zinnsoldaten, jetzt mal bisschen locker flapsig gesagt. Rote Jacke, dunkle Hose mit rotem Streifen an der Seite und dann halt die Bärenfüllmütze. Aber wenn man die Uniformen näher anguckt, kann man die schon zuordnen.


Jörg: Geht auch.


Catrin: Also zum Beispiel, wenn man sich die Knöpfe wieder anguckt, die teuren Messingknöpfe, die sind unterschiedlich angeordnet. Es wird nicht einfach nur so durchgeknöpft, sondern die sind zum Teil so in Dreiergruppen oder in Fünfergruppen angeordnet.


Jörg: das wird bei mir oft im Café gefragt. Wir haben nämlich dort eine Uniform hängen von 1963 von den Coldstream Guards und es ganz viele Leute, sich dafür interessieren, die fragen dann, das sind dann meine armen Mitarbeiter überfordert. Ich werde da jetzt mal eine Messingplakette anmachen. Vielleicht alle unsere Watcher, weil das Hintergrund soll sein, wenn ihr euch


Catrin: Und habt ihr einen.


Jörg: Schruping the Color anguckt, dann könnt ihr euch, das ist ein bisschen wie mit einer Oper, ihr könnt euch eine Oper, die Walküre anschauen und anhören, habt nichts gelesen und wisst nicht, was die Symbolik bedeutet und so weiter und dann ist es schöne Musik, im besten Fall. Oder ihr bereitet euch richtig vor. und wißt, was steckt eigentlich wohin, worauf, wo ist die Trommel, wo ist der Bass, wo ist die Geige, dann höre ich so ein Stück ganz anders. Und hier ist es genauso. Und ich mache das zum Beispiel, ich habe das schon als Kind gemacht, deswegen hat mich das auch immer geärgert, wenn es nicht erzählt wurde, Rolf Seemann-Eggeberg, der hat das eigentlich relativ gut gemacht, immer war sehr detailliert. Und wir kommen auch wieder in diese Phase, ich bin ich sehr glücklich auch bei den Übertragungen, dass Dass ich immer geguckt habe, wo ist denn jetzt wer und wo steht wer und das sieht anders aus bei denen. Also ich gucke auf diese Detailzine, macht das auch richtig Spaß. Und wir möchten euch animieren, das auch zu machen, weil das ist wirklich ein Spektakel. Warum das so ein Spektakel, das erzähle ich auch nochmal. Vielleicht, du hast gerade erzählt, also die Grenadiergards, die erkennt ihr an den gleichmäßigen Knöpfen und der weißen Feder an der Bärenfellmütze.


Catrin: Das ein Puschel, den nicht alle anderen haben. Jeder weiß-grüne Puschel, manche haben auch gar keinen Puschel.


Jörg: Lamm heißt der. Ich weiß nicht, ob der Plammi ausgesprochen wird oder Plammi wird geschrieben P-L-U-M-E. Genau daran könnt ihr das erkennen. Dann gibt es die Code Stream Guards. Die haben eine Zweierknöpfung, also zwei Knöpfe, Leerschritt, zwei Knöpfe, Leerschritt. Dann die Scott Guards. Die haben eine Dreierknöpfung und die verzichten auf die Feder. Die sind vornehmen, sagen das haben wir nicht nötig. Die rote Feder ist im Übrigen bei den Kozium Garts, daran könnt ihr die erkennen. Die Irish Garts haben dann eine Viererknöpfung und eine blaue Feder. Die Welsh Garts, die haben eine Fünferknöpfung und die grün-weiße Feder. Und warum gibt es diese Reihenfolge? Ihr könnt an der Reihenfolge der Knöpfe auch sehen, welchen Stellenwert, also welchen Status die Garts tatsächlich haben in der So nennt sich das Ganze. Also alle die Soldaten, seht, diese Food Guards und die Cavalry und die Life Guards, Blues und Royalty gehören alle zur Household Division. Das erzählen wir auch gleich nochmal. Und das hat was mit der Gründung zu tun. Und der große Streit Grenadier Guards und Coldstream Guards. Wer war als erstes da? Also die Grenadier Guards haben ja die an erster Stelle einer Reihe. Das hängt damit zusammen, weil sie die älteste Gardedivision sind oder das Garderegiment, das sofort auf den König geschworen hat. Und die Coldstream-Gards sind eigentlich viel älter. Aber sie haben einen kleinen Nachteil. Sie 1650 wurden sie mit der New Model Army gegründet, das heißt unter dem furchtbaren Herrn Cromwell. Eine dunkle Phase des britischen Empire. so ist es. Ja, mit der schönen Überleitung. Da muss ich immer an Napoleon denken. Jetzt, wo ich auch in Frankreich war, sag ja, also wir machen Revolution, wollen die Republik, aber wir finden irgendwie der Monarchie doch ganz cool.


Catrin: Die einzige kurze nichtmonarchische Phase. Deswegen wollen wir die eigentlich gar nicht zur Kenntnis nehmen.


Jörg: Und machen wir uns gleich mal zum Kaiser. Und liebe Cromwell, der hatte da auch so kleine Allüren. Also der hatte auch nichts dagegen gehabt. Wäre er Wahlkönig geworden, hätte er dann auch gemacht. Aber das hat man den Coelz-Hymngarz auch lange übel genommen. Wobei die eine ganz tolle Rolle hatten, nur durch die Coelz-Hymngarz war es überhaupt scheiz, Zweiten damals möglich wieder den Thron zu besetzen. Also nach dieser Republikphase, dann haben sie auch Tatsache ich danach dann dem souverän, denn das ist heute so, heute bei der Vereidigung wird dem souverän, tatsächlich nicht einer Verfassung, wie bei uns, sondern dort wird dem souverän die Treue geschworen. Und das hängt damit zusammen. Und die streiten sich heute noch drum. Im Übrigen gibt es ja auch eine ganz große Konkurrenz zwischen diesen Garde. Also so eine sportliche, würde ich mal sagen, sportliche Konkurrenz.


Catrin: Das Der dritte Schwerplay ist da schon sicherlich im Vordergrund.


Jörg: Jaja, aber die legen schon Wert drauf und gerade auch bei dieser Parade, die messen sich schon dran, wer hat's cooler hingekriegt, wer war ganz exakt, wo gab's Patzer, wo gab's keine Patzer. Mir hat ein Gast mal erzählt, das wusste ich nicht, weiß nicht ob du das wusstest, Katrin, das geht sogar so weit, das kann man bloß schlecht sehen, dass die Stiefel werden sogar in einer gewissen Weise Früher hat man gesagt gewichst, das mag man gar nicht ausschrecken, weil es sich so unanständig anhört. Aber der Stiefel wird eben poliert mit einer ganz speziellen Technik. Ich wollte das mal nachmachen. Da kommt dann tatsächlich Honig drauf. Das wird mit Heißluft füllen und mit Wachs und so. Das ist fast wie Glas. Das ist so extrem. Die polieren wirklich wie die Geisteskranken und sind sehr stolz drauf. Und da werden immer bestimmte Parts der Stiefel werden. blank poliert. Also die Colzimgards zum Beispiel polieren den gesamten Stiefel, soweit ich weiß. Die Grenner, die Gards, nur die Kappe. So auch da wird dann tatsächlich großen Wert drauf gelegt. Warum das so ist, werde ich nachher mal erzählen. Wie kommt man eigentlich zu Hause, holt Division und das ist nicht etwas, nicht eine Bestrafung, sondern man weiß worauf man sich einlässt und das ist ein Teil davon. Es hat aber einen psychologischen Hintergrund. Genau, aber dann haben wir, glaube ich, schön einmal aufgeschlüsselt, wie ihr die erkennen könnt. Das finde ich immer ganz, ganz spannend. Und an der Stelle vielleicht nochmal Victoria. Warum gibt es eigentlich die Irish Guards? Die sind nämlich an vierter Stelle gegründet worden. Also erstens Grenadier Guards, eine Reihung, zweitens Coltshield Guards, zweier Reihung. Dann kamen die Scott Guards, klar, Vereinigtes Königreich. Dann kamen die Irish Guards irgendwann dazu, nämlich die kamen nach dem Krimkrieg dazu. Also Victoria hat sie dadurch die irischen Soldaten geehrt und hat gesagt, jetzt seid ihr auch, ihr gehört mit zu meiner Leibgarde, ich nehme euch mit in dieser Haushalt de Vige mit auf. Und als letztes kamen wie so oft leider in England die Welch Guards. Das hat George V. gemacht, der Großvater von Elisabeth. Der hat die mit reingenommen, weil sie sich so verdient gemacht haben im ersten Weltkrieg. Und somit haben wir eigentlich alle Landesteile mit drin.


Catrin: Ja, da herrscht Gerechtigkeit und ein kleines Detail, was ich auch immer ganz schön finde, woran man diese verschiedenen Garten auch noch unterscheiden kann, die haben unterschiedliche Symbole auf ihre Krägen aufgestinkt. Also die Grenadier-Garz haben tatsächlich so eine kleine explodierende Granate, denn sowas wie die Granaten, also nicht Handgranaten, aber granatenähnliche Geschosse gab es tatsächlich auch schon im 17. Jahrhundert, das wusste ich gar nicht, das habe ich mir dann erst mal erarbeitet, also quasi hohle Kanonenkugeln, wo spiritusgetränkte


Jörg: Ja. Genau.


Catrin: Baumwolllappen reingestoppt und angezündet wurden. Also es war so eine Art Früher Molotow Cocktail quasi. Und dann die anderen Garten haben dann meistens zu ihr Landesmotiv, also die Pflanze wie der Lauch jetzt oder so, haben sie dann da drauf gestickt. Also man kann die Knöpfe angucken und dann kragen und dann kann der Kenner dann erkennen, was für eine Garde das da gerade ist, die man vor sich hat.


Jörg: Ich fand immer besonders die Cochimgaards so toll, weil die haben das Zeichen vom Hosenbandort drin. Das eben das Rote Kreuz, das St. George-Zeichen ⁓ Das finde immer, das macht am meisten her. Genau. Die Granate, die findet man im Übrigen auch, wenn ihr mal in Italien. Seht ihr das? Bei den Karameniere, die haben auch diese Granate. Also die Granate, ist relativ häufig, das ist eben so die Infanterie, die losmarschiert und so. Ja, finde ich sehr spannend. Ich habe jetzt im Übrigen, habe ich auch was gelernt, als ich in Amroa war, da ist die letzte Stätte von Leonardo da Vinci und da sind auch unter anderem Sachen von ihm ausgestellt, die er entwickelt hat und schon Leonardo da Vinci. hat sich mit Maschinenpistolen sozusagen auseinandergesetzt. Selbst da schon. Irre was. Und auch eine Art Panzer hat er gemacht. Das sieht aus wie so ein Kreisel, wo dann auch Kanonen drin waren. Leider, Gott, ist es sehr schwer und so weiter. Aber man sieht, wie in der Historie immer versucht wurde, die Soldaten zu schützen. Jetzt könnte man ja sagen, ⁓ Gott, Gott, ihr redet hier über die Waffen, aber man muss, der Krieg ist nun mal da. Das sind eben Dinge, dafür da sind, die die Soldaten letztendlich zu schützen. Auf der anderen Seite natürlich auch andere zu töten, klar. Aber das immer zwei Schneiden, diese ganze Geschichte. Genau. In England ist es aber so, dass dort nicht große Paraden sind mit dicken, fetten Waffen wie in Russland oder wie in China und so weiter. nicht präsentiert. Ich glaube, deswegen kommt das auch so gut bei den Leuten an, weil das nicht das martialische hat. Es geht da wirklich ⁓ den Menschen und nicht ums Material. So finde ich das immer. Und wir tun das gesehen.


Catrin: Ja, manche der Soldaten tragen natürlich dann schon Maschinengewehre quer über und das Gegende spielt in der Aufstellung auf dem Paradeplatz schon auch, spielen die Hussaren eine Rolle, die dann so hinter sich Lafetten an den Pferden haben mit altmodischen Kanonen, aber das hat natürlich so mehr so einen historischen Anklang. Wenn die da jetzt in Camouflage-Uniformen und mit modernen Panzern unterwegs wären, hätte das eine völlig andere Optik und dann wäre es vielleicht wirklich nicht so beliebt. Ich finde schon natürlich, dass dieses historische... traditionelle wahrscheinlich auch den Scham ausmacht.


Jörg: Ich würde dich jetzt nicht als Militaristen identifizieren und trotzdem interessiere ich dich dafür. Ich würde mich auch nicht als Militaristen bezeichnen, aber ich interessiere mich sehr für diese Historie. Ich finde das schon sehr spannend, weil das ist nun mal ein Teil, der da ist. Dann sind wir da schon ein bisschen abgeschwoffen, hätte ich fast gesagt.


Catrin: Vielen Dank. wollen wir den Ablauf jetzt einfach mal so ganz...


Jörg: Wollen wir mal den Ablauf erzählen? Eine ganz wichtige Sache vielleicht auch nochmal für euch reingeworfen. Es gibt auch andere Länder tatsächlich. Außerdem kann man das feiern, nicht an dem Tag, aber auch den Geburtstags-Königsfeiern. ist zum Beispiel ein Vorrang, natürlich Kanada. Die machen das in Ottawa mit den Canadian Grenadier Guards und den Governor General Food Guard, heißen die. Und in Australien feiert das das Royal Military. College. das hat sich noch gehalten. Die beiden, die machen das. Genau, kommen wir jetzt mal vielleicht zur Prozession. Wir kommen von, sie kommen raus und irgendwann kommen sie auch wieder rein und das Ganze endet auf dem Balkon. Und das gehen wir jetzt mal durch. Genau, vielleicht hangeln wir uns dann mal durch, was so viel zu erzählen ist. Also, wer kommt eigentlich wann raus? Das ist immer die große Frage. Grundsatz ist,


Catrin: Genau, das war das Problem mit der Leitner Naturopa.


Jörg: Erst mal die Frage, die Landauer, die Kutschen tatsächlich besetzt sind. Aber man kann immer davon ausgehen, ein Tütelchen unwichtig hin zu wichtig. Denn bevor übertragen wird, fahren zum Beispiel Busse, das war früher ganz anders. Heute fahren auch Busse, Mercedes-Busse. Und da werden die ganzen Leute für die Tribünen, die Ehrengäste und so, werden eben auch dort hingekarrt. Das kriegt man so gar nicht mit. Die sind dann vorher da und dann irgendwann kommt die erste Kutsche. Und da sitzen dann die Roy Family, die Working Royals drin. sind im Einzelnen. Vielleicht machst du uns das nochmal kurz erzählen. Genau.


Catrin: Also noch mal kurzer Rückblick auf das, was du eben sagtest. gibt auch Mitglieder der weiteren Königlichen Familie, die auch quasi in Mercedes-Vito-Bussen dann zum Paradeplatz gekarrt werden. Das sind halt die Nicht-Working-Rolls, die auch später nicht auf dem Balkon stehen werden. Und die werden normalerweise auch zu Hausgardsparades gefahren und sitzen dann im Gebäude von Hausgardsparade und können aus den offenen Fenstern hinaus gucken und die Parade beobachten.


Jörg: Ja, genau.


Catrin: In früheren Jahren war das dann zum Beispiel auch Megan mal. Da sah man dann, die mit Kindern aus der Königsfamilie ein bisschen interagierte, während Harry eben noch unten an der Parade teilnahm. Das war kurz nach der Hochzeit dann 2018, da war sie ja mal dabei. Dieses Jahr war es so, also immer kann man sich merken, wer später auf dem Balkon auftaucht, also Working Royals und eventuell noch die Kinder aus der Familie Wales, die dürfen auch mit der Kutsche vorher hinfahren und später auch wieder zurück. Mit anderen Worten, also das Herzogspark Loster, denen ja auch immer noch viele Termine waren. Und der Mann von Prinzessin Anne, weil der nicht mitreitet, anders als Anne, die ja auch auf dem Pferd dann ihren Bruder in der Kutsche begleitet immer bei der Prozession. Und Catherine mit den drei Kindern, die sind immer zu finden in der Kutsche. Und Sophie Edinburgh, die Frau Prinz Edward, weil der Prinz Edward ja auch mitreitet. Jedenfalls, man kann sich ja merken, König Charles ist früher als Prinz von Wales oft auch auf die Pferde geritten als Ehrengarde seiner Mutter. Sowohl als sie selbst noch auf der, Burmese meistens, zu Pferde ritt im Darm, sagte das, war bis 1985 einschließlich. Danach reiste sie in der Kutsche und ihr Mann Prinz Philip begleitet sie noch lange Zeit zu Pferde und Charles als Prinz von Wales und dann ihre Söhne. ⁓ teilweise und Prinzessin Anne, die ist ja eine exzellente Reiterin, sogar auf Olympianiveau. Heutzutage ist es so, Charles aus Gesundheitsgründen reitet selber nicht mehr, das hat er nur einmal gemacht, als er frisch gekrönt war, 2023. Seitdem nimmt er in der Kutsche Platz mit Camilla zusammen, mit der Königin Camilla. Und es gibt quasi als Ehrengarde reitet Prinz William mit und Prinzessin Anne als Goldstick in Waiting, so eine Art traditionelle Ehrenposition, Bodyguard des Königs und Prinz Edward. Und die


Jörg: Genau, spuren wir nochmal ganz, ganz, ganz kurz zurück, damit ihr euch wieder orientieren könnt in unserem Ballett. Wer ist da der Tänzer und wer die prima Ballerina? Genau, also die Reihenfolge ist zuerst die Gäste, und der Reihenfolge nach der Wichtigkeit, sag ich jetzt mal. Und dann an der Spitze der Prozession sehen ihr dann, das sind so geheim, so kleine Stars auch. Also für jeden, schon mal da war, das ist wirklich, wirklich toll. Das sind die mounted. Bands, so nennen sich die. Das ist eben die Musik, die spielt eine riesengroße Rolle und werden angeführt von den wirklichen Stars, den Drum Horses, sind die, ja das sind auch so Kaltblüter, ganz schöne Tiere, irre, ich finde die toll und da sind die silbernen Pauken dann auch drauf, also man muss sich das Gewicht auch vorstellen. ⁓


Catrin: her.


Jörg: Und im Übrigen der Reiter dieses Drum Horses, man muss sich das so vorstellen, das sind keine perfekten Reiter. Das geht im Übrigen für alle, die wir jetzt nennen. Die werden, das hat einen bestimmten Grund, die haben nicht alle Reiten von der Pike auf gelernt, sondern ist nachträglich auch gelernt auf Schnellkurs. Und das fährt zu steuern, ist wirklich schwer. Es ist A, es ist sehr, sehr laut durch den Paukenschlag selbst. Drumherum ist es durch das Publikum, die Flaggen und so weiter sehr sehr anstrengend für das Pferd und der Reiter hat nur die Möglichkeit tatsächlich mit seinen Füßen, denn dort sind die Zügel angebracht. Der steuert nur mit den Füßen. Und wenn man das immer im Hintergrund hat, eigentlich für alle anderen Sachen auch, dass man das nicht so, die machen das nicht jedes Jahr und das 20 Jahre in Folge, sondern die machen das ein Jahr. Bei den Mountain Bands ist es ein bisschen anders, erzähle ich auch gleich nochmal, aber auch für die Soldaten. Das ist once in a lifetime. Das passiert nicht immer. Und das ist sehr, schwierig, auch für die Offiziere und so weiter. Also die Mountain Bands, die führen das Ganze an. Da habt ihr dann diese wunderbaren, Trommelschlag, das macht schon was mit einem. Und dann kommt die Sovereign Escort, so nennt sich das. Das sind die ersten zwei Divisionen der Leibgarde des Monarchen. und die machen den Weg frei. das kennt ihr vielleicht auch, wenn ihr mal die Wachen vor den Palästen und so weiter, sind Wachablösungen. Und manchmal kursieren, hast du vielleicht auch schon mal gesehen, Katrin, Videos, wo dann die Soldaten auch Sonntouristen umnieten. Also ganz hart umnieten. Und das hat mich mal interessiert und ich habe auch noch mal nachgelesen, es gibt tatsächlich Anweisungen, die müssen das tun. Also das darf und auch das hat wieder einen praktischen Hintergrund. Sie dürfen, wenn sie marschieren, nicht anhalten, weil die Gefahr die Verletzungsgefahr für die ganzen nachfolgenden Soldaten, die nämlich nichts sehen, weil sie ihre Bärenfellmützen aufhaben. Sie sehen wirklich, die haben nur ein ganz kleines Sichtfeld nach unten, sie sehen links und rechts gar nichts. Also Prinz Hülle hat das mal schön beschrieben. sagt, es ist, als wenn man durch einen Starkregen guckt. Wie bei so einem Bobtail, dem die Haare in den Augen hängen.


Catrin: ist. Ja. Genau. Sollte man da partie.


Jörg: Ja, die sehen das nicht. Es gab mal einen wirklichen Unfall tatsächlich auch. hat sich der Soldat dann auch entschuldigt. Da wurde ein Kind umgerannt, weil er hat es nicht gesehen. Toter Winkel. Und es wird natürlich überall, seht ihr auch, Schilder. Bitte die Pferde nicht anfassen, bitte nicht in den Weg stellen. Und dann wird einmal, wird wirklich gebrüllt, also den Weg freimachen für die königliche Garde. Und die werden umgenäht. Wenn die Soldaten das nicht tun oder auch im Übrigen mal lachen und schmunzeln, das wird alles aufgenommen, hat einen bestimmten Hintergrund, den ich noch erzähle. Und dann gibt es auch Strafen. Es gibt richtig harte Strafen für die Soldaten. Also es ist nicht witzig, wenn man die dann auch nervt. Aber es hat was mit Disziplin zu tun. Die sollen wirklich ausblenden können an der Stelle. Und das ist hier dann eben auch so. Also sie machen den Weg frei. Auf der Mall muss man das nicht, weil da ist der Weg frei gemacht von den Polizisten, die Hast du schon mal von der Zuschauersseite die Parade mitgemacht, Katrin?


Catrin: Vor vielen Jahren habe ich mich da einmal durchgekämpft. Aber ich nehme auch seit Jahren an der Lotterie teil, ⁓ einmal an Horsenspiel wichtig als Gast teilzunehmen. Ich habe aber noch nie gewonnen, leider nicht.


Jörg: Ja, ich auch. Nee, wir müssen mal... Das kann man leider auch nicht bestechen, offensichtlich. Aber das ist ein Schauspiel. Also wenn ihr an dieser Mall steht, seht ihr, dass alle zehn Meter steht ja ein Soldat da. Das ist eine Schau allein. Die Wartezeit wird einem versüßt, wenn man sieht, wie präzise das alles gemacht wird. Da sind natürlich auch die Soldaten. Die im Übrigen, wenn es die mit den roten, die Gadesoldaten nicht reichen, dann kommen auch andere.


Catrin: Nein.


Jörg: Regimenter dazu. Dann sieht man da auch mal so einen eher so einen rough Piloten und so weiter und so fort, wenn die tatsächlich Personalmangel haben. Man hat das bei der Krönung war es ganz toll, da hat man alle Regimenter gesehen. Das war natürlich ein Riesenspektakel. Und die Polizei macht eine super Arbeit, die alle weiß behandschut dafür Sorge tragen, dass die Garde den Weg nicht frei machen muss Aber vielleicht, bevor wir darüber mal wir schlenkern mal wieder. Wir wollen ja auch von Gefahren reden. Was ist denn jetzt eigentlich Kathrin? Da gibt es ja so ein schönes Beispiel, wenn da jetzt ein Attentat passiert. Die machen den Weg frei, die Leibgarde ist da, man denkt der Monarch ist sicher. Wie läuft das ab? Also dir wird wahrscheinlich ein bestimmtes Datum, ein bestimmtes Jahr im Kopf sein, denke ich mal, oder?


Catrin: Ja natürlich, es gab ja zum Glück muss man sagen in der ganzen Geschichte von Trooping the Colour, soweit wir uns zurück erinnern, es nur wirklich einen Attentatsversuch noch zu Zeiten der Verstorbenen Queen 1981 im Juni. Da wurden Schüsse auf sie abgefeuert, noch hoch zu Pferde im Damensattel und der Schreck war natürlich riesengroß. wollte gerade um die Ecke einbiegen mit der Prozession Richtung Hausgardsparades von der Mall abbiegen und dann auf einmal Schüsse. total entsetzt. Zum Glück merkte man dann recht schnell, dass es sich nur ⁓ Platzbataillons gehandelt hatte. Das war irgendein 17-Jähriger, der mental gestört war. Der wurde dann auch schnell verhaftet. Man wusste gar nicht genau, der hat sich nicht mal geäußert, warum er es eigentlich gemacht hat. Das war quasi irgendwie so ganz albern. Der hatte auch gar nichts gegen Elisabeth II. Es war sehr schlimm. Das, was auch mir dann und allen anderen, denke ich auch, die es damals im Fernsehen gesehen haben,


Jörg: Er berühmt werden, glaube ich. ⁓


Catrin: sehr im Kopf geblieben ist, wie unglaublich souverän die souveränene Elisabeth II. reagiert hat. Die hat einmal ganz kurz gezuckt, völlig unbewegliches Gesicht hat ihr Pferd, was aber auch sehr gut mitgemacht hatte, also Burmese ist nicht hoch gestiegen oder so, kurz beruhigt und ist einfach weitergegangen und sie ritt weiter und später hat dann einer ihrer Biographen noch geschrieben, sie selber, und hatte sich und ihr Pferd gut im Griff. Ihre größte Angst war, das hat sie privat dann mal erzählt, zu dem Zeitpunkt, dass was mit ihrem Mann und ihren Söhnen hinter ihr passiert wäre, ob man vielleicht auf... Sie wusste nur, sie ist nicht getroffen, weil sie keinen Schmerz spürte, aber sie wusste ja dann noch nicht, dass es nur Platzpatronen waren. Sie dachte, das wären echte Patronen und vielleicht wäre jemand aus ihrer Familie getroffen worden. Die konnte sich ja nicht umdrehen, weil das eben laut Disziplin während der Prozession nicht vorgesehen ist. Sie hat einfach gesagt, ich kann nichts machen, hat sie zu sich selbst gesagt, ich muss weiter reiten, ich darf mich jetzt nicht umdrehen, ich darf mich jetzt nicht umdrehen.


Jörg: Das mit der Disziplin hängt vielleicht auch nochmal auf den Punkt, es gab noch eine dramatische Situation. Das war 1982 oder 1984. Da gab es tatsächlich kurz nach der Parade, als die zurückgegangen sind, gab es einen Anschlag von der IAA.


Catrin: Ja, das ist richtig.


Jörg: Und da kamen auch Soldaten zu Tode, waren Bomben mit Nägeln drin und so weiter. Vieler Schwerfhörnchen. Genau, sehr, sehr, sehr schlimm. Aber jetzt kommt die Disziplin, die stiff upper lip. Trotzdem wurde danach die Wachablösung ganz normal vollzogen, als trotz Reaktion zu sagen, ja, das ist alles schön und gut, aber ...


Catrin: Das war ganz schön. Natürlich.


Jörg: Wir lassen uns davon nicht beirren. Und in dem Sinne, da sieht man wirklich, dass nicht gespielt die Queen hat das auch wirklich, wirklich gelebt. Also das finde ich schon. Staat, die Prozession ist ja in diesem Fall die Verkörperung des Staates, hatte Vorrang vor dem Privaten. ist, also ich finde das großartig, das zu machen. Wenn man, wenn man schaut, sie hätte jetzt auch zum nach hinten gucken können und so Gott, Gott, Gott, was ist mit Charles und so weiter und ganz, hat sie nicht.


Catrin: Ja, vor allem was ist mit Philipp, dass sie ihr erster Kack war. Aber sie sah sich selber ja zu Recht auch als Oberbefehlshaberin und auch zumindest in der Rolle dann an dem Tag auch jeweils, wenn sie Uniform trug und in der Parade mitritt, war sie ja auch der militärischen Disziplin unterworfen. Und man weiß auch, da war sie auch selber sehr, sehr hart. Sie hat sich jedes Mal dann auch


Jörg: was ist mit Philipp passiert. Genau, Sachen.


Catrin: hinterher zusammengesetzt mit den Offizieren des jeweiligen Regiments, die im Mittelpunkt standen und hat dann Manöverkritik betrieben. Und manchmal kam es ja vor bei heißem Wetter, dass einer der Soldaten schlicht umgekippt ist wegen der schweren Bärenvermütter usw. Und dann gab es wirklich auch Verweise und Strafen, weil so schlimm das ist, das geht einfach nicht. Da muss man sich vorher entsprechend genug Wasser trinken, leichtes Frühstück nehmen und muss einfach sehen, es gibt ja auch Tricks, die die Soldaten alle anwenden, wenn sie da ewig in der Sonne stehen, damit sie eben nicht umkippen. Die Königin konnte dann wohl auch ziemlich harsh sein, wenn da irgendwas nicht funktioniert hat. Ihr ist da alles aufgefallen.


Jörg: Ja, und in diesem Standardwerk, sage ich jetzt mal, Trooping the Colour, das ich mir mal reingezogen habe, das sehr interessant von einem General geschrieben wurde. Das hat aber auch wieder praktische Gründe. Wenn die jetzt umfallen, werdet ihr vielleicht mal gesehen, das sieht jetzt ein Tüdlchen sehr lustig aus. Ja, die fallen ja nicht seitlich oder so, wie wir in Ohnmacht fallen, wegsacken, sondern die fallen wie ein steifes Brett nach vorne mit dem Gesicht nach


Catrin: Und zu der Show. ganz schlimm aus. habe das auch mal gesehen bei der Fernsehüber-


Jörg: vorne und liegen da wirklich wie eine Comicfigur. aus einem Comic. Das hat aber einen bestimmten Grund, wie fast alles ja in meinem Leben Gründe hat. Die haben Bayonette. Wenn der zur Seite kippen würde, die anderen sehen das nicht, wegen der Bärenfellmütze, würden alle umfallen.


Catrin: Ja, ganz okay. und dann


Jörg: Und jetzt könnte man sagen, hoch wie lustig und das Ballett ist gestört. Aber es gibt richtig starke Verletzungsgefahren, weil dann tatsächlich auch, die schief fallen, kann das mit dem Ballonett noch schwer gehen. Deswegen gibt es die Anweisung, die müssen, wenn die merken, dass ihnen schwarz vor Augen wäre, ist letzte Griff, die letzte Disziplinschleife, ganz steif machen.


Catrin: Ja, das ist gut.


Jörg: und nach vorne fallen. Und dann werden die innerhalb von gut 20 Sekunden von einer anderen Einheit, die die dann aufsammelt, man kriegt das ja in dem Fernsehen gar nicht so mit, dann wieder eingesammelt. Also ist hart, ist furchtbar, aber auf der anderen Seite hat es auch Sicherheitsaspekte.


Catrin: Naja und eben auch, dass die ⁓ und drum direkt drum herumstehenden Kameraden sich nicht kümmern dürfen ⁓ den, der da gerade umgefallen ist. Die müssen einfach stehen bleiben und tun als wäre nichts und dann kommt halt irgendwann diese Rettungseinheit und die kümmern sich dann. Aber das ist alles ganz ganz klar geregelt und da gibt es Ärger, wenn man da zuwider handelt.


Jörg: Genau. Ja, das ist auch an der Stelle, weil wir schon da sind, weil das hätte ich sonst auch noch mal erwähnt, wie ist es eigentlich? Die Leute, die in dieser Household Division sind, die bewerben, das war mal so eine Frage, die mir gestellt wurden, wer ist das denn eigentlich? Also wir wissen, das sind alles dienende Soldaten. Das heißt, kommen tatsächlich, sind die in dieser Division und sind aber auch vor Ort in Krisengebieten und gehören aber zur Household Division.


Catrin: Hm, die sind im Krieg.


Jörg: In ihrer Zeit, die bewerben sich richtig auf dieses Regiment, werden sie dann abberufen nach London. Und da machen sie dann diese ganzen Sachen, die wir jetzt gerade besprochen haben, und dann gehen sie irgendwann wieder in Einsatz. Aber es ist tatsächlich die Household Division. Das sind jetzt nicht irgendwelche anderen Einheiten, die sich für Trupp in the Colour bewerben können, sondern die wissen das ganz genau. Und eines der Ausbildungsteile ist, diese extreme Disziplin nach vorne fallen. dastehen, sich nicht provozieren lassen als Wachsoldat und so. Das ist ein Ausbildungsteil. Sie sollen wirklich stoisch und so diszipliniert sein und dafür sind sie bekannt und auch beneidet in der gesamten britischen Armee. Es ist wirklich eine Spezialeinheit, die dann wieder Untereinheiten hat. Das ist alles Thema, das Ausbildungsprogramm. Hört sich für uns denn, sieht das so schön aus? Ist aber hartes, hartes Training.


Catrin: Genau wie im Ballett. Sieht auch schön aus und ist auch verdammt hartes Tränken.


Jörg: Alles was schön ist, eine harte Arbeit. Bei uns ist es auch schön im Café und ist auch harte Arbeit. das war ein kleines... Genau, Jammer, Jammer. Ist gut.


Catrin: Ja, aber ... Ja, aber definitiv. Ich wollte aber gerne noch hinzufügen nach dem Motto, wer kann eigentlich dort Mitglied werden als Soldat oder Werkwerk? Wie kommt man dieses Regiment? Es hilft natürlich, wenn man aus einer entsprechenden Adelsfamilie kommt und in Sandhurst war und sich da bewährt. Denn diese jungen Männer, kommen dann oft auch direkt von der Akademie. Wenn sie eine Militärkarriere anschrieben, kommen sie direkt in die Haushaltregimenta, in die Ehrenregimenta. Also ein Beispiel ist zum Beispiel auch der Ex-Mann von Königin Carmela, Andrew Parker Bowles. Der war früher Page. auch noch bei der Krönung und so weiter. Und der hat eben auch diese Connections und seine Familie und der war einer derjenigen, glaube, war bei den Blues and Royals. Jedenfalls, es gibt dann auch direkte Einstiegsmöglichkeiten, wenn man die entsprechenden Kontakt hat und in Sandhurst war und dort sich sehr bewegen. Natürlich.


Jörg: Aber auch andere verdienen. Ich muss nicht aus dem Adel kommen. Es gibt also ganz starke Kriterien, auch physische Kriterien. Also Mindestmaß war früher mal 183. Das wurde jetzt auch aufgelöst ein bisschen, weil die tatsächlich auch Nachwuchsprobleme haben. Wie überall. Wir sind eben stehen geblieben bei der Leibstandarte. Was mache ich, wenn sich jemand auf den Weg schmeißt, eine Bombe schmeißt oder sonst was?


Catrin: Hatschen! von der Faschung. Mua!


Jörg: Und da hast du gesagt, hat das der Souverän, das ist nämlich der Colonel in Chief für diese Parade. Also die Rolle ist eben der Colonel in Chief, das ist der Monarch. Der ist dann dran und heute meistens in der Kutsche. Charles schafft das auch nicht mehr. Schön, dass das 23 noch geschafft hat. Das war sehr toll. Ganz süß, er mit dem Pferd rumhantieren musste. ⁓


Catrin: Ja, das einmal gerät, das fand ich auch.


Jörg: Camilla sogar auch noch von der Seite so bisschen mitgemacht, ⁓ das Pferd


Catrin: Der Noble hieß das Pferd, das war einfach noch relativ jung und zwar gut ausgebildet. Ja, von der Made in Mounted Police, genau wie der Mies damals vor vielen Jahren auch. Jetzt reitet Anne das Pferd meistens, die hat das besser im Griff.


Jörg: Das war ein Geschenk, glaube ich, von den planadischen... Ja, genau. Na ja, okay, da wissen wir ja. Genau. Auch ganz schön, sucht mal, der wird immer gesucht. Die mögen so viele. Es gibt einen Adjutanten, das ist der Ackery nennt sich oder Ackery nennt es, das der persönliche Adjutant von von Charles. Leider Gottes oft gerade in amerikanischen Medien. Er gedacht, ist da in seinem Fulldress mit Kilt und so, gehört zur Königsfamilie. Der sieht fantastisch auch. Man nennt ihn auch Major Eye Candy, weil er so schick ist. Genau, den seht ihr überall. Und im Übrigen dieser Major Eye Candy, der läuft neben der Kutsche. Also der ist tatsächlich immer dabei. Auch wenn auf dem Podest, wenn Charles auf diesem Platz, der ist immer ...


Catrin: Ja, das ist gut.


Jörg: immer da und reicht eben Sachen zu. ist der Aquarius, Stallmeister. Und der Stallmeister hatte früher, deswegen sind überhaupt diese ganzen, diese Pferdegeschichte hat einen großen Hintergrund. Das Pferd war das Wichtigste gut damals und mit dem Pferd konnte der König fliehen. Das musste da sein. Es musste alles da sein und das hat der Stallmeister gemacht und das waren immer hochrangige, meistens auch aus dem Königshaus, hochrangige Adelige, die das gemacht haben. Ein absolutes Vertrauensverhältnis. Man hat das schön gesehen, ich, bei Mr. Thompson, auch bei der Krönung und so. Heute geht es nicht mehr ⁓ Flüchten und ⁓ Pferde und Waffen, sondern ⁓ funktionierende Vollfederhalter und so weiter.


Catrin: Das ist Abbruch des der Workflow, der reale Workflow Funktion.


Jörg: Also der ist für diesen ganzen Kram zuständig. Genau. Nach dem Colonel-in-Chief in dieser Prozession kommen dann die Royal Colonels of Regiment. Und das sind die, die du gerade erwähnt hast. Das ist natürlich Prinz William, ist die Prinzess-Royal Anne und das ist der Duke of Edinburgh Edward. Was mich immer geärgert hat, ganz ehrlich, bei der Live-Übertragung, wenn gesagt, ich hab das auch mal platziert, ja, ich kann jetzt nicht sehen unter der Bärenfellmütze, wer es eigentlich wäre. Und ganz ehrlich, das muss ich auch nicht sehen, weil die haben immer denselben Platz. Es gibt eine ganz genaue Aufteilung, wer wie reitet. Das heißt, in der Mitte, jetzt sind es nur noch drei, früher waren es auch mal vier und fünf Leute sogar.


Catrin: Natürlich.


Jörg: In der Mitte ist immer William, weil er ist der Ranghöchste von allen. Das müsst ihr euch wie auf einem Siegertreppchen vorstellen. Er ist in der Mitte, obwohl die Weltstaats, deren Ehrenoberst er ist, sind in der Rangfolge ganz hinten. Aber da ist er Prince of Wales, er ist in der Mitte. Links ist Edward, der der in Tüddelchen unwichtigste von den dreien.


Catrin: Goldmedaille.


Jörg: Der ist an der Seite, weil er eben nicht der Prinz ist und die Scott Guards sind auch an dritter Stelle. Und die Ehrenposition, und das ist auch ganz wichtig, es geht immer von rechts nach links in England. Die wichtigste Position ist rechts und das ist die Princess Royal. Und die sitzt deswegen da, weil sie zur Kavallerie gehört und die Kavallerie hat immer einen höheren Stellenwert als die Fußgarten. Deswegen ist sie rechts. Wenn ich das weiß, dann brauche ich auch gar nicht auf den Mini-Bildschirm zu gucken und zu fragen, wer sitzt eigentlich wo, sondern ich weiß es ganz genau. Die Platzierung ist eigentlich immer klar.


Catrin: Der Profi weiß Bescheid.


Jörg: Genau. Ja, mich ärgert das dann immer so, ich entweder bereite mich vor oder ich bereite mich nicht vor. Genau. Deswegen frage ich dich, ob du das so live kommentieren kannst. Und du hast ja bei NTV dann vielleicht gar nicht die Möglichkeit, das so live zu machen, wie das vielleicht bei den Öffentlich-Rechnischen oder so ist. Das immer schwierig, kommt drauf an. Aber ich kann mich orientieren. Das ist ganz, ganz lustig. Da haben wir auch eine Zuschauerfrage gekriegt, die hat sehr gut aufgepasst.


Catrin: Ja, das natürlich.


Jörg: schreibt uns oft. Ja wieso hat denn eigentlich, die haben alle so Scherben ⁓ Warum hat denn der Edward so eine grüne Scherbe umheiz, hätte ich fast gesagt, umgeschneit und warum die anderen beiden die blauen Scherben? Und das liegt daran, das ist der Hosenbandorden, die blauen. Und weil Edward, der Duke of Edinburgh, also Schotten hat repräsentiert, hat er den Order of the Sizzle und der ist grün. Das ist der höchste Orden für ihn. Deswegen haben sie das.


Catrin: Das


Jörg: ist das so oft geteilt. Ich hoffe, die Frage damit beantwortet zu haben. Unbedingt, was dir einfällt, lass uns flohen sozusagen.


Catrin: und trug. Aber ich möchte noch einen kleinen Einwurf starten. Einfach nur, ⁓ Edward gerecht zu werden, weil ich habe es ja selber miterlebt, kürzlich beim Garter Day. Edward ist auch Mitglied des Hosenbandordens. Wahrscheinlich hat er sich an dem Tag einfach entschieden, weil er eben als Kotzgard unterwegs war, grüne Scherbe des Distelordens zu wählen, dem passend zur Uniform. Aber er ist eben auch Mitglied dieses allerranghöchsten Ritterordens des Landes Hosenbandordens.


Jörg: Ja, klar. Genau. Genau, nach der militärischen Rangorde dürfte er den Hosenbandorden als Dart dann gar nicht tragen. Die anderen haben ja keinen eigenen Orden, aber Schottland schon. Zwei Detail des Königs, und deswegen musste er diesen tragen. Das ist auch ganz lustig, das habe ich auch in dem Buch gelesen. Die dürfen zum Beispiel, weil er Hosenbandorden und Order of the Sittles ist, könnte er da drüber die Kette des Hosenbandordens tragen, diese schwere Kette.


Catrin: Das wusste ich nicht, ich es gelernt. Oha!


Jörg: und darf dann den Order of the Seas als Schärfe, niemals beides. Das darf sich nicht wiederholen. Also solche Regeln gibt es da. Alles Schönes und Nutzes wissen ich. Wie gesagt, ich gucke es wie ein Theaterstück. Es macht einfach Spaß. Also die sind in fester Reihenfolge und nach diesen


Catrin: Ja, natürlich. Das geht ja dann kreuz und nicht. Ich kann es nachvollziehen, ja.


Jörg: Nach diesem Körnetsen Regiment, es ist noch mal zur Wiederholung oder ich glaube wir haben es auch gar nicht erwähnt, Camilla ist, Queen Camilla ist Ehrenoberst der Grenadiergards.


Catrin: Genau, deswegen hat sie auch so ein uniformähnliches Kleid diesmal wieder angehabt. Das hatte sie schon mal getragen. Das so bisschen aussieht wie auch so ein rotes...


Jörg: Genau. Die wichtigsten Zeichen auch dran. Da ist mir eingefallen, dass wir springen. Das kennt ihr ja schon von uns, weil wir so viel zu erzählen haben. Da würde ich Camilla gerne mal einen Brief schreiben und sagen, Camilla, ich finde dich toll, weil ich finde ihr echt toll, aber die muss was mit ihren Haaren machen. Aus praktischen Gründen. Die Queen hat ja mal erzählt, dass sie diese Betonfrisur hat, weil das nervt einfach. Das geht nicht, das ist praktisch. Camilla fummelt ständig an ihren Haaren rum. Und das ist nicht schlimm, soll sie gerne machen. Bloß, wenn ihr das mal guckt, die ist so abgelenkt von ihren Haaren, du siehst richtig, wie sie innerlich denkt, ⁓ Mist, das ist Haarsträhne wieder so. Am liebsten möchte sie immer ins Gesicht. Genau, war es auch so. Bei der Krönung war es auch so. Die konnte diesen Moment gar nicht genießen, weil sie ständig mit ihren Haaren unterwegs war. Mensch, bitte.


Catrin: Das ist... Selbst als sie die Krone bei der Krönung, als man ihr die Krone aufgesetzt hat, hat sie einen sehr guten Ruf gemacht. Und wir es.


Jörg: Das macht Kate besser, ich. Die Katherine, die hat immer strammes Haar nach hinten, Hut auf der Birne und sieht immer... Das ist einfach unpraktisch, wenn dieser Pony immer in Gesichtung flattert.


Catrin: Ja, diese Föhnfrisur ist normalerweise prima, steht hier auch gut. Das muss man aber Jo Händl bei ihrer Friseurin, die ist jetzt sogar Hoflieferantin, da muss die jetzt echt mal was mit... Ja, wir schreiben da mal hin. Ich glaube, das ist eine echt wichtige und gute Idee. Ja, vielleicht hat das dann nicht mehr Power.


Jörg: Total! Wollen wir dahinschreiben, Katrin? Wir machen das diesmal gemeinsam. Weil wir wollen, dass Camilla immer Bella Figura machen Das hat sie verdient.


Catrin: Ja, oder ich habe eine andere Idee. Wenn ich demnächst mal wieder den Sohn von Camilla Tom Parker-Bowles treffe, dann werde ich ihm einfach mal von Frau zu Frau sagen, dann möge doch seine Mutter doch mal folgendes ausrichten, dann kommt es besser an. Das werde ich mir sicher hinkriegen.


Jörg: Ja, das ist eine gute Idee. Du sollst dir auch den Tee übergeben, unseren Coronation-Tee, und sagen hier, Camilla Schiedel, macht euch mal... Er ist nicht vergiftet, den könnt ihr trinken, ich hab ihn direkt bei mir am Koffer gehabt, ist alles in Ordnung, kannst du mal aufbrühen nach mir das. Nein, ich finde das zu schade, und das zeigt auch tatsächlich, wir sind ja beide Etikettekoaches, wie wichtig das ist, sich gut vorzubereiten, weil das nervt.


Catrin: Kleines Beschlechungsgeschenk und jetzt mal bitte andere Frisur hier.


Jörg: Wenn du immer abgelenkt bist, weil du eine falsche Klamotte drehst oder deine Haare doof sind oder dich unwohl fühlst, bist du nicht bei der Sache. Man sieht, es geht sogar bis zu Königs, weil die war abgelenkt. Die war froh, wenn sie sich mal doch ins Haar greifen konnte, damit sie es richten konnte.


Catrin: Ja, das ist furchtbar, das will man nicht. Also ordentliches britisches Harspray wirkt wunder. Ich spreche aus Erfahrung. Sorry, aber drei Wettertausen reicht nicht. Man braucht ein britisches. VO2 heißt das. Das ist mein Lieblingsharspray, kleiner Werbeblock. VO2 auf Deutsch. Das ist meine Lieblingsmarke. Ich bringe die immer kofferweise aus England mit und benutze sie hier gegen den Hamburger Regen.


Jörg: Drei, Wettertafft und dann klappt das. O2 Ich kann es leider nicht nutzen. Wir schweifen aber wieder ab. Die Columns of Regiment sind die Camilla für die Grenadier Guards. William ist für die Welsh Guards. Scott Guards ist Edward. den habe ich vergessen. Also die Irish Guards sind Kate und Catherine.


Catrin: Nee, brauchst es. Sei froh, du brauchst es nicht. Ja.


Jörg: Und jetzt kommt eine Ausnahme. Wer ist denn jetzt verdammt nochmal die Coldstream Guards? Das hat einen Hintergrund. Weil die Coldstream Guards ja in der Republik gegründet worden sind sie, also ein Herr der Republik und hatten keinen Royal Colonel of Regiment. Und das ist bis heute so. Und heute ist der Colonel, der also der Ehrenoberst der Coldstream Guards, das ist Ein General, ausgezeichneter General. hatte mir den Namen auch von diesem Jahr, finde ich jetzt gerade nicht. Also es ist immer ein hochrangiger Militär, der dort auch ehrenoberst tatsächlich ist. Es ist niemals ein Royal, das hat eben auch Tradition.


Catrin: Das wusste ich jetzt tatsächlich nicht. Aber ich lerne auch immer wieder sehr viel von dir, mein lieber Jürgen.


Jörg: Das haben wir doch beide was davon. Genau. Wir machen das doch für uns auch. Und die. Genau. Also diese beiden, die folgen nämlich dann den Royal Colonel of the Regiment. Das ist dann einmal der von den Coulsium Guards und der Colonel der Life Guards. Der reitet hinterher.


Catrin: Hm, zum Teil. Ja, eigentlich wollte ich vor allem, dass selber so viel Spaß dran haben, dass ich auch so...


Jörg: Und danach kommt dann der Commander of the Household Division. Das ist der, der für die gesamte Division, der Oberherr sozusagen, dieser ganzen Geschichte, der reitet dann auch hinterher. Genau.


Catrin: Dann haben es wieder.


Jörg: Dann kommen die restlichen Regimenter, die hinterhermaschinen, die Fußgarten und so weiter. Die schließen das dann halt ab. Das ist dann das Ende. Ganz wichtig für die, wie schnell läuft dann eigentlich so eine Parade ab. Ich habe das mal in Kopenhagen versucht. Ich weiß gar nicht, wie schnell die gehen. Das sind sehr große Soldaten. Und in Kopenhagen habe ich mal eine Wachablösung. kannst du die hinterherlaufen. Die laufen durch die Stadt. Und ich habe mal versucht Schritt zu halten. Ich habe ja kurze Beine. Das war echt schwer. Aber das ist die Schrittlänge. 120 Schritte in eine Minute gehen die. Und das ist dieser Quick March, man dann immer findet. So laufen die die... Es ist schon mal echt eine starke Geschwindigkeit. Und zum Slow March, der ist viel, wichtiger. Zu dem kommen wir gleich, wenn wir dann auf dem Paradeplatz sind. Denn jetzt haben wir eigentlich alle durch. Reite, reite, reite. Man fährt ⁓ die Ecke. Kleiner Tipp für alle, das mal sehen wollen, geht Relle an der Mall nicht hin zum Buckingham Palace, sondern geht weiter nach oben da, wo die Abbiegung ist zu dem Paradeplatz. Da sind sie nämlich am langsamsten und da könnt ihr sie richtig gut sehen. Also an der Stelle sehr begehrte Plätze, schon morgens ⁓ 6.30 Uhr da sein. Sonst wird das nix. Eine Windel umbinden, weil mit Toiletten und Gaggen ist das schwierig. Dann ist der Platz weg.


Catrin: muss das gemacht werden. ist das schon gut.


Jörg: Genau, ja, dann sind wir jetzt auf dem Paradeplatz.


Catrin: Ja, jetzt ist die Prozession sozusagen geistig auf den Paradeplatz angekommen. Das Königspaar und auch in diesem Fall Catherine, Prinzessin von Wales, nehmen dann Platz unter einem Waldach hin, auf so einem kleinen erhöhten Treppchen. Die an alle anderen Mitglieder der Königin-Familie, die nicht in der Prozession geritten sind, gehen ins Gebäude und setzen sich da an die offenen Fenster und gucken zu. Und Prinzessin Anne und Prinz William und Prinz Edward bleiben auf ihren Pferden sitzen und gruppieren sich ⁓ diesen Pavillon quasi außenrum als Bewachung des Königs und dann kann es losgehen.


Jörg: Genau. Und an der Stelle ist auch nochmal, dass es uns beiden immer ganz wichtig, das auch zu sagen, mit dem so Respekt und so. Also wenn man denkt, man muss so vor dem Monarch mal einen Knicks machen oder seinen Kopf zumindest verneigen, so eine Ehrerbietung, wie auch immer die heutzutage aussehen mag, dann ist das nicht ein One Way Ticket, sondern der König und die königliche Familie salutieren und verneigen sich auch. Weil es gibt eine Stufe, höher ist. Das sind nämlich dann tatsächlich Das ist die Armee, das ist der Staat, verkörpert wird an der Stelle und der Monarch verneigt sich auch und er salutiert und es gibt dann doch noch eine höhere Stufe oder dieses Zusammenspiel. Das finde ich auch gar nicht, also diesen Respekt zu erweisen an der Stelle. Es sind alles Symbole, die aber wunderbar gelebt werden. Auf dem Platz der Horse Guard Parade ist auch nochmal wichtig, wie ist das aufgeteilt? Du hast gerade von den, wie nennt sich das in England eigentlich? Dieses Podest hat einen Namen.


Catrin: Das ist


Jörg: Ja, Days war das, genau. Auf dem Podest sitzen dann auch wieder in Reihenfolge. Die Queen sitzt, also Queen Camilla sitzt neben Charles und diesmal war es dann auch Kessri, die ja ein tolles Kleid hat, ein bisschen blass fand ich. Von der Farbe, sehr chic.


Catrin: Ich fand es nicht blöd, mir hat es sehr gut gefallen. Letztes Jahr es so etwas türkisfarbenes an, relativ ähnlich, nur deutlich dunkler im Ton.


Jörg: Sie sahen aber, ich fand die beiden wieder total süß aus. Genau. Und die sitzen im Osten. Und das ist vielleicht jeder, der sich mit Symbolik auseinandersetzt. hat was Spirituelles. Der Osten ist überall ganz wichtig, weil Sonne, weil Licht. Genau. Der Osten, da sitzen die. Und in diese Himmelsrichtung. Und ihm gegenüber, im Westen, da sitzt die


Catrin: Ja, sie sah bezaubernd aus.


Jörg: zweitwichtigste Abteilung, die steht nämlich da, das ist die Kavallerie. Die ist gegenüber im Horse Guard Parades, ist wieder der Westen, zweitwichtigst. Und dann gibt es die Mounted Bands, die versammeln sich auf dem Platz, Und die Guarded Divisionen, die seht ihr denn links, also letztendlich in U-Form drum herum. mehr oder weniger, also soweit wie Platz ist. sind eigentlich bei Horse Guard Parade, wenn ihr reinkommt, da stehen die aufgereiht, auch wieder in dieser Reihenfolge. Wie wir sie eben gesehen haben, 1. Badeon, 2. 3. 4. Mit den Squad Guards könnt ihr euch orientieren. Und es steht eine ganz kleine Garde da. Das ist nämlich die Escort for the Colour. Das heißt, das ist eine kleine Abordnung, die diese Fahne in Händen hält. Und ⁓ die geht es jetzt auf dem Paradeplatz eigentlich die ganze Zeit.


Catrin: Genau.


Jörg: Die wichtigsten Akteure, wenn ihr dann mal auf den Platz guckt, also das wird auch immer erwähnt, ist der Ensign. Das ist ein junger Leutnant, meistens ein junger Leutnant, einer, der frisch dazugekommen ist, das sind keine Alten eingesessen, das sind meistens die Jüngsten, und das ist der Ensign. Und in diesem Jahr war das einer, der war beachtlich war. hat eine Körpergröße von 2,01 Und dann kommt noch die Bärenfellmütze dazu. Und insgesamt sind das 2,56 Meter. Ich habe mal so einen Soldaten kennengelernt, der ihn nicht größer ist. Das schon echt beachtlich. Also wirklich Wahnsinn. Dieser junge Mann hat den Endzahlen. Der Wichtigste, der hat diese Flagge. Und die Flagge zu halten ist extrem


Catrin: ⁓ ja. Das ist doch nicht... Ja, ja, stimmt. Das war echt nach oben gucken.


Jörg: schwer, weil die Flagge ist schwer, sie ist hoch und jetzt müsst ihr euch Wind und so vorstellen und die müssen immer kerzengerade gehalten werden. Also alles das ist für die Soldaten eine unglaubliche körperliche Anspannung.


Catrin: Ja, da muss man lange trainieren. Aber ich glaube, die haben auch so einen Lederfutteralumhängen, wo man unten die Basis von der Flagge dann so einstellen kann.


Jörg: Genau, da wird er reingestopft. Aber mach das vielleicht auch schon mal, wenn du so einen Drachen oder so, da kannst du das auch unten reinführen. Das ist schon echt beachtlich. Also das ist die Escort of the Colour. Dann gibt es den Lone Drummer. Der Lone Drummer, der spielt auch eine ganz, ganz große Rolle. Das ist der, der sich nachher auch absetzt und der gibt ihm Takt.


Catrin: Das anstrengend, das will ich überhaupt nicht antragen.


Jörg: Also der trommelt und das ist der Takt. Danach geht letztendlich die gesamte Parade orientiert sich in diesem Takt. Und das ist auch so eine Frage, die man sich natürlich stellt, wie kriegen die das hin beim Marschieren, gerade bei diesem langsamen Marsch. Wenn man das im Hinterkopf hat,


Catrin: nach rechts genau.


Jörg: und sieht wie beim Ballett, wenn ich auf den Zehenspitzen stehe, was das bedeutet, worauf man gucken muss. Oder Leute, die sich Let's Dance vielleicht angucken bei RTL. Es kommt eben darauf auf die Haltung an, dass der Lone Drummer das vorgibt. Und die Soldaten, die das wird auch beschrieben, hat dieser Generale beschrieben, die zählen den Takt tatsächlich permanent mit, damit sie später auch im Takt bleiben können. Dann gibt es den Garrison Major Sergeant, das ist der Unteroffizier, der hat alles im Griff und den könnt ihr erkennen, Anzorn, das ist der Dompteur dieser ganzen Geschichte. Der hat so einen Holzstab in der Hand und das ist einzige, der hat echt einen Überblick über diesen ganzen Platz.


Catrin: Schön.


Jörg: Und ist auch der einzige, der länger dient als die anderen. Die anderen sind eigentlich immer ein Jahr dabei. Der ist tatsächlich manchmal zwei, drei Jahre, weil der so viel Erfahrung hat. Sonst wird es schiefgehen. Das kann sein, dass der also vom anderen Regiment kommt. Und dann gibt es den Field Officer in Brigade Waiting, so heißt der. Und das ist der, der immer auch so schön rumschreit. Und das ist auch Wahnsinn. Die üben das. Man hört ja selbst in der Übertragung, hörst du Die Kommandos, das wird auch geübt, das hinzukriegen, weil die haben keinen Lautsprecher oder so. Der gibt die ganzen Befehle, das ist der Officer der dann auch zu Charles Reiter, zum Monarchen Reiter und sagt so jetzt die Parade, die ist abgenommen. Der hat auch eine ganz wichtige Rolle.


Catrin: Ja, das ist es. Hm.


Jörg: Ja und dann gibt es noch den Standard-Biener, den könnt ihr auch mal bei euch lassen. Es gibt noch eine zweite Flagge auf dem Platz, das sind nämlich die royale Standarte und der hängt Schals auch auf Schritt und Schritt hinterher, der ist immer da. Das sind die Protagonisten. ⁓ vielleicht magst du einmal kurz erzählen mit dem Enzern, was macht der denn da jetzt eigentlich auf dem Platz? Ist ja alles jetzt schön und gut mit der Fahne, das wird da übergeben und so. Was soll das? Du hast das schonmal angedeutet. Was ist denn jetzt eigentlich Sinn und Zweck der ganzen Übung?


Catrin: Naja, es gibt verschiedene Phasen und der Hauptgrund ist ja, wie ich ganz zu Beginn schon mal sagte, dass möglichst viele Mitglieder des Regiments die Fahne einmal aus der Nähe sehen. gibt es eben, also zu begeben jetzt nochmal, wenn alle auf dem Paradeplatz angekommen sind, dann wird Salut geschossen aus dem Green Park und dann wird die Nationalhymne gespielt und stehen alle einmal auf. Und dann, das ist das Signal, dass es wirklich losgeht und dann wird in verschiedenen Phasen mal die Flagge an den Soldaten vorbeigetragen und mal marschieren dann die Soldaten am König vorbei und dann wird sie mehrfach hin und her übergeben, aber das ist sehr kompliziert. Auf welches Signal? Ich habe mir ehrlicherweise die Befehle jetzt nicht reingezogen. ist vielleicht der Teint. Aber im Grunde geht es immer darum, mit musikalischer Untermalung, es werden natürlich immer auch abwechselnd verschiedene Militärmärsche gespielt, dann begibt sich das berittene Musikchor natürlich auch nochmal darum, einmal rumt und im Platz zu reiten. Dann kommen noch die Hussaren mit diesen alten Kanonen hinten auf den Laffetten, die reiten da auch nochmal vorbei, einfach auch ⁓ ihre Ehrerbietung zu erweisen. Und das geht eben Ballettartig nach einer bestimmten Choreografie in fünf verschiedenen Phasen, die aber für einen Nichtmilitär relativ kompliziert sind. glaube, damit sollten wir unsere Zuhörerschaft jetzt nicht überfordern, das im Detail zu schildern.


Jörg: Es gibt ein paar Phasen, die ich toll finde. müsst euch vorstellen, diese Flagge, ⁓ die geht es, steht in der Mitte des Paradeplatzes. Sie wird dann übergeben und dann seht ihr ein Spektakel, das finde ich ganz interessant, weil das perfekt ablaufen muss. Es gibt eine Escorte, die geht zu diesem Ensign, der die Standarte kriegen soll. Der Colonel hat die Fahne in der Hand mit gezogenem Schwert. Das soll signalisieren, hallo, ich würde mich sogar abwuchsen lassen dafür. Die Flagge ist das Wichtigste überhaupt. Und wenn das Ding übergeben ist, was sehr schwierig ist, mit Schwert rein und so weiter und so fort, das wird alles blind gemacht, dann seht ihr vier...


Catrin: Also, so.


Jörg: Soldaten drum herum, ist die Eskorte, das ist die Sicherheitseskorte und die schützt letztendlich dann diese Fahne auch mit dem Leben, die haben auch das Gewehr dann im Anschlag und in diesem Moment, wenn das übergeben worden ist, dann wird auch tatsächlich die Hymne wieder gespielt und steht auch der König auf, das ist also eine der wichtigsten Momente und


Catrin: Ja, genau.


Jörg: Kurz nachdem das passiert ist, es eine Choreografie wie beim Wasserballett. Genau. Da seht ihr, wie diese Massbands, also die Musiker, das sind gut 400 Musiker, da sind. Und die müssen einmal die Richtung drehen. Und das machen die nicht, indem sie sich so umdrehen. Das geht auch wegen den Instrumenten gar nicht, sondern wie in einem Spinnrad. Sie drehen sich einmal ⁓ Das ist ein riesiges Spektakel, das zu sehen. Währenddessen geht diese Enzyme mit der Sicherheitsgruppe hin zu den Garderegimenten, die hier vorne stehen, was wir eben erklärten. Dann geht es, das nennt sich Trooping the ranks. Dann wird die Flagge tatsächlich für alle Truppen einmal gezeigt und präsentiert. Und da gibt es was ganz lustiges. Die vier Leute, die haben natürlich einen Sinn gehabt, die schützen. Und währenddessen der Enzahn dadurch latscht, wird wie mit einem Kamm sozusagen die vier, die gehen zwischen die Reihen. Und dadurch justiert sich letztendlich diese einzelnen Linien, die justieren sich durch diese Soldaten, die durch die Reihen gehen. Das habe ich hier bei 23, Charles hier war, war das fantastisch bei seiner Schlussveranstaltung. habe das schon mal erzählt, da waren die Royal Marines und die sind auch marschiert durch diese Halle, dieser Teppich. Und ganz automatisch hattest du links und rechts, wie ein englischer Rasen wurde es abgebocken.


Catrin: Das haben wir alle schön sortiert.


Jörg: Da musste nicht ein Befehl an die Gäste gegeben werden, gehen sie mal zur Seite oder so, sondern die sind einfach schnurstracks ganz starr an dir vorbei gelatscht. Und nachher war das gerade wie ein Lien und dann kam der König. Und das machen die so elegant, also das hat alles zu tun. Genau, hat alles damit zu tun. Und die orientieren sich im Übrigen auch die Soldaten, die dann da sind, die orientieren sich an den akustischen Signalen, dass immer diese Drum, da ist, sie zählen mit.


Catrin: und Kontakt.


Jörg: Und dann gibt es Sargeants, die natürlich an jeder Ecke stehen, die tatsächlich Orientierungspunkte sind. Diese Sargeants seht ihr überall an den Ecken und die Soldaten stehen 75 Zentimeter nebeneinander. Und das ist ein schönes Spektakel, das mal zu sehen, wenn ihr Buckingham Palace besucht, dann seht ihr dort die Wellington Barracks, die sind 300 Meter entfernt und da üben die Soldaten. Und da könnt ihr sehen, wie die mit diesem Zirkel, der Sargeant mit dem Zirkel tatsächlich austariert, dass alle exakt nebeneinander stehen. Also es ist sehr, sehr lustig zu beobachten. Genau, und dann marschieren sie irgendwann an dem König vorbei und haben dieses Spinwheel eben und dann gibt es diese fünf Phasen und dann ist der Abmarsch. Genau. Das ist im Grunde genommen so der Ablauf dieser Parade und mein Tipp ist, guckt auf die Offiziere, guckt auf den Endsign, auf den Lone Drummer, was der tatsächlich macht und habt immer im Kopf, dass dieses langsame Marschieren und das wäre es dann eigentlich von der Seite auch, das finde ich spannend. Das sind 65 Schritte in der Minute und wenn die sich bewegen, seht ihr wirklich wie im Ballett, wie diese Fußsohle nach vorne steht, die ganz langsam und das wird


Catrin: Zeitlupe.


Jörg: Ja, das fand ich toll zu lesen, weil der das beschrieben hat. Das ist eine hochgradig körperliche Anstrengung, weil der gesamte Körper, anders als beim Marschieren mit mit Stechschritt und so, du bist permanent unter Spannung und musst deinen Bein ja langsam in der Luft halten Also schlimmer als einen Dauerlauf und das dann vielleicht bei Hitze Und vorher haben sie sehr, sehr lange gestanden. Das ist schon schon eine großartige ⁓ Beistruch, finde ich.


Catrin: Also eine riesen mentale und körperliche Leistung für die Soldaten auf jeden Fall. Aber natürlich auch für die Teilnehmer aus dem Königshaus. Denn ich denke auch immer, gerade auch so Prinz William und so, die müssen da eine gute Stunde auf dem Pferd sitzen und dieses Tier ruhig zu halten, während da auch Pauken und Trampeten stattfinden. Und alle möglichen Ablenkungen, vielleicht durch die Zuschauer vor Ort, das ist auch verdammt schwierig.


Jörg: Ja und dann eben die Kavallerie auch nochmal auch da. Es sind Leute, die nicht begnadete Reiter sind und die müssen es auch schaffen und also das ist schon eine große Leistung. Ihr zwei Fragen haben mich erreicht. Warum eigentlich, wenn doch Camilla die Ehrenoberste ist und da dieses uniformartige Kleid trägt, warum salutiert die eigentlich?


Catrin: Wann? Ja. Ja.


Jörg: Und das hat den Grund, weil sie eben nicht gedient hat. Also du salutierst wirklich nur in einer echten Uniform. Und wenn du gedient hast, sie verneigt sich aber. Und das macht Kate auch. Es ist immer eine Verneigung an ganz bestimmten Stellen. Die zweite Frage, die mich erreicht hat, ist, und das stimmt auch, gut beobachtet. Es wird ja die Parade abgenommen mit der Color auf dem Platz. Und... Im Jahr 23 stand Charles dann auch noch mal vor dem Buckingham Palace. Also dann marschieren, wenn die in die Baracken gehen, marschieren noch mal alle Einheiten am König vorbei. Und jetzt ist es heutzutage ist es ein Mix aus beiden. ⁓ Das ist der Gesundheit von Charles geschuldet, weil das zu anstrengend ist. Heutzutage wird das teilweise auf dem Platz abgekürzt Das ist sehr, unterschiedlich. gut.


Catrin: und das letzte Mal als die Königin noch die Parade abgenommen hat im Jahr vor ihrem Tod, Da stand sie dann mit dem Herzog von Kent tatsächlich auf dem Balkon des Buckingham Palastes, weil es so anstrengend für sie war, vorne auf so einer Podeste zu stehen. Aber die hat dann auch nochmal unterstützt vom alten Herzog von Kent, auch nochmal direkt am Palast zum Ende der Prozession, der Parade, das nochmal abgenommen. Vielleicht ist es manchmal nicht so aufgefallen oder nicht übertragen worden.


Jörg: Und das ist die abgedeckt. ⁓ in unterschiedlichen Es wird manchmal abgekürzt, das kriegen wir gar nicht so mit. Da wird tatsächlich Zeit gespart,


Catrin: Ja, das stimmt.


Jörg: Genau, ja, wir sind in der Zeit fortgeschritten, das macht aber nichts, weil wir das tatsächlich einmal durchsprechen wollten. Man sieht, wie aufwendig das ist. Wir haben uns wieder schön verklöhnt. Und der zweite Teil, spätestens jetzt machen wir einen kleinen Teaser für euch zur Pause. Jetzt könnt ihr euch einen Kaffee holen oder einen Tee am besten. Der geht gleich nochmal ⁓ den Gartertee. Hurra, hurra, ich hab gewonnen. Ich glaube, Katrin, das war etwas, was du geschrien hast oder zumindest im Kopf, als du einen Brief im Briefkasten hattest.


Catrin: Ja, war gegen Ende der ersten Juni-Woche hatte ich auf einmal einen braunen Briefumschlag im Kasten und da war das königliche Wappen drauf und dann wurde ich schon ganz aufgeregt. Erst habe ich gar nicht geschaltet, dann habe ich ihn aufgemacht und da war eben vom Lord Stewart von Windsor Castle auf Pergamentpapier hätte ich beinahe gesagt, schönem Briefpapier mit dem roten Windsor Castle Wappen drauf geprägt. Die Bestätigung, dass ich in der diesjährigen Lotterie eine Eintrittskarte für Schloss Windsor gewonnen hätte, ⁓ die Prozession des Garter Day anzuschauen. Und da habe ich dann doch einmal laut geschrien und getrampelt, weil ich noch bei Jan Heil nehmen noch nie gewonnen hatte. Ich hatte tatsächlich auch zwei Tickets beantragt, habe nur eins bekommen. Gut, man soll nicht unverschämt sein. Und dann musste ich erst mal anfangen zu planen, weil das war ja eine gute Woche vor dem Ereignis, also sehr kurzfristig. Und eigentlich war es ja, es war der 15. Juni und eigentlich hatte ich ja gedacht, ich fliege noch aus Lohm, ⁓ die Urteilsverkündung von Marius Heuby Gerichtsverfahren zu hören.


Jörg: Ja, das kann ich verstehen.


Catrin: Aber da das sowieso sehr schwierig war und dann auch klar wurde, dass er selber gar nicht kommen würde persönlich in den Gerichtssaal, weil er verletzt war und das dann per Videolink verfolgen würde, habe ich gedacht, okay, bevor ich jetzt nach Oslo fliege, ⁓ da einem Videolink zu folgen und jetzt auf einmal once in a lifetime die Karte für Windsor Castle habe, dann fliege ich doch lieber für einen Tag nach London bzw. nach Windsor und schaue mir die Garterdale-Parade an. Ja, nicht. Aber du warst ja im Urlaub nicht bereichbar, sondern da konnte ich mich nicht mit dir beraten, leider.


Jörg: Ansonsten hätte ich dir auch die Ohren lang gezogen. weil im Urlaub schalte ich tatsächlich das Handy aus. bin dann wirklich da und an, da hätte ich fast gesagt. bin dann weg. Nun mal ganz kurz, du hast dich da beworben. Wann bewirbt man sich denn da so? Wie erfahre ich davon?


Catrin: musste ich selber diese schwere Entscheidung treffen. Deswegen habe ich es gar nicht erst versucht. Ich glaube, das ist so Ende Februar, Anfang März. Man kann auf der Website gucken. Das selbe gilt übrigens für Trooping the Color. der entsprechenden Website kann man sich auch für den Ballot bewerben. Allerdings, wenn man da gewinnt, kosten die Tickets noch was. Während Garter Day, wenn man einmal gewonnen hat, die Tickets umsonst, also gratis. Dann wird Lotterie gezogen. Ich saß ja da neben netten Engländern und auch neben Franzosen und so. Man kann aus aller Herren Länder mitmachen. Nach welchen Prinzipien die das vergeben, weiß ich nicht. Ich habe auch Engländer getroffen, die schon mehrfach da waren. Es heißt jetzt nicht, dass man nie wieder gewinnen kann, wenn man schon mal mit dabei war. Ich glaube aber auch nicht, dass sie völlig blind einfach nur eingreifen.


Jörg: Es sind 4.000, wie viele Leute sind da? 4.000? Ja, das doch schon eine ganze Menge, finde ich.


Catrin: 4.400 laut offiziellen Angaben. Ja, es verteilt sich ja auch ganz gut, weil wenn man das so vor Augen hat, Ward, Lower Ward, von dem Quadrangle vor dem Innenhof, wo dann wirklich der Hauptteil des Schlosses ist, es geht ja ein ganz ganz langer Weg runter an den großen runden Turm vorbei bis runter zu St. George's Kapelle und da marschieren die ja überall zu Fuß runter und da kann man weitgehend auch rechts und links Leute positionieren. Aber ich habe die logistische Geschichte sehr bewundert, nicht nur das das Auswahlverfahren, sondern wenn man einmal da ist, es zwei Eingänge, für lilafarbene Ticketinhaber, sind die Gäste, die in der Kapelle auch sitzen dürfen, meistens Gäste des Königshauses oder Angehörige der jeweiligen Ritter oder so. Und dann gibt es die hellgrünen Tickets, so eines hatte ich, und die kommen zu einem anderen Eingang rein. muss aber alle müssen durch die Sicherheitskontrollen wie im Flughafen. Und ich habe für diesen Anlass haben sie einen weiteren Raum geöffnet. Man kennt das Besucherzentrum rechts vom Schloss, wo man rein muss, wenn man einfach Eintrittskarten gebucht.


Jörg: Mmh.


Catrin: Und dann tut man seine Taschen und seinen Mantel da durchschleusen, genau wie im Flughafen. Aber diesmal haben sie einen Zusatzraum aufgemacht und das war eine riesige Halle voll mit Sicherheitsgeräten. Also da kann sich der Hamburger Flughafen eine Scheibe von abschneiden, wie toll und problemlos das da funktioniert hat. Zumal ja fast alle Picknick-Klappstühle und Picknickkörbe und alles Mögliche dabei hatten. Das ist ja erlaubt, das darf man ja mit reinnehmen. Man wartet ja zwei, Stunden. Ja, mindestens zwei, drei Stunden und es ist, man kann dort...


Jörg: Ja. Ja, aber du wartest ja eine ganze, bis sie nun endlich ankommt, das dauert ja.


Catrin: Getränke und auch Eis aus dem Eiswagen kaufen, aber wenn man was essen will und auch ein Fläschchen Wein oder Sekt mit reinnehmen, das muss man ja alles mitschleppen. Und da sind ja auch drauf eingerichtet, das steht auch in der Einladung. Sie haben ein Ticket, folgendes dürfen Sie mitnehmen, folgendes nicht. Und Sie müssen das alles durch die Sicherheit bringen. Also habe ich mir wirklich noch einen Clubstuhl besorgt, bin mit britische Airways hier von Hamburg mit meinem Clubcampingstuhl nach London geflogen und reichlich Sandwiches und habe mir dann am Flughafen noch ein Fläschchen. kleines Fläschchen Wein gekauft und Wasser natürlich und habe nur leider einen Hut vergessen. Wir saßen da in der Sonne und dann habe ich mir schließlich eine Schale ⁓ den Kopf gebunden, weil ich sonst einen Sonnenstich bekommen hätte. Das Wetter war so gut, während wir da saßen und warteten, war voll schön. Also es war einfach eine tolle Atmosphäre, wie ein britisches Picknick, aber dann noch mit dem Highlight, dass es irgendwann dann losging, der Musikchor da runter marschierte und spielte und es war einfach herrlich.


Jörg: Da sind es ja ungefähr 400 Soldaten, die anwesend sind.


Catrin: Es wird ja auch wieder, also auch die Lifeguards marschieren dann irgendwann auf und stellen sich in bestimmten Abständen an der ganzen Route auf, zusätzlich zu normalen Polizisten. Und der Witz dabei ist, also die normalen Polizisten, die man aus dem Straßenbild kennt, die stellen sich an die Ränder in regelmäßigen Abständen und gucken ins Publikum und schauen, wie das Publikum sich benimmt. Die Lifeguards stehen wiederum versetzt. Die Blues and Royals, also in dem Fall waren es die Blues and Royals.


Jörg: Die Live-Kartouille, die ich auf eins hinausgebrüht habe.


Catrin: Und die standen wiederum mit dem Rücken zum Publikum und dann halt umzusehen und die gucken dann quasi wie der König vorbeifährt Gesicht zur Allee, zum Weg, während die Polizisten, wirklich für die Sicherheit sorgen, ob da jemand irgendwie auf einmal eine Pistole zückt oder was im Publikum, das ist halt die normale britische Polizei.


Jörg: Und da sieht man die Blues and Royals, das ist ja die Kavallerie ohne Pferde. Siehst du? Genau, das ist eine Besonderheit. Die sind da nicht auf den Pferden und haben da einen ganz hohen Stellenwert, deswegen machen die das. Die stehen da dann eben parade.


Catrin: Ohne Pferd. Es gehört ja auch zur Leibgarde des Königs und da fühlt sich diese Funktion eben auch aus. Und ⁓ die Mittagszeit, so circa 14 Uhr rum, irgendwann merkt man dann Unruhe und dann marschiert erst die Band runter und die positionieren sich dann unten kurz vor dem Durchgang zum Westeingang der Kapelle.


Jörg: Nein.


Catrin: Und dann merkt man schon, es wird unruhig. Dann im Innenhof des Schlosses setzen sich dann irgendwann alle so langsam nach und nach in die Kutsche auch die Angehörigen der Ritter, die beim vorherigen privaten Lunch im Schloss schon anwesend waren, wo die königliche Familie eben ihre Gäste, die Ritter und ihren Anhang einlädt. Und es sind dieses Jahr drei neue Ritter ernannt worden. bekamen dann die, da gab es die Investitur, wie das heißt. Die wurden dann da offiziell ernannt vom König, bekamen ihre Umhänge und ihre Ordenssignien. Zum ersten Mal übrigens, seit 2006, war Ex-Prins Ennu natürlich nicht mehr dabei. Er ist von der alten Queen 2006 zum Ritter des Hosenbandordens ernannt worden. Und er ist ja im Dezember 2025 wirklich dann aus dem Ordensregister getilgt worden. Und sein Banner ist aus der St. George's Kapelle entfernt worden. Da hängen nämlich alle Banner aller Ritter. Vorne über dem Kirchengestühl. Das war also das, was fällt Ihnen auf. Nichts fällt Ihnen auf, weil er ist nicht da, der Ex-Prins.


Jörg: ich da spannend finde, wir hatten ja jetzt auch eben von Marius und so weiter gesprochen, die Frage ist auch mit Bestrafung. ⁓


Catrin: Ja.


Jörg: Für uns denkt man ja Gott vielleicht der eine oder andere, ist so ein Banner weg, ist so ein Orden weg, so ein oller Umhang. Das ist aber nicht für die ein oller Umhang und ein oller Orden und ein oller Wappen. Das hat einen für diese Menschen, das ist ein Status, das hat einen unglaublichen Statuswert, auch gerade das Militärische für Andrew ganz ganz besonders auch.


Catrin: Das ... weil er ja selber auch gedient hat in der Nähe.


Jörg: selbst gedient und das ist schon eine Strafe, das mögen wir vielleicht nicht so nachvollziehen können, weil wir selbst nicht gedient haben, aber das ist so unehrenhaft entlassen. Das ist ein Makel, den nimmt der wirklich mit ins Grab und das ist schon ein total ungewöhnliches Prozedere, dass der da so getickt wird. Also das ist nicht irgendwas, das ist eine Auslöschung.


Catrin: Das ist eine Auflöschung. Die seine Ehre


Jörg: Genau, also ich nur sagen, das ist nicht nur so ein bisschen Staffage, das hat wirklich eine Bedeutung, so wie dieser gesamte Orden ja eine Bedeutung hat. Du hast eben erzählt, sind ja, ich muss ja nicht adelig sein, ⁓ in diesen Orden aufgenommen zu werden. Und Czaj, also der Monarch, ist derjenige, der das entscheidet, im Gegensatz zu anderen Orden, die es eben auch gibt. Er entscheidet, wer ganz alleine, wer kann in diesen Orden und wer nicht.


Catrin: Vielen Dank. Ja, also es gibt immer nur auf 24 Personen begrenzt, 24 Companions, man sie nennt. Die Ritter heißen Companions. Es gibt auch einige weibliche Mitglieder, das sind dann Lady Companions, zum Beispiel Königin Camilla. Früher natürlich die Queen, der Monarch oder die Monarchin ist immer Mitglied und Oberhaupt des Hosenbandortens, aber die alte Queen Mum war eben auch als ehemalige Königin, Skamalin war auch Mitglied. Heutzutage haben wir zum Beispiel die Herzogin von Gloucester, die ist irgendwann zum Lady Companion ernannt worden, weil wegen ihrer Verdienst der Uni ⁓ die Monarchie. Es gibt dann auch Politiker und Politikerinnen. Es gibt Andrew Lloyd Webber, den Musicalkomponisten, der ist inzwischen auch Mitglied, weil er so eine schöne Hymne für die Krönung von König Charles komponiert hat. Die beiden verstehen sich gut und weil er sich auch sowieso ⁓ die Verdienste der britischen Musikgeschichte wirklich da einiges erworben hat, ist er irgendwann dann auch vor zwei, drei Jahren, glaube ich, ernannt worden. Diesmal waren es jetzt Menschen, die ich persönlich, von denen hatte ich jetzt noch nie was gehört, ein gewisser Lord Hennessey auf Nimsfield, das ist ein Historiker.


Jörg: Ja.


Catrin: der sich mit der Geschichte der britischen Regierung intensiv beschäftigt und dazu Bücher geschrieben hat. Dann gibt es einen Lord O'Donnell, der früher mal Kabinettssekretär war, hat unter Tony Blair und Gordon Brown und so gedient und Cameron auch noch. Und Lord Burnett of Malden, der war Lord Chief Justice, also am obersten Gerichtshof von England und Wales tätig. Also das waren dieses Mal die drei, die ernannt wurden. Die haben also ihre Umhänge und Federhüte dann im Schloss. vor dem Lunch überreicht bekommen und dann in der Kapelle beim Gottesdienst sind sie auch noch mal dann quasi gesegnet worden. Das hörte man, das wurde per Lautsprecher nach draußen übertragen und das stand auch im Programm des Gottesdienstes, das konnte man sich da besorgen. Also die sind jetzt offiziell aufgenommen, aber wir waren stehen geblieben dabei, dass nach dem Lunch dann alle, erstmal alle Nichtritter oder der Anhang der Ritter in Kutschen steigt und dann den Weg runterfährt bis zu einem Seiteneingang der Kapelle. Ich hatte mich genau schlauerweise gegenüber von diesem Seiteneingang, dem Galilé-Polsch. stationiert. Ich wusste, das ist die beste Stelle direkt neben der Presseposition, wo die britische Presse dann stand. Ich, fragte sich jetzt vielleicht einer, warum habe ich mich nicht einfach akkreditiert in den vergangenen Jahren schon als deutsche Presse. Pustekuchen, die nehmen keine deutsche Presse. Wir sind zu unwichtig. Interessiert ihr nicht, da kommt nur britische Presse, nur die kriegen Akkreditierung. Keine Chance. Deswegen wusste ich, meine einzige Möglichkeit da mal hinzukommen ist tatsächlich an der Verlosung teilzunehmen. Aber da habe ich dann irgendwann gesehen, in einer der Kutschen kamen dann eben auch Sophie Edinburgh und Kate, Prinzessin von Wales. Und die kamen dann auch, erwartet, stiegen aus und blieben am Eingang an der Tür, an der Seitenvorde, stehen, weil die auch die Prozession sehen wollten. Die beiden wollten ihre Männer in Umhang natürlich vorbei defilieren sehen. Und alle anderen, da ankamen und ausstiegen, die wurden dann höflich nach ein paar Minuten gebeten. Erst machten die Smalltalk, wollten draußen auch noch bisschen rumhängen und wollten auch die Prozession sehen. Aber die wurden dann irgendwann quasi mit sanfter Gewalt reingeschoben in die Kapelle.


Jörg: Mhm.


Catrin: weil nur die ganz, ganz wichtigen Leute draußen stehen und der Prozession von da zuschauen durften. Und als dann hörte man von Weitem wieder Musik und irgendwann kamen dann die ganzen Ritter auch in der entsprechenden Reihenfolge, wie von dir beschrieben, die wichtigsten zuletzt, nämlich eben das Königspaar, Camilla ist ja auch Lady-Kompanie jetzt. Und danach halt William und Prinz Edward im netten Gespräch. Und was ich wirklich süß fand, als sie dann direkt vor meiner Nase vorbei liefen auf der anderen Seite gegenüber die beiden Ehefrauen, Kate und Sophie, und haben beide Da haben sie wirklich gekichert und ganz süß ihren Männern zugewunken und die Männer haben dann auch gekichert und zurückgewunken. War sehr, sehr süß. Man weiß ja auch, dass William es hasst, diese schweren, altmodischen Samtmänzel und diesen blöden Federhut. mag das gar nicht. Man hat schon die Befürchtung, dass er das alles abschaffen wird, wenn er König ist. Und Kate zieht ihn wohl immer damit auf, dass er sich dann wieder so eine Ordensstracht umwerfen muss, die er gar nicht mag.


Jörg: Ja. Das mit dem, mit Wilhelm, es gibt jetzt auch gerade wieder eine schöne andere Reportage. Da muss ich auch tatsächlich sagen, da geht mir auch immer so ein bisschen die Muffe. Da habe ich mir lange nachgedacht, wie das so ist. Ich habe das Gefühl bei Catherine, die ja nun von draußen kommt, oder nehmen wir mal Maxima, Niederlande, die von draußen kommt und so, das sind ja so die Felsen in der Brandung, wenn es ⁓ die Monarchie geht. Und ich habe manchmal das Gefühl, weil sie von draußen kommen, dass sie ...


Catrin: Ja, ja, ich denke, ist ein


Jörg: über den Wert dieser Symbolik und so weiter und dieses Tamtam wissen. Und William habe ich jetzt manchmal, den ich sehr gerne mag, aber schon manchmal die Befürchtung, dass er, anders als Harry, nicht so exzessiv letztendlich, auf den kann man sich schon verlassen, aber dass er zu schnell einen Schritt zu weit gehen würde und den Zauber wegnimmt, indem er das auch alles unpraktisch findet. Da ist er schon ein Geist der heutigen Zeit. Und das war immer meine große Angst, wenn William das mal wird. Und die steigert sich eigentlich. Ich glaube, dass er bestimmte Sachen einfach nicht machen kann, weil es geht nicht darum, ob er einen Federhut tragen mag und einen Mantel, sondern auch da geht es wieder ⁓ die anderen Leute. Er wird irgendwann Monarcher sein und ein Endoloid-Webber. Für den ist das eine Auszeichnung und der soll den Hut und den Mantel und die Feder tragen. Ja, ist ja, da sind wir wieder bei Etikette, also sich da mal zurückzunehmen. Aber es ist tatsächlich, das ist auch so meine Befürchtung, dass er zu viel von dem Zauber nehmen wird. Ich hoffe ja, dass sich da andere Stellen durchsetzen werden und ihn, und ich glaube, Kessin gehört dazu, dass er sagt, lass das mal so, nicht zu viel. Ja, ich habe da wirklich Hoffnung.


Catrin: Jetzt übertragen Sie mich, dass ich das globale Kind und Wörter ausschneiden kann.


Jörg: Man fragt sich auch, warum ist eigentlich, das würde ich gerne nochmal ergänzen, warum ist eigentlich Katherine nicht schon längst im Hosenband geworden? ja im Platz vakant momentan. Genau, weil das vielleicht auch nochmal kurz jetzt die Lady Companions sind die, die ernannt werden, 24 und dann gibt es ja noch die Royal Lady Companion. Das sind dann die, die sozusagen zusätzlich obendrauf sind. Also es gibt 24 plus, die, zusätzlich drauf sind. sind ja auch gekrönte Häupter, die nicht immer dabei sind. Niederlande, Willem, Alexander auch. Die Beatrix ist glaube ich auch noch drin. Genau. sind so verdiente Größen, die da noch oben drauf kommen. Ja und das macht man nicht so schnell. Das dauert noch, weil es muss auch gut abhängen bei Kessrin.


Catrin: Philippe von Spanien zum Beispiel oder Willem Alex Ja. Nein, es gibt, vielleicht kann ich noch hinzufügen, üblicherweise werden die Ehepartner von Monarchen eigentlich erst damit ausgezeichnet, wenn ihr jeweiliger Ehepartner den Thron bestiegen hat. Bei Camilla war es tatsächlich eine ziemlich große Ehre und Ausnahme, dass sie schon unter der verstorbenen Queen dann zum Lady Companion ernannt wurde, obwohl Schalz halt noch nicht König war.


Jörg: Ja, genau. Genau, da hätten wir einen Podcast zu der Zeit schon gehabt, hätten wir das auch herausgehoben. Also ich fand wirklich, was die Late Queen, also was Elisabeth da gemacht hat, die hat schon Camilla den Segen gegeben, indem sie sie in den Hosenbandorden genommen hat, indem sie gesagt hat, sie kann Queen concert sein und so weiter und so fort. Also sie hat dann zu Lebzeiten das doch noch mal geerrt, eine späte Ehre für Camilla. Aber ich glaube, das war Camilla ganz, ganz viel wert, das zu machen.


Catrin: Ja. Sie hat sich gut eingefügt und die beiden Frauen haben sich auch wirklich gemocht, weil sie ähnliche Interessen hatten. Schönes, gemütliches Landleben, Hundeferde. Eigentlich hat Camilla vor ihrer Ehe mit Charles das Leben geführt mit ihrem Ex-Immam, was Elisabeth mit Philipp gerne als ganz normaler Landebensohle geführt hätte. Insofern waren die sich immer sehr viel näher, als Elisabeth und Diana es jemals waren. Die hatten völlig unterschiedliche Interessen, verstanden sich null, hatten keinerlei gemeinsame Ebenen, außer dass sie Diana eingeheiratet hatte.


Jörg: Das das Problem. gerne geführt hätte.


Catrin: Eigentlich haben sich gegen Ende des Lebens die Queen und Camilla recht gut verstanden.


Jörg: Genau, das ist schönes Signal. Genau, und jetzt beim Garter D. Was wird dir eigentlich gefallen? Warum gibt es denn noch so einen Ritterorden? Das ist eben ein Auszeichnungsordner, das eine ganz, ganz hohe Ehre. Wir beiden hatten ja das Vergnügen, den lieben Nick Teller kennenzulernen. Nochmal, also ich kannte ihn jetzt schon länger als Gast auch bei uns. Nick Teller ist der Honorarkonsul, ein Großbritanniens, der bei uns im Café war. im Tea Room war, als wir den Coronation Day gefeiert haben. Und er hat natürlich auch so an seinem Revier so ein kleines Ordensabzeichen gehabt und dann haben gefragt, was ist das denn? Ja, und er ist eben jetzt Member of the Victorian Order, Royal Victorian Order. da war er echt stolz drauf, auch etwas, was direkt für Verdienste direkt vom König vergeben wird. Genau, also, ja.


Catrin: war ja Victoria Norr.


Jörg: Das macht schon was mit einem. Die machen das ja auch freiwillig, so ein Honorarkonsul ist eine freiwillige Sache. ja, ist das eine schöne Ehrerbietung.


Catrin: Ich kann Geld dafür. Ja, und diese beiden Orden, gut, dass du es jetzt nochmal sagst, eben der Hosenbandorden und der Royal Victorian Order sind die einzigen beiden Auszeichnungen, die der Monarch oder die Monarchin ohne Rücksprache mit der Regierung vergeben kann. Und gerade der Royal Victorian Order wird eben an Mitglieder der Familie bzw. auch an sehr verdiente Mitglieder des königlichen Haushalts normalerweise zu Jubiläen oder wenn sie aus dem Dienst ausscheiden oder so vergeben. Den Orden hat Kate übrigens schon, das sah man darin, dass sie bei der Tröhnung von Charles diesen stark blauen Satin-Umhang trug.


Jörg: Mh.


Catrin: mit allerlei Scherpen. Da wussten alle die Leute nicht, soll das? Ist das der Hosenmann-Orden? Nein, das war die Ordensstracht des Royal Victorian Order.


Jörg: Ja, genau. Das wird ihr mit Sicherheit auch noch zuteil werden, wenn sie irgendwann mal Queen ist, was hoffentlich noch lange dauert. Genau, wollen wir denen noch Zeit geben, damit der Nachwuchs auch noch weitergehen kann. Zum Gatadeh, auch da werden alte, verdiente Soldaten geehrt. Es gibt dann zum Beispiel auch da die wirkliche Leibgarde des Königs.


Catrin: Ganz sicher.


Jörg: Das sind die Gentlemen of Arms, sind die Herren, auch so schöne alte weiße Hüte tragen, eine schnittige Uniform haben und so weiter. sind leider schon meistens etwas älter. Die dürfen maximal 55 sein, sie, also sie müssen 50 sein, maximal 55, wenn sie geehrt werden und mit 70 müssen sie ihn auch wieder ausscheiden. Das ist so die älteste Leib. Die hat auch bei der Parlamentseröffnung immer eine große Rolle. Und da gibt es ja noch die You-Men und so. Aber das ist ein anderes Feld. Aber die, die dackeln da auch alle auf dem Gartardee rum. Und dadurch ist es eine wunderschöne Prozession. Man kriegt da natürlich die, die, die, die Roids noch näher mit als natürlich bei Trooping the Colour. Also da ist man echt dicht dran.


Catrin: Ja, ich habe ja auch ein bisschen mitfotografiert und gefilmt und habe die dann auch auf Instagram zum Teil als Story verteilt oder als Reel und ich habe da echt viele begeisterte Rückmeldungen bekommen und auch einige neue Follower, weil ich so nah dran war. Man konnte wirklich sehen, wie dann auch der Rückfahrt in der Kutsche hinterher nach dem Gottesdienst, kommen sie alle in der Kutsche zurück, Königspaar, Kate und William und die fuhren so nah an mir vorbei und winkten fröhlich und in alle Richtungen. Das war so schön und die Sonne schien immer noch. Es war einfach perfekt. Besser kann man sich das nicht vorstellen. Das war wirklich ganz besonderer Tag in meinem heutralen Leben. Hat mir irre viel Spaß gemacht.


Jörg: Ja, das kann ich gut verstehen. Sehr schön. Katrin, zwei Stunden sind ⁓ gut zwei Stunden. Wir hatten aber auch zwei große Themen, deswegen finde ich das in Ordnung. Ich muss ja immer unsere Zeit verteidigen. Nein, also es haben


Catrin: Aber weißt du, was mir gerade auffällt? haben nicht mit einem Wort erwähnt, wie der Orden eigentlich gegründet wurde, die Geschichte. Da soll ich nur einen Satz sagen. Weil es ist ja wirklich ganz schnell gemacht und es ist aber auch eine spannende Geschichte, nämlich der Orden wurde sage und schreibe 1348 gegründet, wegen eines Vorfalls. Ja, ja, eben. Und der Hintergrund ist der, dass der damalige englische König etwa der dritte


Jörg: Ja stimmt, das musste nochmal diese süße Geschichte, die jetzt hier nochmal. 8 ist zu ordentlich, 8 ist das, ne?


Catrin: tanzte halt mit seiner mit einer gräfin angeblich seiner geliebten aber das muss man jetzt gar nicht weiter beleuchten und während sie so tanzten machte es klimperklamper und einfach einmal lag da ein strumpfband auf dem tanzboden denn damals gab es ja noch keine strumpfhosen oder auch keine selbsthaftenden strümpfe sondern man hatte als dame dann eben einen am oberschenkel ⁓ die strümpfe so eine art gummig gab es auch nicht aber irgendwas elastisches ⁓ die dinger oder nicht elastisch sondern geschnürt gebunden damit die strümpfe nicht runterfielen und bei dieser garter garter ist eigentlich kein


Jörg: Hahahaha


Catrin: sondern ein Strumpfband. ist eigentlich falsch übersetzt. Jedenfalls fiel das runter und alle guckten so ein bisschen, weil das war ja schon peinlich. Und dann hat er einfach dieses Band genommen und sich ums linke Knie, unter das linke Knie gebunden und gesagt, ennisswa qui m'a l'y pense, denn damals sprach man bei Huffenhoff französisch, ein Nahe oder ein Schelm, der Böses dabei denkt, nach dem Motto ist doch nichts dabei. Sie hat halt ihr Strumpfband verloren, so what. Und damit es hier nicht rumliegt, ich kann es ihr ja jetzt nicht wieder dran machen, dann müsst ihr ihr Kleid hochheben, also mache ich es mir ans Knie.


Jörg: Hm.


Catrin: Und alles ist gut. Und das ist die charmante Geschichte dahinter. Deswegen heißt der jetzt Garter, denn das englische Wort Garter heißt ganz schlicht Strumpfband. Sagt man heute auch noch, wenn eine Frau bei der Hochzeit ausnahmsweise ein Strumpfband trägt, weil es so hübsch ist, ist das ein Garter. Und die Ritter, wenn die in voller Uniform mit Kniehosen unterwegs sind unter dem Umhang, dann haben sie bis heute ein besticktes Band ums linke Knie, wo Oniswaki-Maipans draufsteht. Das ist die Geschichte.


Jörg: Ja. Sehr schön. Ja, man sieht das ja auch. Kann man gut sehen, die bei so Staatsbanketten und so, wenn die tatsächlich sich mal ihre Brites tragen, dann sieht man das eben da, die Seitenstrumpfe und so. Ja, wunderbar. Haben wir alles? Da sind wir ja ganz deutsch, da muss die Checkliste abgearbeitet sein. Ja, ich glaube, wir haben alles. Wenn wir nicht alles haben, liebe Zuhörerinnen und


Catrin: Ja. So, jetzt haben wir's. Ich glaube schon. Wir sind durch. Ja. uns beschwert euch, dann werden wir nachlegen in der nächsten Folge.


Jörg: Genau, stellt gerne Fragen. Ich verweise nochmal auf unsere Internetseite auch, die heißt thronfolgenpodcast.de und dort könnt ihr sogar, wird noch nicht genutzt, da könnt ihr sogar eine Sprachnachricht hinterlassen und Teil unseres Podcasts werden, wenn ihr Lust habt. Stellt eure Fragen also auch gerne akustisch, wir beantworten sie, freuen uns sehr. Wir hoffen, dass wir alle die Fans auch, dieser Veranstaltung, dass wir denen so ein paar neue Infos geben konnten und wir hoffen, ihr demnächst vielleicht solche Übertragungen an einem schönen Samstagnachmittag beim schönen Kaffee, Tee, Kuchen, was auch immer, dass ihr das meistens vormittags beim guten Frühstück einfach mal beobachtet. Also uns macht Spaß. Es gibt einfach so Bekloppte, die finden das toll. Das ist eine tolle Einrichtung und zeigt eben so einen Respekt, man, finde ich klasse, dass es so etwas noch gibt, auch für die Streitkräfte, die eben da einen guten Job dann auch leisten.


Catrin: sich gewürgt fühlen, auch wenn sie da hart für arbeiten müssen, aber das ist für die auch immer ein Highlight ihres Jahres, soweit ich weiß.


Jörg: Absolut, also die werden ja auch interviewt, wenn bei BBC siehst du das auch. Die Familien sind dabei, auf den Tribünen und die sind ganz stolz darauf. Also es ist wirklich eine Auszeichnung, das machen zu dürfen, once in a lifetime.


Catrin: Ja.


Jörg: Katrin, es war uns ein Fest. Wir haben ja jetzt oder es war mir ein Fest. hoffe für euch auch, genau. Wir haben ja für diese Folge, dafür haben wir ihn gerade erwähnt nochmal, dass er Mitglied des Hosenbandordens ist, der gute Felipe gegen Felipe. Sollte ja eigentlich diesmal ⁓ Spanien gehen, das haben wir verschoben, weil jetzt eben diese beiden Ereignisse da waren. Ja.


Catrin: Mir auch, definitiv. einfach so aktuell und so hervorsteht.


Jörg: Wir haben ja schon angekündigt für England, wird es zig Folgen könnte es da geben. Das ist einfach so umfangreich und damit haben wir einen großen Teil der Tradition und so weiter schon mal abgefrühstückt. da auch ein Haken dran. Bis zum nächsten Mal. Schaltet wieder ein. Ihr seht in den Show Notes, wann die nächste Folge ist und auch auf unserer Internetseite.


Catrin: und können wir Wahrscheinlich so in zwei Wochen, mehr oder weniger. hab jetzt gar nicht geguckt, aber ...


Jörg: So ist es. Genau. Genauer Termin kommt noch und dann machen wir Spanien. Dann ist er dran. Alles klar. Vielen Dank. Macht's gut. Habt eine schöne Sommerzeit. Bis dahin. Tschüss.


Catrin: und Spanien machen wir, dann bleiben wir dran. Ja, freu ich mich. Ja, auch von mir. Vielen Dank fürs Zuhören. Euch allen tschüss, bis bald.